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Einreiseverbot wegen Gedicht: Wie Grass Israels Rechte bedient hat

DPAGrass hat Israels Regierung eine Steilvorlage geliefert - um von den wirklich wichtigen Debatten abzulenken, meint der Historiker Moshe Zimmermann. Das Einreiseverbot für den Dichter ist absurd. Die Auseinandersetzung muss im Feuilleton stattfinden. Nicht in der Politik.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...826354,00.html
  1. #380

    Mist auf dem Komposthaufen der Freundschaft

    Zitat von biouk Beitrag anzeigen
    Grass hat mit allem, was er sagt recht!! Es ist nicht das erste mal, dass ein Dichter in diesem deutschen Land ungerechtfertigt kritisiert wird. 1819 erschien West-östlicher Divan. Die sog. Intellektuellen kritisierten und Zerrissen seine Gedichte, weil sie sie nicht verstanden. Nur H. Heine war klug genug, gegen den Strom zu schwimmen: Er hat dieses Werk als berauschendsten Lebensgenuss gelobt. Ich habe den Eindruck, dass manche intellektuelle heute auch mit dem Strom schwimmen, ohne den Sachverhalt richtig zu kennen. Es täte gut, wenn mutige Zeitungsmacher und Intellektuelle nicht mit dem Strom schwimmen würden. Trotz und gerade wegen der jüngsten deutschen Geschichte. Die Reaktion des israelischen Innenministers ist mehr als absurd.
    Ich habe es versucht, aber es gelingt mir nicht: Grass' Gedicht will mir einfach nicht als "berauschendster Lebensgenuss" erscheinen. Selbst bei einer Bouteille des besten Tropfens im Kreise unverbrüchlicher Freunde und beim Klang von "Freude schöner Götterfunken" nicht. Das Gedicht ist einfach literarischer Mist - glauben Sie es mir.
  2. #381

    Dankeschön, Herr Zimmermann!

    Das ist ein, wie ich finde, sehr guter Kommentar. Dankeschön!
  3. #382

    Zitat von 2013 Beitrag anzeigen
    Spielen wir den Ball flacher.

    Sie (und auch ich) schreiben hier kritische Beiträge. Dafür werden wir kritisiert, was uns veranlasst wieder und wieder zu kritisieren. Kritik, Gegenkritik, Gegenkritik ... und wir kommen uns nicht näher.

    Meine Frage ist nun, ob wir uns überhaupt näherkommen wollen bzw. was müssten wir tun um uns näher zu kommen, so dass wir am Ende vielleicht sogar eine win win Situation haben.

    Meiner Meinung nach ist die Situation im Nahen Osten ähnlich.

    Ich verurteile vor allem die Hardliner in der Israelischen Regierung. Ich glaube nicht, dass mit diesen Leuten ein Frieden, welcher mehr als die Abwesenheit von Krieg ist, zu machen ist. Ich bezweifle, dass ein fairer Frieden möglich ist.

    Wie weit können Sie mir da zustimmen?
    D'accord! - Die derzeitige Regierung Israels ist sub-optimal.

    Das hat aber auch schon Zimmermann gesagt.

    Grass macht den Fehler, eine inner-israelische Meinungsdiffrenz zu einer Bedrohung des Weltfriedens und zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit (zu dem Deutschland niemals die Hand reichen darf) hochzustilisieren.

    In Wahrheit geht es nur um die Frage, wie wir die verrückten Iraner daran hindern, über sich selbst (und andere) erneut großes Leid zu bringen.
  4. #383

    Mich würde mal interessieren

    Zitat von alfredoneuman Beitrag anzeigen
    Warum sollte Netanyahus Abwahl helfen? Das iranische Regime bedroht Israel seit der Machtübernahme der Mullahs, seit 1979 also. Völlig unabhängig davon welcher israelische Premierminister Präsident gerade im Amt ist. Es gab in dieser Zeit 6 oder 7, einer von ihnen war Rabin.

    Es wundert mich, dass Sie nicht auf das Naheliegende hoffen, nämlich auf das Verschwinden des Mullahregimes, das würde den Konflikt quasi über Nacht beenden.
    Mich würde mal interessieren, wie die iranische Bedrohung konkret aussieht.
    Bereitet man den Krieg vor, wie es Israel tut?
    Oder bringt man israelische Wissenschaftler um, wie es iranischen Wissenschaftlern passiert ist?
    Schickt man Mordkommandos aus, damit sie israelische Leute ermorden oder wie?
    Hat der Iran Atomwaffen,mit denen er seine Vorherrschaft in Nahost sichert?
    Oder bezieht man sich lediglich auf das Wortgefecht des Maulhelden von Teheran?
    Die Bedrohung durch einen echten Krieg geht eindeutig von Israel aus.

    Und wenn die Mullahs verschwänden, würde sich an der israelischen Politik nichts ändern.
    Glauben Sie wirklich, man würde die geraubten Gebiete zurückgeben, das Jordanwasser gerecht teilen, die Siedlungen räumen und die Mauer abreißen? Wohnen Sie auf dem Mond?
  5. #384

    Zitat von 4qfghei3pers Beitrag anzeigen
    Wer am Schalthebel sitzt, der kann die veröffentlichte Meinung manipulieren.
    Man hört ja schon mal von Sperren, weil ein Kommentar wohl zu deutlich war.
    Wer die Gleichschaltung gegen Grass erlebt hat, kann in die Medien kein Vertrauen mehr setzen.
    Dräunen, dunkle Andeutungen, aber keine Belege, stimmts?

    Wer so niederträchtig auf ein paar Worte reagiert, der zeigt, wie er wirklich denkt.
    Sie wissen doch; Worte können töten. Und ja, der Innenminister hat mitgeteilt was er über Grass denkt. Der Mann ist ehrlich.

    Das ganze Friendensgeschwafel war Maske und Heuchelei.
    Das hat jetzt selbst der letzte Deutsche erkannt.
    Wenn es Ihnen in den Kram passt, ziehen Sie aber blitzschnell Ihre Schlüsse. Und das mit "der letzte Deutsche erkannt", erinnert fatal an "Deutschland erwache", bestimmt purer Zufall.
  6. #385

    Er würde nichts sagen

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    Diese ständige Lügerei von berechtigtem Morden, auch von den Israelis, ich mag die gar nicht mehr als Juden bezeichnen, weil immerhin war Jesus Christus JUDE und ich frage mich ständig was hätte der wohl dazu gesagt?
    Jesus würde dazu wahrscheinlich nichts sagen. Genauso wie vor 2000 Jahren, als die Römer Israel besetzt hatten.
    Er würde zu den Juden (dem Volk) gehen und ihnen von Gott erzählen. Er würde dort auch nicht König oder Regierungschef werden, wie vor 2000 Jahren auch nicht. Denn, wie er sagt, ist sein Reich "nicht von dieser Welt". Er würde sich um die Weltpolitik nicht aktiv kümmern.

    Wahrscheinlich würde er auch mit Muslimen Kontakt haben und mit ihnen reden - was natürlich den Zorn der Juden entfachen würde, wie vor 2000 Jahren auch.

    Und trotz alledem ist und bleibt Israel von der Bibel her das "Volk Gottes", an dem irdisch anscheinend kein Weg vorbei führt. Wenn sich die Regierung dort endlich dieser Tatsache bewusst werden würde, würden sie nicht so mit ihren Nachbarn umgehen. Aber irgendein Hass(?) in ihnen sitzt so tief, dass sie sich jedes Mal selbst an den Rand der Missgunst der Völker bringen, soweit, dass sich andere Völker an ihnen vergehen - was nun auch wieder eine riesen Dummheit, eine Schande ist.

    Eine ziemlich verfahrene Kiste in meinen Augen.
  7. #386

    Es reicht

    Zitat von Samuel Tischler Beitrag anzeigen
    Nichts hat bei Grass Hand und Fuß. In diesem "Gedicht" ist jede "Strophe" eine Verdrehung der Wahrheit.

    Zitieren Sie bitte eine einzige Strophe (es sind neun), die man mit etwas gutem Willen stehen lassen könnte.
    Komisch, dass hier soooo viele Foristen eine "Verdrehung der Wahrheit" nicht wahr genommen haben. Langsam werden Ihre Ergüsse langweilig.
  8. #387

    Zitat von Samuel Tischler Beitrag anzeigen
    Nichts hat bei Grass Hand und Fuß. In diesem "Gedicht" ist jede "Strophe" eine Verdrehung der Wahrheit.

    Zitieren Sie bitte eine einzige Strophe (es sind neun), die man mit etwas gutem Willen stehen lassen könnte.

    Ich lasse alle "Strophen" stehen, denn sie entsprechen der Wahrheit.
    Ausnahme ist der Teil mit dem iranischen Volk, was nicht einfach so ausgelöscht werden kann.
    Ich hatte gefragt, was an diesem "Gedicht", denn es ist ja keines, denn falsch wäre und hatte gehofft, Sie könnten die Passagen widerlegen.

    Es bringt nichts, wenn ich die Zeilen wiederhole.
    Sie haben die doch auch hoffentlich gelesen und kennen sie.
    Was also ist ihrer Meinung nach verdreht, unwahr, gelogen?
  9. #388

    Zitat von Samuel Tischler Beitrag anzeigen
    Nichts hat bei Grass Hand und Fuß. In diesem "Gedicht" ist jede "Strophe" eine Verdrehung der Wahrheit.

    Zitieren Sie bitte eine einzige Strophe (es sind neun), die man mit etwas gutem Willen stehen lassen könnte.
    Grass: "...Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag ... weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird"
    "...Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden..."
    Netanjahu: Ein Schlag gegen die iranischen Atomanlagen sei „keine Frage von Tagen oder Wochen, aber auch nicht von Jahren“, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag kurz nach der Rückkehr von seinem Amerika-Besuch.

    Grass: "Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet wird; das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig."
    Jischai: Günter Grass sei ein "antisemitischer Mensch", erklärte Innenminister Jischai

    Verdrehen der Wahrheit muss einzig der, der in diesem Gedicht ein antisemitisches Machwerk entdeckt haben will. Nur eine Übertreibung konnte ich entdecken: "...der das ... iranische Volk auslöschen könnte..." - da hätte er eher die Gefährdung Israels selbst ins Blickfeld nehmen sollen, die durch einen völkerrechtswidrigen "Bli...rieg" drohen könnte.

    Man tausche in diesem Gedicht einfach mal die Länder Israel/Iran gegen Südkorea/Nordkorea aus - und erkläre mir, welche Art "Anti...ismus" man da entdecken könnte, wenn man Südkorea vor einem Angriff auf Nordkorea warnen würde.
  10. #389

    Zitat von bruja44 Beitrag anzeigen
    Komisch, dass hier soooo viele Foristen eine "Verdrehung der Wahrheit" nicht wahr genommen haben. Langsam werden Ihre Ergüsse langweilig.
    Sie weichen aus.








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