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Edel-Studentenwohnheim: Wo der Scout die Bierflaschen wegräumt

DER SPIEGELStudentenwohnheime sind meist nicht sehr luxuriös. Es geht aber auch anders: Wer es sich leisten will, wohnt in Karlsruhe in einer regelrechten Luxusbude. Das Konzept wird dank Studentenmassen und Wohnungsnot derzeit zu einem lohnenden Geschäft. Mieter Mihael Stanojevic zeigt sein Zimmer.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...841086,00.html
  1. #1

    Ein Witz...

    520 € für eine möblierte 27 m² Studentenbude? Ein Witz! Das ist wirklich etwas für Kinder aus Familien, in denen Geld überhaupt keine Rolle spielt. Für das Geld kann man in vielen Bundesländern eine Immobilie finanzieren. Auch Großstadtnah. Dazu noch ein kleines Auto, um zur Uni zu kommen und wenn das Studium beendet ist, kann Papa die Hütte wieder verkaufen oder an andere Studenten vermieten. OK, Informatikstudenten kommen vielleicht nicht sofort darauf. Aber ein BWLer hat das spätestens nach der ersten Vorlesung im Kopf. Und bevor nun wieder jemand sagt, das geht nicht... Ich habs so gemacht. Sogar mit Gewinn.
  2. #2

    Geld ist doch da!

    Wenn ein Student 500 Euro für seine Unterkunft ausgeben kann, muss das Geld ja von den Eltern kommen. Da fragt man sich, warum er keine Studiengebühren zahlt/zahlen kann. Man fragt sich auch, ob er sich mit seinem späteren Ersteinkommen den gleichen Wohnluxus leisten können wird. Das Prinzip: "Konsumverzicht heute, besserer Lebensstandard später" scheint mit hier auf den Kopf gestellt. Oder ist das nur Ausdruck des schlechten Gewissens der Eltern?
  3. #3

    Schön, wer sich das leisten kann. Ich denke die Lernbedingungen sind dort auch recht gut. Ich musste seinerzeit mit dem günstigsten Wohnheimplatz vorlieb nehmen, der war aber auch nicht schlecht. Ich hab's überlebt und auch mein Abschluss geschafft.

    Was das jetzt mit Studiengebühren zu tun hab, wie ein Forist eingeworfen hat, verstehe ich aber nicht. Die würden alle betreffen und hier geht es doch eher um eine kleine Minderheit. Das Geld muss übrigens nicht unbedingt von den Eltern kommen. Es gibt reichlich Studenten, die sich geschickt was nebenher verdienen. Warum sollen sie es dann nicht ausgeben?
  4. #4

    Wieso ein Witz? Ist doch ok. Wenn die Nachfrage da ist, nimmt das die gutfinanzierten aus dem bestehenden Wohnungsmarkt. Und die Finanzierung einer Immobilie für 520 Euro in einer größeren deutschen Uni-Stadt oder sogar Großstadt ist Geschichte. Freiburg, Karlsruhe, Hamburg oder München... überall sind die Immobilienpreise in den letzten Monaten und Jahren um 2-stellige Prozentangaben gestiegen. Und mit etwas Pech liegt man bei einem Auto auch mal bei 200 Euro im Monat. Versicherung, Reparaturen, Steuern, Benzin, mal neue Reifen... Die Rechnung mag bei Ihnen mal geklappt haben, Glückwunsch! Und das ganz ehrlich. Aber einfach kopierbar ist das nicht.

    In Hamburg zahlen viele unserer angestellten Studenten 15 €/qm für ihr WG-Zimmer. Unmöbliert, selbstverständlich. Da ist der Unterschied nicht mehr so groß und man kann sich überlegen, was es einem Wert ist. Gottseidank ist da ja jeder frei in der Entscheidung und darf eine eigene Meinung haben.
  5. #5

    nix Titel

    27m² sind natürlich schön geräumig. Im meinem Studentenwohnheim in England hat der Vermieter auch Pakete und Post angenommen. Post wurde abends in die Küche gebracht und Pakete hat man abgeholt - ist also nichts besonderes. Und die anderen Extras sind ja ganz nett, aber sonst nichts.

    Für meine Studentenwohnung in einer deutschen Großstadt habe ich weniger als die Hälfte gezahlt. Und die Differenz kann man als Student sicherlich auch in flüssigeres anlegen.
  6. #6

    Zitat von franks meinung Beitrag anzeigen
    520 € für eine möblierte 27 m² Studentenbude? Ein Witz! Das ist wirklich etwas für Kinder aus Familien, in denen Geld überhaupt keine Rolle spielt. Für das Geld kann man in vielen Bundesländern eine Immobilie finanzieren. Auch Großstadtnah. Dazu noch ein kleines Auto, um zur Uni zu kommen und wenn das Studium beendet ist, kann Papa die Hütte wieder verkaufen oder an andere Studenten vermieten. OK, Informatikstudenten kommen vielleicht nicht sofort darauf. Aber ein BWLer hat das spätestens nach der ersten Vorlesung im Kopf. Und bevor nun wieder jemand sagt, das geht nicht... Ich habs so gemacht. Sogar mit Gewinn.

    Wie sie schon sagen in vielen Bundesländern. Karlsruhe, Stuttgart, München... sind nun mal ne ecke teurer. Ich zahle jetzt in Saarbrücken für meine Sanierte Altbauwohnung in sehr guter Lage auch eine ecke weniger als wir in Stuttgart für unsere WG ( etwas kleiner als meine jetztige Wohnung) gezahlt haben. In Stuttgart hatten wir keine Heizung in Bad und Küche, in den Zimmern Gaseinzelöfen und natürlich nicht so ne gute lage, natürlich weder Altbau, noch Saniert.
    Meine Komonitonen haben in den Studentenwohnheimen, je nach Lage und Größe zwischen 300 und 400 Euro für ihr Zimmer bezahlt. Ich kann mir vorstellen, das es jetzt ein paar Jahr später schon wieder teurer ist.
  7. #7

    520 Euro für 27m², und zwar warm(!) in der Degenfeldstraße in Karlsruhe... und zwar als Neubau, möbeliert etc. Das klingt eigentlich noch recht günstig. Ich frage mich, wo der Haken ist. Wahrscheinlich werden die Mieten noch deutlich steigen.
    Wie der Vermieter wohl mit der Abnutzung kalkuliert hat?

    Für die Studienzeit ist das natürlich äußerst luxuriös. Als BA-Student hat man da natürlich Vorteile.

    Lustig ist, daß die den Hausmeister "Scout" nennen. Das soll wohl modern klingen, was aber der Hausmeister ausspähen soll, ist unklar.
  8. #8

    Learning lounge

    wenn ich sowas schon höre, könnte ich mich schieflachen.
    Blödschwätzing für Unterbelichtete , aber monetär Überversorgte!
  9. #9

    optional

    mh, so außergewöhnlich klingt das alles jetzt nicht (bis auf die Zimmergröße).
    Ich hab bis vor kurzem in einem Studentenwohnheim in Aachen gewohnt. 13qm, vollmöbliert für 165€ all inkl. (Wasser, Heizung, Strom, Kabel TV) 20€ / Semester für Internet.
    Wir hatten ne Bar im Haus, Fitnessraum, Sauna, Kino, Kicker.
    Flure, Küchen und Bäder wurden 3x / Woche geputzt, für Reparaturen gabs den Hausmeister und Pakte haben meist die Flurnachbarn angenommen wenn man nicht da war.
    Der Bau war vielleicht nicht so neu und stylisch aber immer sauber und gepflegt... war ne schöne Zeit.


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