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Effizienzlabel für Neuwagen: Alles außer sinnvoll
Am 1. Dezember wird das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet - und in Autohäusern das Tor zu neuer Verwirrung weit aufgestoßen. Grund ist das ab jetzt verbindliche Effizienzlabel für Neuwagen. Es soll den Kunden Orientierung bieten, tut aber genau das Gegenteil.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...800825,00.html
- #40 30.11.2011 18:27 von Zenzai
- #41 30.11.2011 18:35 von
Das Besta an der Sache
Ich arbeite im Automobilvertrieb und habe mich somit in den letzten Wochen zwangsweise mit diesem absurden Effizienzlabel herumschlagen müssen.
Im Zuge dessen habe ich einmal die zur Berechnung der Effizienzklasse notwendigen Daten eines Kampfpanzers, des Leopard 2A5 eingegeben.
Heraus kam, und das ist kein Scherz, die Effizienzklasse A+. Dieses Effizienzlabel habe ich ausgedruckt und verwende es nun zusammen mit dem eines Kleinwagens als Argumentatiosnhilfe in unserem Haus.
Heisst: Wird jemand vom Kunden auf die Effizienzklassen unserer Fahrzeuge angesprochen, holt er diesen Vergleich hervor. Weitere Diskussionen haben sich damit erledigt.
Die Sinnfrage eines solchen Labels lassen wir mal dahin gestellt. - #42 30.11.2011 18:40 von
Falscher Ansatz
Bei dem Label geht es um die reine Effizienz, also Verbrauch in Relation zu bewegtem Gewicht, nicht um den Verbrauch pro transportierter Person. In so fern ist das Label zwar richtig, aber trotzdem ziemlich sinnlos.
Ich bin mir sicher, dass der Verbraucher selbst erkennen kann, ob der angegebene Verbrauch dem Fahrzeug angemessen ist oder nicht. Dazu braucht es wirklich kein Label. - #43 30.11.2011 18:43 von
- #44 30.11.2011 19:09 von
relation
Allerdings sollte ein PKW der unter Einsatz energieintensivem Aluminiums mit einer prognostizierten Lebensdauer von z.B. 15 Jahren hergestellt wurde sich auch dem Vergleich mit einem Stahl-PKW von 12 Lebensdauerjahren stellen müssen.
Ein einfacher Dreisatz könnte hier (Steuer.)wunder bewirken. - #45 30.11.2011 19:20 von
Verkaufserleichterung
Wo ist das Problem? Wenn der Kleinwagen mit F eingestuft wird, einfach vom Händler ein paar dicke Metallplatten unterschrauben lassen. Oder das A-Team kommt und macht den Wagen auch noch kugelsicher. Aber Scherz beiseite: Solche Werte können als Kaufentscheidung immer nur *absolut* sein, nicht relativ. Der Hintergrund ist klar: Die teuren Premiumautos müssen geschützt werden, ein schlechter Wert käme einer Diskriminierung der automobilen Oberklasse gleich.
- #46 30.11.2011 19:21 von
-
Was denn, bitte, jetzt auch noch die Automobilindustrie verstaatlichen? Man könnte die dann natürlich auch zu einem grossen Volkseigenen Betrieb (VEB) zusammenfassen. Modellvielfalt bräuchte keine Mensch mehr, von unterschiedlichen Farben ganz zu schweigen. Eine Superidee!
Bleibt nur noch die Frage, wie wir mit importierten Autos umgehen sollen. Haben Sie eine Idee? - #47 30.11.2011 19:23 von
- #48 30.11.2011 19:30 von
Noch mehr Verwirrung
Es war, es ist und es wird unsinnig bleiben (mit oder ohne Energielabel!) einen Kleinstwagen mit einem Oberklasse SUV oder einen Golf mit einem Leopardpanzer zu vergleichen. Leider kommt im Artikel nicht zum Ausdruck, dass eben innerhalb einer Modellreihe große Verbrauchsunterschiede existieren. Das verwendete Beispiel Fiat 500 mit Einstufung F ist eben die sportliche Variante mit 100 PS. Das gleiche Auto gibt es auch mit 85 PS und einer Einstufung C und einem entsprechend geringeren Verbrauch. Vergleiche - ob mit Energielabel, CO2-Ausstoß oder Kraftstoffverbrauch - sind doch nur innerhalb von sehr ähnlichen Fahrzeuggattungen sinnvoll.
- #49 30.11.2011 19:35 von
Formel
Gibt nicht die einfache Formel -
zulässiges Gesamtgewicht
minus
maximale Zuladung
(egal ob Personen oder Gegenstände)
mal Verbrauch
einen schlüssigen Punktewert über alle Klassen ?
(Anhängelast würde ich nur bei LKW hinzu nehmen)
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