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Einflussreicher Posten: Steinmeier lehnt Schäuble als Euro-Gruppenchef ab

dapdIn der SPD mehren sich Stimmen gegen eine Kandidatur von Wolfgang Schäuble als Euro-Gruppenchef. Nach Ex-Finanzminister Steinbrück sprach sich auch Fraktionschef Steinmeier gegen Schäuble aus. Deutschlands Dominanz in der europäischen Finanzpolitik sei schon jetzt "übergroß".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836685,00.html
  1. #10

    Schäuble: Wem nutzt es? Was soll das bringen? Juncker soll Eurogruppenchef bleiben!

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Deutschlands Dominanz in der europäischen Finanzpolitik
    sei schon jetzt "übergroß", sagt Steinmeier.
    Gemeint ist da natürlich die Dominanz bei der Finanzierung des
    Eurodesasters, oder?
    Die Eurokraten dirigieren uns, aber regieren nicht.
    Schäuble als Euro-Gruppenchef? Sonst noch was?

    Der Mangel an politischer Führung ist unglaublich.
    Wie kann so etwas nur passieren?
    Wir werden erst mit voller Power an die Wand und
    dann in den Abgrund gefahren!

    Nachdem Schäuble Griechenland mehr als
    €100.000.000.000 geschenkt hat,
    reicht ihm das nicht, er will noch mehr von unserem
    Geld weggeben.

    Schäuble will erst 1 Billion, dann 2 Billionen Euro,
    und vielleicht demnächst noch viel mehr Geld
    zum Verbrennen an der Eurofront.

    Er scheint ein Gefühl der Allmacht entwickelt zu haben
    auch jenseits jedweder wissenschaftlichen Erklärbarkeit.

    Mit seinen Entscheidungen und Aussagen zum Euro
    meint er zwar regelmäßig die Gesetze der Logik
    (z.B. durch widersprüchliches Handeln und Reden)
    überschreiten zu können.

    Eine Einhaltung dessen, was er selbst (zum Euro)
    versprochen oder angekündigt hat gibt es meistens nicht.

    Weil es ihm an finanzwirtschaftlichem und Markt Wissen
    fehlt, fehlt es ihm wohl auch an der Macht,
    das Schicksal des Euro zum Besseren zu lenken.

    Die österreichische Finanzministerin und Fachdoktorpolitikerin
    würde es als Euro Chefin wahrscheinlich besser können.
    Warum will Schäuble nicht ESM Gouverneur werden?
  2. #11

    Zur Erinnerung

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Wir haften doch schon mit hunderten Milliarden Euro für den Club Med!
    Als nächstes Waterloo wartet der ESM. Mit Ausnahme der Piratenpartei sind alle Parteien ohne Unterschied bereit, den ESM-Vertrag mit seinen weitreichend negativen Folgen für Deutschland zu unterzeichnen.

    Und Eurobonds werden von Schwarzgelb ja auch nicht grundsätzlich abgelehnt, sondern nur im Augenblick. Es müssen angeblich nur erst bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden. Ich denke, das wird nach der nächsten Bundestagswahl der Fall sein.
    Während Rotgrün vorauseilend eine Vergemeinschaftung der Schulden fordern, läuft es bei Schwarzgelb so, dass man erst alles ablehnt, dann möglichweise zustimmt und am Ende alternativlos zustimmt. Dann wird eine neue rote Linie gezogen und das Spiel beginnt von vorn. Am Ende läuft es auf das Gleiche hinaus.
    Lieber c+++,

    vergessen Sie bitte nicht, wie viel gerade wir Deutschen der EU zu verdanken haben:

    1. Kein Land hat vom Euro so stark profitiert wie Deutschland. Das deutsche Exportwunder ist ohne die Gemeinschaftswährung nicht denkbar. Der ESM ist ein kleines Dankeschön an die Adresse unserer europäischen Freunde.

    2. Europäische Schulden sind auch deutsche Schulden. Die Vernunft gebietet, daß wir unsere schwächeren EU-Partner vor den Angriffen des internationalen Spekulantentums schützen. Der ESM ist eine Brandmauer, die unter Umständen durch Eurobonds verstärkt werden muß.

    3. Uns Deutschen kommt in Europa eine besondere Verantwortung zu. "Nie wieder Krieg", hieß es 1945. Die EU hat den Traum Wahrheit werden lassen. Die Völker rücken zusammen und ein europäisches Nationalgefühl ist am Wachsen. Aber die schrecklichen Greuel des Zweiten Weltkriegs sind noch nicht völlig vergessen. Hier muß Deutschland noch nachbessern.

    Ihr Kurt Köster
    Europaberater
  3. #12

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Wir haften doch schon mit hunderten Milliarden Euro für den Club Med!
    Nein, eben nicht. DAS haben wir bisher noch verhindern können (Eurobonds).

    Während Rotgrün vorauseilend eine Vergemeinschaftung der Schulden fordern, läuft es bei Schwarzgelb so, dass man erst alles ablehnt, dann möglichweise zustimmt und am Ende alternativlos zustimmt. Dann wird eine neue rote Linie gezogen und das Spiel beginnt von vorn. Am Ende läuft es auf das Gleiche hinaus.
    Mit dieser Logik kann man auch für Marylin Manson als Bundesgesundheitsminister sein, denn auf lange Sicht werden wir eh alle sterben.

    Das, was Merkel/Schäuble bisher geschafft haben, verdient Anerkennung. Es muss sichergestellt werden, dass der Reformdruck auf Club Med so lange wie möglich aufrechterhalten wird. SPD und Grüne wollen Deutschland sofort für alles geradestehen lassen (und die Antwort auf die Frage "Was, wenn das auch nicht reicht?" lässt bislang jeden Befürworter verstummen), und ich will, dass dafür gekämpft wird, diesen Irrsinn so lange wie möglich zu verhindern.
  4. #13

    SPD - mal wieder unwählbar

    Wer sein Kreuzchen bei der SPD macht, der kann sich hinterher nicht auf Unwissenheit berufen, wenn der rein proeuropäische Kurs auf Kosten Deutschlands dann in Politik gegossen wird.
  5. #14

    Ganz augenscheinlich ...

    ... ist die Dominanz Deutschlands in der europäischen Finanzpolitik noch NICHT groß genug. Denn sonst würden wir nicht permanent vom Club Med und deren französischem Bruder im Geiste über den Tisch gezogen werden.
    KEINE der sogenannten "Roten Linien" der Bundesregierung hat bisher Bestand gehabt. Rein theoretisch steht Deutschland nicht nur der Posten des Euro-Gruppenchefs zu, sondern auch der Vorsitzende des Gouverneursrat beim ESM und der Chefposten bei der EZB.
    Sonst können wir nämlich innerhalb von drei Jahren Bankrott anmelden und unsere Lebensversicherungen für die portugiesischen Renten verpfänden, während andere Länder tiefenentspannt mit 14 Monatsbezügen und 60 Jahren in Rente gehen, renitente Struturreform-Verweigerung und Besitzstandswahrung betreiben und überhaupt nicht müde werden, fortwährend zu betonen, wie schlecht es ihnen geht ... um "europäische" (sprich: DEUTSCHE) Solidarität einzufordern.
    Ich frage mich, WANN UM ALLES IN DER WELT in Berlin mal irgendwer REALPOLITIK macht ...?
  6. #15

    Ein Deutscher sollte es schon sein!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der SPD mehren sich Stimmen gegen eine Kandidatur von Wolfgang Schäuble als Euro-Gruppenchef. Nach Ex-Finanzminister Steinbrück sprach sich auch Fraktionschef Steinmeier gegen Schäuble aus. Deutschlands Dominanz in der europäischen Finanzpolitik sei schon jetzt "übergroß".

    Steinmeier lehnt Schäuble als Euro-Gruppenchef ab - SPIEGEL ONLINE
    Aber bitte nicht Wolfgang Schäuble. Er war an den vertraglichen ökonomischen und rechtlichen Ausgestaltungen der deutschen Einheit und der Begründung der europäischen Währungsunion maßgeblich beteiligt. Die auf uns zukommenden Entwicklungen kannte er also von Anfang an, die absehbaren und auch erkennbaren Fehlentwicklungen und die damit verbundenen Risiken ebenso. Er würde eine Eurorettung um jeden und zu jedem Preis betreiben.

    Leider ist Deutschlands Dominanz nicht zu groß, eher viel zu gering. Die EZB-Währungspolitik zeigt dies bereits heute überdeutlich. Die Rücktritte von Axel Weber und von Jürgen Stark sind ein weiteres Indiz dafür.

    Die Verlängerung des EFSF zum dauerhaften ESM wurde von Wolfgang Schäuble mitgestaltet. Auch in diesem Gremium ist unserer zukünftiger Einfluß gering. Die Besetzung der Spitzenposition zeigt dies.

    Allerdings bekämen wir mit einer SPD-geführten Bundesregierung noch zusätzliche Eurobonds und eine erhebliche Ausweitung der Vergemeinschaftlichung, der Monetarisierung und der Sozialisierung von Fremdschulden und Fremdrisiken.
  7. #16

    Einerseits/andererseits

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der SPD mehren sich Stimmen gegen eine Kandidatur von Wolfgang Schäuble als Euro-Gruppenchef. Nach Ex-Finanzminister Steinbrück sprach sich auch Fraktionschef Steinmeier gegen Schäuble aus. Deutschlands Dominanz in der europäischen Finanzpolitik sei schon jetzt "übergroß".

    Steinmeier lehnt Schäuble als Euro-Gruppenchef ab - SPIEGEL ONLINE
    Schäubles Kandidatur ist ein klarers deutsches Bekenntnis zum Euro, zum Fiskal- und Wachstumspakt. Steinmeier weckt den Verdacht, Deutschland wolle sich vor der Verantwortung drücken. Ist das logisch, wenn man Eurobonds und Wachstumspolitik doch befürwortet?
  8. #17

    ein kleiner Partner..

    "Daher wäre es klug, "die Leitung der Euro-Gruppe einem kleineren Partner zu überlassen...." ..

    das werden sich Italien, Frankreich und Spanien nicht zweimal sagen lassen. Vielleicht auch gleich Venizelos ??

    Tolle Vorstellung von Solidarität. Wo hat denn Deutschland politisch das Sagen ?
  9. #18

    Zitat von Kurt Köster Beitrag anzeigen
    Lieber c+++,

    vergessen Sie bitte nicht, wie viel gerade wir Deutschen der EU zu verdanken haben:

    1. Kein Land hat vom Euro so stark profitiert wie Deutschland. Das deutsche Exportwunder ist ohne die Gemeinschaftswährung nicht denkbar. Der ESM ist ein kleines Dankeschön an die Adresse unserer europäischen Freunde.

    2. Europäische Schulden sind auch deutsche Schulden. Die Vernunft gebietet, daß wir unsere schwächeren EU-Partner vor den Angriffen des internationalen Spekulantentums schützen. Der ESM ist eine Brandmauer, die unter Umständen durch Eurobonds verstärkt werden muß.

    3. Uns Deutschen kommt in Europa eine besondere Verantwortung zu. "Nie wieder Krieg", hieß es 1945. Die EU hat den Traum Wahrheit werden lassen. Die Völker rücken zusammen und ein europäisches Nationalgefühl ist am Wachsen. Aber die schrecklichen Greuel des Zweiten Weltkriegs sind noch nicht völlig vergessen. Hier muß Deutschland noch nachbessern.

    Ihr Kurt Köster
    Europaberater

    Sehr geehrter Herr Europaberater,

    passen Sie auf, dass Sie nicht von Ihrem Heiligenschein erdrückt werden. Was muss man sich reinziehen, um so einen Lippenmüll abzusondern? Sie sollten in Zukunft unter "MEA MAXIMA CULPA" posten.
  10. #19

    Parteiwerbung oder volkswirtschaftliche Realitäten?

    Zitat von Kurt Köster Beitrag anzeigen
    Lieber c+++,

    vergessen Sie bitte nicht, wie viel gerade wir Deutschen der EU zu verdanken haben:

    1. Kein Land hat vom Euro so stark profitiert wie Deutschland. Das deutsche Exportwunder ist ohne die Gemeinschaftswährung nicht denkbar. Der ESM ist ein kleines Dankeschön an die Adresse unserer europäischen Freunde.

    2. Europäische Schulden sind auch deutsche Schulden. Die Vernunft gebietet, daß wir unsere schwächeren EU-Partner vor den Angriffen des internationalen Spekulantentums schützen. Der ESM ist eine Brandmauer, die unter Umständen durch Eurobonds verstärkt werden muß.

    3. Uns Deutschen kommt in Europa eine besondere Verantwortung zu. "Nie wieder Krieg", hieß es 1945. Die EU hat den Traum Wahrheit werden lassen. Die Völker rücken zusammen und ein europäisches Nationalgefühl ist am Wachsen. Aber die schrecklichen Greuel des Zweiten Weltkriegs sind noch nicht völlig vergessen. Hier muß Deutschland noch nachbessern.

    Ihr Kurt Köster
    Europaberater
    Leider sind aus rein volkswirtschaftlicher Sicht Ihre vorgebrachten Argumentationen nicht stichhaltig und entsprechen leider auch nicht den ökonomischen Realitäten. Ein kleiner Blick auf die Entwicklungen der nationalen Leistungsbilanzsalden zeigt dies überdeutlich. Es fand ein großer Kapitalexport aus Deutschland statt, die Nettoinvestitionsquote war die gringste unter alle bedeutenden Industrienationen. Die Realentgeltfindung war zum Teil negativ. Die kommunalen Finanzlagen erfuhren eine dramatische Verschlechterung. Unsere Infrastruktur ist teilweise völlig marode.

    Gerade die Begründung der europäischen Währungsunion im Zusammenhang mit der Deutschen Einheit sollte einmal einer gründlichen geschichtlichen Betrachtung unterzogen werden.

    Geschichte Verantwortungen auf spätere Generationen zu schieben, um damit eigene Verantwortungen und Fehler zu kaschieren, ist einfach unfair und auch nicht angemessen.


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