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Ehec-Verdacht in Bienenbüttel: "Hoffentlich nehmen sie uns nicht auch noch die Milch"
Ein Gärtnerhof in Bienenbüttel soll eine mögliche Quelle der Ehec-Seuche sein. Schlagartig steht das Dorf in der Lüneburger Heide im Zentrum europaweiter Aufmerksamkeit. Wie reagieren die Bewohner? Ein Ortsbesuch.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...766888,00.html
- #40 07.06.2011 05:06 von
Gemüse kaufen
Dann muss man sein Gemüse eben wieder beim Händler auf dem Marktplatz kaufen. Der erklärt einem gerne, wo und wie es angebaut wird. Der hat täglich Umgang mit dem Grünzeug und steht in der Regel nicht mit Mundschutz, Handschuhen und Desinfektionsmitteln hinter dem Stand. Gelegentliches Händewaschen mit Seife ist da wohl ausreichend.
Und so lange der gleiche Gemüsehändler eine Woche lang da steht und noch nicht krank aussieht oder umgefallen ist, kann man sein Gemüse da kaufen und beruhigt verzehren.
Was den Sprossenhändler aus Bienenbüttel angeht, so bekommt er ja jetzt offiziell zertifiziert, dass sein Betrieb, der völlig umgekrempelt wird, völlig rein ist und allen Vorschriften entspricht. Die bisher getesteten Produkte sind auch ohne negativen Befund. Das alles kann der Staat dann gerne auf eine Urkunde drucken, die der Betrieb anschließend verwenden kann, um für sich zu werben. Ganz im Gegensatz zu verkeimten spanischen Gurken, die nur den falschen EHEC-Keim hatten, aber eben trotzdem verdreckt waren.
Was ist nicht verstehe ist, die Tatsache, dass Tomaten z.B. massenweise vernichtet werden. Macht doch passierte Tomaten oder Ketchup draus. Die werden im Herstellungsverfahren so erhitzt, dass die wahrscheinlich nicht vorhandenen Keime, abgetötet werden. - #41 07.06.2011 06:58 von
- #42 07.06.2011 07:40 von
Das ist kein Widerspruch
Alle EHEC-Keime sind hoch pathogen, damals wie heute. Und sie passen sich ständig den Umweltbedingungen an, wie alle Lebewesen, daher die Mutationen. Daß sie trotzdem aus einem Labor stammen könnten und möglicherweise absichtlich in Umlauf gebracht wurden, ist damit weder bewiesen noch auszuschließen. Es könnte sich auch um einen versuchten Terrorangriff handeln. Wer weiß das schon? - #43 07.06.2011 08:08 von Mr. Pink
Peinlich
Was wurden die Japaner wegen ihres Krisenmanagements, vor allem auch von den Deutschen, kritisiert. Wie man jetzt sehen kann sind die deutschen Behörden selbst mit einer vergleichsweise überschaubaren Bedrohung wie Ehec völlig überfordert. Die deutschen Behörden demonstrieren gerade, dass sie überhaupt keine Ahnung davon haben, wie man mit solch einer Epidemie umgehen muss.
- #44 07.06.2011 08:43 von
- #45 07.06.2011 10:06 von
lächerlich
Was soll denn das??
Was im eigenen Haus passiert dafuer ist immer der hausherr verantwortlich! Spaniens Agrarwirtschaft wurde von einem fremden HausHerrn in den dreck gezogen und mehr als 60.000 arbeitsplaetze stehen auf dem spiel, ganz zu schweigen vom imageschaden, den die spanischen produkte gerade weltweit erfahren!!!
Sprossen sind es jetzt also doch nich??
Ohhh-Ton: durch welches dorf wird die sau als naechstes getrieben.
Besonders erwaehnenswert die aussage eines Robert-koch angestellten heute morgen: "Oft wird die quelle solcher epidemien NIE gefunden!"
Baut da jemand vor fuer den fall das wir alle "dumm" sterben muessen?? - #46 07.06.2011 10:16 von
hektischer medienationismus
als sonntag mit großem brimborium - auch hier bei spon - eine abendliche pressekonferenz über eine heiße spur des ehec-erregers durch minister lindemann angekündigt wurde, fragte ich mich, warum wird solch eine entscheidende information der öffentlichkeit so lange vorenthalten, bis der minister aus seinem wochenende vor's mikrophon tritt.
dann stellte sich die mitteilung auch wieder nur als vermutung heraus - nichts genaues weiß man nicht.
wenn die presseverlautbarung einen halben tag warten konnte, dann wären auch 2-3 tage aufschub für die laborbefunde akzeptabel gewesen.
die auslieferung der sprossen hätte man ja "stillschweigend" für die dauer der untersuchung anordnen können.
so werden wirtschaftliche existenzen leichtfertig aufs spiel gesetzt, die grenze zum rufmord ist fließend - es bleibt immer was hängen.
ob es einen rechtsanspruch auf entschädigung gibt, weiß ich nicht - tauschen möchte ich jedenfalls nicht mit den in verdacht geratenen betrieben, auch mit den spaniern nicht. - #47 07.06.2011 11:43 von
...
Wer entschädigt eigentlich die Hofbetreiber, wenn sich herausstellt, dass eben nicht die Sprossen dieses Hofes die Quelle sind? Gibt es dann auch Live-Schaltung und Eilmeldungen?
Nein, stattdessen wird man sich schnell zur nächsten 'Quelle' verdrücken und die Hofbetreiber sitzen vor einem Scherbenhaufen, denn der Ruf dieses Hofes ist auf Jahre ruiniert - nur deshalb, weil einige Politiker und der Großteil der Medien immer am schnellsten, am "aktuellsten" Sein will... das widert mich richtig an!
Ja, ich weiß, der Einwand lautet: "Man muss die Bevölkerung schützen!", aber das ginge auch, wenn man relativ zurückhaltend die in Verdacht stehenden Produkte vom Markt nimmt. Dazu braucht man nicht Pressekonfernzen, Live-Schaltungen und Eilmeldungen. Dafür bleibt genug Zeit, wenn der Verdacht sich bestätigt - stattdessen wird aber hier mehr oder minder Rufmord betrieben.
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