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Ecuador: Richter verdoppeln Milliardenstrafe gegen Ölkonzern Chevron

Verschmutzter Regenwald, kranke Ureinwohner: Ecuador*macht den Ölkonzern Chevron für Umweltschäden im Amazonasgebiet verantwortlich. Ein Berufungsgericht verdoppelt jetzt eine Strafe auf 18 Milliarden Dollar - weil sich das US-Unternehmen nicht entschuldigte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...807058,00.html
  1. #10

    So, so.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Konzern kündigte an, vor einem US-Gericht gegen das Urteil vorzugehen.
    Ecuador: Richter verdoppeln Milliardenstrafe gegen Ölkonzern Chevron - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Nun gut, da will ein US Konzern, der im Ausland was verbockt hat und von einem dortigen Gericht verurteilt wurde also vor seinem eigenen Heimatgericht dagegen klagen.
    Gegen wen eigentlich? Ecuador unterliegt wohl kaum der US Gerichtsbarkeit.

    Ich hoffe nur, die Ecuadoraner beschlagnahmen in der Zwischenzeit alle Güter, Anlagen, Produktions und Finanzmitel von Chevron, als Sicherheit. Nicht dass Chevron einfach schnell aus dem Land abzieht und das Weite sucht...
  2. #11

    Der Verbraucher zahlt

    letzten Endes für die Schlamperei der Ölmultis. Nicht etwa die Aktieninhaber, nein der Verbraucher. Das war schon immer so, das wird auch immer so bleiben. Aber in diesem Fall steht das Urteil nur auf dem Papier. Ich habe nichts von Haftbefehlen oder gar Haftstrafen gegen verantwortliche Manager von Chevron gelesen. Und das ist ein Schwachpunkt. Umweltzerstörung muss mit Haftstrafen bestraft werden. Auch und gerade gegen die Verantwortlichen in den Führungsetagen. Die Haftstrafe trifft nämlich die eigentlich Verantwortlichen und nicht den Verbraucher. So sieht Gerechtigkeit aus.
  3. #12

    Es wird endlich Zeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Verschmutzter Regenwald, kranke Ureinwohner: Ecuador*macht den Ölkonzern Chevron für Umweltschäden im Amazonasgebiet verantwortlich. Ein Berufungsgericht verdoppelt jetzt eine Strafe auf 18 Milliarden Dollar - weil sich das US-Unternehmen nicht entschuldigte.

    Ecuador: Richter verdoppeln Milliardenstrafe gegen Ölkonzern Chevron - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Das Urteil wird hoffentlich wegweisend werden, dass Unternehmen für Schäden, die sie anrichten, auch haften müssen. Chevron ist nicht der einzige Konzern, der Umweltschäden in sehr großem Umfang zu verantworten hat.

    An der Reaktion seitens Chevron sieht man, dass dieser Konzern nicht verantwortlich handelt. Und sich auf ein US-Gericht herausreden zu wollen in der wahrscheinlich richtigen Annahme, dann freigesprochen zu werden, ist zwar verständlich, aber mehr als lahm. Leider sind die Amerikaner nach wie vor der Meinung, dass die Wirtschaft immer vor der Umwelt geht. Es ist wichtig, hier ein Exempel zu statuieren und falls Chevron dieses Urteil nicht anerkennen möchte, alle Güter und Anlagen in Ecuador einzuziehen und die evtl. vorhandenen Konten einzufrieren.

    Was neben der Geldstrafe auch wichtig wäre, ist die persönliche Haftung der handelndenManager. Das heißt, dass sie strafrechtlich verfolgt werden sollten und der Konzern Chevron das Recht erhält, seine Verluste dort einzuklagen.

    Vielleicht würden dann die Verantwortlichen von Chevron, BP Monsanto etc. nachhaltiger agieren.
  4. #13

    Werden..

    Zitat von gilbrator Beitrag anzeigen
    ja wo kämen wir denn dahin, wenn Erdölförderunternehmen für Ihr Handeln haftbar wären...
    sie doch! Allerdings nur, wenn sie amerikanische Gewässer verseuchen.
  5. #14

    kollektives Scheitern

    Zitat von krassmann Beitrag anzeigen
    ...Aber tatsächlich geschah es wegen unserer Lebensart. Lasst uns heute alle mal daran denken wenn wir den Zünschlüssel umdrehen.
    Bitte nicht nur heute daran denken!

    Der motorisierte Individualverkehr (MIV) per Kfz ist ein ganz mieser "Tiefschlag" gegen Tier- und Pflanzenwelt und auch gegen uns selbst.

    Wie dumpf und unsensibel muss man eigentlich sein, um diese hässliche Seite dieser "Pestkutschen" nicht zu erkennen.
    Straßen sind vollgestopft mit diesen dümmlichen Blechkisten.
    Zigtausende leiden unter den Lärmemissionen und Schadstoffemissionen der suchtmäßigen(!) Nutzung
    von diesen banalen Vehikeln oder sterben sogar daran.

    Selbst die, die erkennen, dass sich Mobilität und Mobiltätsbedarf gegenseitig fördern und "hochschaukeln" (ähnlich einer Spirale der Gewalt)sehen sich zumeist außerstande diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

    Die Fahrt zur Arbeit ist unantastbar, nicht verhandelbar.

    Ein sicherlich realitätsnahes Beispiel soll diesen Wahnwitz der vernuftbegabten Erdenbürger eranschaulichen:

    8000 Personen, die in Köln wohnen, fahren täglich nach Düsseldorf und nehmen dort 8000 Arbeitsplätze in Anspruch wodurch 8000 Personen, die in Düsseldorf wohnen, woanders eine Arbeit ausüben müssen, im blödsten Fall in Köln.

    Dieses Szenario lässt sich weltweit zigtaudenfach auf andere Städte übertragen.

    (Wie wär' es mit eine "Jobtauschbörse"?)

    Da wird sehr viél Öl und sehr viele PKw gebraucht...

    (Wie gut! Schafft Arbeitsplätze! [geht's eigentlich noch dämmlicher: "Arbeit als Selbstzweck!"?]),

    ...die Vergiftung von Luft, Wasser und Erde muss da unbedingt verharmlost werden, denn die Fahrt zur Arbeit ist unantastbar, nicht verhandelbar.
    Wie selbstverständlich diese "Pestkutschen" überall
    rumstehen, ordentlich oder (vermeintlich) gut aussehen müssen/sollen. Die alltägliche Gehirnwäsche durch die Medien greift schon lange!

    Sollte das falsch sein, wenn ich versuche meinen Kindern Mitgefühl und Respekt auch für Tiere und Pflanzen zu vermitteln? Sollte der menschengemachte mehrfache Genozid in Flora und Fauna garnicht beachtet werden?

    Welches Verhältnis, welche Beziehung hat der Mensch zur
    Ästhetik die das Leben und die Kunst in allen ihren Ausprägungen, wie Literatur, Musik usw. bietet, wenn er nicht erkennt wie dumm, hässlich, dreist, banal und simpel sein "fahrendes Zimmerchen" ist, für das er oft eine beträchtliche Energie aufwendet, ja sogar sein Geld zusammenkratzt. Unter anderem kauft er deshalb biliges Fleisch und quält damit wehrlose Tiere.

    Ein Freund sagt mir mal, als er bemerkte, dass mich die allgemeine Ignoranz bedrückte und ich nach möglichen Gründen forschte:
    "Schau, der Mensch ist sehr einfach, es lohnt sich garnicht über ihn nachzudenken."

    Vor vielén Jahren zeigte das Titelblatt eines
    Nachrichtenmagazins einen Steinzeitmenschen der scheinbar unbeholfen am Computer sitzt. Auf dem Bildschirm ist ein "Atompilz" einer nuklaaren Bommbenexplosion zu sehen.

    Darunter die Frage:

    "Der Mensch, zu dumm zum überleben?"

    Dass der Mensch so kluge Fragen stellt, wie z.B. ob es Unesndlichkeit gibt und auch sonstige reichlich
    sehr "helle" Leistungen vollbringt, kombiniert mit der Sorge um ihn und um Tiere und Pflanzen lässt mich immer denken und hoffen:

    Da müsste doch mehr drin sein!
  6. #15

    Zitat von mullah_omar Beitrag anzeigen
    Ein klarer Fall on radikal islamischer Gesetzesauslegung, daher das Land sofort bovmbardieren und in die westliche Wertegemeinschaft einfuehren.
    Ich empfehle " Economic Hitman" zu lesen, der geht sehr dezidiert auf die Machenschaften in Ecuador ein.
    Islamistisch Machenschaften in Ecuador? Ecuador ist einer der wenigen Rechtsstaaten in Lateinamerika und kämpft gegen die Neoliberale, sprich Neokoloniale Ausbeutung durch internationale Großkonzerne. Übrigens ist die Bevölkerung zu ca. 75% katholisch dazu noch eine protestantische Minderheit und Anhänger von indigenen Naturreligionen, Islam Fehlanzeige.
  7. #16

    Gutes Urteil, aber...

    ... es fehlt noch die Verurteilung eines Mitschuldigen, nämlich des Staates Ecuador, der die Anlage zusammen mit dem Ölmulti betrieben hat. Die sollten auch noch mal 18 Milliarden draufzahlen, um die Schäden zu beseitigen.
  8. #17

    Sie selbst sind beteiligt!

    Zitat von olli0816 Beitrag anzeigen
    ...
    Vielleicht würden dann die Verantwortlichen von Chevron, BP Monsanto etc. nachhaltiger agieren.
    Genau! Andere sind verantwortlich, so soll es sein!
    Wer nicht der Auto- und Ölindustrie eine klare Absage erteilt, indem
    er nicht oder fast nicht mitmacht, der ist einfach auch mitverantwortlich für die Verseuchungen und die vielen Kranken und Toten durch die Auto- und Ölindustrie.

    Ca. 99 von 100 Personen wünschen sich möglichst billigen Treibstoff und damit sind den ganzen Katastrophen "Tor und Tür geöffnet".

    Es ist kindisch und für einen Erwachsenen sogar schäbig, wenn
    Schuld auf andere geschoben werden soll.
  9. #18

    Zitat von dachauerthomas Beitrag anzeigen
    Islamistisch Machenschaften in Ecuador? Ecuador ist einer der wenigen Rechtsstaaten in Lateinamerika und kämpft gegen die Neoliberale, sprich Neokoloniale Ausbeutung durch internationale Großkonzerne. Übrigens ist die Bevölkerung zu ca. 75% katholisch dazu noch eine protestantische Minderheit und Anhänger von indigenen Naturreligionen, Islam Fehlanzeige.
    Klarer Fall von Ironie nicht bemerkt würde ich sagen ;)
  10. #19

    Danke

    Zitat von frodosix Beitrag anzeigen
    Klarer Fall von Ironie nicht bemerkt würde ich sagen ;)
    Danke, wenigstens einer wach hier :-)
    Gruesse aus Mucat/Oman








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