Einwanderer als Chance: Neues Deutschland

Vom Sortierband ins Management, von der Provinz an die Spitze der Computerspielentwicklung: Hin und wieder boxen sich Migranten in Deutschland nach oben durch. Sie zeigen damit, welches Potential Unternehmen heben können, wenn sie mehr Vielfalt in den Vorständen zulassen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...766496,00.html
  1. #30

    Vieles liegt im Argen

    Zitat von danielohondo Beitrag anzeigen
    ... der sich erfolgreich integriert hat. Ich weiß, dass die Zahlen bei den Aussiedlern ganz anders aussehen und dass die meisten, bis auf paar Ausnahmen, sich sehr gut integriert haben und heute kaum noch auffallen in der Gesellschaft.

    Warum ist das so ? Im Grunde ist es ganz einfach. Die Grundlage dafür wird im familiären Umfeld gelegt. Mir wurde schon im Kindesalter die Stellung der Bildung in der Gesellschaft, aber auch für mich selbst, als sehr wichtig klargemacht. Meine Eltern und mein Umfeld achtete sehr darauf. So wusste ich schon als Kind, dass ich möglichst gut in der Schule sein soll und auch später möglichst viel Bildung erreichen soll.

    Es existieren auch andere Beispiele, wo das familiäre Umfeld aus normaln Arbeitern in der Fabrik besteht, aber die Eltern genau deswegen ihre Kinder zur einer höheren Bildung drängen. Bei den türkischen Migranten ist das oft der Fall, da die meisten Einwanderer aus Anatolien stammen und hier dann an den Fabriken gearbeitet haben.

    Ich bin denselben Weg gegangen, wie die Frau im Artikel. Von der Hauptschule, wo ich wegen mangelnder Sprachkenntnisse 2 Klassen runtergestuft wurde(keine hat mich gefragt, ob ich es will !), aber dafür dann die deutsche Sprache innerhalb von einem Jahr erlente und bei meiner Mittleren Reife Klassenbester war, auf Gymnasium gegangen bin und auch Abitur gemacht habe. Heute, bin ich bei einem großen amerikanischen Konzern dabei eine Diplomarbeit zu schreiben und danach stehen mir alle Wege offen.

    Ich will nur sagen, es sind nicht nur paar Migranten, die was aus sich machen, es sind viele und die fallen leider kaum auf.

    Das Einwanderungssystem sollte in Deutschland grundsätzlich geaändert werden und zwar sollte man Kanada als sehr gutes Beispiel nehmen, wenn wir schon die angelsächsischen Abschlüße "erfolgreich" kopieren, können wir auch das.

    MFG.
    Im Wesentlichen meine volle Zustimmung. Leider ist es viel leichter in der eigenen Unsicherheit die Schuld bei den Migranten zu suchen. Ein idealer Nährboden für Zustände wie 1933 ist das, dabei wird vergessen, dass das deutsche Volk alleine an der Entwicklung schuld ist.

    Warum gibt es kein Punktesystem für Einwanderung?
    Warum werden die Wahlen nicht alle auf einen Tag gelegt und nur alle 5 Jahre?
    Warum reduziert man nicht die Anzahl der Bundesländer auf 5-8 (dafür mehr eigene Gesetzgebungskompetenzen)?
    Bildungspolitik müsste Aufgabe des Bundes werden...
  2. #31

    ....

    Zitat von kezia_BT Beitrag anzeigen
    Wer sagt, daß Migranten dumm oder faul seien, hat das Problem verkannt - es gibt sicher genausoviele dumme und faule Migranten wie Einheimische. Nun werden Geschichten erzählt, die von erfolgreichen Migranten erzählen - was aber nicht erzählt wird, sind all die Einheimischen, denen diese Leute, die hinten und vorne gefördert werden, die (gutbezahlten) Stellen wegnehmen und deren Löhne immer weiter gedrückt werden. Migranten haben nun einmal andere Vorstellungen als Deutsche, und ich möchte nicht einen Menschen zum Vorgesetzten haben, der z.B. die Zustände in chinesischen Fabriken oder das Umweltbewußtsein in Anatolien als Standard im Hinterkopf hat! Anstatt Migranten zu fördern und die gutausgebildeten Deutschen in die Flucht zu schlagen, muß eine ganz andere Politik eingeführt werden, nämlich die, die Einheimischen zu halten und die Migranten zum Abwandern zu bewegen - sie sollten ihre Fähigkeiten dazu benutzen, ihre Ursprungsländer voranzubringen. Es versteht sich von selbst, daß Gewalt dazu kein Mittel ist, wohl aber ein Ende der übertriebenen Förderung. Statt Integrationsförderung Rückkehrbeihilfen und Förderung der Ausbildung Einheimischer, sowohl am unteren Ende als auch besonders im akademischen Bereich, wo leider die meisten Abwanderungen zu verzeichnen sind, weil das Klima an den Universitäten von der Wirtschaft bestimmt wird - und die ist nur an möglichst billigen Arbeitskräften interessiert, wofür die Ausländer gerade recht kommen.
    Um ganz ehrlich zu sein, Einstellunge wie Ihre hier waren einer der Hauptgruende, warum ich vor fast 10 Jahren aus Deutschland abgewandert bin.

    Ich hatte dieses rein-weisse Ghetto und deutsche Monokultur schlicht und einfach zum Erbrechen satt.

    Wenn Sie intelligente Leute halten wollen, schaffen Sie ein kreatives und stimulierendes Umfeld. Mit so vielen Kulturen, Sprachen, Ideen und Hautfarben wie irgend moeglich.
  3. #32

    Vollste Zustimmung

    Zitat von shenshen_ie Beitrag anzeigen
    Um ganz ehrlich zu sein, Einstellunge wie Ihre hier waren einer der Hauptgruende, warum ich vor fast 10 Jahren aus Deutschland abgewandert bin.

    Ich hatte dieses rein-weisse Ghetto und deutsche Monokultur schlicht und einfach zum Erbrechen satt.

    Wenn Sie intelligente Leute halten wollen, schaffen Sie ein kreatives und stimulierendes Umfeld. Mit so vielen Kulturen, Sprachen, Ideen und Hautfarben wie irgend moeglich.
    So sehe ich das auch.

    Oder aber folgendes Beispiel: Ich gehe in ein Restaurant und beobachte, wie man einem Hund Wasser anbietet, eine Familie mit Kind muss aber das Restaurant verlassen.

    Gegenbeispiel einer US-Airbase: Für das Baby gibt es eine Flasche und Spielzeug.

    Ich habe den deutschen Staat eigentlich auch bis zum Erbrechen satt, zumal ein Großteil meiner Verwandtschaft mittlerweile in den USA oder Asien lebt. Niemand will mehr freiwillig zurück. Allerdings brauchen die auch kein Hartz IV auch dank Auswanderung.

    Außerdem verdanke ich meinen geschäftlichen Erfolg den US-Gesetzen. So gesehen bringt mir der deutsche Staat nur Nachteile ein. Warum also noch in einem Land bleiben, das aus Angsthasen besteht, die vor jedem AKW gleich wegrennen und dabei vergessen, dass durch Kohlekraftwerke mehr Leute ums Leben kommen.
  4. #33

    Zitat von Suppenkoch Beitrag anzeigen
    Ich kann nur von mir selber ausgehen, ich hatte mich vor 10 Jahren mal intensiv mit dem Thema "Auswanderung" beschäftigt. Meine persönlichen Gründe waren damals die mangelnden Perspektiven und der überbordendene Bürokratismus in meiner Firma (einer Großbank). Alles langsam, alles wie auf dem Amt. Dazu kommen die nicht immer freundlichen Mitbürger hier in Deutschland. Ausgewandert bin ich dann aber nicht, sondern habe die Firma gewechselt (deutlich kleiner) und da war es dann auch viel besser. Mittlerweile bin ich durch Fusionen wieder in einer Großbank beschäftigt und erlebe wieder den Bürokratismus von früher.
    Wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt dann merkt man auch schnell, dass sich viele Auswanderer im Vorfeld gar nicht in voller Tiefe mit dem Land ihrer Träume auseinandersetzen. Ansonsten würden sie merken, dass viele ihrer Hoffnungen eigentlich auch in Deutschland umsetzbar wären, wenn sie hier den Schnitt machen würden, den sie bei der Auswanderung bereit sind zu machen. Komischerweise machen das viele hier nicht, sondern wandern lieber aus.
    Das ist ein allgemeines Phänomen in D, daß alles was im Ausland glänzt Gold sein muss. Die Menschen im Ausland sind generell freunldicher, entspannter etc. Auch der Bürokratismus ist im Ausland viel weniger und angenehmer.
  5. #34

    Zitat von user123456 Beitrag anzeigen
    So sehe ich das auch.

    Oder aber folgendes Beispiel: Ich gehe in ein Restaurant und beobachte, wie man einem Hund Wasser anbietet, eine Familie mit Kind muss aber das Restaurant verlassen.

    Gegenbeispiel einer US-Airbase: Für das Baby gibt es eine Flasche und Spielzeug.

    Ich habe den deutschen Staat eigentlich auch bis zum Erbrechen satt, zumal ein Großteil meiner Verwandtschaft mittlerweile in den USA oder Asien lebt. Niemand will mehr freiwillig zurück. Allerdings brauchen die auch kein Hartz IV auch dank Auswanderung.

    Außerdem verdanke ich meinen geschäftlichen Erfolg den US-Gesetzen. So gesehen bringt mir der deutsche Staat nur Nachteile ein. Warum also noch in einem Land bleiben, das aus Angsthasen besteht, die vor jedem AKW gleich wegrennen und dabei vergessen, dass durch Kohlekraftwerke mehr Leute ums Leben kommen.
    Ich hoffe Sie geben auch den dt. Pass ab. Oder sind Sie auch so ein Vollkaskoauswanderer. Wenns mir schlecht geht ist der dt. Staat dann wieder gut genug, z.B. bei horrenden Krankenhauskosten. Und Leute wie Sie gehen den Rest der Deutschen ebenfalls gewaltig auf den Kleister.
  6. #35

    ...

    Zitat von küss_di_hand Beitrag anzeigen
    Ich hoffe Sie geben auch den dt. Pass ab. Oder sind Sie auch so ein Vollkaskoauswanderer. Wenns mir schlecht geht ist der dt. Staat dann wieder gut genug, z.B. bei horrenden Krankenhauskosten. Und Leute wie Sie gehen den Rest der Deutschen ebenfalls gewaltig auf den Kleister.
    Bereits abgegeben, mein Bester, keine Sorge.

    An dem Tag hab ich gefeiert, zusammen mit einigen anderen ausgewanderten.
    Versichern kann man sich ueberall, dazu muss man nicht in Deutschland leben.