Quark. Gewalttätig wird ein winziger Bruchteil der Männer. Das sind arme Schweine, voll neben der Spur, die mit den Anforderungen nicht zurecht kommen, und für die Ansprüche ist die Frau zuständig. Gewalttätigkeit ist nichts anderes als Hilflosigkeit. Am liebsten würde ich Sie ja fragen, mit welchen Kreisen Sie verkehren, aber dann fiel mir ein, daß ich von meinem Psychologenpapa Prügel bezog, wenn ihn meine Mutter geärgert hatte. Das hat sie gern gemacht, es machte ihr Spaß. Es war auch leicht ihn aufzuregen. Uns Kindern machte das auch Vergnügen.
Frauen haben riesige Erwartungen, und die werden alle auf den Partner projiziert. Der Mann muß klug, stark und vor allem reich sein, und er muß bedingungslos gehorchen, ihr jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Dann soll er auch noch saumäßig empfindsam sein, was heute empathisch heißt. Gerechterweise darf man anmerken, daß es immer so war. Männer hätte sich nie ein Dach über dem Kopf gebaut, solange genug zu essen und zu trinken da war. Die Zivilisation ist weiblich, ebenso die Gesellschaft, die Normen, und nicht zu vergessen die Kommunikation. Meine Letzte hat mir einmal erzählt, was unsere befreundeten Ehepaare so im Bett veranstalten oder auf der Kühltruhe. Das Fazit ist einfach: jede Frau bis Alaska kennt meine unsittlichen Triebe bis ins Detail.
Männern reicht ein Lächeln. Ab und an etwas Zärtlichkeit. Und dann schuften sie wie die Geisteskranken. Und nach zehn bis fünfzehn Jahren läßt das nach. Und selbst dann sind die meisten Männern noch davon überzeugt, daß eine schlechte Ehe immer noch besser als gar keine ist. Sie sind nämlich dummerweise abhängig. Die Frau so gar nicht. Das Drittel der nicht von Frauen eingereichten Scheidungen dürften Frauen verursacht haben.

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