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Einkommensdebatte: Amerika verhöhnt die armen Reichen
AFPWall-Street-Banken haben ihren Mitarbeitern die Millionen-Boni gekürzt. Ein Betroffener klagte jetzt öffentlich über sein hartes Los - und machte sich damit landesweit zum Gespött. Denn das Lamento kommt zu einer Zeit, in der so viele US-Familien in Armut leben wie zuletzt vor zwanzig Jahren.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...818772,00.html
- #210 02.03.2012 16:32 von
ohne
Wenn eine Obergrenze nicht möglich ist, so sollte diese in Form von Steuern o.ä. so weit abgesenkt werden, dass genug Geld für diejenigen abgezweigt werden kann, die es bitter nötig haben. Und mit bitter nötig meine ich keine Faulenzer. Warum bin ich dieser Meinung? Weil niemand aus eigener Kraft Millionen bzw. Milliarden verdienen kann. Stets wird ihm das System und das Umfeld dabei geholfen haben. Es gibt einfach Einkommen, wenn man von diesen 80 % wegsteuert, bleibt immer noch ein Haufen übrig. Wenn ich höre, dass in einem superreichen Land wie Deutschland immer noch Kinderarmut existiert, dann ist das eine Schande. Wenn es bei uns immer noch Tafeln gibt, frage ich mich, weshalb ist das so? Wenn man oberhalb einer Million Barvermögen 80 % besteuert, kann noch jeder Mensch sehr gut davon leben und trägt dazu bei, dass auch andere Menschen in seinem Land, die es genauso verdienen wie er, besser leben können.
Ich rede nicht von der sozialen Hängematte. Es soll nichts verschenkt werden. Aber exorbitante Vermögen haben in einem sozialen Staat nichts zu suchen. Die Schere darf offen sein, aber nicht so weit. Im übrigen - das sagte ich schon an anderer Stelle - kann man sich immer nur mit den Verhältnissen im eigenen Land vergleichen, nicht mit der ganzen Welt. - #211 02.03.2012 16:32 von
Doch, für den Einzelnen schon. Wenn 10 Leute 100 Euro mehr zahlen, die komplett in die Schulen gehen, aber nur 2 Leute davon Kinder haben, geht die Rechnung für den mit den Kindern auf. Dass die Rechnung nicht für ALLE direkt aufgehen kann, ist klar. (Indirekt vielleicht schon - gut ausgebildete Kinder, die einen Job bekommen und später ihrerseits Steuern zahlen, sind ein gutes Geschäft gegenüber unausgebildeten Kindern, denen man den Lebensunterhalt bezahlen muss.) Aber das ist normal - auch der passionierte Fußgänger subventioniert mit seinen Steuern den Straßenbau.
Angesichts um sich greifender echter Armut und angesichts des Umstandes, dass in den USA ein deutlich höherer Anteil des BSP für das Gesundheitwesen ausgegen wird, aber ein für uns geradezu unvorstellbar hoher Anteil an Bürgern keine Krankenversicherung hat und sich schlicht nicht leisten kann, zum Arzt zu gehen, würde ich sagen, "sich bewährt haben" ist etwas anderes. Es sei denn, Sie finden, etwas hat sich schon dann bewährt, wenn es nicht zu offenen flächendeckenden Aufständen führt. - #212 02.03.2012 16:35 von
Sehr geehrte Frau Pachulke.
Wie Sie sicher aus Ihrer eigenen Antwort rauslesen können, war ich als Person sehr wohl gemeint.
Ich habe die nötigen Passagen noch mal für Sie zusammengefasst.
Wenn Sie dann mein Posting lesen, dann werden Sie kaum behauten können dass mit dem Satz "ich kenne genug Mitmenschen die sich für moralisch edel halten" nur Sie gemeint gewesen sein könnten, oder?
Soviel zur Projektion... - #213 02.03.2012 16:37 von
Also, da haben wir viel dramatischere Abstüze zu bieten!
Zum Beispiel die gute Frau Schickedanz. Durch eigenes Verschulden von einer zweifachen Milliardärin stürzte sie tief und wurde - eine gewöhnliche Multimillionärin wie Du und Ich :-)
- #214 02.03.2012 16:39 von
- #215 02.03.2012 16:47 von
Madeleine
Artikel dazu:
Schickedanz: Angst vor der Armut - Mitleid mit Madeleine - Wirtschaft - sueddeutsche.de
Mitleid mit Madeleine
"Nach eigenen Kriterien ist sie nun eine arme Frau"
Die Frau gilt als Milliardärin, als Erbin, als Frau von Geld. Sie ist Großaktionärin beim Quelle-Mutterkonzern Arcandor, Besitzerin von Villen in der Schweiz, an der Côte d'Azur, im fränkischen Städtchen Hersbruck und in der Stadt Fürth. Nun klagt diese Frau darüber, dass sie nur noch 600 Euro im Monat zum Leben hat, beim Discounter einkauft und sich das Gemüse aus dem Garten holt, damit sie nicht zu viel Geld ausgeben muss. - #216 02.03.2012 17:00 von
Ich, als Kind der 80er (Baujahr 75) wuchs noch in dem Bewusstsein auf, dass phosphatfreie (Wäsche-)Waschmittel erste Wahl sein sollen, um die Eutrophierung unserer Gewässer zu vermeiden.
Nuja, die Phosphate waren also irgendwann raus aus den Waschmitteln und die Welt gerettet.
Nun kann ja mal jeder Besitzer eines Geschirrspülers spasseshalber zur Reinigerpackung greifen und nachlesen, welche Stoffklasse mit >40% enthalten ist...
Verlogene, falsche Welt. - #217 02.03.2012 17:00 von
warum sollte es nicht möglich sein aus eigener kraft so viel geld zu verdienen ? klar, einer allein, ohne helfer, angestellte usw. nicht, auch nicht mit einem 8-5-job. es gibt jedoch genügend beispiele von leute, die es mit engagement und harter arbeit geschafft haben. seien wir ehrlich, gerade diese leute gehen ihrer berufung nach und ihre monetären interessen stehen quasi immer im hintergrund. es ist eine sache, ob jemand vom system hilfe erhählt oder ob er nicht daran gehindert wird.
es stimmt allerdings: deutschland könnte sich etwas mehr "soziales" leisten ohne, dass die reichen und die unternehmen gleich am hungertuch nagen müssten. ein mindestlohn würde wohl auch nicht schaden, ebenso eine kinderbetreuung..... - #218 02.03.2012 17:18 von
Werte
"Britische Studie
Ökonomen preisen die Putzfrauen
Sind Putzfrauen und Müllmänner wichtiger für die Gesellschaft als Banker? Das behaupten jetzt britische Ökonomen - und brechen mit dem alten Lehrsatz: Wer viel verdient, hat auch viel geleistet. Die schlimmsten Wertvernichter sind der Studie zufolge Steuerberater."
Britische Studie: Ökonomen preisen die Putzfrauen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft - #219 02.03.2012 17:19 von
da bin ich anderer meinung. denn die armen in amerika, werden nicht aufstehen. das ist genau so wie bei uns. was mich aber immer wieder wundert, woran es liegen kann. ist es resignation, oder haben viele das gefühl es nützt ja sowiso nicht viel, wir können nichts ändern. ich bin attac mitglied und sehe jeden tag wie schwer es ist menschen für unsere organisation zu gewinnen. viele finden gut für was wir uns einsetzen aber keiner ist bereit sich auch ein zu bringen.
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