Eingetrübte Konjunktur: EZB-Chef Trichet deutet Zinspause an

Nach zwei Erhöhungen ist offenbar vorerst Schluss: Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins bei 1,5 Prozent. EZB-Chef Trichet deutete an, dass er dort länger als einen Monat bleiben könnte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...785160,00.html
  1. #1

    Das geht noch viel besser …

    … Trichet sollte mal darüber nachdenken die EZB zur Kunden- und Direktbank umzubauen und für den erwähnten Zinssatz alle zu finanzieren (bis auch die Banken) – Link (kleines Gedankenspiel und ernsthafter Scherz am Rande).

    Was glauben sie wohl was die Wirtschaft abgehen würde. Aber weil das nicht der Fall ist und die Geschäftsbanken dazwischen geschaltet werden müssen um den Bürgern noch 5 bis 20 zusätzliche Prozente für NICHTS aus der Tasche zu ziehen (damit es den Banken auch gut geht), werden wir trotzdem an dem Ding verrecken, denn was einmal in der Bank ist, davon trennt diese sich nur ungern.

    Nur wenn dann die Staatsanleihen wieder brennen, dann könne die selbstverständlich sofort wieder bei der EZB abgeben werden. Und weil sich das Risiko ja erhöht hat (nicht die Leistung der Banken sich mehrt), müssen natürlich die Staaten jetzt mehr Zins zahlen … weil sie eigentlich sowieso kein Geld haben. Ob dies die Spirale wohl beschleunigt?

    Also Herr Trichet, bauen sie das Ding wie oben beschrieben um, nehmen sie mit 500 Millionen Europäern vorlieb und schießen sie die Banken in den Wind.
  2. #2

    jaja

    Zitat von wika Beitrag anzeigen
    … Trichet sollte mal darüber nachdenken die EZB zur Kunden- und Direktbank umzubauen und für den erwähnten Zinssatz alle zu finanzieren (bis auch die Banken) – Link (kleines Gedankenspiel und ernsthafter Scherz am Rande).

    Was glauben sie wohl was die Wirtschaft abgehen würde. Aber weil das nicht der Fall ist und die Geschäftsbanken dazwischen geschaltet werden müssen um den Bürgern noch 5 bis 20 zusätzliche Prozente für NICHTS aus der Tasche zu ziehen (damit es den Banken auch gut geht), werden wir trotzdem an dem Ding verrecken, denn was einmal in der Bank ist, davon trennt diese sich nur ungern.

    Nur wenn dann die Staatsanleihen wieder brennen, dann könne die selbstverständlich sofort wieder bei der EZB abgeben werden. Und weil sich das Risiko ja erhöht hat (nicht die Leistung der Banken sich mehrt), müssen natürlich die Staaten jetzt mehr Zins zahlen … weil sie eigentlich sowieso kein Geld haben. Ob dies die Spirale wohl beschleunigt?

    Also Herr Trichet, bauen sie das Ding wie oben beschrieben um, nehmen sie mit 500 Millionen Europäern vorlieb und schießen sie die Banken in den Wind.
    ....

    Niemand steht mehr für die Hilflosigkeit und Unwissenheit gegenüber den Abläufen auf den Finanzmärkten, als die Zentralbanken.
    Von Anfang an haben sie die Äugelein fest vor den systemischen Fehlern verschlossen und nach völlig überkommenen Ritualen gehandelt.
    Bis heute handeln sie nach dieser Maxime, die die ursächlichen Fehler nur verstärkt und immer größere crashs unweigerlich herbeiführt.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  3. #3

    Geldpolitischer "Zick-Zack-Kurs" der EZB

    Mensch, jetzt hat es sogar die EZB mitbekommen, dass die konjunkturellen Indikatoren in der Euro-Zone angesichts der Eintrübung in der Weltwirtschaft klar in Richtung einer Rezession weisen könnten und insoweit ihr bis vor kurzem noch vertretetener geldpoltischer Kurs moderater Zinserhöhungen vielleicht doch nicht mehr so ganz der richtige sein dürfte.

    Die EZB beweist damit wieder einmal mehr, dass sie offenbar nicht dazu in der Lage ist, mehr oder minder bereits absehbare konjunkturelle Entwicklungen möglichst frühzeitig zu erkennen und ihrer Geldpolitik zugrunde zu legen. Offenbar war die EZB doch tatsächlich der Meinung, dass die wirtschaftliche Erholung seit 2009 weiter andauern könnte und hatte doch glatt weiter mit einem Anziehen der Inflationraten gerechnet. Damit lag sie jedoch - ebenso wie bereits im Jahre 2008 (Erhöhung der Zinsen noch bis kurz vor der Lehman-Pleite!) - wieder einmal völlig daneben, was für mich jedenfalls darauf hindeuet, dass sich die EZB gegebenenfalls in einer Art geldpoltischem "Blindflug" befinden könnte.

    Der (wiederholte) geldplotische "Zick-Zack-Kurs" der EZB ist in jedem Falle nicht dazu geeignet, dass Vertrauen in diese Institution zu stärken. Eher im Gegenteil.
  4. #4

    Zu spät!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach zwei Erhöhungen ist offenbar vorerst Schluss: Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins bei 1,5 Prozent. EZB-Chef Trichet deutete an, dass er dort länger als einen Monat bleiben könnte.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...785160,00.html
    Längst hätten die Zinsen bei 3% sein müssen. Dauerhaft billiges Geld ist falsch. Den Erfolg hat man jetzt.