dapd"Völliger Blödsinn", "unnötige Aufwertung", "absurd": Sogar Politiker und Intellektuelle, die Günter Grass' Gedicht scharf kritisieren, verurteilen Israels Einreiseverbot für den Schriftsteller. Manche wie der Publizist Ralph Giordano äußern aber auch Verständnis für die Reaktion des Landes.
Reaktionen auf das Einreiseverbot nach Israel für Günter Grass - SPIEGEL ONLINE
Frau Künast mal wieder....
Aber das scheint bei deutschen Politikern so eine Art Reflexhandlung zu sein. Sie hören "Israel" und haben sofort ein schlechtes Gewissen und beschimpfen sämtliche Personen, die Kritik an Israel üben. Ganz egal ob diese gerechtfertigt ist. Hoffentlich sterben diese Politiker bald aus, und Israel wird wie jedes andere Land auch behandelt.
Das sind ja merkwürdige Beschwörungsformeln, nur überhaupt keine Auseinandersetzung mit dem Text des mit letzter Tinte schreibenden Aufmerksamskeitsjunkies Grass.
Wir sollten einmal in einem Plagiatsuntersuchungsverfahren schauen, ob da nicht ein "falscher" Historiker am Großsprachrohr steht.
Die Gedanken des großen schreibenden Denkers und das ganze Gedicht - Geschmurgel einmal angenommen und reduziert auf die Weltsicht der kleinen Leute wie wir, mit Nachbarn unterschiedlichen Glaubens, Kultur, allenthalben anderer Vorstellungen über das Miteinander in der Nachbarschaft. Seit Jahren wird vor Ihrer Gartentür und an jeder Seite Ihres Grundstücks regelmäßig randaliert und sie werden persönlich und direkt bedroht. Die lieben Anrainer verbreiten z.B. Gerüchte über ihre Neigungen, die Sie nicht leben, unterstellen Ihnen aggressives Verhalten und hetzen Ihnen permanent Polizei und Medien an den Hals. Mitunter fliegt der ganze umliegende Hausmüll auf Ihr sorgfältig gepflegtes Grün. Unterstützt wird dieser Terror auch ganz massiv von entfernten Verwandten ihrer Nachbarn, die in ihrer Umgebung zwar auch recht unbeliebt sind, aber es dort bereits geschafft haben, den Widerstand mittels massiver Bedrohungsszenarien, zu eliminieren und nieder zu halten. Dieses erfolgreiche Vorbild motiviert natürlich Ihre Nachbarn ganz ungeheuer, den Druck mit allen Mitteln gegenüber Ihnen zu erhöhen. Gut, damit haben Sie sich über Jahrzehnte recht und schlecht arrangiert, auch punktuell einigen dieser Nachbarn gezeigt, dass schierer Dummheit und Fanatismus, Grenzen zu setzen sind. Da ist dann wieder ein paar Tage Ruhe. Plötzlich und unerwartet ereilt Sie die Nachricht, dass ein geehrtes und honoriges Mitglied der Familie eines lieben, und bisher loyalen Bekannten und Gastes, in den Chor Ihrer nachbarlichen Terroristen mit einstimmt, Sie unglaublich hinterhältiger Planungen, Taten und Vorhaben bezichtigt und Ihnen grundsätzlich das Recht zur Gegenwehr abspricht. Man kann davon ausgehen, dass sie versuchen werden, diesem ehrbaren, aber doch leicht Real- u. Faktenverwirrten, eine entsprechende Rechtfertigung für seine haarsträubenden Anwürfe abzuringen. Er möchte aber von seinem kontroversen Standpunkt und Verhalten nicht abrücken. Seis d'rum, beim nächsten Besuch Ihrer Bekannten wird der halt nicht eingeladen. Basta. Soll er weiterleben mit dem von ihm verfassten Unsinn. Komplett marginalisiert und sein bisheriges Wirken derangiert. Bei einem Widerruf, oder Relativierung seiner Aussagen könnte man sich ja auch eine heftige Fatwa einfangen. Chuzpe
Ich nehme keine Wertung des Gedichtes von Günter Grass vor. Aber man sieht ja jetzt was unser Recht auf Meinungsfreiheit wert ist. Ich bin ja auch nicht sonderlich überrascht, dass man, gerade was Israel abelangt, nicht frei in seiner Meinung sein darf. Das finde ich aber trotzdem krass, zumal Grass ja nicht Israel kritisiert hat sondern die Regierung. Sind eigentlich die Israelis die gegen die Politik der Regierung sind auch automatisch Antisemiten?
In diesem Zusammenhang guckt man ja immer auf das böse China. In China werden Menschen mit anderer Meinung eingesperrt - in Israel werden Menschen mit anderer Meinung ausgesperrt. Das macht für mich keinen großen Unterschied.
Einen Tip habe ich noch für Günter Grass. Er hätte einfach sein Gedicht in Form einer Fabel formulieren sollen ;)
Genau so ist es.
Auch ich habe die einseitige Positionierung in Grass' Gedicht als unpassend empfunden.
Aber deshalb ein Einreiseverbot zu verhängen, ist völlig abwegig.
Strafe für unerwünschte Meinung ?
Versuch der Disziplinierung ?
Israel rückt sich damit selbst in die Nähe des Iran (Salman Rushdie)
Paradox:
Ausgerechnet der israelische Innenminister bringt Grass-Gedicht-Kritiker dazu, Grass' Meinungsfreiheit verteidigen zu müssen.