Einsatz in Frankfurt: "Blockupy"-Großdemo startet friedlich

DPAIn der Hauptstadt des Geldes wider den Kapitalismus: Bis zu 15.000 Demonstranten protestieren in Frankfurt gegen Bankenmacht und Sparpolitik. Bislang blieb bei der einzigen erlaubten Aktion im Rahmen der "Blockupy"-Aktionstage alles ruhig.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...833977,00.html
  1. #10

    Das System funktioniert

    Offensichtlich kann man das Volk mit 22 Ballspielern ruhig halten. Dann wird nicht nachgedacht, ob das System, das uns gnadenlos ausbeutet und einige wenige unendlich reich und unendlich viele extrem arm macht, gerecht und richtig ist. Auf dem Marienplatz singen die Bayern-Fans und fühlen sich toll. Dabei sollten die meisten dieser Fans einmal darüber nachdenken, ob sie selbst nicht nur Humankapital sind, das auf unhumane Weise von den Konzernen hin- und hergeschoben wird, wie es den CEOs gerade passt!
  2. #11

    Agent Provocateur

    Zitat von linksrutsch Beitrag anzeigen
    also ich lehne ja jede Gewalt strikt ab, aber was gerade in Franktfurt abgeht und wie wenig darüber berichtet wird ist absulotes ein Armutszeugnis für die Mainstreammedien von Spiegel bis Tagesschau. Facebook, Kurt Felix, Röttgen und Championsleague sind alle viel wichtiger als dass Zehntausende trotz Provokation durch die militant auftretende Polizei friedlich ihrer Unzufriedenheit mit dem Wirtschaftssystem Ausdruck verleihen. Erst wenn ein paar Autonome (oder Provokateure, wie 2007 in Heiligendamm nachweislich geschehen) sich darunter mischen und die Polizisten angreifen und randalieren, ja DANN springt ihr drauf an.
    Agent Provocateur ist garantiert vor Ort. Aber im Angesicht der friedliche Masse, ist es wohl ein bischen zu riskant um aktiv zu werden. Er riskiert Kloppe vom Volk.
  3. #12

    Finde ich gut, wird Zeit

    Macht ruhig darauf aufmerksam, dass wir in einer schäbigen Oligarchie leben. Einige wenige machen sich in nie dagewesener Art die Taschen voll, Fantasie-Gehälter fließen, und keiner wehrt sich dagegen. Der Rest der Welt soll in Armut leben. Es ist, als habe es die Franz. Revolution nie gegeben. Der Feudalismus des Ancien Régime war gar nichts, gegen die heutigen Milliardäre.
  4. #13

    Kurt Felix ist tot und

    das ist bei Spiegel die Headline!
  5. #14

    ...

    Zitat von ramont Beitrag anzeigen
    Bei manchen Leuten scheint ja die Methode -"Brot und Spiele" um das Volk abzulenken -zu funktionieren....
    Bei deutlich mehr als "manchen Leuten" ... Demonstrationen, Umzüge und Paraden gehören auch in die Kategorie Spiele...

    Historisch waren Demonstrationen eine Machtdemonstration, des Volkes... heute muss der Staat vor seinem entmachteten und entwaffneten Volk keine Angst haben, selbst wenn Hunderttausende auf die Straße gingen.
  6. #15

    Selbstbild = Fremdbild?

    Zitat von Zaphod Beitrag anzeigen
    Offensichtlich kann man das Volk mit 22 Ballspielern ruhig halten. Dann wird nicht nachgedacht, ob das System, das uns gnadenlos ausbeutet und einige wenige unendlich reich und unendlich viele extrem arm macht, gerecht und richtig ist. Auf dem Marienplatz singen die Bayern-Fans und fühlen sich toll. Dabei sollten die meisten dieser Fans einmal darüber nachdenken, ob sie selbst nicht nur Humankapital sind, das auf unhumane Weise von den Konzernen hin- und hergeschoben wird, wie es den CEOs gerade passt!
    Vielleicht liegt es auch daran, dass die subjektiv gefühlten 99% vielleicht tatsächlich nur 1% sind?

    Das "Problem" an der mangelnden Aufmerksamkeit liegt möglicherweise darin begründet, dass die allerwenigsten Leute diese Bewegung unterstützen...diverse Beiträge hier im Forum "spiegeln" nun mal nicht die Wirklichkeit wider..auch wenn das für manche schwer zu akzeptieren ist.
  7. #16

    Blocupy

    Zitat von tino1960 Beitrag anzeigen
    Nachdem sich die Beweging gestern enormem polizeilichen und richterlichem Druck beugen musste, darf man heute erwarten, dass nicht wieder die Staatsmacht so entwürdigend eingreift und Demokratieempfinden zerstört. Sind unseren Staatsverantwortlichen 40% Nichtwähler immer noch nicht genug oder vertreten sie nur die Lobby der Großbänker? Wir sind das Volk und wir haben schon lange von diesen Allüren der Oberen die Nase voll!
    "Demokratieempfinden?" Wenn die Demo genehmigt ist, ist sie ein demokratischer Akt. Wenn sie nicht genehmigt ist, ist sie undemokratisch; Mobregierung ist kein Teil der Freiheit. In der Demokratie geht es um die Anzahl der Stimmen, nicht um die Lautstaerke. Folgen deutsche Demonstranten nun den "weisen Griechen ?"
    Haben sich diese Demonstranten auch einmal lar gemacht, dass sie und ihre Eltern im Kapitalismus ganz gut gefahren sind ? Ich wuerde zu gern erfahren, wieviele Hartz-IV-Empfaenger bei den Demonstranten sind. Oder sind es, wie immer schon, wieder die verhaetschelten Soehne und Toechter hoeherer Beamten, die sich zum Masz aller Dinge machen ?
  8. #17

    Verbote sind richtig

    Die Verbote sind richtig und wichtig. Demonstrationsrecht steht nur in diesem unwichtigen Papier, welches Grundgesetz genannt wird (wenigsten gibt es noch Richter, die bereit sind dieses zu ignorieren). Nicht das wir auf einmal alle morgens aufwachen und es herrscht Demokratie.
  9. #18

    Grossdemo

    Zitat von cato. Beitrag anzeigen
    Bei deutlich mehr als "manchen Leuten" ... Demonstrationen, Umzüge und Paraden gehören auch in die Kategorie Spiele...

    Historisch waren Demonstrationen eine Machtdemonstration, des Volkes... heute muss der Staat vor seinem entmachteten und entwaffneten Volk keine Angst haben, selbst wenn Hunderttausende auf die Straße gingen.
    Und warum ? Weil die Strasse nicht der Ort ist, auf dem Veraenderungen herbeigefuehrt werden, sondern einzig und allein an der Wahlurne ! Wer meint,Wahlenthaltung sei ein wirksames politisches Mittel, hat keine Ahnung von Demokratie.
  10. #19

    gegendemo?

    Zitat von Psycho Dad Beitrag anzeigen
    Vielleicht liegt es auch daran, dass die subjektiv gefühlten 99% vielleicht tatsächlich nur 1% sind?

    Das "Problem" an der mangelnden Aufmerksamkeit liegt möglicherweise darin begründet, dass die allerwenigsten Leute diese Bewegung unterstützen...diverse Beiträge hier im Forum "spiegeln" nun mal nicht die Wirklichkeit wider..auch wenn das für manche schwer zu akzeptieren ist.
    Ich hatte mich schon gewundert, wie man Ignoranz zu seinem Hauptargument machen kann. Allerdings habe ich dann ihren anderen Thread lesen dürfen. Da wird dann doch einiges klarer:

    Polizeisperre in Frankfurt: "Occupy hat schon gewonnen"

    Warum starten sie und ihre Kollegen nichtmal eine Gegendemo? Farbe bekennen für ihren Arbeitgeber? Sie haben ja nach ihrer Logik die Mehrheit hinter sich.