Forum


 

Eisschnelllauf-Star Pechstein: Mission Wiedergutmachung

Am Freitag startet die Weltcup-Saison*im Eisschnelllauf*- und Claudia Pechstein ist erstmals seit ihrer Dopingsperre wieder von Beginn an mit dabei. Die 39-Jährige setzt aber nicht nur auf dem Eis, sondern auch vor Gericht ihren Kampf fort. Das ist Teil ihrer Motivation.

http://www.spiegel.de/sport/wintersp...798334,00.html
  1. #30

    Meinen Sie nicht auch,

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Ich kann es einem Laien ja gerne noch einmal erklären. Pechstein ist derartig oft und intensiv in ihrem Leben untersucht worden, dass eine Kugelzellanämie schon längstens hätte auffallen müssen. Diese war also entweder bereits bekannt oder war derartig unauffällig, dass keine veränderten Laborwerte gefunden werden konnten, was häufig genug der Falls ist.

    Es gibt also zwei Möglichkeiten:

    - Es hat sich ein ganz schlauer Doping-Arzt die veränderten Retikulozyten-Werte bei bekannter Kugelzellanämie zu Nutze gemacht, um damit durch die Gabe der verschiedensten Dopingmittel, die ich jetzt wohl nicht alle noch einmal aufzählen muss, in einem Grenzbereich zu dosieren, da man ja damit rechnen konnte, sich mit der Blutzellerkrankung im Zweifel herausreden zu können.

    - Die Kugelzellanämie war tatsächlich nicht bekannt, da häufig genug vollständig asymptomatisch und wurde jetzt dazu benutzt, die durch das Doping veränderten Retikulozyten-Werte zu erklären.
    daß das Dopingunwesen in der Bundesrepublik endlich vollständig aufgeklärt gehört und die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden wüssen. Auch die Leugner gehören angeklagt, die anklagen um selbst nicht angeklagt zu werden.
    Und was haben Sie dagegen, daß eine Unschuldige sich wehrt?
    Meinen Sie es sollten nur noch Unschuldige angeklagt werden, damit die Schuldigen davon kommen?
  2. #31

    Was soll das denn?

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Ich kann es einem Laien ja gerne noch einmal erklären. Pechstein ist derartig oft und intensiv in ihrem Leben untersucht worden, dass eine Kugelzellanämie schon längstens hätte auffallen müssen. Diese war also entweder bereits bekannt oder war derartig unauffällig, dass keine veränderten Laborwerte gefunden werden konnten, was häufig genug der Falls ist.

    Es gibt also zwei Möglichkeiten:

    - Es hat sich ein ganz schlauer Doping-Arzt die veränderten Retikulozyten-Werte bei bekannter Kugelzellanämie zu Nutze gemacht, um damit durch die Gabe der verschiedensten Dopingmittel, die ich jetzt wohl nicht alle noch einmal aufzählen muss, in einem Grenzbereich zu dosieren, da man ja damit rechnen konnte, sich mit der Blutzellerkrankung im Zweifel herausreden zu können.

    - Die Kugelzellanämie war tatsächlich nicht bekannt, da häufig genug vollständig asymptomatisch und wurde jetzt dazu benutzt, die durch das Doping veränderten Retikulozyten-Werte zu erklären.
    All dies ist hjier in den verschiedensten Foren schon hunderte Male durchgekaut worden. Nicht einmal mehr die ISU nimmt an, Pechstein sei gedopt gewesen und akzeptiert auf Basis der WADA-Guidelines die Athletin als sauber. Genauso der Großteil der Mannschaft, der Journalisten - Herrn Ahrends ausgenommen -, der Verbandsvertreter und der Doping-Experten.

    Dies übrigens obwohl Frau Pechstein heute keine anderen Werte hat als zum Zeitpunkt ihrer Sperre.

    Sie sind also ziemlich allein mit der Ansicht, Pechstein sei auch weiterhin gedopt und ihr sei damals nicht übel mitgespielt worden. Genauso allein (hoffe ich), wie mit der Ansicht, eine 39-jährige könne keine Top-Leistungen mehr bringen. Sie mögen sich ja etwas darauf einbilden, hier trotzig die Frau weiterhin als schuldig zu bezeichnen - aber bei allen vorliegenden Fakten ist derlei Sturheit einfach nur armselig.
  3. #32

    @ doc 123 Nach wie vor keine Erklärung

    Warum hat Pechstein überhaupt gedopt, wenn erhöhte Retikulozyten nicht leistungsfördernd sind? Sie hat also ihr ganze Karriere lang gedopt (denn ihre Werte sind seit Einführung der Bluttests schwankend und zeitweise erhöht) und der schlaue Mediziner, der - trotz staatsanwaltlicher Ermittlungen – seit mehr als einem Jahrzehnt unerkannt dafür gesorgt hat, dass Pechstein in mittlerweile fast 400 (!) Tests nie erwischt wurde, hat das so schlau gemacht, dass bei den Wettkämpfen die roten Blutkörperchen stets im Aufbau waren aber nie in voller Zahl ausgereift, was erst den Leistungsvorteil bringen würde? Doch 123, hinterfragen Sie Sie sich eigentlich selbst manchmal? Auch Sie nennen nämlich weder Ross noch Reiter, wie alle anderen Rufmörder Pechsteins auch: Welche Drogen sollen es denn gewesen sein oder welche Methoden? Wissen Sie mehr als z. B. der Wada-Experte Michael Ashenden, der nicht nur das Blutpass-Programm der WADA mit entwickelte, sondern der in der Szene auch "Bluthund genannt wird, weil er in den eingefrorenen Proben von Lance Armstrong EPO nachweisen konnte. Dieser Ashenden hat auf dem Anti-Doping-Workshop in München bereits am 12. Dezember 2009 folgendes zum Besten gegeben: „Ich habe keine vernünftige Erklärung, wie das Blutbild Pechsteins durch Doping verursacht sein könnte." Doc 123, haben Sie mehr Fachwissen als der "Bluthund" Ashenden? dann lassen Sie uns daran teilhaben...
  4. #33

    Unschuldig?

    Zitat von derandersdenkende Beitrag anzeigen
    daß das Dopingunwesen in der Bundesrepublik endlich vollständig aufgeklärt gehört und die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden wüssen. Auch die Leugner gehören angeklagt, die anklagen um selbst nicht angeklagt zu werden.
    Und was haben Sie dagegen, daß eine Unschuldige sich wehrt?
    Meinen Sie es sollten nur noch Unschuldige angeklagt werden, damit die Schuldigen davon kommen?
    Jeder aber auch jeder Dopingsünder stellt sich als absolutes Unschuldslamm hin, ohne jeglichstes Unrechtsbewusstsein. Vollständiges absurdes Beispiel Dieter Baumann, der eine verunreinigte Zahnpasta verdächtigte. Ein Jan Ullrich sah sich als Unschuldslamm, der ja nicht betrog, da ja alle im Radsport dopten und somit letztlich wieder Chancengleicheit bestand. Oder akutell Lance Armstrong, der trotz bereits geführtem Nachweis von EPO bei einem seiner Tour-Siegen inmmer noch auf seiner Unschuld besteht.

    Bez. Pechstein habe ich den für mich ganz klaren Nachweis auf Grund der vorhandenen Daten geführt, Ihren diesbezüglichen Hinweis verstehe ich daher leider nicht.

    Natürlich sollte der Dopingsumpf in Deutschland trocken gelegt werden, offensichtlich besteht jedoch diesbezüglich auch staatlicher- und politischerseits gar kein Interesse, sonst hätte man längstens aus einem Dopingsünder einen Straftäter gemacht, was jedoch offensichtlich nicht gewollt oder gewünscht ist.
  5. #34

    Lächerlich!

    Zitat von wolfman11 Beitrag anzeigen
    All dies ist hjier in den verschiedensten Foren schon hunderte Male durchgekaut worden. Nicht einmal mehr die ISU nimmt an, Pechstein sei gedopt gewesen und akzeptiert auf Basis der WADA-Guidelines die Athletin als sauber. Genauso der Großteil der Mannschaft, der Journalisten - Herrn Ahrends ausgenommen -, der Verbandsvertreter und der Doping-Experten.
    Hier anzuführen, dieser Problematik sei ausführlich durchgekaut worden, ist lächerlich, denn Sie wissen auch sehr genau, dass zum damaligen Zeitpunkt der Vorstellung der Pechstein-eigenen Experten zu diesem Thema der Blog hier gesperrt wurde und danach allenfalls zu anderen Pechstein-Theme wieder eröffnet wurde. Dieses Thema ist damit zumindest hier im Forum in keinster Weise ausdiskutiert. Was die ISU annimmt ist ungefähr so wie die aussagekräftig wie ein Statement des UCI, bei dem auch Dopingsünder nachhaltig geschützt werden.
  6. #35

    Ursachen

    Zitat von wildjoe Beitrag anzeigen
    Doc 123, haben Sie mehr Fachwissen als der "Bluthund" Ashenden? dann lassen Sie uns daran teilhaben...
    Ursächlich für die veränderten Retikulozyten-Werten können u.a. Blutdoping

    http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,634659,00.html

    oder Doping mit EPO sein

    http://www.medicalsportsnetwork.de/a...-im-Sport.html
  7. #36

    Sie vergessen was

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Jeder aber auch jeder Dopingsünder stellt sich als absolutes Unschuldslamm hin, ohne jeglichstes Unrechtsbewusstsein. Vollständiges absurdes Beispiel Dieter Baumann, der eine verunreinigte Zahnpasta verdächtigte. Ein Jan Ullrich sah sich als Unschuldslamm, der ja nicht betrog, da ja alle im Radsport dopten und somit letztlich wieder Chancengleicheit bestand. Oder akutell Lance Armstrong, der trotz bereits geführtem Nachweis von EPO bei einem seiner Tour-Siegen inmmer noch auf seiner Unschuld besteht.
    ...
    Sie vergessen den größten Skandal der letzten Zeit:

    Bei der Fußball-U17-WM in Mexico sind 109 der 208 Teilnehmer positiv auf Clenbuterol getestet worden. Also mehr als die Hälfte. Lächerlicherweise behaupten die alle, genau wie der widerliche Doper Contador, dass das an verseuchtem Fleisch liegen soll. So ein Schmarrn!! Und wissen Sie, was das Schlimmste ist: Die FIFA glaubt denen sogar!
    Doc 123, was halten Sie sich mit diesem Einzelfall der Eisschnellläuferin auf? Da gibt es etwas zu tun für Sie! Auf in den Kampf, entlarven Sie das Massendoping bei den Nachwuchsfußballern!
  8. #37

    @ Doc 123: Jetzt stehen Sie ganz dumm da

    Habe mir die Links angeschaut. Der erste führt zu einem Spiegel-Online-Arikel vom 6. Juni 2009. Mehr haben Sie nicht zu bieten? Dieser spricht von dem weitläufigen Gebiet Blutdoping - ich möchte aber wissen welche Art der Manipulation und welche Drogen? Noch einmal: Weder im ISU- noch im CAS-Urteil steht, wie und womit Pechstein betrogen haben soll. Da bringt uns auch Ihr Link nicht weiter. Das war schon mal ein Schuss in den Ofen. Aber richtig peinlich wird es für Sie mit Link 2. Hier führen sie die Arbeit von Dr. Klaus Pöttgen an. Klug von Ihnen, ein wirklicher Fachmann auf diesem Gebiet. Dumm nur für Sie, dass ausgerechnet Dr. Pöttgen sich das Blutbild von Pechstein und die dazugehörenden Werte (nicht nur die Retis) im Detail angeschaut und ein Gutachten erstellt hat. Sein Fazit:

    "Es ist keine Substanz bekannt, welche ein Blutbild wie in Hamar bei Frau Pechstein auslösen kann, wenn man all diese Parameter beachtet.
    Aus praktischer Sicht ist es organisatorisch fasst unmöglich über 9 Jahre sein Blut immer regelmäßig rechtzeitig vor einer Kontrolle zu verdünnen, dazu noch hochdosiert EPO zu verwenden um dann mit erhöhten Retikulozytenwerten immer wieder aufzufallen.
    Es wäre ungleich organisatorisch und medizinisch kontrolliert leichter das low-dose EPO Schema zu verwenden. Dies schließen aber im Grunde alle Gutachter und ich aus, weil alle Parameter dazu nicht passen."

    Das gesamte Gutachten können Sie bei CP auf der Seite nachlesen:

    http://www.claudiapechstein.de/Gutac...09.01.2010.pdf

    Dumm, wenn der Ankläger zum Verteidiger wird - oder? Aber Herrn Dr. Pöttgen hat Pechstein wahrscheinlich auch wieder eingekauft. Zumindest würde damit Ihr Weltbild nicht auseinander fallen. Wenn Sie ein echter Doc sind, dann lesen Sie die Pöttgen-Ausführungen mal in Ruhe, dann macht es vielleicht auch bei Ihnen klick. Aber dazu müsste man die Größe haben, sich selbst zu hinterfragen. Haben Sie die? Also: Ich warte immer noch auf einen Experten, der das Blutbild von Pechstein durch Doping erklären kann. Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich möchte einen Beweis (ganz gleich ob indirekt oder direkt) für ein Dopingvergehen von Pechstein. Den wird es doch geben - oder? Oder halten Sie Pechstein nur von Bauchgefühl heraus für eine Dopingsünderin? Und dieses Bauchgefühl für ausreichend, Pechstein schuldig zu sprechen? Dann hätten wir endgültig eine neue Qualität in unserer kleinen Diskussionsrunde erreicht ;-)
  9. #38

    Absurd!

    Zitat von wildjoe Beitrag anzeigen
    Aus praktischer Sicht ist es organisatorisch fasst unmöglich über 9 Jahre sein Blut immer regelmäßig rechtzeitig vor einer Kontrolle zu verdünnen, dazu noch hochdosiert EPO zu verwenden um dann mit erhöhten Retikulozytenwerten immer wieder aufzufallen.
    Es wäre ungleich organisatorisch und medizinisch kontrolliert leichter das low-dose EPO Schema zu verwenden. Dies schließen aber im Grunde alle Gutachter und ich aus, weil alle Parameter dazu nicht passen."
    Aber jedoch wohl möglich, eben ausgeführt wie bereits oben angeführt, durch diesen "schlauen" Doping-Arzt.

    Zitat von wildjoe Beitrag anzeigen
    Wenn Sie ein echter Doc sind, dann lesen Sie die Pöttgen-Ausführungen mal in Ruhe, dann macht es vielleicht auch bei Ihnen klick. Aber dazu müsste man die Größe haben, sich selbst zu hinterfragen. Haben Sie die? Also: Ich warte immer noch auf einen Experten, der das Blutbild von Pechstein durch Doping erklären kann.
    Ihre Auslassungen sind ja einfach nur absurd. Jahrelang waren die Retikulozyten-Werte von Pechstein erhöht und Sie wollen jetzt ernsthaft behaupten, kein Mensch habe während dieser Zeit nach einer anderen Ursache als dem Doping gesucht. Eine Kugelzellanämie kann man in einem einfachen Blutausstrich auf einem Objektträger im Mikroskop erkenen, so man denn wollte. Und so viele Differentialdiagnosen für eine hämolytische Anämie mit Retikulozytose gibt es eben NICHT. Natürlich wartet man dann ausgerechnet auf den Zeitpunkt, wo Pechstein auf Grund des indirekten Dopingnachweises - mit welchem Doping-Mittel auch immer, ich habe Ihnen hier auf die schnelle der Zeit und am fortgeschrittenen Abend zwei Mittel angeboten, ganz sicherlich gibt es hier noch eine Vielzahl mehr! - überführt wurde, um dann mit dieser Diagnose einer angeborenen Blutkrankheit um die Ecke zu kommen und hatte in den Jahren zuvor keinerlei Möglichkeit bzw. Willen diese angeborene Blutkrankheit zu erkennen und zu diagnostizieren. So verblödet können Sie mich jedenfalls nicht halten, allenfalls eine Vielzahl meiner entweder bezahlten oder ggf. ignoranten Kollegen vielleicht schon.
  10. #39

    Fakten zählen

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Ich kann es einem Laien ja gerne noch einmal erklären. Pechstein ist derartig oft und intensiv in ihrem Leben untersucht worden, dass eine Kugelzellanämie schon längstens hätte auffallen müssen. Diese war also entweder bereits bekannt oder war derartig unauffällig, dass keine veränderten Laborwerte gefunden werden konnten, was häufig genug der Falls ist.

    Es gibt also zwei Möglichkeiten:

    - Es hat sich ein ganz schlauer Doping-Arzt die veränderten Retikulozyten-Werte bei bekannter Kugelzellanämie zu Nutze gemacht, um damit durch die Gabe der verschiedensten Dopingmittel, die ich jetzt wohl nicht alle noch einmal aufzählen muss, in einem Grenzbereich zu dosieren, da man ja damit rechnen konnte, sich mit der Blutzellerkrankung im Zweifel herausreden zu können.

    - Die Kugelzellanämie war tatsächlich nicht bekannt, da häufig genug vollständig asymptomatisch und wurde jetzt dazu benutzt, die durch das Doping veränderten Retikulozyten-Werte zu erklären.
    Vielen Dank für die Information, aber es handelt sich nicht um eine medizinisches sondern um ein logisches Dilemma. Ob die Kugelzell-Anämie bekannt war oder nicht, spielt in der Sache keine Rolle. Sie ist wohl nicht abzustreiten. Und es ist erwiesen, dass dies zu schwankenden Werten führt. Damit ist dieser Indizienbeweis entkräftet. Ob sie darüber hinaus gedopt hat, weiß kein Mensch, einen Beweis oder Hinweis gibt es auf jeden Fall nicht. Warum Pechstein nun mit 39 Jahren diese Leistung erbringen kann, weiß ich nicht. Aber sie ist nicht die einzige Hochleistungssportlerin mit 40, die Erfolg hat. Vielleicht hat ihr auch die Wut gehörig Feuer unterm Hintern gemacht. Das wäre dann allerddings Doping :)








TOP



TOP