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Effizienz-Label für Autos: Grüner Anstrich für Spritfresser

Auf Waschmaschinen klebt bereits ein Öko-Label - jetzt sollen auch Autos per Buchstabencode und Farbskala benotet werden. Doch der Plan der Bundesregierung entwickelt sich zu einer umweltpolitischen Farce: Kleinwagen werden benachteiligt, Spritschlucker erhalten Bestnoten.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...697872,00.html
  1. #1

    Effizient ist nicht Verbrauch

    Die teuren Porsche-Motoren sind eben effizienter vs. einem Billigmotor.

    Will man CO2 und damit Sprit sparen muß man eh Flottenverbräuche wie für die USA bis 2016 vorschreiben.
    Zudem weis eh jeder dass ein Porsche mher verbraucht als ein Kleinwagen. Aber ob ein Smart weniger vs. Fiat 500 benötigt können nur Effizienz-Labels oder Enttäuschung nach dem Kauf beantworten ... kam sinnvoll für die Umwelt.
    Viel wichtiger als Verbrauchswerte ist eh die rasche Einführung von Biosprit als Zumischung. Die Franzosen haben schon seit Juli 2009 das E10 Benzin ander Tanke während wir immer noch mit E3 im Schnitt tanken.

    E-Autos werden gekauft wenn die Subventionen hoch genug werden. Angesichts der deutschen Haushaltslage also eher ab 2050 - 2075 zu erwarten. Bis dahin fließt also noch viel Biosprit in energieeffiziente Motoren.
  2. #2

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf Waschmaschinen klebt bereits ein Öko-Label - jetzt sollen auch Autos per Buchstabencode und Farbskala benotet werden. Doch der Plan der Bundesregierung entwickelt sich zu einer umweltpolitischen Farce: Kleinwagen werden benachteiligt, Spritschlucker erhalten Bestnoten.

    http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...697872,00.html
    Der Artikel als solches ist ja schon eine Farce. Was soll denn nun bitte schön mit den Buchstaben auf dme Auto gezeigt werden? Wie definiert der Autor das Wort "Effizienz"? Ein Fahrzeug mit 80% höherem Verbrauch bei aber 110% höherem Gewicht ist unter reinem technischem Aspekt eben effizienter, bzw. dessen Antriebseinheit. Was soll der Vorschlag, das Gewicht wegfallen zu lassen nur weils bei der Waschmaschine nicht nötig ist? Die Waschmaschine muss auch nicht für ihre Arbeit ihr gesamtes Gewicht stemmen, das Auto schon. Grundfläche? Welche Grundfläche? Grundfläche vom Boden her oder Innenraum? Werden dann Stretchlimos oder kastenförmige, busähnliche Gebilde zum Ökofahrzeug? Wie man es dreht und wendet, solange irgendwelche Attribute eines KFZ mit berücksichtigt werden, werden eben bestimmte Konzepte bevorzugt. Was hilft ein Klasse A 8-Sitzer, wenn er zu 95% nur eine Person befördert während die anderen 7 zum Teil im Familienzweit- oder gar Drittwagen unterwegs sind? Wobei die mögliche Transportkapazität noch halbwegs verwertbar wäre.
    Das großteilig vorherrschende Übergewicht vieler Fahrzeuge liegt zum kleinen Teil aber auch an dne ständig sich ändernden EU-Vorschriften zum Passantenschutz, Crahstestkriterien etc... Zum Teil... Ein Großteil ist sicher der ganze Klimbimm als Verkaufsargumentationsstütze, man muss ja was zu bieten haben. Eine 2-Tonnen-Limo würde mit 500kg weniger schon dadurch weniger verbrauchen...
    Als Vorschlag: Man nimmt eine Mischung aus 50% der Transportkapazität (voll besetzt sind die wenigsten, also ein 5-Sitzer mit 2,5), durch diese Zahl teilt man das Gewicht (leichte Großraumer profitieren davon auch mehr als schwere, Minizweisitzer ebenso weniger, weil weniger "effizient" in der Personenbeförderung) und verkuddelt das mit einem "realistischen" Verbrauchswert. Und bitte irgendwie in der Form l/100km und nicht in diesem unsäglichen kg CO²-Todesapokalypsengasgefasel. Meine Waschmaschine protzt ja schließlich auch nur mit kWh.
  3. #3

    Effizienz?

    Mag ja sein, dass die Porsche-Motoren effizienter sind als ein "Billigmotor" (im Sinne CO2 pro PS), die Fahrzeuge sind es offenbar jedenfalls nicht - und darauf kommt es doch an, oder? Pro Passagier stößt ein Cayenne dann eben doch wesentlich mehr CO2 aus als ein schwächer motorisiertes Fahrzeug.

    Bei der Waschmaschine wird doch auch nicht die Effizenz des Antriebs bewertet, sondern die Gesamteffizienz beim Waschvorgang. Wo ist das Problem, das auf Autos zu übertragen?
  4. #4

    Die Bedeutung des Begriffs "Effizienz" wurde nicht verstanden

    Die Bedeutung des Begriffs "Effizienz" wurde vom Autor nicht verstanden. Effizienz entspricht dem Verhältnis von erbrachter Leistung zu Aufwand. In die Rechnung muss also sehr wohl der Aufwand, das Fahrzeug zu bewegen, mit einfließen. Und da spielt eben die Masse, also auch das Gewicht des Fahrzeugs eine entscheidende Rolle...
  5. #5

    Schlecht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    umweltpolitischen Farce: Kleinwagen werden benachteiligt, Spritschlucker erhalten Bestnoten.
    Es war nichts anderes zu erwarten von dieser in rot-grünem Gutmenschenumfeld agierenden Beamtentruppe von Weintrinkern und Autolobbyisten.
    Es sollte mich nicht wundern, wenn derzeit französische Autos ganz besonders schlecht wegkommen.
  6. #6

    Nochmal nachdenken

    Als ich den Artikel gelesen habe, musste ich mir schon an den Kopf fassen, der Autor scheint irgednwie nicht so ganz verstanden wie Effizienz definiert ist, bzw. ist selbst an einer Definition gescheitert und man fragt sich was er überhaupt will.

    Als Gegenstück der Wäsche in Kilo pro Liter, gibt es beim Auto Kilometer pro Liter!
    Dass dieser Messwert nicht die Realität widerspiegelt ist bekannt. Es wäre wirklich sinnvoll dieses Messverfahren zu überarbeiten! Dann kann man wirklich alle Autos miteinander vergleichen.
    Anmerkung: ob das Verhältnis Liter/kg Wäschebei der Waschmaschine bei benutzter Arbeitskleidung und Hemden die man im Büro trägt, die gleiche ist, wage ich stark zu bezweifeln.
    Also von dem her Effizienz ist immer ein Ding der Betrachtung.

    Und was die Effizienz betrifft, es gibt beliebige Möglichkeiten Effizienz zu bewerten. Was da die Beste ist, ist fraglich. Aber es wäre durchaus legitim die effizienz so zu bewerten. Und macht sogar irgendwie Sinn das Gewicht zu betarchten, denn Gewicht bedeutet mehr benötigter Kraftstoff beim beschleunigen... also kann man diese Werte wohl ins Verhältnis setzen.
    Es würden sich dadurch in den Autoklassen durchaus representative und brauchbare Weret ergeben.
    Es macht auch keinen Sinn einen Fiat500 mit einem Porsche Cayenne zu vergleichen! Wer sich für den Fiat interessiert vergelciht ihn mit einem Smart oder einem Opel Corsa und wer einen Cayenne sich anschaut wird diesen eher mit einem Touareg oder BMW x5 vergleichen.... Und beides mal würde dieses Effizienz modell verlässliche Werte liefern!

    Der Artikel ist kompletter Müll!
  7. #7

    Dieses Label ist wertlos

    Ich halte dieses Label ohnehin für Unsinn - ganz egal welche Zauberformel verwendet wird -, da jeder weiß, dass SUV mit dicken Motoren mehr verbrauchen als Kleinstwagen. Der zusätzlich gewonnene Informationswert ist daher null.

    Nehmen wir an, jemand fährt mit einem Cayenne 10000 Kilometer im Jahr; dann schadet er der Umwelt weniger, als jemand der mit einem A3 TDI 30000 Kilometer fährt. Daher macht es keinen Sinn SUVs pauschal mit Labels zu diskriminieren und so die Hersteller zu schädigen.

    Letztlich kommt es auf den tatsächlichen CO2-Ausstoß an. Wer viel in die Luft bläst, sollte entsprechend zur Kasse gebeten werden. Gefahrene Kilometer x mg/CO2 = €€€.
  8. #8

    x

    Dieser Umstand würde bei einer entsprechenden Kennzeichnung schlagartig offenbar, mit möglicherweise gravierenden Folgen für den Absatz: Der Konsument will nämlich inzwischen, das zeigen Umfragen, vor allem eines: Sparsamkeit.
    Das ist mal wieder so ein Lippenbekenntnis wie immer in diesen Umfragen. Wenn die Bestellung des schicken neuen Autos vor der Tür steht, lockt dann doch der BMW. Und wenn es dafür nicht reicht, wird auch lieber der BMW gebraucht gekauft als der neue Kleinwagen zum gleichen Preis.
    In Umfragen will auch jeder Toleranz für alle und die Multikultigesellschaft ;)

    Gerne hätte ich anhand der bereits vorliegenden Eckdaten selbst nachgerechnet. Das Bundeswirtschaftministerium weigert sich jedoch, die fragliche Formel herauszurücken. Es möchte auch nicht erklären, wie die Einordnung der Fahrzeuge zustande kommt.
    Das ist natürlich ein Witz und sehr ungeschickt vom Ministerium, denn schon aufgrund von Klagen der bevorteilten Autobauer kann eine solche Geheimhaltung der Berechnungsformel keinen Bestand haben.

    Die Gedanken zur Berechnungsgrundlage finde ich interessant - irgendwie muß man die Fahrzeuge ja gewichten; es wird immer luxuriöse und schwere Fahrzeuge geben sowie besonders sportliche Modelle.
    Absolute Emissionsangaben helfen also nur begrenzt weiter, daher ja auch der Begriff der Effizienz. Ein 7er-BMW mit 7,2 Litern Verbrauch ist eine tolle Ingenieursleistung, ein Polo mit diesem Verbrauch wäre es nicht.

    Beim Elektrodiscounter stellte ich fest, dass es kaum noch Waschmaschinen gibt, die nicht in die Kategorien "A" oder "B" fallen. Schlechter benotete Geräte kauft nämlich inzwischen schlichtweg niemand mehr.
    Diese Beobachtung habe ich auch gemacht. Dies ist aber ein Fehler, der sich nicht wiederholen sollte - die Skala muß sich über die Zeit verschieben bzw. "nach oben/unten offen" sein. Denn eine nicht mehr vorhandene Differenzierung ist eine wertlose Differenzierung.
  9. #9

    Effizienz von Autos

    Effizienz ist nicht Verbrauch pro Leergewicht, sondern Verbrauch pro Nutzlast...und ob ich nun 2 Tonnen oder 200 Kilogramm Auto bewege, ist für die Nutzlast zunächst einmal egal. Nun könnte man natürlich eine Effizienzbewertung auf Zuladungs- und Anhängelastbasis aufbauen. Aber selbst das ist noch nicht die ganze Wahrheit, schließlich fährt der Durchschnittsnutzer seltenst an der Zuladungsgrenze...im Grunde müsste man also durchschnittliches Beladungsverhalten ebenfalls mit einrechnen.








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