DPAGrass hat Israels Regierung eine Steilvorlage geliefert - um von den wirklich wichtigen Debatten abzulenken, meint der Historiker Moshe Zimmermann. Das Einreiseverbot für den Dichter ist absurd. Die Auseinandersetzung muss im Feuilleton stattfinden. Nicht in der Politik.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...826354,00.html
Wieso nicht.
Im Gegensatz zu Obama hat sein Land seit
Ewigkeiten kein anderes Land überfallen.
Und Obamas USA. Fast jedes Jahr ein Überfall
auf ein anderes Land.
"An ihren Taten werdet ihr sie erkennen".
So gesehen hätte Herr Achmedinejad den Friedensnobel-
preis mehr verdient als Herr Obama.
Mag schon sein, aber Sie vergessen eines: Auch die Christen wurden jahrhundertelang verfolgt, vertrieben und ermordet- und werden es im Nahen Osten auch heute noch. Auch die Deutschen wurden in den 40er und 50er Jahren vertrieben und ermordet, wo immer man welche finden konnte. Ich rede nicht davon, ob man diese Reaktion der Massen nachvollziehen oder sogar verstehen kann, denn die passende Ausrede für so ein barbarisches Verhalten wird jeder finden, wenn er lange genug danach sucht. Die Deutschen wollten damals den totalen Krieg- und sie haben ihn bekommen: Und für diese naive Neugier oft mit dem Leben, meistens zumindest mit dem Verlust naher Verwandter, Besitz und privater Vermögen für die Entscheidungen der Nazi-Administration in Berlin bezahlen müssen. Heute sind die Deutschen den Krieg leid und sie mahnen eben nicht trotz der Nazi-Zeit, sondern gerade WEGEN der Nazi-Zeit. Und weil man ähnliches Leid anderen Menschen ersparen möchte. Der israelische Staat ist einer der jüngsten moderneren Staaten weltweit - und in seiner Entwicklung noch auf dem Level eines störrischen Teenagers, der sich keine schlauen Sprüche derjenigen anhören möchte und nicht den gut gemeinten Rat jener aktzeptiert, die bereits wissen, wovon sie reden.
Auch die Deutschen haben sich einst leicht getan, vom totalen Krieg zu schwärmen- bis er eines Tages vor ihrer Tür stand.
Sie haben ja irre Vorstellungen. Es wurden in Folge des verlorenen Krieges, ca. 14 Millionen Deutsche vertrieben. Würden die vertriebenen Sudetendeutsche, Schlesier, usw. sowie deren Kindeskinder, ständig Polen und Tschechien terrorisieren, würde es heute in Europa anders aussehen, aber vor allem in Deutschland.
Auf Ihre absurde Interpretation des Völkerrechts muss man gar nicht erst eingehen. Im übrigen, können Sie Israel auch sein Existenzrecht absprechen, darauf laufen Ihre Vorstellungen ja hinaus.
Er wurde im Forum veröffentlicht und noch zig andere äußerst kritische Beiträge zu Israel. Sie scheinen die neue Diskussionsfreiheit noch nicht mitbekommen zu haben. Sie war auch überfällig, sonst wäre jede Spiegel-Kritik an der Zensur in autoritär regierten Staaten (Russland, China,...) unglaubwürdig. Grass Gedicht hat hier bei uns damit einen ersten Erfolg. Und wenn der Abbau der Einseitigkeit der Medien-Kommentare Fortschritte macht, verliert Grass natürlich auch seinen bisherigen Märtyrer-Bonus, weil jeder Journalist verbal auf ihn eindreschen konnte, ohne dass er Hilfe von anderen Journalisten bekam.
Ist durchaus verständlich, das Wahrheiten weh tun
und man sie am Besten gar nicht hören möchte.
Aber selbst wenn er schwiege, was er gottlob nicht tut,
könnte man seine Meinung auch an jeder Ecke im
Internet nachlesen.
Die offizielle Politik und deren Sprachrohre, haben
ihren Alleinvertretungsanspruch in Sachen Information,
durch das Internet doch längst verloren.
Nicht bei allen, aber bei einigen, die so gerne den Antisemitismus als Vorwurf einsetzen, verbirgt sich dahinter m.M.n. einfach:
Zu vielen Ungerechtigkeiten auf der Welt existieren Nutznießer. Diese sagen dann:
Nicht das Unrecht ist das Problem, sondern daß Leute sich dagegen wehren - das ist Terrorismus. Oder daß überhaupt darüber gesprochen wird - das ist Antisemitismus. (man muß diesen Begriff dazu nur beliebig erweitern)
Ich bin nicht sicher, aber ich glaube er stellt sich die Frage, wieso ein einziges Volk im Verlauf seiner Geschichte immer wieder derart aneckt, daß es zu Progromen und schlimmeren gekommen ist.
Es gibt etliche Völker, die keinen eigenen Staat haben. Kurden, Zigeuner (ja, Zigeuner nennen sie sich selber), Sorben, sind nur einige, es gibt weltweit viele davon.
Auch die Juden zählten bis 1949 zu dieser Gruppe, hatten keinen eigenen Staat.
Aber fast alle anderen Völker konnten sich irgenwie arrangieren, lebten mehr oder minder in Eintracht mit dem Land, in dem sie lebten.
Bei den Juden sah es meist anders aus, sie konnten sich nie so recht in das Gefüge einbringen.
Warum das so ist, weiß nicht mal ein bekannter israelischer Jude, der meinte, irgendwas sei an seinem Volk, denn es könne nicht sein, daß alle anderen Völker am Unglück in der Geschichte der Juden Schuld seien.