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Einkommen in Deutschland: Jeder Vierte bekommt nur Armutslohn

APDas dürfte die Debatte über einen allgemeinen Mindestlohn wieder beleben: Fast acht Millionen Menschen in Deutschland müssen mit einem Niedriglohn auskommen - das zeigt eine neue Studie. Das Einkommen von mehr als 23 Prozent aller Beschäftigten liegt demnach unter 9,15 Euro brutto pro Stunde.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...821196,00.html
  1. #110

    Wir haben kein Auto

    Zitat von beraterit Beitrag anzeigen
    Strassen, Bettler mit Hut, Kranke und Strerbende an jeder Ecke, Obdachlose, verwahrloste Kinderstraßenbanden, Junkies allerorten.

    Wie konnte Deutschland nur so runterkommen.
    - wirtschaftlich noch hinter Burkina Faso
    - Arbeislosenquote wie in Nigeria
    - Sozialhilfe ? Nös !
    - leergefegte Autobahnen, keiner kann sich mehr ein Auto leisten
    - Urlaub ? war da mal früher etwas ?
    - die niedrigsten Lebensmittelpreise weltweit ? das war einmal
    - ärztliche Versorgung ? noch nicht mal mehr für Privatversicherte.
    - technologisch hinter Feuerland

    Hat vielleicht jemand die Statistiken aus den Jahren 1960 - 1995 bezogen auf die Materie - würd mich mal interessieren.
    und der letzte Urlaub war vor 6 Jahren - 5 Tage ...

    geflogen sind wir auch noch nie. Der Fernseher hat 99 Euro gekostet und das Schlafzimmer haben wir uns nach der Hochzeit gekauft ... wir sind jetzt 36 Jahre verheiratet ...

    und ja, ich gönne es jedem der mehr verdient ... aber es muss erlaubt sein zu schreiben dass wir zu den Verlierern gehören ...
  2. #111

    Sehr erhellend....

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Es gibt grundsätzlich nichts gegen diese Statistk einzuwenden.
    Nur sollte man dann bei Vergleichen auch die gleichen Basisdaten verwenden. Wenn man also nun Schüler-, Studenten- und Rentnerjobs mit in die Statistik aufnimmt, verändert sich logischerweise das Ergebnis. Ob nun 9,15 Euro ein Armutslohn ist bezweifle ich, denn bei Schülern, Studenten und Rentnern bessern diese das Grundeinkommen auf. Ein Rentner hat dann eben nicht nur 1.050 Rente pro Monat zur Verfügung, auf die auch noch Abgaben fällig sind, sondern 400 Euro netto mehr, netto also über 40% mehr.
    die Art der statstischen Erhebung ist wichtiger als die Tatsache, dass Menschen trotz Vollzeitarbeit ihre Existenz nicht mehr sichern können und die Allgemeinheit mit Steuergeldern den Provit von modernen Sklavenhaltern sponsoren. Selbst ein Schwarzarbeiter kommt nicht mehr unter 20,- € BAT um etwas zu erledigen. Der Mindestlohn hat gefälligst zu kommen und zwar in einer Höhe von +20% vom staatlich festgesetzten Existensminimum. Somit wäre es fest gekoppelt und nicht mehr zu Unterlaufen. Arbeit soll sich Lohnen, wie die zynischen Sprüche von Politprofis und Unternehmern ja immer lauten.
    ACH JA UND NOCH WAS: Man stellt fest der Respekt vor staatlichen Uniformen ist verlustig gegangen. Kein Wunder bei solchen Volksvertretern und da man an sie nicht rankommt müssen das halt die kleinen Beamten ausbaden. Ein psychologischer klarer Effekt über den man sich gar nicht zu Wundern braucht. Ebenfalls brauchen sich Politköpfe nicht zu Wundern überdas was ihnen zur Zeit so widerfährt. Wer dem Volk permanent in den Allerwertesten tritt, brauchts sich nicht zu Wundern wenn dann im modernen Zeitalter der Kommunikation die Rechnung präsentiert wird und akribisch die kleinen Vorteilserheischerein, Mogeleien, Betrügereien an die große Bimmel gehängt werden.
  3. #112

    Schön

    Zitat von cicatriz Beitrag anzeigen
    Ich bemerke, wie richtig ich es mache, dass ich nicht arbeite und mich vom Staat bezahlen lasse.

    Oder würden Sie Ihre kostbare Lebenszeit für Unternehmer opfern, die sich über ihre Niedriglohnangestellten kaputtlachen, wie blöde die sind, bei ihnen zu arbeiten?

    So werde ich mir jetzt mein Tässchen Kaffee genehmigen, hier im Thema weiterschmökern während es da druassen Millionen Dumme gibt, die das Lohnniveau in der BRD zerstören und sich für neue Ferraris und Villen der Herren und Damen Unternehmer kaputtschuften.
    (Da sie kaum Steuern bezahlen, aufgrund des Niedriglohnes, schuften die übrigens NICHT für ALG2 Baezieher, sondern nur für die, die mehr als genug haben und den hals nicht vollbekommen)

    Provokativ? Ist aber alles die unschöne Wahrheit.
    Wenn alle so unsolidarisch wären bekämen Sie kein Geld mehr.
    Meiner Meinung nach verhalten Sie sich so asozial wie die Unternehmer die Niedriglöhne bezahlen.
  4. #113

    man,man

    Zitat von limrz Beitrag anzeigen
    Was ist eigentlich ein "Facharbeiter"?
    Sie wissen nicht was ein "Facharbeiter" ist?

    Ein Facharbeiter ist ein Mensch der nach seiner Schulzeit, entweder im Handwerk oder Industrie eine ausbildung absolviert. Die Ausbildung wird schulich und Praktisch durchgeführt und endet in der Regel nach 3,5 Jahern, nach bestandener Prüfung mit dem Gesellenbrief vor der Handwerkskammer oder dem Facharbeiterbrief vor der IHK.
  5. #114

    Undifferenziert

    Ihr Beitrag wird leider durch undifferenzierte und fehlerhafte Argumentation unglaubwürdig, auch wenn einzelne Aspkete durchaus nennenswert sind.

    1. Reallohn ist der inflationsbereinigte Lohn. Der Reallohn stagniert seit Jahren. Das ist Fakt. Dass die Menschen im Jahre 1970 insgesamt weniger zum Geldausgeben hatten, tut nichts zur Sache. Wenn die Bezüge der oberen Etagen seit Jahren explodieren, bei den Arbeitnehmern, die die eigentliche Leistung bringen, aber nichts passiert, ist das eine Fehlentwicklung.

    2. Es gibt Wohlhabende, die haben sich ihren Wohlstand wirklich verdient. Wer z.B. etwas tolles erfindet und damit den zu verteilenden Kuchen vergrößert, soll auch den Gewinn daraus haben, denn diese Erfindung macht alle letztlich "reicher".

    Aber es gibt auch viele Reiche, die nichts besonderes leisten, sondern einfach - oft sogar illegal - abkassieren, sei es in den Vorstandsetagen, sei es in den Arztpraxen, seien es Immobilienmakler/-spekulanten, Investmentbanker, Fernseh-Promis, Schauspieler usw. Solche Leute vergößern nicht den zu verteilenden Kuchen, sondern sie nehmen sich einfach ein größeres Stück raus.

    3. Dass Leute heute täglich Fleisch essen und nicht nur einmal die Woche, hat nichts mit explodierenden Löhnen zu tun, sondern vor allem damit, dass Fleisch so billig ist. Zudem ist es eine individuelle Konsumentscheidung. Im Jahre 1970 haben viel mehr Menschen geraucht, das Geld spart man sich heute und kann es für anderes ausgeben.

    4. Früher war telefonieren viel teurer als heute. Daher hat es nichts mit angeblich hohen Löhnen zu tun, wenn die Leute heute ein Handy haben und einen Internetzugang. Mit 25 Euro Flatrate ist das teilweise komplett abgedeckt. Da hatten die Leute früher höhere Telefonkosten.

    5. Ein Fernseher kostete 1970 rund 2.000 DM, das war für viele deutlich mehr als ein Durchschnittsnettomonatseinkommen. Heute bekommt man einen guten Fernseher für 400 Euro, das sind nur noch 20% eines Durchschnittsnettoeinkommens. Dass die Leute heute moderne Fernseher haben, liegt also nciht an Verdienstzuwächsen, sondern daran, dass Fernseher billiger geworden sind. Dafür ist anderes viel teurer geworden, z.B. Benzin, Heizung, Strom usw. Das haben sie alles nicht genannt.
  6. #115

    xx

    Zitat von herzogwidukind Beitrag anzeigen
    BDie wissentschaftliche Definition brauchen Sie mir nicht zu erzählen.

    Warum fragen Sie dann

    Zitat von herzogwidukind Beitrag anzeigen
    Ich komm vom Fach, Wirtschaft von der Pike auf gelernt.
    Wär ich böse würde ich jetzt behaupten, alles was Sie da gelernt haben ist wie man den Mehrwert anderer Hände Arbeit abschöpft



    Zitat von herzogwidukind Beitrag anzeigen
    Inflationsbereinigt fallen auch die Preise für Nahungsmittel und Klamotten immer weiter.
    Ersteres stimmt nicht, zweiteres stimmt. Globale Ausbeutungsverhältnisse sind übrigens ein anderes Thema, und daß jeder Hartzer global betrachtet Ausbeuter ist brauchen Sie mir nicht zu erklären.



    Zitat von herzogwidukind Beitrag anzeigen
    Also nochmal: Was bedeutet das für SIE? Haben SIE real weniger in der Tasche als vor 10 Jahren?
    Ja was glauben Sie denn? Haben Sie sich die Preisentwicklung für Energie, Sprit, Lebensmittel in den letzten zehn Jahren mal angesehen? Als Sie z.B. mal aus Versehen auf die Heizkostenrechnung von Ihrem Ferienschloß geschaut haben? Untere Einkommensschichten sind von der Inflation um ein Vielfaches stärker betroffen, weil die erstens Ihre gesamte Kohle ausgeben müssen und damit auf alles MwSt zahlen und nicht mit Anlagen gegen die Inflation arbeiten können, und weil zweitens ein viel höherer Teil des Einkommens für Strom, Heizung, Sprit, Nahrung weggeht und weniger für Waren und Dienstleistungen wie Elektronik und Flugreisen, wo tatsächlich Preise gesunken sind.
  7. #116

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    Da kenne ich zig. Gehen Sie mal in ein Callcenter und zeigen Sie mir da eine Vollzeitkraft. Gehen Sie in ein Nachhilfeinstitut und zeigen Sie mir da eine Vollzeitlehrkraft. Ähnlich sieht es in allen Dienstleistungsbereichen aus. Gebäudereinigung, Gastro, etc. Im Supermarkt an der Kasse, fast alles Teilzeit., viele 400-Euro-Jobber. In Büros auch, mit steigender Tendenz.
    Die Rede war von Facharbeitern - bei den von Ihnen genannten Beispielen handelt es sich nicht um Facharbeiter. Ich bin selber Unternehmer mit gut 10 Mitarbeitern. Wir haben gerade mal einen geringfügig Beschäftigten für eine Hilfstätigkeit. Alle anderen Fachkräfte haben unbefristete Arbeitsverhältnisse mit einem guten Einkommen. Nur so kann ich meinen Kunden den Service bieten, für den sie auch gut bezahlen.

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    400-Euro-Jobber sind aufgrund des reduzierten Sozialbeitrages äußerst attraktiv für Arbeitgeber; und daß Vollzeitstellen systematisch durch solche Minijobs etc ersetzt werden, können Sie nachweisen anhand der Entwicklung der Zahlen. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigungen sinkt, die Zahl der 400-Euro-Jobs etc steigt. Damit sinken bei gleicher Produktivität die Sozialbeiträge. und es steigt auch vor allem die Zahl der Aufstocker, was nichts anderes bedeutet als Lohnkostenexternalisierung.
    400 Euro-Jobber sind in vielen Bereichen die einzige Möglichkeit für bestimmte Branchen, überhaupt über die Runden zu kommen. Soll der Supermarkt lauter Vollzeitkräfte einstellen, wenn der Run von 12 bis 14 Uhr und dann wieder von 17 bis 19 Uhr ist? Was ist mit dem Kneipenwirt?

    Im übrigen: Wenn man nicht gerade eine kleine Firma ist, geht man mit der unbefristeten Festanstellung von Vollzeitkräften ein hohes Risiko ein.
  8. #117

    ...

    Zitat von Bergunfall Beitrag anzeigen
    Neue Studie verrät: 50% der Deutschen bekommen nur Armutslohn. Als Armutslohn wurde definiert, was unter dem Median liegt.

    Neuere Studie widerspricht: Nur 33% der Deutschen bekommt Armutslohn. Als arm wurde definiert, wer weniger verdient als die zwei Drittel der Bestverdienenden.
    Rechnen Sie sich einfach mal aus, was man bei 7 bis 8 Euro brutto (Zeitarbeitsmindestlohn) im Monat raus hat. Setzen Sie dies ins Verhältnis zu den Mietpreisen in verschiedenen Städten. Der Staat kann heilfroh sein, daß nicht alle, die Anrecht hätten, Aufstockung beantragen, sondern sich aus Stolz, Unwissenheit oder Angst vor dem Label "Aufstocker" mit den paar Krümeln zufrieden geben.
  9. #118

    Wird aber auch Zeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das dürfte die Debatte über einen allgemeinen Mindestlohn wieder beleben: Fast acht Millionen Menschen in Deutschland müssen mit einem Niedriglohn auskommen - das zeigt eine neue Studie. Das Einkommen von mehr als 23 Prozent aller Beschäftigten liegt demnach unter 9,15 Euro brutto pro Stunde.

    Einkommen in Deutschland: Jeder Vierte bekommt nur Armutslohn - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Wenn dann der Spiegel auch wieder die -echten- Arbeitslosenzahlen publizieren und Statistiken zum Thema "Aufstocker" präsentieren würde, ist auch wieder Respekt drin.

    Zeitweise hatte ich den Eindruck, der Spiegel mutierte zum Presseorgan der Hochfinanz. Jetzt mal offenzulegen, dass bereits ein Viertel der deutschen Arbeitnehmer eigentlich "arme Hunde" sind, ist da nur fair. Übrigens: auch ein Mindestlohn von 8,50 Euro ist nicht grad üppig, sollte aber endlich die Schere zwischen "Armutsarbeitern" und "Normalverdienern" etwas schließen.
  10. #119

    Zitat von herzogwidukind Beitrag anzeigen
    Sie haben nicht verstanden was ich sagte. Es geht hier nicht um die herausfrisierten Zahlen von Arbeitslosen.

    Es geht darum, das heute über 42 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten, und vor einigen Jahren viele Millionen weniger, da Frauen z.B. nicht so viel gearbeitet haben damals und auch nicht arbeitslos gemeldet waren, die waren einfach Hausfrau.
    Apropos Verstehen: Nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden kein Deut zugenommen hat, sie wurde nur auf mehr Schultern (nämlich exakt die von Ihnen so gefeierten 42 Mio) verteilt wurde. Und zwar auf Schultern, die dafür nur den im Artikel beklagten Hungerlohn kriegen.


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