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Ebay und Co.: Finanzaufsicht will Online-Händler kontrollieren

SPIEGEL ONLINEWer im Internet Zahlungen für andere abwickelt, braucht dafür eine Erlaubnis - das verlangt die Finanzaufsicht BaFin. Ihr Vorgehen verwirrt: Ebay braucht eine Lizenz, MyTaxi nicht, Amazon und Rakuten vielleicht. Die Behörde spricht von "Unklarheiten im Einzelfall".

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...845608,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer im Internet Zahlungen für andere abwickelt, braucht dafür eine Erlaubnis - das verlangt die Finanzaufsicht BaFin. Ihr Vorgehen verwirrt: Ebay braucht eine Lizenz, MyTaxi nicht, Amazon und Rakuten vielleicht. Die Behörde spricht von "Unklarheiten im Einzelfall".

    BaFin will Online-Plattformen regulieren - SPIEGEL ONLINE
    Wie soll das funktionieren?
    Angenommen ich verschlüssle meine Verbindung und
    nutze auch noch den DNS eines Providers im Ausland,
    ja dann guckt nicht nur der lokale Provider ganz schön
    blöd in die Röhre, sondern erst recht der Händler.
    Beide, der Provider und der Händler, sehen lediglich die
    Mixed-Proxies-Adressen und mehr nicht.
  2. #2

    Eigentlich ziemlich klar und auch richtig für den Kunden!

    Dass Mytaxi, jetzt vielleicht keine Lizenz braucht, ist zwar unklar. Dass aber Ebay nach dem Lieferando-Urteil eine braucht, ist logisch und auch richtig.

    Erstens kann es ja nicht sein, dass Ebay das Geldwäschegesetz umgehen darf, obwohl sie Geld weiterleiten, Paypal als Schwesterunternehmen hingegen nicht. Wenn Geldwäsche verhindert werden soll, muss das auch Konsequent geschehen.

    Zweitens ist die Weiterleitung von Geldern zu Recht an bestimmte Auflagen gebunden. Das betrifft den ordentlichen Umgang mit den Geldern (die ja nicht dem Unternehmen gehören!), Datensicherheit und die Frage: Was passiert im Falle der Insolvenz des Dienstleisters?

    Insofern alles korrekt. Und soll sich keiner über die Bürokratie beschweren! ALLE Online-Händler müssen ab 1.8. ein völlig schwachsinniges Button-Gesetz befolgen!
  3. #3

    Zitat von snoook Beitrag anzeigen
    Dass Mytaxi, jetzt vielleicht keine Lizenz braucht, ist zwar unklar. Dass aber Ebay nach dem Lieferando-Urteil eine braucht, ist logisch und auch richtig.

    Erstens kann es ja nicht sein, dass Ebay das Geldwäschegesetz umgehen darf, obwohl sie Geld weiterleiten, Paypal als Schwesterunternehmen hingegen nicht. Wenn Geldwäsche verhindert werden soll, muss das auch Konsequent geschehen.

    Zweitens ist die Weiterleitung von Geldern zu Recht an bestimmte Auflagen gebunden. Das betrifft den ordentlichen Umgang mit den Geldern (die ja nicht dem Unternehmen gehören!), Datensicherheit und die Frage: Was passiert im Falle der Insolvenz des Dienstleisters?

    Insofern alles korrekt. Und soll sich keiner über die Bürokratie beschweren! ALLE Online-Händler müssen ab 1.8. ein völlig schwachsinniges Button-Gesetz befolgen!
    So klar wie sie das glauben ist das keineswegs - weil hier meistens überhaupt keine "Gelder" weitergeleitet werden!
    Als "Geld" gilt immer noch nur das gesetzliche Zahlungsmittel der Notenbanken - also "Bargeld" .. Das Buchgeld der Banken ist aber überhaupt kein "Geld" sondern eine Verrechnungseinheit zwischen Banken - und "verläßt" auch nie die Bank!

    Eine Zahlung eines Kunden erfolgt nach Gesetz immer noch auf einem genau vorgeschriebenen Weg - der "Kunde will von seinem Konto etwas überweisen - dann muss die Bank dafür bei der Bundesbank "Notenbankgeld ordern" - dieses wird dann zur anderen Bank transferiert - und dort "zahlt die Bank" dieses wieder bei der Notenbank ein - um dafür dem Konto eine "Buchgeld-gutschrift" zu geben!

    Aber Onlinehändler sind eben keine Banken - sie "überweisen pberhaupt nichts" , sondern sie geben an Banken nur "Überweisungsaufträge weiter" - der "Geldtransfer" erfolgt immer über Bank -> Notenbank -> Bank .. zwangsweise per Gesetz!

    Und die Bank MUSS notieren von wem sie Geld an wenn überweißt - dafür haben die Onlinehändler letztlich auch keine Ahnung oder irgendeine Kontrolle - da sie nicht über die "Kundendaten" sondern auschließlich über die Daten der "Banken" die diese ihnen geben verfügen!

    Insofern ist da die Auslegung der Bafin schon mehr als dubios, weil sie hier reine Buchungs- und Buchungsauftrags Sammeln überwachen will - was schlicht auch mit den Bankengesetzen und der durchaus vorhandenen Liste der EZB wer eigentlich "zu Geld-transfers berechtigt ist" nicht übereinstimmt!


    Und der Button ist nicht schwachsinnig, weil dieses "Weiter" einfach missbraucht wurde um "Zahlungen von Waren und Abos" zu verschleiern - es wurden damit regelrecht Kriminelle Handlungen durchgeführt in Mrd. Umfang!

    Ein Teil der Online-Händler wird demnächst eben ihr betrügerisches Abzockesystem nicht mehr weiter betreiben können - schwachsinnig ist es keineswegs "Klare und unmissvertändliche aufschriften" für die Kunden zu fordern und auch umzusetzen!
  4. #4

    Falsche Adressen!

    Die BAFIN hätte eigentlich genug damit zu tun gehabt, die bekannten Bangster-Aktivitäten unter Kontrolle zu halten, die ja wohl die halbe Welt an den Rand des Abgrunds gebracht haben-aber das läuft wohl eher unter dem Begriff "Family and Friends"!
  5. #5

    Danke

    Vielen Dank für die quasi regierungsamtliche Bestätigung, dass Deutschland in der Lage ist, auch die letzte Klarheit in Sachen Steuer -und Finanzgesetzgebung zu eliminieren
  6. #6

    Lange überfällig

    Ebay versucht mit PayPal ein Quasimonopol des Geldverkehrs durchzusetzen. Das ist auch kartellrechtlich bedenklich. Die Reaktion ist lange überfällig. Es gibt in anderen Ländern längst Einschränkungen für PayPal.
    Ich sehe keinen Anlass, einem US Bezahldienstleister, die europäische Zahlungsabwicklung zu überlassen.
  7. #7

    Macht ja Sinn

    Also die Überschrift ist erstmal verwirrend, dachte erst jeder Onlineshop braucht jetzt sowas.
    Aber betroffen sind ja nur Marktplatzanbieter die als zusätzlichen Service den Zahlungsverkehr zwischen Verkäufer und Käufer abwickeln wollen.
    Ein solcher Service sollte natürlich nur vertrauenswürdigen Anbietern* erlaubt sein. Und da Vertrauen gut aber Kontrolle besser ist, sollte es da schon ein Kontrollorgan geben und da es ja schon eins für Banken gibt, fällt das wohl in deren Tätigkeitsbereich. Es beschwert sich ja auch niemand, dass es nicht so einfach ist eine Banklizenz zu erhalten.

    * Man stelle sich nur vor Startup Bastelbude verliert einfach mal eine Tagescharge Zahlungen, dann ist aber die Hölle los. Oder ebay beschliesst die Gelder alle vermutet USA-kritischer User einzufrieren - könnten ja Terroristen sein.
  8. #8

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Als "Geld" gilt immer noch nur das gesetzliche Zahlungsmittel der Notenbanken - also "Bargeld" .. Das Buchgeld der Banken ist aber überhaupt kein "Geld" sondern eine Verrechnungseinheit zwischen Banken - und "verläßt" auch nie die Bank!
    Prima. Das heißt, wenn ich zb. mein Geld auf die Bank gebracht habe und die wird insolvent, dann sind die ganzen Bank-Runs nutzlos, denn es geht sowieso kein Geld verloren und ich kriege alles wieder zurück?

    Oder war der Fehler, es überhaupt dorthin gebracht zu haben, womit sich das Geld, das ich auf mein Konto eingezahlt habe einfach in Luft aufgelöst hat?


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