FiatModerne Autos lassen sich verbrauchsarm steuern - der Mensch muss es nur wollen. Um ihre Kunden zu sparsamen Fahrern zu erziehen, fördern Fahrzeughersteller den Spieltrieb am Steuer.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...842225,00.html
Kann es sein, dass wir eigentlich das Gleiche meinen? Ich will ja auch keine Mäusekinos im Auto haben!
Wenn jemand nicht will, dann hat er die größte Freude daran, in den oben beschriebenen Applikationen in den roten Bereich zu kommen oder den Ball tanzen zu lassen. Diese Fahrer kann ich in keinster Weise "zwangsbeglücken" und meistens können die sich auch jeden Benzinpreis leisten.
Es geht mir um die anderen, die das wollen oder sich einfach nicht leisten können. Natürlich könnte man alle in ein Fahrtraining schicken. Aber wer macht das schon? Also zeige ich denen online bei jeder Fahrt, bei welchem Verhalten der wenigste Sprit verbraucht wird. Bei Pendlern, die immer die gleiche Strecke fahren, kann ich dann jedesmal einen "Low-Score" aufstellen. Weil ehrlich gesagt: Wie eine verbrauchssparende Fahrweise aussicht, weiß eigentlich jeder:
Einfach gesagt: Bremsen ist Energievernichtung und wenn ich rolle ist das Gewicht völlig unerheblich.
Also ist eben "segeln" angebracht und das geht nur durch vorausschauende und gelassene Fahrweise. Und man lernt eben dauernd etwas dazu. Ich fahre seit einigen Wochen mit meinem Elektroauto im "Segelmodus" und komme jetzt statt der angegebenen Reichweite von "max. 120 km" auf 135 km!
Und das ist auch eine Trainingssache (man will ja auch nicht zum Verkehrshindernis werden!). Die Reichweitenanzeige hat mir da viel geholfen, die beste Strategie zu verfolgen. Bei meinem Verbrenner ist das übrigens ähnlich gewesen -auch wenn dort segeln (also Auskuppeln) lange nicht so viel bringt wie beim E-Auto (da dann der E-Motor nichts braucht i.Ggs. zu Verbrenner).
Das fehlte noch. Wäre dann jeden Tag über 4 Stunden unterwegs. Und müßte abends noch mal 30km extra mit dem Auto zum Baumarkt fahren.
So liegt der am Weg und ich bin insgesamt nur 1 Stunde unterwegs.
Jedenfalls sind in der Summe die Öffentlichen bei weitem nicht so umweltfreundlich, wie man uns glauben machen will. Und extrem teuer noch dazu.
Da wir beide den Text kennen, habe ich mal abgekürzt.
---
Ich glaube schon, das wir das Gleiche meinen. Nur greift da m.E. die Streckenverbrauchsangabe viel eher, und so leid es mit für die breite Masse tut, aber die sollten definitiv ein Effizenztraining durchführen (am besten zusammen mit dem Kurs 'partnerschaftliches fahren'). Von allein kommen die wenigsten drauf, in welchen Situationen unnütz Sprit verbraucht wird. Den meisten Leuten muß gezeigt werden, das man z.Bsp. auch im 5.Gang locker mit 50 durch die Stadt rollt (ist bei meinem Wagen schon der höchste Gang). Aber die Grundvorraussetzung ist das vorrausschauende Fahren. Entweder sind die meisten kurzsichtig, oder mit irgendetwas anderem beschäftigt, aber ich verstehe nicht warum 'aktiv' an eine rote Ampel herangefahren wird um dann stark zu bremsen (gilt auch für andere Situationen, ein Stau löst auch nicht durch forsches heranfahren auf). Jemanden ohne Verständnis für den Verkehrsfluß, ohne Verkehrsgeschehenerfassung, so jemandem braucht man keine Spartipps geben. Das ist vergebene Liebesmüh.
Dem Auskuppeln beim 'rollen lassen' stehe ich kritisch gegenüber, man muß sich schon im Klaren sein, welche Masse man dann im Notfall bremsen muß, ohne das die Motorbremse hilft. Auch kann der Verbrauch im ausgekuppelten Zustand steigen.
Ich selbst orientiere mich an der Langzeitdurchschnittsverbrauchsmessung. Nach der guten alten Drittelmixangabe soll mein Wagen 11 Liter schlucken. Ich bekomme ihn problemlos auf 9.5, und ich bin ein Fan schnellen Fahrens. Und hier ist der große Trick wirklich das vorausschauen. Es ist deutlich besser, wenn ich sehr lange 160 mit gelegentlichen leichten Anbremsen fahren kann, als wenn ich dauernd zwischen 200 und 140 hin und her wechseln muß. Gilt eigentlich für jede Geschwindigkeit, aber bei diesen Geschwindigkeiten merkt man es deutlich.
Und genau da dürfte das Problem sein. so lange der Kunde keine Fahrzeuge im Bereich Smart, Twizy oder Rak-e kaufen will, wird sowas auch nicht angeboten und in diese Richtung auch kaum geforscht.
Aber man kann den Menschen das inzwischen ja kaum mehr vorwerfen. Schlussendlich ist der Sprit vermutlich einfach noch zu billig. Muss ich ja selber irgendwo auch zugeben. Inzwischen bekomme ich E10 stellenweise wieder für 1,50 Euro, da lohnt es sich kaum einen normalen Vierzylinderkleinwagen gegen Elektro-, Hybrid-, oder sonstige neue Konzepte einzutauschen. Mein Entschluss mein Auto gegen einen kleinen Elektroflitzer einzutauschen wackelt zumindest wieder. Billiger ist es bei aktuellen Spritkosten zumindest nicht.
Dass kleine Autos unsicher, langsam, unbequem oder nicht männlich sind ist in meinen Augen zwar an sich schon Quatsch, aber viele Leute denken eben so. Kleinere, effizientere Autos wird es darum im großen Stil auch erst geben, wenn der Sprit... tjoa... 3 Euro kostet? 5 Euro? 10 Euro?
Schlussendlich werden Fahrer von großen Autos den Wert des Autos so hoch ansehen, dass auch der Spritverbrauch da kaum ins Gewicht fällt. Kurz: Wer sich einen fetten SUV kauft, dem ist am Ende auch der Sprit egal den er da 'reinschütten muss.
Vielleicht kommt die Zeit, in welcher die LKW Kolonnen auf der Autobahn verschwinden und die Lagerhallen zurückkehren, Autos ihre Effizienz messen, Irgendwelche Algentanks Wasserstoff produzieren, jeder ein Windrad im Garten hat und die Leute alleine aus kostentechnischer Sicht nurnoch Smarts fahren, aber noch ist das bei den aktuellen Spritpreisen (leider?) noch nicht der Fall.
Na ja, die Computer sind dafür kaum relevant. Besonders die ganzen Servos sowie eine Bauweise für mehr Sicherheit und Komfort treibt das Gewicht in die Höhe, außerdem haben Autos heute nicht nur ein viel höheres Durchschnittsgewicht, sondern auch ein deutlich höheres Leistung zu Gewicht-Verhältnis.
Teilweise geht die Entwicklung hier sicher in eine fragwürdige Richtung, aber es fragt sich auch, wie sinnvoll der Vergleich mit Autos ohne funktionierende Knautschzonen, Deformierungsschutz und Airbags ist. Und Funktionen wie eine Schubabschaltung helfen auch nicht unwesentlich bei der Verbrauchssenkung.
Aber ob der linke Außenspiegel wirklich motorisiert sein muss, kann man sich sicher fragen...
Es stimmt auch in der Praxis. Ich schrieb aus gutem Grund auch 30 Jahre und nicht 40 oder 50, und auch nichts von amerikanischen 'Gas Guzzlern'. Es gibt nämlich genauso auch heute Autos, die sich schon auf dem Papier 15 Liter gönnen und dann in der Praxis auf 20 kommen.
Und ebenso gibt es heute und gabs damals auch sparsame Autos.
Nur der generelle Volksirrglaube, die Werbung und die Politik wollen uns ständig einreden, daß nur die Autos der letzten 5 Jahre sparsam seiesn. Und das ist meiner Meinung nach ne glatte Lüge.
kann ich mir nicht vorstellen, dass die erlaubt sind. Viel eher glaube ich dass die Hersteller im großen Stil nicht STVO-konforme Autos verkaufen...merkt ja eh keiner ^^
Vor dem Hintergrund können Sie sich doch auch wieder Ihre "Winker" dranfrickeln und den neumodschen LED-Kram rausreißen.
Klingt plausibel, oder?
Eben, weil man das Fahrverhalten nicht immer beeinflussen kann. Hatte auch lange Zeit die Verbrauchsanzeige an. Während einer Autobahnfahrt war ich zuerst über den Verbrauch begeistert, bis ich dann über 30 km stopp and go fahren musste. Der Verbrauch ist geradezu explodiert, was zu großem Frust geführt hat, zusätzlich zur Tatsache, dass man nicht mehr vom Fleck kam.
Habe inzw. die Geschwindigkeit auf dem Display, seit sie mich in einer Spielstraße mit 3 km/h ! Geschwindigkeitsüberschreitung zu 15 € verdonnert haben....