Eil-Antrag beim Bundesverfassungsgericht: Karlsruhe lässt Piraten nicht tanzen

DPAEnde des juristischen Ringens: Das Bundesverfassungsgericht hat Demonstrationen gegen das österliche Tanzverbot untersagt. Mitglieder der Piratenpartei scheiterten mit ihrem Eil-Antrag in Karlsruhe.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826223,00.html
  1. #1

    In Rheinland Pfalz rufen Verbandsbürgermeister unverhohlen auf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ende des juristischen Ringens: Das Bundesverfassungsgericht hat Demonstrationen gegen das österliche Tanzverbot untersagt. Mitglieder der Piratenpartei scheiterten mit ihrem Eil-Antrag in Karlsruhe.

    Eil-Antrag beim Bundesverfassungsgericht: Karlsruhe lässt Piraten nicht tanzen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    der Titelseite des Mitteilungsblat für den Bereich der Verbandsgemeinde Cochem wie folgt:
    "Ostern ist ein Fest, das wie Weihnachten nahezu von allen Christen weltweit gefeiert wird. Wir feiern dieses bedeutende Ereignig im Kreise unserer Familien und Freunde uns besinnen uns auf die Bedeutung und die Botschaft des Festes."
    Als Agnostiker bezeichne ich das als klaren Amtsmissbrauch in einem
    säkularen Staat.
  2. #2

    Glückliches Deutschland

    Man sieht, wie es uns gut geht. Gegen alte Bräuche (Stille Tage) wird gerne demonstriert.
    Man hat halt viel Freizeit und wenig Beschäftigung, also will man sich halt tanzend austoben. Dass es vielleicht eine große Gruppe von Mitmenschen stört, die gerade den Tod eines Religionsgründers gedenken, hindert sie daran nicht.
    Pietät ist unmodern geworden, Kultur ist höchstens fürs Museum gut.
  3. #3

    Peinlich,.....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ende des juristischen Ringens: Das Bundesverfassungsgericht hat Demonstrationen gegen das österliche Tanzverbot untersagt. Mitglieder der Piratenpartei scheiterten mit ihrem Eil-Antrag in Karlsruhe.

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    so etwas passiert den Piraten, die scheitern juristisch schon bei der
    Zulaessigkeit eines Eilantrages wegen formaler Fehler.?¿
  4. #4

    Es sei "nicht die Aufgabe des Staates allen Andächtigkeit vorzuschreiben".

    Man könnte auch sagen: "Es ist nicht Aufagbe des Staates die Menschen an kirchlichen Feiertagen von der Arbeit freizustellen".

    Nur das würde den Menschen, die einen durch und durch säkularen Staat fordern, auch nicht schmecken. Müßig zu Hause will man gerne bleiben, aber die Religion darf doch bitte den religiösen(!) Feiertag nicht mit Vorschriften "ruinieren".
  5. #5

    Tanzverbot

    Ich finde das Tanzverbot an kirchlichen Feiertagen nicht richtig, da es einer Mehrheit etwas verbietet, was einer Minderheit wichtig ist. Christen können freiwillig auf das Tanzen verzichten, wenn sie wollen. Aber es ist Einmischung in die Privatsphäre anders Denkender, wenn daraus ein allgemeines Tanzverbot erwächst.
    Dasselbe gilt meiner Meinung nach auch für Kirchengeläute frühmorgens um sieben Uhr jeden Sonntag!!! Das ist m.E. Ruhestörung.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ende des juristischen Ringens: Das Bundesverfassungsgericht hat Demonstrationen gegen das österliche Tanzverbot untersagt. Mitglieder der Piratenpartei scheiterten mit ihrem Eil-Antrag in Karlsruhe.

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    Als Christ verstehe ich nicht, warum unser angeblich nicht vorhandener christlicher Gottesstaat sich erdreistet Nicht- und Andersgläubigen so in die grundgesetzlich gewährte Religions- und Bekenntnisfreiheit zu pfuschen.
    Wird uns der, für eine funktionable Demokratie so wichtige, Säkularismus etwa nur vorgespielt? Bei den leidigen Konkordaten (einseitige Alimentierung bestimmter Bekenntnisse) und der Feiertagspolitik muss man das klar mit Ja beantworten.

    Warum darf man nicht tanzen und fröhlich sein, solange man uns Christen nicht in der Besinnlichkeit stört?
  7. #7

    es scheint so als ob die Piraten...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ende des juristischen Ringens: Das Bundesverfassungsgericht hat Demonstrationen gegen das österliche Tanzverbot untersagt. Mitglieder der Piratenpartei scheiterten mit ihrem Eil-Antrag in Karlsruhe.

    Eil-Antrag beim Bundesverfassungsgericht: Karlsruhe lässt Piraten nicht tanzen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    .....ihrem Image als neue Bürgerrechtspartei tatsächlich gerecht werden wollen !

    Dass sie einen formaljuristischen Fehler begangen haben, sei Ihnen
    vergeben, unsere Regierungen mussten ja schon ganze Gesetze nachträglich einstampfen.

    Dass religiöse Gruppen in einem säkulären Staat den anderen
    vorschreiben dürfen was diese an einem " Feiertag " zu tun lassen
    haben, ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäß !

    Ich kann den Piraten auf dieser neuen Kaperfahrt nur " Allseits Jute Fahrt und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel " wünschen !
  8. #8

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Man sieht, wie es uns gut geht. Gegen alte Bräuche (Stille Tage) wird gerne demonstriert.
    Man hat halt viel Freizeit und wenig Beschäftigung, also will man sich halt tanzend austoben. Dass es vielleicht eine große Gruppe von Mitmenschen stört, die gerade den Tod eines Religionsgründers gedenken, hindert sie daran nicht.
    Pietät ist unmodern geworden, Kultur ist höchstens fürs Museum gut.
    Was hat es uns zu stören, wenn in einer Disko das Tanzbein geschwungen wird? Das ist kein Argument.
    Oder gehen Sie um besinnlich an Jesus zu denken tatsächlich in die Disko?
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
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    Würde ich konsequent ignorieren.
    Die Kirche hat mir nicht vorzuschreiben wann ich lustig zu sein habe.
    Ich schreibe ihr ja auch nicht vor, wann sie bimmeln darf und wann nicht, obwohl ich das manchmal gerne machen würde.

    "Der Karfreitag sei bereits durch die Verfassung und nicht allein durch das hessische Feiertagsgesetz besonders geschützt, sagte ein Gerichtssprecher."

    Also ist unsere Verfassung diskriminierend gegenüber Nicht-Christen, na wunderbar.