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Ein rätselhafter Patient: Kraterlandschaft
NEJM/ Hospital Universitario de Santa MariaMerkwürdige Wucherungen am Kopf führen einen jungen Mann ins Krankenhaus. Den Ärzten bietet sich ein beunruhigendes Bild. Was hinter den Veränderungen steckt, lesen Sie im Fallbericht der Woche.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-862287.html
- #1 20.10.2012 12:20 von
Eine kleine Kritik
Die hier geschilderten Fallberichte sind sicherlich interessant, aber leider oft nur extreme Ausnahmen d.h. sie würden fast keinen von uns jemals betreffen; sie dienen also nur der Unterhaltung. Würde man Fallberichte bringen, die "normale", häufig vorkommende Krankheiten beschreiben, könnte das auch unterhaltsam sein, hätte aber den Vorteil nicht nur kurios zu sein.
- #2 20.10.2012 12:36 von
Sieht schon ziemlich komisch aus
Generell, unabhängig von der Berichterstattung, kann der man froh sein und sich sehr glücklich schätzen, handelt es sich bloss um etwas harmloses und nicht wie Ärzte zu Beginn befürchtet, etwa um einen Tumor. Ein Gehirn quasi als lebende Darstellung (naja, sagen wir mal als Strukturen) zu sehen halte ich für sehr interessant, denn naja, was soll man sagen - wenn man so etwas sieht, etwa in einer Körperwelten-Ausstellung, hat das nämlich den bitteren Beigeschmack das der Mensch normalerweise tot ist. Insbesondere dann, wenn sein Gehirn in einem Glastank schwimmt... Da hat es der Herr aus dem Artikel bedeutet besser.
Er kann sich einfach glücklich schätzen, besser mit so etwas zu leben als einen Tumor zu haben o.ä. So mancher Patient mit einem Tumor am/im Gehirn würde sehr wahrscheinlich nur zu gerne mit ihm tauschen.
Freundliche Grüsse
diamorphin - #3 20.10.2012 13:13 von
- #4 20.10.2012 15:23 von
Nein, den hätte es nicht. Es wären genauso Anekdötchen wie die geschilderten Fälle. Case reports sind grundsätzlich nur dazu geeignet, dem Publikum zu schildern "Sowas gibt es auch". Darüber hinaus ist ihr Informationsgehalt vernachlässigbar - ihr Nutzen liegt im wesentlichen darin, die Publikationslisten von Medizinern aufzublähen. - #5 20.10.2012 15:49 von
Der geschilderte Fall ist eigentlich nur eine Übersetzung aus dem Pschyrembel. Dort finden sich auf den hunderten von Seiten noch ganz anderes, welches leider für viele Menschen zum Alltag gehört.
Leishmaniose wäre auch ein Beispiel.
Ich schätze, dass man einfach unterscheiden muss zwischen dem Drang die Neugierde des Pöbels zu stillen, oder schlicht aufzuklären. Jeder Mensch, der mit zum Beispiel Brandnarben Leben muss, kann ein Lied davon singen, wie es ist, angeglotzt zu werden.
Auch viele Formen der Verstümmelungen werden regelrecht am Computer erstellt, damit sich andere daran erfreuen können. Sliced Hand zu googlen wäre da das nächste Beispiel.
Ein Sanitäter oder Feuerwehrmann, oder einfach ein Soldat kann einem dazu nur Kopfschüttelnd mitteilen, dass es sich hierbei um Alltagsbilder handeln kann.
Man sollte froh sein, selbst nicht zu den Betroffenen zu gehören - aber nicht Respektlos werden, wenn jemand auftaucht, der dieses Glück nicht hat. - #6 21.10.2012 11:25 von
Erstens wären "normale" Fälle meist eher langweilig.
Zweitens dient diese Serie der Unterhaltung, nicht der Fortbildung.
Drittens würden häufige Krankheiten dazu führen, dass sich die Leute unberechtigt sorgen machen. Dann wird jede Verspannung im Brustbereich zum Herzinfarkt, jedes Magengrummeln zum Karzinom.
Nein, lieber die Kolibrifälle, die kann ich als Mediziner auch noch interessant finden! - #7 21.10.2012 11:49 von
Normale Fälle mit kurioser Genese
Mein Vorschlag ging darauf hinaus, relativ "normale" Fälle zu nehmen, die sich aber in ihrer Genese eher außergewöhnlich geben. So hätte man das Unterhaltsame, "kuriose" Element gepaart mit dem fast Alltäglichen. Dass das manchem Hypochonder Vorschub leistet mag ein Nebeneffekt sein.
- #8 21.10.2012 13:16 von
Unvermeidliches Diskussionsgelaber
Diese Berichtsreihe ist eher mal eine positive Ausnahme in sonstigen Artikelstil der Redaktion, der sich mehr auf Enthaltsamkeit als Informationsgehalt begleitender Recherchen stuetzt.
Schliesslich sind wir nicht in einen science magazin, sondern in einem Informationsangebot fuer jedermann und nicht alles bedarf einer Recherche von Seiten des Betreibers in diesem Umfeld.
Jedenfalls nicht die gelegentlich Berichte ueber eher selten auftretenden medizinischen Merkwuerdigkeiten.
Dass es hier trotzdem auch dann einen hohen Anteil an Diskussions-Pseudogelaber gibt, das dient zwar nicht immer unbedingt dem Ruhme der jeweiligen Autorensynonyme, die dabei in in gelegentlicher Peinlichkeit nur ihre Denkdeffizite entbloessen, sondern schlicht der werbetraechtígen click rate fuer den Betreiber der Seite.
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