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Ehec-Seuche: Acht Antworten auf die Verunsicherung

Die gefährlichen Ehec-Bakterien breiten sich weiter aus, Forscher haben die Infektionsquelle immer noch nicht gefunden. Was darf man jetzt überhaupt noch essen und wie gefährlich ist der Keim wirklich? Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Ehec-Seuche.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...766418,00.html
  1. #1

    Investigative Kompetenz

    Wie steht es um die investigative Kompetenz unserer Medien und insbesondere des SPIEGELS ...

    Wasser ist wohl ein wesentlicher Übertragungsweg ... es bleiben Stichworte wie
    extreme Trockenheit, Schadstoffeintrag durch Düngung (man nennt es auch Gülle), Wassergewinnung aus privaten Brunnen, Bewässerung von Feldern mit diesem Wasser, Waschen von Produkten mit diesem Wasser ... und schon ist das verseuchte Gemüse auf unseren Tellern ...
  2. #2

    Ziemlich heftig

    solch ein Versagen der Behörden auf ganzer Linie ist schon sehr heftig, ich hoffe nur das bald die Quelle gefunden wird, sofern die Hamburger Behörden dazu überhaupt in der Lage sind.

    Was macht Frau Aigner eigentlich grad so?
  3. #3

    Arbeitet so das RKI?

    Wie ich vor zwei Tagen hier im Forum erwähnte, hatte einer meiner Freunde dem UKE und dem RKI seine Hilfe angeboten. Nun kam vom RKI eine Antwort und mein Freund antwortete auf die meiner Meinung nach eigenwillig dumme Antwort des RKI:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    laut SPIEGEL-Online habe das Hamburger Hygiene-Institutin drei "Früchten", gemeint sind wohl Salatgurken, das Shiga Toxin nachgewiesen, was bei EHEC-Infizierte HUS verursacht. Wikipedia schreibt über dieses Toxin: "Shiga-Toxine zählen zu den Lektinen. Sie sind keine Enterotoxine und nicht für den Durchfall bei der Bakterienruhr verantwortlich, sondern - wie die ähnlichen Vero-Toxine - für deren hämolytischen Verlauf."

    Ich hatte nach einer Rückkehr aus Afrika im Jahr 1978 eine Ruhrinfektion gehabt. Ist es möglich, dass mein Körper Antikörper gegen diese Lektinen entwickelt hat und dass diese Antikörper in meinem Blut noch vorhanden sind? Falls ja, so wäre ich bereit eine Blutprobe hinsichtlich einer möglichen Entwicklung eines Serums zu spenden.

    Mit freundlichem Gruß
    H.H.

    Sehr geehrter Herr H.
    vielen Dank für Ihre E-Mail. Bitte entschuldigen Sie die späte Antwort. Allerdings können wir hier nicht weiterhelfen und empfehlen, dass Sie sich an einen Blutspendedienst wenden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag
    J.P.
    -------------------------------------
    Robert Koch-Institut
    Pressestelle
    Nordufer 20
    13353 Berlin

    Sehr geehrte Frau J. P.,

    Sie bzw. Ihre KollegInnen haben da etwas gründlich missverstanden: Ich wollte keine Hilfe, sondern ich habe Hilfe angeboten.
    Insofern verstehe ich auch nicht weshalb ich Ihre späte Antwort entschuldigen sollte.

    Mit freundlichem Gruß
    H.H.
  4. #4

    Press != Kompetenz

    Zitat von wittgenstein2011 Beitrag anzeigen
    Wie steht es um die investigative Kompetenz unserer Medien und insbesondere des SPIEGELS ...
    Welche investigative Kompetenz? Die vermisst man bei den deutschen Medien doch schon lange. Anstatt zu hinterfragen oder Sachverhalte kritisch zu beleuchten od. wenigstens durch einen fachlich versierten Journalisten zu erklären werden plump Inhalte eingekauft oder einfach Pressemitteilungen zitiert oder Aussagen einzelner Forscher aus dem Zusammenhang gerissen zitiert - hauptsache es klingt dramatisch.

    Die teilweise haarsträubenden Schlussfolgerungen in den Foren hier zeigen doch nur überdeutlich, dass sogar der vermeintlich gebildete SPON-Leser damit deutlich überfordert ist. Teilweise hat man den Eindruck, Ängste werden in den Texten bewusst gefördert, um die Page Impressions nach oben zu treiben.

    Beispiel?

    Die wiederkehrende Referenz auf "Wasser" als Ansteckungsquelle ist fast schon schmerzhaft. Wäre Trink- oder Leitungswasser tatsächlich betroffen gäbe es in einer Stadt wie Hamburg sicherlich mehr Ausbrüche als 0,029% der Gesamtbevölkerung.

    Die konstante Erwähnung von Gemüse legt, wie man in vielen Beiträgen lesen kann, den Gedanken nahe, dass andere Infektionsquellen nicht untersucht werden. Das ist - mit Verlaub gesagt - großer Humbug. Man erwähnt einfach nicht jede Untersuchung, die man vornimmt. Alles, was man als "zur Untersuchung anstehend" klassifiziert nimmt doch bei der derzeitigen Panik sofort den Status "ungeniessbar" ein.

    "Quelle könnte noch aktiv sein" - klar könnten sie - müssen aber nicht. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 12 Tage. Manche Ware wird bis zu 10 Tage lang verkauft. Wenn wir davon ausgehen, dass die ersten Fälle die Inkubationszeit noch nicht voll ausgereizt haben wurde die Ware noch 4-5 Tage nach den ersten, nicht als dramatisch eingestuften Fällen verkauft. Also würden noch bis 17 Tage nach den ersten Ausbrüchen gehäuft Erkrankungen auftreten, zzgl. einigen Mensch-zu-Mensch Übertragungen. Damit würde ich rein rechnerisch vor Mitte nächster Woche nicht mit einer wirklich Abnahme der Neuinfektionen rechnen.

    Man darf sicherlich die Gefahr einer solchen Infektion nicht ausser acht lassen (meine Kinder essen im Moment auch keine Rohkost), muss jedoch, wenns die Presse schon nicht tut, selbst den gesunden Menschenverstand behalten und einsetzen.
  5. #5

    mal wieder typisch...

    Zitat von gugugy Beitrag anzeigen
    Wie ich vor zwei Tagen hier im Forum erwähnte, hatte einer meiner Freunde dem UKE und dem RKI seine Hilfe angeboten. Nun kam vom RKI eine Antwort und mein Freund antwortete auf die meiner Meinung nach eigenwillig dumme Antwort des RKI:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    laut SPIEGEL-Online habe das Hamburger Hygiene-Institutin drei "Früchten", gemeint sind wohl Salatgurken, das Shiga Toxin nachgewiesen, was bei EHEC-Infizierte HUS verursacht. Wikipedia schreibt über dieses Toxin: "Shiga-Toxine zählen zu den Lektinen. Sie sind keine Enterotoxine und nicht für den Durchfall bei der Bakterienruhr verantwortlich, sondern - wie die ähnlichen Vero-Toxine - für deren hämolytischen Verlauf."

    Ich hatte nach einer Rückkehr aus Afrika im Jahr 1978 eine Ruhrinfektion gehabt. Ist es möglich, dass mein Körper Antikörper gegen diese Lektinen entwickelt hat und dass diese Antikörper in meinem Blut noch vorhanden sind? Falls ja, so wäre ich bereit eine Blutprobe hinsichtlich einer möglichen Entwicklung eines Serums zu spenden.

    Mit freundlichem Gruß
    H.H.

    Sehr geehrter Herr H.
    vielen Dank für Ihre E-Mail. Bitte entschuldigen Sie die späte Antwort. Allerdings können wir hier nicht weiterhelfen und empfehlen, dass Sie sich an einen Blutspendedienst wenden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag
    J.P.
    -------------------------------------
    Robert Koch-Institut
    Pressestelle
    Nordufer 20
    13353 Berlin

    Sehr geehrte Frau J. P.,

    Sie bzw. Ihre KollegInnen haben da etwas gründlich missverstanden: Ich wollte keine Hilfe, sondern ich habe Hilfe angeboten.
    Insofern verstehe ich auch nicht weshalb ich Ihre späte Antwort entschuldigen sollte.

    Mit freundlichem Gruß
    H.H.
    ... am besten mal eine Mail an das Konsiliar-Labor in Münster schreiben. Vielleicht läßt sich über die Homepage ja rausfinden, wie der Professor heißt, der dort die Untersuchungen leitet? Ich glaube in mehreren Spiegelartikeln wird auch immer wieder ein Mitarbeiter aus Münster zitiert. Tatsächlich ist Stec, der Erreger um den es hier geht, Und der hat, entfernt auch mit der bakteriellen Ruhr und eben den Shiga-Toxinen zu tun. Aber ich weiß die Zusammenhänge nicht mehr genau...
  6. #6

    Frage

    Heißt "blutiger Durchfall" eigentlich rot oder eher schwarz ?
    Rot ist der Stuhl ja eher , wenn etwas am Darmausgang passiert (z.B. Hämorrhoiden) und dunkel bis schwarz wenn im Dick-/ DünnDarm selbst etwas vorgefallen ist...
    Also worauf soll man achten ?
  7. #7

    Antwort

    ich bezog mich natürlich nicht auf das TRINKWASSER in HH und Umgebung ... wollte nur damit sagen, dass man eben nicht in die Ferne schweifen muss (meint spanische Gurken) um der Infektionsquelle auf den Grund zu gehen ...
    das Problem ist Haugemacht ...
  8. #8

    Kläranlagen vergessen!!!!

    Zitat von wittgenstein2011 Beitrag anzeigen
    Wie steht es um die investigative Kompetenz unserer Medien und insbesondere des SPIEGELS ...

    Wasser ist wohl ein wesentlicher Übertragungsweg ... es bleiben Stichworte wie
    extreme Trockenheit, Schadstoffeintrag durch Düngung (man nennt es auch Gülle), Wassergewinnung aus privaten Brunnen, Bewässerung von Feldern mit diesem Wasser, Waschen von Produkten mit diesem Wasser ... und schon ist das verseuchte Gemüse auf unseren Tellern ...
    ... bitte nicht vergessen: bereits 2003 gab es Untersuchungen zu STEC/EHEC Vorkommen und Relevanz in bayrischen Kläranlagen....
    http://www.burckhardt.de/sewage_cv.pdf
    Ich würd gern mal ne definitive Aussage von Seiten des RKI und der Klärwerkbetreiber hören, ob und was das so an Ergebnissen herauskam. Ist bemerkenswert ruhig in dieser Ecke und das müsste doch das erste sein was ich nach so nem Ausbruch teste, wenn ich einfach mal weiter als bis zur Kloschüssel denke... Wohin gehen den unsere keimbelasteten Ausscheidungen? Und was passiert, wenn die Siffe in Kläbecken bei sommerlichen 26 Grad vor sich hin brütet? Könnte denn nicht ein Kläwerksangestellter mal ein paar Keime mit in die U-Bahn genommen haben oder so?
    Bitte Leute kocht Euer Leitungswasser ab! Und traut schon gar nicht dem Mineralwasser! Das ist ganz oft Leitungswasserabfüllung!
    Im übrigen gibt es Foren - Einträge auf einer Schweizer Seite, die aus dem März 2010 stammen, wo eine Frau aus Hannover berichtet, sie sei an Shiga-Toxin produzierenden Ehec- Bakterien erkrankt.
    Angeblich durfte die wochenlang nicht arbeiten, weil sie im "lebensmittelbereich nicht tätig sein durfte".
    Da die Dame es anscheinend überlebt hat, wär des mal vielleicht ne Geschichte die nach Antikörpern zu untersuchen.
  9. #9

    8 Fragen, die ich mich gar nicht frage,...

    ...weil sie seit 14 Tagen immer und immer wieder im internet hoch und runter abgehandelt werden.

    Aber:
    Angenommen ich habe kontaminierte Lebensmittel, z.B. Gurke, wasche sie lauwarm, schäle sie, aber muss sie beim Schälen in einer Hand halten - und schon infiziert?
    Wie weit geht der Erreger ins Innere der/s Frucht/Gemüses und lässt er sich überhaupt abwaschen?
    Kann er dann auch auf meiner Küchenplatte, meinem Waschbecken überleben oder geht er an solchen Oberflächen kaputt? Wie lange bleibt er da? Wo gedeiht er?
    Kann ich mich bei anderen Personen und wie anstecken?... Klo?..Busse?..etc? (Schmier-Tröpfchen-...Infektion?)
    Wo kann ich ersehen, ob in meiner nahen Umgebung ein Erkrankungsfall aufgetreten ist, um besser gewappnet zu sein?
    Wer genau erkrankt? (Ist es richtig, dass nurmehr alte Frauen starben?)
    Kann theoretisch jemand die Bakterien übertragen, ohne zu erkranken?
    Gibt es auch leichte Erkrankungen?
    Kann man an EHEC mehrmals erkranken? Was, wenn ein früherer Stamm per Erkrankung durchstanden wurde? (Immunität?)

    Wer kontrolliert und informiert die einzelnen Teile der dt. Bevölkerung dezidiert über Risiken vor Ort?(ausser Rohkost essen)(Handelsware, Wasser, Luft, Wetter, Herkunft, Auftreten von Erkrankung in der Nachbarschaft?)
    Wo bleibt die info-Hotline, um konkrete und spezielle Auskünfte zu bekommen?

    Sind von den 18 Toten tatsächlich 16 Frauen über 80Jahre? Hat HUS mit schlechter Immunität zu tun?

    Warum richtet man nicht ein WIKI-Ehec ein, dass alle informationen bündelt und damit auch jeder Menge irreführender Spekulationen vorbeugt und ermöglicht, dass jeder sich als EHEC_Detektiv betätigt.

    Wieso werden Informationen bis heute panisch zurückgehalten?








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