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Einflussnahme auf Presse: Sprecherin von Markus Söder intervenierte beim BR

dapdDie CSU hat offenbar in einem weiteren Fall versucht, die Ausstrahlung eines Fernsehbeitrags zu verhindern: Die Sprecherin von Markus Söder beschwerte sich im März 2011 beim Bayerischen Rundfunk über einen kritischen Bericht. Der Beitrag wurde nicht mehr gesendet.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-863738.html
  1. #1

    Wundert das irgendjemanden hier?

    Das Leute sind wichtig und haben immer Recht. Insofern ist nur logisch dass unsachgerechte Berichte verhindert werden und sogar, wie bei diesem baden-wuerttembergischen Journalisten geschehen, Berufsverbote ausgesprochen werden.
  2. #2

    Klingt nach Systematik

    Feige und hinterhältig, Schicken ihre Sprecher (innen) vor die dann, wenn es hochgekocht wird in den Medien, geschasst werden. So hält man sich als Volkspartei 60 Jahre an der Macht
  3. #3

    Bananenrepublik

    Vorauseilenden Gehorsam nennt man das!
  4. #4

    Glaubt denn im Ernst, dass es beim CSU-Funk jemals Pressefreiheit gegeben hat? Wenn nicht durch direkten Einfluß, dann mit Besetzung von Schlüsselpositonen durch CSU-nahe Personen. Wobei ich da für andere Landesrundfunkanstalten auch nicht unbedingt die Hand ins Feuer legen will. Von Berlussconi über Putin bis FJ Strauß war den Politikern schon immer die Macht der Medien klar. Wer die Medien beherrscht, beherrscht das Volk.
  5. #5

    Übliche Praxis

    Zitat von harringer Beitrag anzeigen
    Das Leute sind wichtig und haben immer Recht. Insofern ist nur logisch dass unsachgerechte Berichte verhindert werden und sogar, wie bei diesem baden-wuerttembergischen Journalisten geschehen, Berufsverbote ausgesprochen werden.
    Das ist doch in der gesamten Politik eine der üblichen Praxis, man steht über das Volk und den Gesetzen und da lässt es sich ein Politiker ungerne gefallen wenn er und seine Meinung nicht in das entsprechende Licht gesetzt wird.
    Das beste Beispiel gab und gibt der Dr. Helmut Kohl ab.
    Aber bisher haben die Medien auch ständig mitgemacht, denn man will es sich ja mit der Politik nicht verscherzen, es könnte sein dass man keine Berichte, Hintergrundinformationen und Interviews mehr bekommt, Politik und die Medien ergänzen sich wunderbar.
    Unsere Meinungs und Pressefreiheit ist doch ein sehr dehnbarer Begriff, es wird immer nur für bestimmte Zwecke genutzt, wobei die Medien auch viel mit dazu beitragen.
    HR
  6. #6

    Politiker?

    Sie sollten mal Volksvertreter sein, aber was man erkennen muss- es sind fast nur noch eitle selbstverliebte machthungrige Lobbyisten welche da an der Spitze stehen. Und dieser Söder ist einer der schlimmsten Sorte.
    Mich wundert nicht dass solche Leute gerne die Presse beeinflussen (wollen).
    Und es auch ganz dreist versuchen. Wahrscheinlich gelingt es mittlerweile in den meisten Fällen auch.
  7. #7

    Bayerischer Regierungsfunk

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Dobrindt sagte der Zeitung: "Ich hätte diesen Anruf nicht geduldet und hätte ihn untersagt, hätte ich die Gelegenheit dazu gehabt." ...
    Da lügt doch einer, dass sich die Balken biegen. Für mich kein Wunder, dass sich die CSU so lange an der Regierung hält, wenn sie derart schamlos in die freie Berichterstattung eingreift.
  8. #8

    Mangel

    Dieser fortgesetzte Mangel an Aufrichtigkeit bei einer Vielzahl von Politikern verdirbt die ganze Gesellschaft. Sicher ist nur, dasz es danach keiner gewesen sein will.
  9. #9

    Wer politisch nichts auf der Pfanne hat,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die CSU hat offenbar in einem weiteren Fall versucht, die Ausstrahlung eines Fernsehbeitrags zu verhindern: Die Sprecherin von Markus Söder beschwerte sich im März 2011 beim Bayerischen Rundfunk über einen kritischen Bericht. Der Beitrag wurde nicht mehr gesendet.

    Bayerischer Rundfunk: Sprecherin von Söder intervenierte gegen Beitrag - SPIEGEL ONLINE
    bedient sich immer solcher Wege.

    Schwacher Staat ist auf Manipulationen angewiesen.

    Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sind jedoch in erster Linie Abwehrrechte des Einzelnen/Bürger gegenüber dem Staat, was sich in erster Linie aus den Erfahrungen mit dem Dritten Reich ergab.

    Das bedeutet, daß Presse nicht eingeschränkt werden darf, über zutreffende Fakten und Meinungen dazu zu berichten, das bedeutet keinesfalls, daß Pressearbeit grundgesetzlich gedeckt ist, jeden beliebigen Schmarrn - inhaltlich irgendwie, Hauptsache Quote - in die Öffentlichkeit zu geben.

    Wurde die Presse darauf aufmerksam gemacht, daß Fakten falsch wiedergegeben wurden, ist die Intervention durch die Politik natürlich OK. Diente die Intervention jedoch nur dem Ziel, faktisch vorhandene Widersprüchlichkeiten eines Politikers nicht zu veröffentlichen, wie es hier zu sein scheint, dann wissen wir jetzt, daß der BR nicht frei ist, sondern daß die Nachrichtenredaktion wie ein verlängerter Arm der Presseabteilung der CSU zu betrachten ist.








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