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Einkommen von Paaren: Wann eine Heirat die Steuerlast erhöht

Mit der Heirat freuen sich viele Paare schon auf die Steuerersparnis. Doch das Jawort bringt nicht automatisch eine finanzielle*Entlastung.*Mitunter*kann der Trauschein sogar die Steuerlast erhöhen. Die Zeitschrift "Finanztest" hat errechnet,*wie Paare*und Geschiedene*am*günstigsten wegkommen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...791230,00.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit der Heirat freuen sich viele Paare schon auf die Steuerersparnis. Doch das Jawort bringt nicht automatisch eine finanzielle*Entlastung.*Mitunter*kann der Trauschein sogar die Steuerlast erhöhen. Die Zeitschrift "Finanztest" hat errechnet,*wie Paare*und Geschiedene*am*günstigsten wegkommen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...791230,00.html
    Hallo,
    ahc so es geht hier mal wieder um die spitzenverdiener der republik.
    Ist ja schon unverschämt das die überhaupt steuern zahlen müssen als die die diesen staat am leben halten (satire aus).
  2. #2

    lorem ipsum

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ahc so es geht hier mal wieder um die spitzenverdiener der republik.
    Ist ja schon unverschämt das die überhaupt steuern zahlen müssen als die die diesen staat am leben halten (satire aus).
    Wer keine (Einkommen)steuer zahlt, der kann auch keine einsparen. Wer viel zahlt kann auch viel einsparen. Ist natürlich schwer zu begreifen und sowieso totaal ungerecht und gemein und überhaupt völligstens empörend.
  3. #3

    hmm

    ich mag mich irren, habe mir aber sagen lassen, dass man das geld nicht spart.
    so hat es mir jemand vereinfacht erklärt:
    vor der heirat bekommen wir zusammengerechnet 1500€ nach der steuererklärung zurück.

    nach der heirat haben wir im monat 100€ weniger steuern zu zahlen, dafür bekommen wir aber auch nur noch 300€ nach der steuererklärung zurück. also ein nullsummenspiel.
    wenn es um höhere beträge geht, kann man natürlich die verzinsung ins spiel bringen. wenn ich an meine beträge eine null hänge, dann ist es natürlich sehr relevant, ob ich dem staat ein zinsloses darlehen über monatlich 1000€ für ein jahr gebe.

    bei den kleinen summen ist es dem ehepaar aber vielleicht lieber einmal im jahr eine nennenswerte rückzahlung zu bekommen.

    lasse mich aber gerne in dieser sache aufklären.
  4. #4

    Gerechtigkeit

    Zitat von schniggeldi Beitrag anzeigen
    Wer keine (Einkommen)steuer zahlt, der kann auch keine einsparen. Wer viel zahlt kann auch viel einsparen. Ist natürlich schwer zu begreifen und sowieso totaal ungerecht und gemein und überhaupt völligstens empörend.
    Mhm, totaaaaal ungerecht!
    Wenn jemand sowieso schon keine Einkommenssteuer bezahlt, dann müsste der doch wenigstens ein paar tausend Euro zusätzlich von Vater Staat geschenkt bekommen... als Kompensation dafür, dass andere Steuerzahler ihren Steuersatz vielleicht von 40% auf 35% optimieren.

    Eine gerechte Welt ist, wenn ich selbst irgendwie mehr rauskriege als ich einzahle, und möglichst viele andere für mich bluten müssen.
  5. #5

    ...

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ahc so es geht hier mal wieder um die spitzenverdiener der republik.
    Ist ja schon unverschämt das die überhaupt steuern zahlen müssen als die die diesen staat am leben halten (satire aus).
    Nein, es geht nicht um Spitzenverdiener; das haben die Rechenbeispiele im Artikel doch deutlich gemacht!
  6. #6

    ...

    Zitat von pressemelders Beitrag anzeigen
    ich mag mich irren, habe mir aber sagen lassen, dass man das geld nicht spart.
    so hat es mir jemand vereinfacht erklärt:
    vor der heirat bekommen wir zusammengerechnet 1500€ nach der steuererklärung zurück.

    nach der heirat haben wir im monat 100€ weniger steuern zu zahlen, dafür bekommen wir aber auch nur noch 300€ nach der steuererklärung zurück. also ein nullsummenspiel.
    wenn es um höhere beträge geht, kann man natürlich die verzinsung ins spiel bringen. wenn ich an meine beträge eine null hänge, dann ist es natürlich sehr relevant, ob ich dem staat ein zinsloses darlehen über monatlich 1000€ für ein jahr gebe.

    bei den kleinen summen ist es dem ehepaar aber vielleicht lieber einmal im jahr eine nennenswerte rückzahlung zu bekommen.

    lasse mich aber gerne in dieser sache aufklären.
    Die Frage, ob die monatliche Steuerlast geringer wird un/ oder inwieweit sich ein Erstattungsbetrag ändert, ist im Wesentlichen eine Frage der gewählzten Steuerklassen. Entscheidend ist ausschließlich, welcher Betrag an geschuldeten Steuern sich bei der Zusammenveranlagung ergibt. Dabei ist es dann uninteressant, welche Steuerklassen gewählt wurden.
  7. #7

    Auf Thema antworten

    Zitat von pressemelders Beitrag anzeigen
    ich mag mich irren, habe mir aber sagen lassen, dass man das geld nicht spart.
    so hat es mir jemand vereinfacht erklärt:
    vor der heirat bekommen wir zusammengerechnet 1500€ nach der steuererklärung zurück.

    nach der heirat haben wir im monat....
    Der Splittingvorteil liegt in der Steuerprogression begründet. Die Steuer des Durchschnittseinkommens beider Ehepartner ist geringer als die Steuer der Einzeleinkommen.

    Höhere Einkommen werden stärker besteuert (und zwar durch die Steuerprogression überproportional). Daher lohnt es sich mit seinem Eheparter das Einkommen zu mitteln um einen geringeren Steuersatz zu bekommen. Damit ist der Steuervorteil umso größer, je unterschiedlicher beide Einkommen sind.

    Aber das steht doch nun alles auch im Artikel drin.
  8. #8

    Da haben sie zwei Sachen durcheinandergebracht

    Zitat von pressemelders Beitrag anzeigen
    ich mag mich irren, habe mir aber sagen lassen, dass man das geld nicht spart.
    so hat es mir jemand vereinfacht erklärt:
    vor der heirat bekommen wir zusammengerechnet 1500€ nach der steuererklärung zurück.
    nach der heirat haben wir im .....
    Einmal die Heirat an sich und einmal die Wahl der Steuerklasse.

    Also, grundsätzlich "lohnt" sich steuerlich eine Heirat, weil die Eheleute i.d.R ja nicht exakt die gleichen Einkommen haben. Durch den Splittingtarif zahlen also Eheleute in einer gemeinsamen Steuererklärung weniger Steuern, als wenn sie als Singel zwei separate Steuererklärungen abgeben. Wie im Artikel beschrieben, ist der Splittingvorteil abhängig von der Höhe der Differenz der Einkommen. Also, wenn sie und ihre Partnerin vor der Hochzeit ungefähr gleich viel verdient haben, dann werden sie den Spilltingvorteil nicht merken...

    Das andere ist die Wahl der Steuerklassen. Da kann man im Grunde nichts "falsch" machen. Man muss nur die Grundzüge des Steuerrechtes verstehen. Fangen wir hinten an: Es wird ein Steuerbescheid erlassen in dem die Einkommensteuer festgesetzt wird. Diese Steuer ist vollkommen unabhängig von der Wahl der Steuerklasse. Die Steuerklasse ist nur wichtig, für die Festlegung der Lohnsteuer. Die Lohnsteuer ist die Vorauszahlung der Arbeitnehmer auf die Einkommensteuer.

    Also, kleines Beispiel: Im Steuerbescheid wird eine Einkommensteuer i.H.v. 4000 Euro festgestellt. Über die Steuerklassenwahl kann es jetzt bei Eheleuten vorkommen, dass sie entweder 1500 Euro bzw. 4000 Euro bwz. 5000 Euro Lohnsteuer bezahlt haben. Diese Lohnsteuer wird mit der Einkommensteuer verrechnet. Also, bekommt man entweder eine Nachzahlung, nichts oder eine Erstattung. Nullsummenspiel, weil man immer 4000 Euro zahlen muss. Durch die Steuerklassenwahl entscheidet man nur, ob man unter jährig zuviel, genau richtig oder zuwenig Lohnsteuer zahlt.
  9. #9

    Steuern

    Zitat von schniggeldi Beitrag anzeigen
    Wer keine (Einkommen)steuer zahlt, der kann auch keine einsparen. Wer viel zahlt kann auch viel einsparen. Ist natürlich schwer zu begreifen und sowieso totaal ungerecht und gemein und überhaupt völligstens empörend.
    Ich zahl' ja gern für weniger Verdienende mit. Kein Problem. Das nennt man Solidarität. Außerdem habe ich, ganz egoistisch, kein Interesse an zu großen Unterschieden, das würde nur Zorn, Neid und Kriminalität vergrößern. Also: Der Sozialstaat ist im Prinzip OK.

    Noch einmal: Ich zahle gern.

    Aaaber: Ich sehe es nicht ein, dann auch noch von weniger Erfolgreichen ständig angegriffen zu werden, weil die Tatsache, dass ich viele Steuern zahle, ja ein Beweis für die Ungerechtigkeit der Welt ist, da ich ja nur so viele Steuern zahlen kann, weil ich offenbar überdurchschnittlich verdiene.

    Wenn jeder steuermindernde Vorgang dann wieder zur klaffenden Gerechtigkeitslücke erklärt wird, weil ja die Armen, die ohnehin nichts zahlen, davon nicht profitieren, ist bei denen, zu deren Gunsten (wie oben gesagt: zu recht) umverteilt wird, etwas faul im Oberstübchen.

    Wennn ich morgen einem Bettler ein Zwei-Euro-Stück in den Hut lege, weil seine Lage mich dauert, möchte ich nicht angebrüllt werden: Du dicker Kapitalist, wenn Du es Dir leisten kannst, mir zwei Euro zu schenken, bist offenbar ein reiches Schwein, und dann könnest Du mir auch einen Zehner geben.


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