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Ein Jahr nach den Morden auf Utøya: Retter in Not

SPIEGEL ONLINEAnwohner und Camper retteten vor einem Jahr Dutzende Jugendliche aus dem Wasser, als Anders Behring Breivik auf Utøya 69 Menschen tötete. Die Insel ist wieder zugänglich, dem Täter wurde der Prozess gemacht. Die Retter bleiben zurück mit ihren Zweifeln.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...845194,00.html
  1. #1

    Immer wieder

    Ich kann nur immer wieder "DANKE" sagen. In so einer Situation überlegt man nicht. Man handelt. Niemand muss sich Vorwürfe machen. Jeder hat getan, was er in dem Augenblick für richtig hielt. Hinterher ist man immer schlauer. Ich erlebte auch mal eine Situation, in der ich nicht überlegte, sondern im Bruchteil einer Situation handelte. Es hätte schief gehen können und ich wäre auch tot gewesen. Aber wir haben beide überlebt. Was diese Menschen dort vor Ort geleistet haben und wenn es nur die eigene Rettung war, verdient Achtung und Respekt. Ich verneige mich vor den Opfern dieser unvorstellbar grausamen Tat.
  2. #2

    Das gehört zum Terror...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anwohner und Camper retteten vor einem Jahr Dutzende Jugendliche aus dem Wasser, als Anders Behring Breivik auf Utøya 69 Menschen tötete. Die Insel ist wieder zugänglich, dem Täter wurde der Prozess gemacht. Die Retter bleiben zurück mit ihren Zweifeln.

    Utøya-Retter: Wie die Helfer das Jahr nach Breiviks Morden erlebten - SPIEGEL ONLINE
    ...den dieser Mann verbreitet hat. Jene, die unter Einsatz ihres Lebens geholfen haben, machen sich Vorwürfe, sind traumatisiert. Und der Täter sitzt lächelnd im Gerichtssaal und fordert einen Freispruch...
  3. #3

    ...

    Zitat von franks meinung Beitrag anzeigen
    Ich kann nur immer wieder "DANKE" sagen. In so einer Situation überlegt man nicht. Man handelt. Niemand muss sich Vorwürfe machen. Jeder hat getan, was er in dem Augenblick für richtig hielt. Hinterher ist man immer schlauer. Ich erlebte auch mal eine Situation, in der ich nicht überlegte, sondern im Bruchteil einer Situation handelte. Es hätte schief gehen können und ich wäre auch tot gewesen. Aber wir haben beide überlebt. Was diese Menschen dort vor Ort geleistet haben und wenn es nur die eigene Rettung war, verdient Achtung und Respekt. Ich verneige mich vor den Opfern dieser unvorstellbar grausamen Tat.
    Da möchte ich mich Ihnen gerne anschließen.
    Man kann sich in bestimmten Situationen wohl nicht aussuchen, wie man handelt, als Nicht-Betroffener ist es halt hinterher leicht, etwas zu be- oder verurteilen.

    Aber hier gibt es nur einen glasklaren Schuldigen, alle anderen sind Opfer, alle!
  4. #4

    Bewundernswert

    True heroes.
  5. #5

    Zu erwähnen wäre vielleicht noch, daß Marcel Gleffe Reservist der Bundeswehr ist und vom Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr mit dem Ehrenabzeichen in Gold ausgezeichnet wurde:

    "Von März 1999 bis Ende Juli 2000 absolvierte Gleffe seinen Grundwehrdienst bei der Heeresflugabwehrtruppe. Um an einem Auslandseinsatz im Kosovo teilnehmen zu können, verlängerte der Mann, der damals bei Rostock wohnte, seinen Wehrdienst. In seiner Auslandsvorbereitung hatte der heute 32-Jährige vieles gelernt, was ihm nun half. "Ich handelte ruhig und überlegt, stieg in das kleine Boot und fuhr auf den Fjord hinaus. Mehrmals lud ich es mit jungen Menschen voll, die ich aus dem Wasser zog. Dabei bemerkte ich gar nicht, dass der Täter auch auf mich geschossen hat", sagt der 1,75-Meter-Mann rückblickend."
    (»»»)

    Und daß dieser Mann ein gewisses Talent hat, der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein...

    Held von Utoya wird erneut zum Lebensretter...
  6. #6

    Retter in Not!

    Gleffe, Hansen, ja auch Pedersen haben ihr menschenmoeglichstes getan! Sie haben Menschenleben gerettet! Bei so einem Massenschlachten - das haben diese Menschen in der Situation nicht begriffen,was da vor sich geht- darf man im nachhinein nicht denken, haette ich doch noch 2 weitere Menschen gerettet.
    Jeder war mutig, hat getan was er konnte um sich und andere zu retten. Ich bin froh, noch nie in einer Situation gewesen zu sein: Waerst du ein klein wenig waghalsiger gewesen, haettest du den Menschen auch noch retten koennen...
    Das ist so spekulativ, nur es kann nicht sein das sich die mutigen Helfer mit der Frage quaelen, haette ich nicht noch mehr Menschen retten koennen.
    Es ist geschehen, jeder der auch nur einen hilfsbeduerftigen Menschen gerettet hat ist ein Held. Wo sind die Menschen, die den Rettern sagen, hoert auf euch Vorwuerfe zu machen.
    Es ist geschehen. Kein haette, kein koennte, kein wuerde...
    Es ist vorbei! Es kann nicht sein, das Menschen die Helfer waren sich mehr zermuerben als der immernoch grinsende Taeter!
  7. #7

    Denver

    Und jetzt fast genau ein Jahr später dieser Amoklauf in Denver. Ob es da einen Zusammenhang gibt? Wieder ist es ein sozial isolierter, relativ junger Mann! Es sind immer dieselben Täterprofile. Man muss doch mal hinter die Ursachen dafür kommen


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