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Ehec-Epidemie: Behörde verbietet Arzneien mit Bockshornsamen

Erst trifft es Lebensmittelhändler, jetzt die Naturheilbranche: Bestimmte Arzneimittel mit Bockshornsamen werden vom Markt genommen. Eine Charge aus Ägypten gilt als Ursache für die Ehec-Epidemie, an der mindestens 51 Menschen starben. Außerdem soll die Klinik-Hygiene verbessert werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...773217,00.html
  1. #1

    Beim SPON Artikel fehlt was

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst trifft es Lebensmittelhändler, jetzt die Naturheilbranche: Bestimmte Arzneimittel mit Bockshornsamen werden vom Markt genommen. Eine Charge aus Ägypten gilt als Ursache für die Ehec-Epidemie, an der mindestens 51 Menschen starben. Außerdem soll die Klinik-Hygiene verbessert werden.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...773217,00.html
    Eine kurze Nachfrage bei Google unter Boxckshorn und Wikipedia kommt gleich mit zwei verschiedenen Pflanzen:
    Bockshornklee, Pflanze
    Synonym für die Früchte des Johannisbrotbaums
    Bei so einem Artkikel gehoeren die lateinischen Namen einfach dazu.
    Also SPON: pruefen und Nachfassen.
  2. #2

    Konsequenz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst trifft es Lebensmittelhändler, jetzt die Naturheilbranche: Bestimmte Arzneimittel mit Bockshornsamen werden vom Markt genommen. Eine Charge aus Ägypten gilt als Ursache für die Ehec-Epidemie, an der mindestens 51 Menschen starben. Außerdem soll die Klinik-Hygiene verbessert werden.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...773217,00.html
    Konsequenz sieht aber anders aus! Die Samen sind in Gewürzmischungen, Fertiggerichten usw., also in zig Lebensmitteln zu finden.
  3. #3

    Schweine -EHEC

    An der "Schweinegrippe" sind 200 000 Mensche erkrankt, davon mindestens 200 gestorben.
    Die Anti-Impfkampgne der "pharmakritischen" und soo politisch korrekten Jounalisten war also sehr erfolgreich.
    Weiter so!
  4. #4

    Naturheilbranche und Nahrungsergänzungsmittel stören die Pharmaindustrie

    Zitat:

    " Erst trifft es Lebensmittelhändler, jetzt die Naturheilbranche: Bestimmte Arzneimittel mit Bockshornsamen werden vom Markt genommen. "
    Die Naturheilbranche und Nahrungsergänzungsmittel stören die Pharmaindustrie in ihrem Gewinnstreben. U.a. die FDP setzt sich seit Jahren dafür ein, den Natur-Heil-Pflanzen-etc.-Markt zu restringieren. Westerwelle etwa ist hier ganz offen für die Pharmaindustrie losgeprescht

    Ist mit der abenteuerlichen Fortführung der EHEC-Story jetzt eine Dramaturgie geschaltet, die als Grund dienen soll, die Konkurrenten der Pharmaindustrie - die Anbieter nicht patentierbarer Vitamine, Nahrungsergänzungen, von Heilpflanzen etc. gesetzlich in engere Schranken zu weisen?
    Dann ginge es den Stoffen an den Kragen, die den Menschen wirklich helfen

    Mal sehen, wer sich in den kommenden Wochen von politischer Seite aus wie artikuliert? Die Bürger sollten dann Paroli halten, - etwa in dem sie die Gefährlichkeit der Pharma entgegenhalten und sich gegen alle Anstrengungen wehren, den eigentlichen Heilkundemarkt zu beschneiden
  5. #5

    Kein Mitleid

    Zitat von vincentius Beitrag anzeigen
    Zitat:
    Die Naturheilbranche und Nahrungsergänzungsmittel stören die Pharmaindustrie in ihrem Gewinnstreben....
    Die Bürger sollten dann Paroli halten, - etwa in dem sie die Gefährlichkeit der Pharma entgegenhalten und sich gegen alle Anstrengungen wehren, den eigentlichen Heilkundemarkt zu beschneiden
    Die Naturheilbranche strebt offensichtlich genauso nach Gewinn und kauft vom billigsten Anbieter. Nur dass jetzt offensichtlich einige eine fäkalverseuchte Charge aus Ägypten erwischt haben (und nur um diese Charge geht es beim Rückruf/Verbot).

    Mein Mitleid hält sich in Grenzen, wenn ein Betrieb der Heilmittel/Medikamente herstellt, nicht in der Lage ist, die Hygiene der Basisstoffe sicherzustellen.
    Zu den Zuständen in der ägyptischen Landwirtschaft ein Bericht aus einem anderen Faden bei SpOn: Ehec-Epidemie: EU verhängt Importverbot für ägyptische Samen
  6. #6

    -

    Konsequenz sieht aber anders aus! Die Samen sind in Gewürzmischungen, Fertiggerichten usw., also in zig Lebensmitteln zu finden.
    Diese werden gekocht oder gebraten. Dabei sterben die Bakterien ab, so oder so. Daher ist es wirklich nicht inkonsequent.

    Die Bürger sollten dann Paroli halten, - etwa in dem sie die Gefährlichkeit der Pharma entgegenhalten und sich gegen alle Anstrengungen wehren, den eigentlichen Heilkundemarkt zu beschneiden
    Wie Bitte? Nahrungsergänzungen und Heilpflanzen sind mit ziemlicher Sicherheit bei manchen Erkrankungen sinnvoll anzuwenden, bei Erkältungen zum Beispiel. Vitamine eher weniger (da haben wir eine Überversorgung).

    Aber der "eigentliche Heilkundemarkt"? Definitiv nicht. Heilpflanze, Nahrungsergänzungsmittel und Co sind da anzuwenden, wo Pfarmaka wie das Equivalent einer Kanone wäre, um einen Spatz abzuschießen. Bei schweren Erkrankungen ist der "eigentliche Heilkundemarkt" weiterhin Pharma. Der wirkt nämlich dort. Heilpflanzen oder Nahrungsergänzungsmittel haben, wie auch Globuli, einfach nicht den Effekt (Globuli sind ja ohnehin nur Placebos, während Heilpflanzen ja tatsächlich Wirkstoffe beinhalten, nur eben nicht so konzentriert wie in Pharmaka).

    Ich denke auch nicht, das es hier eine finstere Verschwörung gibt. Im Gegenteil: GUTE Anbieter von Heilpflanzen und Co sind nicht betroffen. Es trifft nur die Billiganbieter, die Samen aus Ägypten verscherben wollen. Und das ist auch völlig richtig so.
    Mal ehrlich: Welcher echte Kunde eines solchen Ladens will eigentlich, dass die schönen umweltfreundlichen Sachen quer über den Kontinent gekarrt werden?

    Eben.
  7. #7

    .

    Zitat von vincentius Beitrag anzeigen
    Die Naturheilbranche und Nahrungsergänzungsmittel stören die Pharmaindustrie in ihrem Gewinnstreben. U.a. die FDP setzt sich seit Jahren dafür ein, den Natur-Heil-Pflanzen-etc.-Markt zu restringieren. Westerwelle etwa ist hier ganz offen für die Pharmaindustrie losgeprescht
    Der Markt ist doch schon großenteils abgewürgt. In der Drogerie gibt's außer Baldrian, Johanniskraut und Nahrungsergänzung fast nichts mehr. Nach spezielleren Kräutern muss man in der Apotheke gezielt fragen und bezahlt dafür Mondpreise. Onlineshops führen auch nur geläufige einheimische Kräuter wegen der Zulassungspflicht. Es bliebe der Weg, Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel online aus einem gewissen EU-Nachbarland zu ordern, jedoch besteht immer das Risiko, dass irgendwann der Zoll klingelt und einen wegen Verstoßes gegen das AMG anzeigt.

    Um sich gratis mit der neuesten und profitabelsten Chemie vollpumpen zu lassen, von der es einem noch schlechter geht, reicht es dagegen, mit der Zuzahlungsbefreiung zum Arzt zu gehen.
  8. #8

    .

    Außerdem soll die Klinik-Hygiene verbessert werden.
    LOL - selten so gelacht :\
  9. #9

    Erst nachdenken!

    Zitat von vincentius Beitrag anzeigen
    (...) Ist mit der abenteuerlichen Fortführung der EHEC-Story jetzt eine Dramaturgie geschaltet, die als Grund dienen soll, die Konkurrenten der Pharmaindustrie - die Anbieter nicht patentierbarer Vitamine, Nahrungsergänzungen, von Heilpflanzen etc. gesetzlich in engere Schranken zu weisen?
    Dann ginge es den Stoffen an den Kragen, die den Menschen wirklich helfen.
    Das ist Unfug! Es geht um eine strengere Überwachung der Naturerzeugnisse. Sie sollten anerkennen, daß insbesondere aus Asien täglich tonnenweise Kräuter, Wurzeln und andere Naturerzeugnisse weltweit verschifft werden, die oft aus reichlich fragwürdigen Quellen kommen. Die Erzeuger sind oft unbekannt und haben nicht die geringsten Qualitäts- und Hygienestandards. Die Herkunft der Kräuter ist meist unbekannt und oft sind sogar schon die Verpackungsmittel wie Kartons, Tüten oder Plastikhüllen chemisch kontaminiert. Die Erzeugnisse werden dann völlig ungeprüft in bunten Ökoläden oder in geheimnisvollen Asiengeschäften an die gutgläubigen Kunden verkauft. Das ist das Problem. Es geht nicht darum, den Verkauf von Naturheilmitteln zu verhindern - dazu ist er längst viel zu groß und verbreitet - das Ziel ist Qualitätskontrolle.

    Zitat von vincentius Beitrag anzeigen
    Mal sehen, wer sich in den kommenden Wochen von politischer Seite aus wie artikuliert? Die Bürger sollten dann Paroli halten, - etwa in dem sie die Gefährlichkeit der Pharma entgegenhalten und sich gegen alle Anstrengungen wehren, den eigentlichen Heilkundemarkt zu beschneiden.
    Die Verbraucher sollten zuerst einmal kritischer werden. Es ist ein gefährlicher Fehler, einem als Naturheilmittel verkauftes Erzeugnis einen Vertrauensvorsprung zu geben. Oft werden auch Kräutermischungen verkauft, die fast unwirksam sind, weil der Inhalt den Versprechungen nicht entspricht.

    Ich bin selbst Benutzer von Heilkräutern. Ich sammle sie oft selbst, da ich dann weiß, wo das herkommt. Was ich nicht finde, kaufe ich bei einem reputablen lokalen Heilkräuter-Spezialisten mit entsprechender Ausbildung, der auch Eigenanbau betreibt. Bei dem kann ich mich dann wenigstens persönlich beklagen. Es gibt auch sehr ordentliche, anerkannte europäische Firmen, die ihre Naturprodukte unter den gleichen hohen Standards herstellen wie die oft ungerechterweise verteufelte Pharmaindustrie.

    Es sollte auch nicht vergessen werden, daß die meisten heilenden Ingredienzen auch in lokalen Pflanzen zu finden sind. Diese Pflanzen haben dann aber meist nicht die Aura der Geheimnistuerei. Man kann also getrost auf Ware aus Asien verzichten. Das meiste findet man auch in unserer Umwelt unter anderem Namen. Dazu muß der Verbraucher sich aber auch sachkundig machen, was mit Büchern oder dem Internet leicht erreichbar ist.








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