Als Logopäde habe ich schon einige Patienten (sieben) kennen gelernt, deren Beschwerden ebenfalls zunächst nicht ernst genommen wurden. Alle wandten sich mit leichten Taubheitsgefühlen in einer Extremität und Lähmungserscheinungen an einen Arzt. Alle wurden lapidar abgespeist, denn sie hatten im Durchschnitt, anders als die Patientin von der im Text berichtet wird, das 65. Lebensjahr erreicht oder überschritten.
Leider waren alle ausnahmslos sehr schwer betroffen.
Die Hälfte verstarb innerhalb der ersten vier Wochen nach dem Schlaganfall, die andere Hälfte innerhalb der darauf folgenden zwei Jahre.
Die Tragik, die bei allen Angehörigen und Patienten selbst, zu Wut und Fassungslosigkeit führte, liegt in der Ignoranz der Mediziner gegenüber einem untrüglichen Symptom. Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen sind "...in diesem Alter..." nicht "...völlig normal." Da müssen nach heutigem medzinischen Wissensstand schlichtweg die inneren Alarmglocken läuten.
Das gilt auch für andere Alarmzeichen, die fast immer eindeutig auf einen akuten Zwischenfall hinweisen.
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