Einfach mal unter Edelstahl nachschauen. Es gibt zahlreiche Zusätze, die dem Stahl günstige Eigenschaften verleihen, etwa in der Oberflächenhärte, vor allem bei der Rostanfälligkeit. V2A, V4A, Cromargan oder Nirosta dürften allgemein verständliche Begriffe sein. Die Zusätze verbessern die Biegezugfestigkeit nie, sondern können das Material sogar verspröden, also die Elastizität oder Dehnbarkeit verringern. Man sollte die Verwindungsverformungen eines Rahmens bei ausgestiegenem Fahrer am Berg nicht unterschätzen. Man kann natürlich anmerken, daß die Käufer von solchen Rädern auf dem Sattel sitzen bleiben. Demnach wäre übrigens der Hinterbau bei schwergewichtigen Persönlichkeiten zu verstärken, was das Gewicht nur wenig beeinflußt. Vor allem wäre die Sitzstrebe möglichst steil zum Rahmenknoten unter dem Sattel zu führen. Mit der biegesteifen Ausbildung werden nur Kräfte auf diesen Punkt konzentriert und massiv erhöht. Die biegesteife Ausbildung anstelle der Anlenkpunkte am Lenkerrohr bringt nichts, weil da keine Kräfte wirken, außer bei extrem sportlichen Fahrern. Die kaufen das Zeug aber gesichert nicht, weil es absolut keine Vorteile gegenüber einem anständigen Rad birgt.

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