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Ein rätselhafter Patient: Gefährliche Luft im Bauch
BMJKrampfhafte Schmerzen und Erbrechen treiben einen Briten ins Krankenhaus. Dass mit dem Darm des Patienten etwas nicht stimmt, merken seine Ärzte schnell. Unmengen an Luft sammeln sich in seinen Eingeweiden. Nur wo kommt die her?
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-879724.html
- #10 26.01.2013 13:04 von
Und die Moral...
Und die Moral von der Geschicht?
Lasse dich öfter mal im CT durchleuchten, wenn du Bauchschmerzen hast.
Aua. - #11 26.01.2013 13:33 von
@unitedeurope
...fragen Sie mal ihren Chefarzt nach intravitalen Totenflecken. Die hatte er dann auch vielleicht bereits vor ihrer Reanimation, oder wie lange wurde eigentlich reanimiert?
- #12 26.01.2013 16:09 von
Titellos
Als wir ankamen wurde bereits Laienmäßig, aber richtig, reanimiert. Unsere Reanimationsmaßnahmen dauert vielleicht ... 10-15 Minuten, dann kam er wieder, ist schon ein paar Monate her. Cordarex und Adrenalin hatten ihn zusammen mit Strom wieder zurückgeholt.
Aber angeblich war er erst kurz vor unserem Eintreten bewusstlos (also wahrscheinlich auch Reanimationspflichtig) geworden. - #13 26.01.2013 16:28 von
Pfusch vor 6 Monaten ?
Bin kein Mediziner, aber seltsam finde ich es schon, dass man einen Patienten mit einem derart riesengroßen Gallenstein einfach wieder nach Hause schickt. Kein Wunder, dass einige Zeit später irgendetwas passieren muss, in diesem Fall sogar etwas tendenziell Lebensbedrohendes. Ist das denn üblich so - den großen Stein einfach drin lassen, so nach dem Motto: Mal abwarten, und dann sehen, was so passiert ?
Und wieso dann die aufwändigen Untersuchungen, und die Verwunderung der Ärztr - es müssen doch Akten da sein von dem Patienten, aus denen hervorgeht, dass vor sechs Monaten dieser Stein festgestellt wurde. 7x4,5x4 cm - das ist ja ein wahres Monster. - #14 26.01.2013 18:55 von
Verbrauchskoagulopathie á la Waterhouse-Friderichson o.Ä.
+
Hypoxie
könnte Kapillarblutungen mit ungesättigtem Blut, welches dann subkutan livide/bläulich wirkt hervorrufen... - #15 26.01.2013 21:00 von
Auf
jeden Fall Pfusch-so wie es in allen Medien/Foren steht. Ärzte pfuschen grundsätzlich und müssen sich Alles von planlosen Laien erklären lassen.
Ja, es ist durchaus nicht unüblich einen Pat mit so einem großen GS nach Hause zu schicken.
In der Größe machen die normalerweise nichts, weil sie nicht aus der GB rauskönnen-dazu ist der Gang viel zu eng.
Gefährlicher sind kleine Steine, die aus der GB rauskullern und sich an der Papille einklemmen. Das Problem hatte der Patient ja einige Monate zuvor.
Üblicherweise entfernt man die GB dann elektiv später, wie lange es in UK mit ihrem NHS dauert, einen OP-Termin zu bekommen ist mir nicht bekannt.
Evtl. wird dort die OP mit Hinblick auf´s Alter eh nicht mehr bezahlt.
Wer immer über´s deutsche Gesundheitssystem jammert, der soll sich doch einfach mal im NHS versorgen lassen.
Weil das alles Pfuscher sind. Statt zu untersuchen doch einfach mal ein Forum lesen oder auf Verdacht den Patienten aufschlitzen-es wird sich schon was finden.
Wenn Sie den Text gelesen hätten: das ist ein extreeeeeeeeeeeeeeeeeem seltener Casus, üblichweise haben diese Patienten ein stenosierendes Colon-Ca.
IAber am Besten hinterlegen Sie ihre Nummer, damit einer der ratlosen Pfuscher sich von Ihnen den Beruf erklären lassen kann, wer brauch schon 6 Jahre Studium und 6 Jahre Facharztausbildung, wenn´s solche Foristen gibt. - #16 26.01.2013 21:04 von
- #17 26.01.2013 21:06 von
gewiss gibt es auf der ganzen welt
einfache und komplexe fälle. was jedoch neuerdings diese mediziner-soap im spiegel zu suchen hat, wäre zu erklären. sie ist einfach aus fachzeitschriften extrahiert und dann durch einen dünnwandigen kaffeefilter aufgebrüht. nicht mehr. und das ist zu wenig! weder fachwissen für fachleute noch laienwissen für das publikum. schlicht: raritätenkabinett.
- #18 26.01.2013 22:10 von
26. 1. , 23:04
Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort, dass schwer sich handhabt, wie des Messers Schneide...
(Schiller; Wallenstein; Wallensteins Tod II, 2 )
Mein Gott, Walter..
Ihr gutes Recht...
Auch wenn Sie kein Mediziner sind, sind Sie angehalten, den Artikel sorgfältig zu lesen, bevor Sie "Ärztepfusch" vermuten, auch wenn das z. Zt. recht modern ist:
Zum besseren Verständnis: Kleine Gallensteine hatten die Gallenblase verlassen und den Hauptgallengang am Eintritt in den Zwölffingerdarm verlegt. Das führt zu einem schmerzhaften Gallerückstau in die Leber. Die von der Leber normalerweise auf diesem Weg in den Darm abgegebenen Verdauungsenzyme sind blockiert, die "Gallenfarbstoffe" werden nun über das Blut und den Urin ausgeschwemmt. Dadurch wird:Zitat von SPON
- der Patient gelb,
- der Urin braun durch die Gallenfarbstoffe (Bilirubin, -verdin)
- der Stuhl entfärbt sich, im Extrem wird er weiss.
Dieses Krankheitsbild erfordert eine schnelle Wiederherstellung des Galleabflusses durch eine Entfernung der Steine aus dem Hauptgallengang, was heute endoskopisch (ERC / ERCP, in der Regel mit Papillotomie; bitte googlen) erfolgt, zu meinen frühen chirurgischen Jahren durch eine Bauch - Op mit Eröffnung des Hauptgallenganges und gegebenenfalls zusätzlicher Eröffnung des Zwölffingerdarmes behandelt werden musste. Und das war keine kleine und risikoarme OP! Die heutigen endoskopischen Verfahren haben viel segensreiches bewirkt!
Weshalb hat man nun den Gallenstein nicht gleich entfernt?
Die Verstopfung des Ganges dürfen Sie nicht mit einer Verstopfung Ihres Waschbeckenabflusses gleichsetzen, in den Sie ein paar Esslöffel Drano kippen und schon ist alles wieder ok.
Der Patient hatte erhebliche Vorerkrankungen an Herz und Lunge, wie Sie ja jetzt gelesen haben.
Auch in D hätte man allenfalls nach einer Karenzzeit von 4 - 6 Wochen eine OP erwogen, der der Patient nach Aufklärung über die Risiken ja auch noch zustimmen muss. Der Artikel gibt über solche Überlegungen und Vorschläge der englischen Kollegen keine Auskunft, es steht uns also nicht zu deshalb Versäumnisse anzunehmen.
Oder gleich Ärztepfusch, wie Sie...
D - #19 26.01.2013 22:44 von
Ich lese diese Serie sehr gerne, als medizinisch interessierter Laie. Wobei heute auch der hier im Forum von den Medizinern diskutierte Fall mit den Hämatomen/Totenflecken/? fast so spannend ist wie der eigentliche Artikel.
Natürlich ist die Serie für Ärzte sicher manchmal langweilig und vielleicht kennen manche die Fälle schon aus ihren Fachzeitschriften oder haben es selbst schon gesehen. Aber SPON schreibt nicht nur für Ärzte!
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