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Effizienzerziehung für Autofahrer: Spielen und sparen

FiatModerne Autos lassen sich verbrauchsarm steuern - der Mensch muss es nur wollen. Um ihre Kunden zu sparsamen Fahrern zu erziehen, fördern Fahrzeughersteller den Spieltrieb am Steuer.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...842225,00.html
  1. #20

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Sparen fängt bei der Verkehrsplanung an. Grüne Welle und Geschwindigkeiten, die im höchsten Gang gefahren werden können. Der Verkehr muß also mit 50-60 km/h ungehindert durch die Stadt rollen können. Da aber von der Politik genau das Gegenteil davon gemacht wird, ist mir unverständlich, warum der Autofahrer erzogen werden muß.
    Jedes sinnlose Warten an der absichtlich und nutzlos rot geschaltete Ampel erzeugt mehr Verbrauch und Schadstoffe!
    Besonders, wenn zig PKW´s wegen einem leeren Bus oder Bahn warten müssen.
    Schonmal daran gedacht, selbst mit Bus und Bahn zu fahren? Dann warten "zig PKW", wegen des Busses, indem man selbst ist. Diese ÖPNV-Bevorzugung ist schon nicht ganz sinnbefreit..
  2. #21

    Hilf mir es selber zu tun ...

    Zitat von _McCell Beitrag anzeigen
    Mir erschließt sich in keinster Weise, wie mir die Momentanverbrauchsanzeige zum richtigen Verhalten verhelfen soll. Ich habe genau diese Anzeige ständig an, aber sie hat keinerlei Einfluß auf mein Fahrverhalten. Der Spritverbrauch wird entscheidend vom Fahrverhalten beeinflußt, das größte Sparpotenzial kommt vom vorrausschauenden Fahren. Damit ist beileibe nicht gemeint, das man langsam fährt. Vorrausschauend heißt eher den Verkehrsfluß nicht zu behindern, sondern zu ermöglichen. Also eben nicht mit Vollgas auf die rote Ampel, genügend Platz für mögliche Spurwechsel anderer lassen, Reißverschlußverfahren verstehen und (!!) beherrschen und schlicht und ergreifend "die Karre rollen lassen". Oder wie es neudeutsch heißt 'zu segeln'.
    Unsere Probleme im Straßenverkehr werden nicht durch weitere Mäusekinos und Helferlein gelöst. Wir müssen aufhören aggressiv gegeneinander zu fahren. Es ist Verhalten der Art "Du kommst hier nicht rein, stell Dich hinten an wie ich", "keiner braucht schneller fahren als wie ich", "die rechte Spur ist für LKWs", "Bleib du auf deiner Seite, ich bin 5 km/h schneller. Verhunger halt hinterm LKW", "Jetzt überhol ich und 60 km/h sind dafür schnell genug auf der Autobahn" usw.
    ....
    Kann es sein, dass wir eigentlich das Gleiche meinen? Ich will ja auch keine Mäusekinos im Auto haben!
    Wenn jemand nicht will, dann hat er die größte Freude daran, in den oben beschriebenen Applikationen in den roten Bereich zu kommen oder den Ball tanzen zu lassen. Diese Fahrer kann ich in keinster Weise "zwangsbeglücken" und meistens können die sich auch jeden Benzinpreis leisten.
    Es geht mir um die anderen, die das wollen oder sich einfach nicht leisten können. Natürlich könnte man alle in ein Fahrtraining schicken. Aber wer macht das schon? Also zeige ich denen online bei jeder Fahrt, bei welchem Verhalten der wenigste Sprit verbraucht wird. Bei Pendlern, die immer die gleiche Strecke fahren, kann ich dann jedesmal einen "Low-Score" aufstellen. Weil ehrlich gesagt: Wie eine verbrauchssparende Fahrweise aussicht, weiß eigentlich jeder:
    Einfach gesagt: Bremsen ist Energievernichtung und wenn ich rolle ist das Gewicht völlig unerheblich.
    Also ist eben "segeln" angebracht und das geht nur durch vorausschauende und gelassene Fahrweise. Und man lernt eben dauernd etwas dazu. Ich fahre seit einigen Wochen mit meinem Elektroauto im "Segelmodus" und komme jetzt statt der angegebenen Reichweite von "max. 120 km" auf 135 km!
    Und das ist auch eine Trainingssache (man will ja auch nicht zum Verkehrshindernis werden!). Die Reichweitenanzeige hat mir da viel geholfen, die beste Strategie zu verfolgen. Bei meinem Verbrenner ist das übrigens ähnlich gewesen -auch wenn dort segeln (also Auskuppeln) lange nicht so viel bringt wie beim E-Auto (da dann der E-Motor nichts braucht i.Ggs. zu Verbrenner).
  3. #22

    Zitat von markeß Beitrag anzeigen
    Schonmal daran gedacht, selbst mit Bus und Bahn zu fahren? Dann warten "zig PKW", wegen des Busses, indem man selbst ist. Diese ÖPNV-Bevorzugung ist schon nicht ganz sinnbefreit..
    Das fehlte noch. Wäre dann jeden Tag über 4 Stunden unterwegs. Und müßte abends noch mal 30km extra mit dem Auto zum Baumarkt fahren.
    So liegt der am Weg und ich bin insgesamt nur 1 Stunde unterwegs.
    Jedenfalls sind in der Summe die Öffentlichen bei weitem nicht so umweltfreundlich, wie man uns glauben machen will. Und extrem teuer noch dazu.
  4. #23

    Zitat von berndscherdel Beitrag anzeigen
    Kann es sein, ... <schnipp><schnapp> ... gs. zu Verbrenner).
    Da wir beide den Text kennen, habe ich mal abgekürzt.
    ---
    Ich glaube schon, das wir das Gleiche meinen. Nur greift da m.E. die Streckenverbrauchsangabe viel eher, und so leid es mit für die breite Masse tut, aber die sollten definitiv ein Effizenztraining durchführen (am besten zusammen mit dem Kurs 'partnerschaftliches fahren'). Von allein kommen die wenigsten drauf, in welchen Situationen unnütz Sprit verbraucht wird. Den meisten Leuten muß gezeigt werden, das man z.Bsp. auch im 5.Gang locker mit 50 durch die Stadt rollt (ist bei meinem Wagen schon der höchste Gang). Aber die Grundvorraussetzung ist das vorrausschauende Fahren. Entweder sind die meisten kurzsichtig, oder mit irgendetwas anderem beschäftigt, aber ich verstehe nicht warum 'aktiv' an eine rote Ampel herangefahren wird um dann stark zu bremsen (gilt auch für andere Situationen, ein Stau löst auch nicht durch forsches heranfahren auf). Jemanden ohne Verständnis für den Verkehrsfluß, ohne Verkehrsgeschehenerfassung, so jemandem braucht man keine Spartipps geben. Das ist vergebene Liebesmüh.

    Dem Auskuppeln beim 'rollen lassen' stehe ich kritisch gegenüber, man muß sich schon im Klaren sein, welche Masse man dann im Notfall bremsen muß, ohne das die Motorbremse hilft. Auch kann der Verbrauch im ausgekuppelten Zustand steigen.

    Ich selbst orientiere mich an der Langzeitdurchschnittsverbrauchsmessung. Nach der guten alten Drittelmixangabe soll mein Wagen 11 Liter schlucken. Ich bekomme ihn problemlos auf 9.5, und ich bin ein Fan schnellen Fahrens. Und hier ist der große Trick wirklich das vorausschauen. Es ist deutlich besser, wenn ich sehr lange 160 mit gelegentlichen leichten Anbremsen fahren kann, als wenn ich dauernd zwischen 200 und 140 hin und her wechseln muß. Gilt eigentlich für jede Geschwindigkeit, aber bei diesen Geschwindigkeiten merkt man es deutlich.
  5. #24

    kein Titel

    Zitat von CMH Beitrag anzeigen
    Nein danke, so eine Seifenkiste möchte ich nicht haben.
    Und genau da dürfte das Problem sein. so lange der Kunde keine Fahrzeuge im Bereich Smart, Twizy oder Rak-e kaufen will, wird sowas auch nicht angeboten und in diese Richtung auch kaum geforscht.

    Aber man kann den Menschen das inzwischen ja kaum mehr vorwerfen. Schlussendlich ist der Sprit vermutlich einfach noch zu billig. Muss ich ja selber irgendwo auch zugeben. Inzwischen bekomme ich E10 stellenweise wieder für 1,50 Euro, da lohnt es sich kaum einen normalen Vierzylinderkleinwagen gegen Elektro-, Hybrid-, oder sonstige neue Konzepte einzutauschen. Mein Entschluss mein Auto gegen einen kleinen Elektroflitzer einzutauschen wackelt zumindest wieder. Billiger ist es bei aktuellen Spritkosten zumindest nicht.

    Dass kleine Autos unsicher, langsam, unbequem oder nicht männlich sind ist in meinen Augen zwar an sich schon Quatsch, aber viele Leute denken eben so. Kleinere, effizientere Autos wird es darum im großen Stil auch erst geben, wenn der Sprit... tjoa... 3 Euro kostet? 5 Euro? 10 Euro?

    Schlussendlich werden Fahrer von großen Autos den Wert des Autos so hoch ansehen, dass auch der Spritverbrauch da kaum ins Gewicht fällt. Kurz: Wer sich einen fetten SUV kauft, dem ist am Ende auch der Sprit egal den er da 'reinschütten muss.

    Vielleicht kommt die Zeit, in welcher die LKW Kolonnen auf der Autobahn verschwinden und die Lagerhallen zurückkehren, Autos ihre Effizienz messen, Irgendwelche Algentanks Wasserstoff produzieren, jeder ein Windrad im Garten hat und die Leute alleine aus kostentechnischer Sicht nurnoch Smarts fahren, aber noch ist das bei den aktuellen Spritpreisen (leider?) noch nicht der Fall.
  6. #25

    Zitat von spf2000 Beitrag anzeigen
    Wieso nur moderne? Auch alte Autos lassen sich verbrauchsarm steuern. Seit bestimmt 30 Jahren gibt es für jeden die Möglichkeit sparsam zu fahren.
    Teilweise sogar besser, weil man keine Armada an Bordcomputern ständig mit Strom versorgen muß.

    Daß nur neue und neueste PKW sparsam sind ist Marketing und hat mit der Wirklichkeit nicht immer viel gemeinsam.
    Na ja, die Computer sind dafür kaum relevant. Besonders die ganzen Servos sowie eine Bauweise für mehr Sicherheit und Komfort treibt das Gewicht in die Höhe, außerdem haben Autos heute nicht nur ein viel höheres Durchschnittsgewicht, sondern auch ein deutlich höheres Leistung zu Gewicht-Verhältnis.

    Teilweise geht die Entwicklung hier sicher in eine fragwürdige Richtung, aber es fragt sich auch, wie sinnvoll der Vergleich mit Autos ohne funktionierende Knautschzonen, Deformierungsschutz und Airbags ist. Und Funktionen wie eine Schubabschaltung helfen auch nicht unwesentlich bei der Verbrauchssenkung.
    Aber ob der linke Außenspiegel wirklich motorisiert sein muss, kann man sich sicher fragen...
  7. #26

    Zitat von CMH Beitrag anzeigen
    Stimmt in der Theorie. Mein altes Ami-Schätzchen Baujahr 68, das ich bei schönem Wetter hin und wieder bewege, lässt sich durchaus mit 15 Litern fahren statt mit 20 Litern. Macht dann allerdings keinen Spass mehr.
    Es stimmt auch in der Praxis. Ich schrieb aus gutem Grund auch 30 Jahre und nicht 40 oder 50, und auch nichts von amerikanischen 'Gas Guzzlern'. Es gibt nämlich genauso auch heute Autos, die sich schon auf dem Papier 15 Liter gönnen und dann in der Praxis auf 20 kommen.
    Und ebenso gibt es heute und gabs damals auch sparsame Autos.
    Nur der generelle Volksirrglaube, die Werbung und die Politik wollen uns ständig einreden, daß nur die Autos der letzten 5 Jahre sparsam seiesn. Und das ist meiner Meinung nach ne glatte Lüge.
  8. #27

    Zitat von papayu Beitrag anzeigen
    ...
    Sind diese Dinger nach STVO ueberhaupt erlaubt??
    kann ich mir nicht vorstellen, dass die erlaubt sind. Viel eher glaube ich dass die Hersteller im großen Stil nicht STVO-konforme Autos verkaufen...merkt ja eh keiner ^^
    Vor dem Hintergrund können Sie sich doch auch wieder Ihre "Winker" dranfrickeln und den neumodschen LED-Kram rausreißen.
    Klingt plausibel, oder?
  9. #28

    Zitat von Nosfan Beitrag anzeigen
    Ich kann meinen 520i ( BMW - E39, 150 PS) mit einem Durchschnittsverbrauch von 9,3 Litern bewegen, was dem von BMW angegebenen Verbrauchswert im übrigen sehr nahe kommt. Sprit sparend fahre ich allerdings erst seit kurzer Zeit, habe allerdings den Verbrauch um 0,7 Liter gesenkt.
    Sprit sparen mit einem 5er - ich weiß nicht. Da fahr ich lieber mit meinem Motorrad mit Vollbremsung vor jeder Kurve und anschließendem Vollgas und verbrauche trotzdem noch weniger.
  10. #29

    Zitat von _McCell Beitrag anzeigen
    Mir erschließt sich in keinster Weise, wie mir die Momentanverbrauchsanzeige zum richtigen Verhalten verhelfen soll. Ich habe genau diese Anzeige ständig an, aber sie hat keinerlei Einfluß auf mein Fahrverhalten.
    Eben, weil man das Fahrverhalten nicht immer beeinflussen kann. Hatte auch lange Zeit die Verbrauchsanzeige an. Während einer Autobahnfahrt war ich zuerst über den Verbrauch begeistert, bis ich dann über 30 km stopp and go fahren musste. Der Verbrauch ist geradezu explodiert, was zu großem Frust geführt hat, zusätzlich zur Tatsache, dass man nicht mehr vom Fleck kam.
    Habe inzw. die Geschwindigkeit auf dem Display, seit sie mich in einer Spielstraße mit 3 km/h ! Geschwindigkeitsüberschreitung zu 15 € verdonnert haben....


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