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Eil-Antrag beim Bundesverfassungsgericht: Karlsruhe lässt Piraten nicht tanzen
DPAEnde des juristischen Ringens: Das Bundesverfassungsgericht hat Demonstrationen gegen das österliche Tanzverbot untersagt. Mitglieder der Piratenpartei scheiterten mit ihrem Eil-Antrag in Karlsruhe.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826223,00.html
- #1 06.04.2012 17:24 von
In Rheinland Pfalz rufen Verbandsbürgermeister unverhohlen auf
der Titelseite des Mitteilungsblat für den Bereich der Verbandsgemeinde Cochem wie folgt:
"Ostern ist ein Fest, das wie Weihnachten nahezu von allen Christen weltweit gefeiert wird. Wir feiern dieses bedeutende Ereignig im Kreise unserer Familien und Freunde uns besinnen uns auf die Bedeutung und die Botschaft des Festes."
Als Agnostiker bezeichne ich das als klaren Amtsmissbrauch in einem
säkularen Staat. - #2 06.04.2012 17:28 von
Glückliches Deutschland
Man sieht, wie es uns gut geht. Gegen alte Bräuche (Stille Tage) wird gerne demonstriert.
Man hat halt viel Freizeit und wenig Beschäftigung, also will man sich halt tanzend austoben. Dass es vielleicht eine große Gruppe von Mitmenschen stört, die gerade den Tod eines Religionsgründers gedenken, hindert sie daran nicht.
Pietät ist unmodern geworden, Kultur ist höchstens fürs Museum gut. - #3 06.04.2012 17:34 von
- #4 06.04.2012 17:36 von
Es sei "nicht die Aufgabe des Staates allen Andächtigkeit vorzuschreiben".
Man könnte auch sagen: "Es ist nicht Aufagbe des Staates die Menschen an kirchlichen Feiertagen von der Arbeit freizustellen".
Nur das würde den Menschen, die einen durch und durch säkularen Staat fordern, auch nicht schmecken. Müßig zu Hause will man gerne bleiben, aber die Religion darf doch bitte den religiösen(!) Feiertag nicht mit Vorschriften "ruinieren". - #5 06.04.2012 17:40 von
Tanzverbot
Ich finde das Tanzverbot an kirchlichen Feiertagen nicht richtig, da es einer Mehrheit etwas verbietet, was einer Minderheit wichtig ist. Christen können freiwillig auf das Tanzen verzichten, wenn sie wollen. Aber es ist Einmischung in die Privatsphäre anders Denkender, wenn daraus ein allgemeines Tanzverbot erwächst.
Dasselbe gilt meiner Meinung nach auch für Kirchengeläute frühmorgens um sieben Uhr jeden Sonntag!!! Das ist m.E. Ruhestörung. - #6 06.04.2012 17:41 von
Als Christ verstehe ich nicht, warum unser angeblich nicht vorhandener christlicher Gottesstaat sich erdreistet Nicht- und Andersgläubigen so in die grundgesetzlich gewährte Religions- und Bekenntnisfreiheit zu pfuschen.
Wird uns der, für eine funktionable Demokratie so wichtige, Säkularismus etwa nur vorgespielt? Bei den leidigen Konkordaten (einseitige Alimentierung bestimmter Bekenntnisse) und der Feiertagspolitik muss man das klar mit Ja beantworten.
Warum darf man nicht tanzen und fröhlich sein, solange man uns Christen nicht in der Besinnlichkeit stört? - #7 06.04.2012 17:44 von
es scheint so als ob die Piraten...
.....ihrem Image als neue Bürgerrechtspartei tatsächlich gerecht werden wollen !
Dass sie einen formaljuristischen Fehler begangen haben, sei Ihnen
vergeben, unsere Regierungen mussten ja schon ganze Gesetze nachträglich einstampfen.
Dass religiöse Gruppen in einem säkulären Staat den anderen
vorschreiben dürfen was diese an einem " Feiertag " zu tun lassen
haben, ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäß !
Ich kann den Piraten auf dieser neuen Kaperfahrt nur " Allseits Jute Fahrt und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel " wünschen ! - #8 06.04.2012 17:45 von
- #9 06.04.2012 17:47 von
Würde ich konsequent ignorieren.
Die Kirche hat mir nicht vorzuschreiben wann ich lustig zu sein habe.
Ich schreibe ihr ja auch nicht vor, wann sie bimmeln darf und wann nicht, obwohl ich das manchmal gerne machen würde.
"Der Karfreitag sei bereits durch die Verfassung und nicht allein durch das hessische Feiertagsgesetz besonders geschützt, sagte ein Gerichtssprecher."
Also ist unsere Verfassung diskriminierend gegenüber Nicht-Christen, na wunderbar.
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