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Ehemaliger Truppenübungsplatz Münsingen: Natur mit Blindgängern
Martin CyrisFrüher schossen hier die Panzer, heute schießen nur noch Pflanzen aus dem Boden: Auf dem riesigen Areal des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen hat sich ein einmaliges Naturgebiet entwickelt. Wer jedoch von den Wegen abweicht, riskiert sein Leben.
http://www.spiegel.de/reise/deutschl...855923,00.html
- #1 17.09.2012 06:06 von
Altlastenbeseitigung?
wieso kann man eigentlich die Bundeswehr nicht dazu verpflichten, ihren Dreck wegzuräumen? Jeder Unternehmer, der ein Betriebsgelände räumt, ist verpflichtet, seine Altlasten zu beseitigen. Warum gilt das nicht auch für die Bundeswehr?
- #2 17.09.2012 06:20 von
Frieden schaffen
Scheint wohl so zu sein, dass die vielen Blindgänger einen echten Naturschutz garantieren, da selbst keine Forschergruppen mehr querfeldein laufen.
Hier bewahrheitet sich der Spruch "mit Waffen Frieden schaffen", nämlich Frieden für die Natur. Der Militarismus hat wohl auch seine guten Seiten. - #3 17.09.2012 06:35 von
Wieso sollten sich die Biologen
die Augen reiben? Schon Mitte der 80er mussten wir mit unserem "Bagger" die Strecke mancher Übungsfahrt ändern, weil die Meldung kam "Lurche in der Panzerrinne". Und die weiß-roten Absperrungen "Amphibien" gabs mehr als genug. Die Anweisung "Da nicht unterziehen, da gibt's so Pflanzen" habe ich auch mehrfach vernommen. Oder auch "Einstellen. Wild auf der Schießbahn!" nach langem Aufmunitionieren, Anmarsch, Einweisung ... und eben dann nicht "Schuss". Und das war damals schon offensichtlich nichts soeben erst Eingeführtes. Egal ob in Munster, Bergen, Wildflecken oder Hammelburg. Nur: draussen hat das so überhaupt nicht in die politische Meinungslandschaft gepasst ...
- #4 17.09.2012 07:15 von
einmal räumen?
Wäre es denn nicht möglich, das tolle Gelände von Blindgängern zu räumen? Die Technologie existiert doch, und es würde Menschen Arbeit geben. Klar ist es teuer, aber wenn mir das Gelände gehören würde bzw. jemand es mir schenken würde, würde ich die Kosten übernehmen.
- #5 17.09.2012 07:45 von
- #6 17.09.2012 07:46 von
- #7 17.09.2012 07:53 von
Der Bürger wird veräppelt
Neben den Schäfern (und ihren Herden) gibt es eine große Zahl von Personen mit der Brechtigung die freie Landschaft zu betreten z.B. zur Jagd und zum Holzeinschlag) . Die Zahl dieser Brechtigungen wird nicht bekanntgegeben und die einzige Begründung, wieso z.B. nie ein Schaf in die Luft fliegt war von offizieller Seite bisher allen Ernstes, sie hätten einen siebten Sinn für die Munition :-)) Das ganze dient dazu den "Plebs" von der wertvollen Natur fernzuhalten. Der Tod ist als Drohung halt wesentlich wirksamer als Bußgelder. Es war schon immer effektiv die dumpfen Massen mit Tabus von Dingen abzuhalten. Es dürfen nicht einmal angelegte Wege, die regelmäßig von allerlei "Offiziellen" benutzt werden begangen werden. Der Zugang beschränkt sich auf sehr wenige ausdrücklich freigegebene Wege. Deshalb ist das Gebiet auch nicht annähernd so spannend wie es der Autor darstellt. Die Gegend drumrum bietet allemal schönere Landschaft mit freiem Zugang.
- #8 17.09.2012 08:00 von
räumen
Wollte man das komplette Gelände von Kampfmitteln räumen wäre das nicht nur teuer (locker ein hoher zweistelliger Millionenbetrag), es würde auch viele Jahre dauern und man müsste im Grunde das komplette Areal einmal auf links ziehen. Von der unberührten Natur wäre dann erstmal nicht mehr viel übrig.
- #9 17.09.2012 08:17 von
Irgendwas stimmt nicht
Als wir vor Jahren versehentlich auf einem ungeteerten Weg in den Platz hineinliefen, stellten wir fest das dort Hozfällarbeiten und Holztransport stattfand. Ist das Leben von Waldarbeitern nichts wert ? Ebenso das Beispiel mit den Schäfern, die auf dem Platz unterwegs sind. Es muss bei der Sperrung des Geländes um etwas anderes gehen.
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