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Einwanderer: "Ich kann das, ich bin Arzt!"

Ausländische Abschlüsse sollen schneller anerkannt werden, das hat der Bundesrat beschlossen.*Für Jean Michel Bollo ist das ein Hoffnungsschimmer. Der Mediziner aus Kamerun wartet schon seit 14 Jahren darauf, dass er in Deutschland praktizieren darf. Doch das neue Gesetz hat einige Tücken.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...795960,00.html
  1. #230

    beschränkt...

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Sie verstehen es immer noch nicht. Es sind gerade die unerfahrenen Ärzte die den Ratschlag einer erfahrenen Pflegekraft zu schätzen wissen.
    hat das irgendwer bestritten? Dennoch ist er Ihnen an schierem Fachwissen überlegen. Und bleibt es auch. Außerdem wird irgendwann aus einem ärztlichen Berufsanfänger ein erfahrener Arzt... und Sie meinen, der kann Ihnen immer noch nicht das Wasser reichen?
    Pflegekräfte haben Situationen und kompetente Ärzte bei der Bewältigung dieser Situation oft schon dutzendemale gesehen, und der Assistenzarzt noch nicht ein einziges mal. Und oft lautet der Ratschlag auch simpel: du musst deinen Oberarzt im Hintergrunddienst anrufen, oder, du solltest einen Facharzt dieser oder dieser Fachrichtung hinzurufen.
    glauben Sie nicht auch, daß das ab und zu nötig ist?
    Die medizinische Fachliteratur ist frei zugänglich, und lesen können nicht nur Ärzte. Ich hab halt den Vorteil, dass ich mir nur das Wissen über wenige ITS-relevante Krankheitsbilder merken muss. Im Ggs. zu tausenden im Med-Studium. Ist jetzt keine große Kunst, sich da gut auszukennen.
    Sehen Sie? Da weiß dann eben der Arzt doch mehr als der Pfleger, ganz zu schweigen von den zahlreichen Fachrichtungen, die der Arzt im Studium lernt, und mit denen der Pfleger zeitlebens niemals in Berührung kommt... die ärztliche Tätigkeit beschränkt sich nämlich bei weitem nicht auf die in der Intensivstation üblicherweise auflaufenden Fälle. Ich denke, damit haben Sie selbst den Schlußpunkt unter diese dämliche Debatte gesetzt.
  2. #231

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    hat das irgendwer bestritten? Dennoch ist er Ihnen an schierem Fachwissen überlegen. Und bleibt es auch. Außerdem wird irgendwann aus einem ärztlichen Berufsanfänger ein erfahrener Arzt... und Sie meinen, der kann Ihnen immer noch nicht das Wasser reichen?
    glauben Sie nicht auch, daß das ab und zu nötig ist?
    Mit erfahrenen Ärzten ist das ein Geben und Nehmen auf Augenhöhe. Er hat mehr medizinische Kompetenz und erklärt mir warum er eine Entscheidung so getroffen hat, und ich hab dafür mehr Kompetenzen in pflegerischer Hinsicht, bei medizinischen Gerätschaften oder z.B. in Krankenbeobachtung. Unsere Kompetenzen sind unterschiedlich gelagert, aber nicht mehr oder weniger wert, und sie sind gleichermaßen wichtig für die Gesundung des Patienten. Das ist der Punkt.
  3. #232

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    ich war glücklicherweise nur als Angehöriger betroffen.
    wohl war. Aber mein Thema war nicht der Aufgabenkatalog der Ärzte, sondern der der Pflege. Und daß Hygiene rund um den Patienten dazu gehört, werden Sie nicht abstreiten wollen.
    Da merken Sie offensichtlich den Widerspruch nicht. Sie hatten sich ja schon darüber "beschwert", dass die Pflegekräfte nicht (nur?) das tun, was ihnen die Ärzte vorschreiben. Z.B. müssen Pflegekräfte sterile Methoden (ich hoffe Sie wissen, was das bedeutet) ganz von alleine beherrschen, ohne dass ein Arzt das diktiert. Es sind je schließlich Profis.
    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    Haben Sie schon von multiresistenten Krankheitserregern und deren "Zucht" in Krankenhäusern gehört?
    In Gegensatz zu Ihnen habe ich inzwischen Jahre meines Lebens in Krankenhäusern verbracht – sowohl als Mitarbeiter als auch als Patient. Also halten Sie bitte mal den Ball flach.
    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    Einige Kliniken haben im Lichte gewisser Vorkommnisse Ärzte extra als "Hygienebauftragte" eingestellt, um diese Dinge in den Griff zu bekommen. "Hygiene" gehört vielleicht nicht zum Pflicht-Überwachungsprogramm von Otto-Normal-Klinik-Doc, sehr wohl aber zur medizinischen Leitung eines Hauses.
    Wenn Sie sich bitte erinnern wollen, sie sprachen in Ihrem Beitrag von "behandelnde Ärzte". Das sind die Hygienebeauftragte aber nicht.
    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    Und zur selbstverständlichen "Pflichtübung" der Pflege, und DAS war mein Kritikpunkt. Was nützt die beste ärztliche Behandlung, wenn es bei der Pflege des Patienten an solchen elementaren Dingen ermangelt?
    Sollten Sie es endlich begriffen habe? Richtig. Ärzte und Pflegekräfte sind ein Team – weder Ärzte noch Pflegekräfte können im Krankenhaus können alleine bestehen.
    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    soso. In diesem Fall glaube ich aber an Gleichgültigkeit und allgemeinen Schlamp.
    Zu irren ist menschlich. Ich werfe es niemanden vor, sondern stelle nur fest, dass Ärzte auch nicht perfekt sind. Und es gibt eben auch Fälle, wo eine Pflegekraft eine ärztliche Anordnung in Frage stellt – und so Fehler vermieden werden. Wie gesagt – nur im Team funktioniert es. Sowieso bei der Überlastung, die heute im Gesundheitssystem herrscht.
    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    Nun, es stand alles in den Unterlagen des Patienten. Wurde mir so bestätigt. Und selbstverständlich gehört das zum Bereich der Pflege.
    Das hängt davon ab, wie das Krankenhaus organisiert ist. Wenn es in den Unterlagen des Patienten stand, kann es auch an die Ernährungsberater weiter geleitet worden sein, und die haben es verschlampt. Oder auch die ungelernte Kräfte, die das Essen austeilen Und das sind alles keine Pflegekräfte.


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