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Ein rätselhafter Patient: Atemnot nach Handverletzung

CorbisEine Fehleinschätzung bringt einen Japaner in Lebensgefahr: Nach einem Unfall, bei dem der 49-Jährige ein Fingerglied verliert, versorgen die Chirurgen ihren Patienten nach fast allen Regeln ihrer Kunst - zwei Wochen später ringt er mit dem Tod. Was hatten die Ärzte übersehen?

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-861794.html
  1. #1

    Woher stammt dieser

    Aus dem japanischen Pendant der Bäckerblume ? Hier in Deutschland wären die behandelnden Chirurgen bereits wegen schwerem fahrlässigen Behandlungsfehler verklagt und auch verurteilt worden.
  2. #2

    Langsam muss ich mich den vielen Kritikern dieser Artikelserie anschließen

    So klingt es rätselhaft: "Atemnot nach Handverletzung"
    Und so klingt es ganz offensichtlich: "Wundstarrkrampf nach Arbeitsunfall mit blutender Wunde"
    Das einzig rätselhafte an der Artikelserie sind also die Überschriften und die offensichtiche Pfuscherei und Ahnungslosigkeit der Ärzte weltweit.
  3. #3

    So langsam..

    sind diese Artikel wirklich nur noch albern.
    An einer vergessenen Tetanusprophylaxe ist nun wirklich gar nichts rätselhaft, es handelt sich schlicht und einfach um einen Kunstfehler.
    Jeder Medizinstudent muss im Examen wissen, dass man bei einer Wunde - auch wenn sie sauber aussieht - den Impfstatus erheben und gegebenenfalls nachimpfen muss.
  4. #4

    Ein klarer Kunstfehler

    jeder Medizinstudent würde beim Examen durchfallen,würde er die Simultanimpfung vergessen zu erwähnen.
    Dennoch halte ich die Serie für gut.
    Da es normalerweise Usus ist,die Simultanimpfung zu machen,ist dieser Fall dennoch zuerst rätselhaft,denn wer denkt schon daran,dass eine üblicherweise vorgenommene Impfung vergessen wurde.
  5. #5

    Fehlerpublik machen heisst den anderen helfen!

    An all die klugen Schreiber, die sich darauf beschränken, hier den Kunstfehler entdeckt zu haben: Der Sinn der Veröffentlichung liegt daran, die anderen Kollegen zu warnen, nicht den gleichen Fehler zu machen. Wer sich hier im Kommentarbereich über den Originalartikel, der in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht wurde, aufregt, soll lieber "Bild" lesen, denn er hat keine Ahnung davon, wie wichtig es ist von den Fehlern der anderen zu lernen. Und man kann nur von Fehlern lernen, wenn sie publik gemacht werden (Transparenz). Danke an die Originalautoren und schade, dass SPON es verpasst hat, darauf hinzuweisen, dass diese Art des Umgangs mit Komplikationen (und die gibt es überall) vorbildlich ist...
  6. #6

    Mediziner!

    Ist die "Gesundheit"-Rubrik nur für Mediziner oder dürfen auch z. Bsp. Ingenieure oder Kaufmänner hier mitlesen? Also ich lese diese Artikel gern, weil ich auch kein Schimmer von dem ganzen Mediziner-Zeugs habe und für mich ist es, wie für viele andere, sehr interessant. Einer sollte den Kommentatoren vor mir erzählen, dass die Welt sich nicht um sie dreht!
  7. #7

    Darstellung

    Zitat von panteroo Beitrag anzeigen
    An all die klugen Schreiber, die sich darauf beschränken, hier den Kunstfehler entdeckt zu haben: Der Sinn der Veröffentlichung liegt daran, die anderen Kollegen zu warnen, nicht den gleichen Fehler zu machen. Wer sich hier im Kommentarbereich über den Originalartikel, der in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht wurde, aufregt, soll lieber "Bild" lesen, denn er hat keine Ahnung davon, wie wichtig es ist von den Fehlern der anderen zu lernen. Und man kann nur von Fehlern lernen, wenn sie publik gemacht werden (Transparenz). Danke an die Originalautoren und schade, dass SPON es verpasst hat, darauf hinzuweisen, dass diese Art des Umgangs mit Komplikationen (und die gibt es überall) vorbildlich ist...
    Lieber Panteroo,

    keineswegs habe ich das wichtige und richtige Publikmachen eines Behandlungsfehlers kritisiert, vielmehr die Aufmachung als "rätselhaften Fall". Gerne möchte ich Ihnen erläutern warum dem beschriebenen Fall meiner Meinung jegliches Rätselhafte abgeht:

    Eine Frage zur Tetanusprophylaxe kommt in nahezu jedem schriftlichen und wohl auch den meisten mündlichen Examensprüfungen vor, es handelt sich somit um absolutes Basiswissen, das jeder Mediziner - und erst recht ein Chirurg, der damit täglich zu tun hat - haben MUSS!
    Darüber hinaus haben die behandelnden Ärzte in diesem Fall nach Auftreten der für den Wundstarrkrampf typischen Symptome umgehend die naheliegende und richtige Verdachtsdiagnose gestellt - auch hier kann also nicht von einem Rätsel die Rede sein.

    Ich halte eben diese "Boulevardisierung", die auf SPON seit längerem festzustellen ist, für vielmehr dem BILD-Niveau entsprechend als die berechtigte Kritik einiger Foristen.

    Noch eine Anmerkung am Rande: Eine Simultanimpfung (aktive + passive Immunisierung) wäre in diesem Fall tatsächlich NICHT indiziert gewesen, da diese nur bei stark verschmutzten Wunden (diskussionswürdig wäre allerdings ob eine Quetschwunde nicht per se als kontaminiert anzusehen ist) empfohlen wird. Versäumt wurde also lediglich die aktive Impfung.
  8. #8

    Kunstfehler...

    Eigentlich wollte ich nichts dazu schreiben, so banal der Fall auch ist, aber das mit dem Kunstfehler lässt mich grad etwas wütend werden. Natürlich muss jeder Medizinstudent wissen, daß bei einer offenen Wunde immer auch der Impfstatus geprüft werden muss. Ist dieser nicht ausreichend belegbar, gilt der Patient als nicht geimpft und es muss aktiv und passiv immunisiert werden. Eigentlich.
    Aber es gibt hierzulande auch Bürger, die über ihrem Hals ein Organ sitzen haben, das sich einzuschalten manchmal lohnen würde. Um den Impfschutz sollte sich eigentlich jeder halbwegs Gesunde selbständig kümmern können, wie auch daß man täglich etwas zwischen seine "Kiemen" bekommt. Man kann sich hierzulande sogar dagegen entscheiden (mit allen Konsequenzen), denn ohne Zustimmung darf auch ein Arzt keine Impfung vornehmen.
    Und daß der Chirurg daran auch noch denken muss, lässt mich doch an der Mündigkeit des Bürgers irgendwie zweifeln.
  9. #9

    Zitat von canazzo Beitrag anzeigen
    Ist die "Gesundheit"-Rubrik nur für Mediziner oder dürfen auch z. Bsp. Ingenieure oder Kaufmänner hier mitlesen? Also ich lese diese Artikel gern, weil ich auch kein Schimmer von dem ganzen Mediziner-Zeugs habe und für mich ist es, wie für viele andere, sehr interessant. Einer sollte den Kommentatoren vor mir erzählen, dass die Welt sich nicht um sie dreht!
    Sprechen Sie "uns Medizinern" damit das Recht ab eine falsche Darstellung zu kritisieren? Darf ein Ingenieur dann einen Fehler in einem technischen Artikel ebenfalls nicht erwähnen, weil der Text doch für Laien "interessant" sei?








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