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Ehemalige DDR-Grenze: Schikane hoch drei

TMNStacheldraht, Wachtürme und Schilder, die zur "Vernichtung von Grenzverletzern" auffordern: In Marienborn, Hötensleben und Helmstedt wird die deutsch-deutsche Vergangenheit lebendig. Gedenkstätten erinnern an Republikflucht und den Alltag am Todesstreifen.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...-a-879601.html
  1. #1

    Neugierde...

    Mich würde mal interessieren, was die beiden Spediteure an der Grenze so erlebt haben.
  2. #2

    ich bin ein (West-) Berliner,...

    ... geboren und aufgewachsen im Schatten deren Mauer.
    Die Dorfbewohner wollten mit der Vergangenheit abschließen - ich bedauere, dass ihnen dies nicht möglich ist. Aber das scheint ein typisches Problem zu sein. Anstatt Platz für Neues zu schaffen, müssen in Deutschland an allen Ecken Gedenkstätten und Mahnmale für die Geschichte, Fehler und / oder Verbrechen vorheriger Generationen stehen, oder erhalten bleiben.
    Im aktuellen Fall wird keine folgende Generation sich in ihrer Gesinnung, oder ihren Entscheidungen von einem erhaltenen Grenzübergang beeinflussen lassen, da der persönliche Bezug fehlt, die Erfahrung, das Erlebte.
    So bleibt es einfach ein nicht mehr benötigter Grenzübergang.
    Manchen Menschen ist es einfach nicht gegönnt, nach vorne zu schauen. Sehr traurig.
  3. #3

    A b r e i s s e n

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stacheldraht, Wachtürme und Schilder, die zur "Vernichtung von Grenzverletzern" auffordern: In Marienborn, Hötensleben und Helmstedt wird die deutsch-deutsche Vergangenheit lebendig. Gedenkstätten erinnern an Republikflucht und den Alltag am Todesstreifen.

    Deutschland: Ehemalige DDR-Grenze in Marienborn und Helmstedt - SPIEGEL ONLINE
    Ganz schnell abreißen das ganze.

    Nicht daß hier noch falsche Erinnerungen hochgehalten werden.

    Schließlich war die DäDäRä ein großer Vergnügungspark, in dem sich alle lieb hatten, es wenigstens noch Solidarität gab und alle Arbeit hatten.

    Diese vermeintlichen Grenzanlagen sind doch nur kapitalistische Propaganda. Es gab schließlich auch keine Mauer, geschweige denn Grenzsoldaten oder gar einen Schießbefehl.

    Unerträglich wie sich der Spiegel vor den Karren imperialistischer Faschisten spannen läßt.

    Erinnert an den Arbeiter- und Bauernstaat bitte so, wie er wirklich war:
    Ringelpiez mit Anfassen, lustige 1.-Mai-Feiern und heißbegehrte Autos (10 Jahre Lieferzeit hat man nicht einmal bei Bugatti).
  4. #4

    Geschichtsklitterung

    Ich habe lange in Berlin gewohnt. Für uns war es damals normal erst einmal durch die Gesichtskontrolle zu müssen und wir haben uns als Kinder auch Scherze mit den Grenzern erlaubt. Sie haben durchaus hurmorvoll darauf reagiert und von Schikane habe ich nichts bemerkt.

    Später hatte ich ein Motorrad von Neckermann, eine MZ. Das gab jedesmal Anlass zu kurzen Gesprächen mit den Grenzern. Einmal halfen mir die Grenzer sogar ein Problem mit einem defekten Entstörwiderstand am Kerzenstecker zu finden. Ich kann wirklich nur berichten, dass ich nie unter Schikanen zu leiden hatte, die Behandlung der Transitreisenden war korrekt, solange sich diese korrekt gegenüber den Grenzern verhielten.
  5. #5

    Das stellt niemand in Frage

    Zitat von Kurti_Sahne Beitrag anzeigen
    war ein Unrechtsstaat, war ein Unrechtsstaat, war ein Unrechtsstaat. Und wer etwas anderes behauptet, dem werden wir schon die richtige Meinung beibringen :)
    Aber die Behauptung, dass man an der Grenze als Transitreisender Angst haben musste, stimmt einfach nicht.
  6. #6

    Reglement

    Was ist schon das Reglement
    an der ehemaligen innerdeutschen Grenze
    z.B. Schiessbefehl
    gegenüber dem Reglement auf
    unseren Strassen Innerorts
    z.B. 50km/h,
    wenn ich weiss das irgendwann im Dezember 1991
    das 50.000ste Kind bis 14 Jahren, als Fussgänger,
    oder Radfahrer, von einem Auto totgefahren wurde,
    dies gilt nur für die alten Bundesländer, einschl. Berlin West
    gerechnet ab 1957
  7. #7

    immer korrekt verhalten, solange...

    Zitat von Kradfahrer Beitrag anzeigen
    Ich habe lange in Berlin gewohnt. ...

    Ich kann wirklich nur berichten, dass ich nie unter Schikanen zu leiden hatte, die Behandlung der Transitreisenden war korrekt, solange sich diese korrekt gegenüber den Grenzern verhielten.
    dazu fällt mir des diktators frau, margots, bemerkung zu den mauertoten, äh 'tschuldigung, imperialistischen und verbrecherischen grenzverletzern ein: „Die brauchten ja nicht über die Mauer zu klettern, um diese Dummheit mit dem Leben zu bezahlen.“.

    Margot Honecker im Fernsehporträt: Die brauchten ja nicht über die Mauer zu klettern - Medien - FAZ
  8. #8

    das die Grenzanlagen

    überwiegend aus dem Westen kamen wird leider nur selten erwähnt... und JA die DDR war ein Unrechtsstaat.
  9. #9

    Revisionisten unter uns?

    Ich hoffe mal ganz stark, dass hier einige Foristen nur vergessen haben, ihre Beiträge als Ironie zu kennzeichnen.

    Es ist erschreckend, dass zur Erhaltung solcher Denkmäler private Initiativen notwendig sein müssen.
    Die DDR war ein Unrechtsstaat, eine Dikatur, regiert von Nazis in rot. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein Revisionist.
    Dass sich Menschen in der DDR durchaus wohlgefühlt haben, steht mitnichten in Abrede - für alles gibt es Gründe und diese sind so individuell wie die Menschen selbst.
    Der große Fehler war, analog zu 1945 die Nachfolgeorganisationen der DDR-"Organe" nicht zu verbieten und staatlicherseits für eine deutlichere Aufarbeitung zu sorgen. Doch wie wir heute wissen, war seitens vieler bundesdeutscher Politiker das Interesse aus Eigenschutz recht gering - und dieses Mal gabs keine "Allierten", die das per Dekret angewiesen hätten.
    Chance vertan - heute darf sich jeder alte Genosse und ungestraft Geschichtsklitterung betreiben.


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