E-Reader und Shops: Was die neuen E-Book-Angebote taugen

Literaturklassiker gibt es im deutschen E-Book-Angebot zwar nicht, aber immerhin verkaufen die Händler inzwischen Digitalausgaben vieler aktueller Bestseller. Diese Auswahl und neue Geräte machen die Modelle erstmals interessant für Leser - SPIEGEL ONLINE hat sie getestet.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...723740,00.html
  1. #80

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    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Mich interessieren vor allem Fachbücher als EBooks.

    Bestseller lese ich i.a. nur einmal und stelle dieses dann in den Bücherschrank. Und ich lese nur einen Roman nach dem anderen. Ein maximal 2 Bücher in den Koffer ist ja kein Problem.

    Ich empfinde das Angebot bei deutschsprachigen Fachbücher noch als extrem gering.
    Das von mir geschilderte Erstellen eigener eBooks ist natürlich nur möglich, wenn man das Papierbuch selber zur Verfügung hat. Ich kann dann schon verstehen, wenn mancher sagt: Wenn ich das Buch sowieso schon habe, wozu brauche ich dann ein eBook? "und stelle dieses dann in den Bücherschrank". Die Frage ist dann nur, was machen Sie, wenn der Bücherschrank voll ist? Die eigene eBook-Erstellung ist, ich gebe es zu, wohl eher nur etwas für Vielleser, oder für Leute mit exorbitanten Privat-Bibliotheken, es geht hier um den Platz.

    Was die Fachbücher angeht, so ist mein Eindruck, daß die Verlage gerade hier den Übergang ins eBook pushen. Meine örtliche Stadtbücherei bietet seit wenigen Wochen auch die Verleihe von eBooks übers Internet an. In der Kategorie "Belletristik & Unterhaltung" gibt es 57(!) ausleihbare Bücher, in "Sachmedien & Lernen" immerhin schon 2012, zusätzlich in "Schule & Lernen" nochmal 760. Wenn das Fach also nicht zu speziell ist, sollte man hier schon fündig werden können, die Verlage scheinen jedenfalls einiges anzubieten.

    Was diese übers Internet verleihbaren Bücher angeht (und über kurz oder lang wird das jede öffentliche Stadtbibliothek anbieten), wird das häufige "Ich will mein eBook bis in alle Ewigkeit besitzen und nutzen können"-Argument gegenstandslos. In diesem Kontext ist DRM/Kopierschutz gar keine Verschlechterung der bisherigen Situation, denn auch bisher musste man ausgeliehene Bücher nach wenigen Wochen wieder zurückgeben und konnte sie danach nicht mehr nutzen.

    Wichtig für den Reader-Käufer, der diese Angebote wahrnehmen will: Man sollte sich kundig machen, ob der jeweilige Reader das DRM-Verfahren der Stadtbücherei versteht (mit calibre o.ä Konvertierungsprogrammen ist da rein gar nichts zu machen!). In der Regel wird dies "Adobe Digital Editions" sein.
  2. #81

    Kann ich bestaetigen

    Zitat von Emphyrio Beitrag anzeigen
    Das sind alles Probleme, die bei der eBook-Erstellung mit "Adobe Acrobat OCR", das ansonsten scheinbar wenig bekannt ist, nicht auftreten können.

    Üblicherweise versucht OCR (Optische Zeichenerkennung) jedes Zeichen auf Deibel komm raus zu erkennen. Es gibt dabei eine gewisse Fehlerrate, d.h. solche OCR-erkannten Texte kann man im Grunde ohne Korrekturlesen niemandem zumuten. eBook-Ersteller (außerhalb der Verlage) müssen also folgendes machen:

    ...
    In Buechern, die man bei Amazon kauft, stelle ich haeufig Fehler fest. Da wird aus "in" ein "m" oder aus "!" ein "l" und aehnliches.
    Dabei handelt es sich z.B. um ein Buch, das im Jahre 1975 geschrieben wurde. Deswegen musste es wohl muehsam eingescannt und durch ein OCR geschickt werden.

    Was man bei diesem System von Adobe dann vermutlich auch nicht kann:
    Text to Speech, gerade auf Lesegeraeten hilfreich?
    Inhalte kopieren in andere Applikationen, um z.B. Inhalte im Dictionary nachzuschlagen?
  3. #82

    .

    Zitat von plerzelwupp Beitrag anzeigen
    Das stimmt so nicht ganz. Auch pdf-Dateien können problemlos skaliert werden - zumindest bei den neueren Geräten. Somit eignen sich auch pdf-Dateien zum Lesen längerer Texte/ Büchher. Selbstverständlich muss hierzu der Text eingebettet sein. Oftmals bemerkt man kaum einen Unterschied zum *. epub-Format.

    Im Allgemeinen wäre das epub-Format jedoch empfehlsenswerter.
    Danke an Sie und andere für diese Info. Das wusste ich bisher noch nicht. :-)

    Kurz gesagt ist mir aber egal, worauf sich Hersteller und Verlage einigen. Ob PDF, mobi, sonstwas, Hauptsache, alle ziehen an einem Strang.
  4. #83

    .

    Zitat von plerzelwupp Beitrag anzeigen
    Das stimmt so nicht ganz. Auch pdf-Dateien können problemlos skaliert werden - zumindest bei den neueren Geräten. Somit eignen sich auch pdf-Dateien zum Lesen längerer Texte/ Büchher. Selbstverständlich muss hierzu der Text eingebettet sein.
    Also ich habe bisher noch keine Reflow-Lösung gesehen, die bei einer annehmbaren Anzahl von Dokumente ein annehmbares Ergebnis brachte. Das Layout sah regelmäßig einfach scheußlich aus.

    PDF ist von Grund auf für den Einsatz auf eBook-Readern ungeignet. Seine ureigenste Aufgabe ist, das Layout eines Dokuments auf jedem Gerät exakt 1:1 zu replizieren. Die Aufgabe eines eBook-Readers hingegen ist, den Buchinhalt auf dem verbauten Bildschirm möglichst optimal lesbar darzustellen. Diese beiden Ziele sind in der Mehrzahl der Fälle unvereinbar.
  5. #84

    NOOKcolor

    Ich hatte heute endlich die Moeglichkeit, das NOOKcolor laenger und vor allem unbeaufsichtigt in der Hand zu halten und damit zu spielen. Hier mein Eindruck - ein absoluter Knueller. Der Bildschirm ist sehr klar, selbst kleine Buchstaben sind klar lesbar. Die response time des Screens ist gut. Er kann alles was das IPhone und IPad auch koennen. Navigieren mit dem Finger Tip, scrollen, vergroessern, alles was man so braucht. Es hatte viele Einstellungsmoeglichkeiten wie default Hellichkeit, Lautstaerke, home Page, usw. Das Laden der Pages (ich habe den Spiegel aufgerufen)ist schnell (Wifi), dreht man das NOOKcolor vertikal folgt der Bildschirm zur setting Landscape.
    Die (virtuelle) Tastatur ist gut zu bedienen (selbst mit meinen Fingern), man vertippt sich nicht so einfach.
    Das Kinderbuch das ich mir angesehen habe, war wahlweise zum Vorlesen (der Lautsprecher ist eingebaut) oder zum selberlesen. Die Farben sind klar und leuchtend, wie es Kinder moegen. Das (Lese)Buch, das ich danach aufgeschlagen habe war deutlich und klar lesbar. Die zusaetzliche Speicherkarte (bis 32 GB, 8 GB sind eingebaut) ist hinter einem kleinen Deckel in der Naehe der Aussparung, der Deckel ist gegen Verlieren gesichert (wichtig). Der Speicher war 89% frei. Das Geraet hat einen Ein/Ausschalter, zwei Schalter fuer die Lautstaerke (praktisch) und eine USB Buchse. All die social Networks (Twitter, Facebook) werden unterstuetzt.
    Ich bin total begeistered (und ich bin ein kritscher Mensch), vor allem weil ich mir das NOOKcolor (als einer der ersten) schon bestellt habe. Es ist klar der Klasse der IPad's zuzuordnen. Wem das IPad zu gross und zu teuer ist, sollte sich unbedingt das NOOKcolor einmal ansehen (BN.com) Der Preis ist $249 (plus Tax). Die Medien (CNN, Bloomberg, NY Time) hier berichten den ganzen Tag ueber das Nookcolor in sehr positiver Form.
    HD NY
  6. #85

    Warum unbedingt Farbe?? Ich verstehs nicht....

    Zitat von hdudeck Beitrag anzeigen
    Ich hatte heute endlich die Moeglichkeit, das NOOKcolor laenger und vor allem unbeaufsichtigt in der Hand zu halten und damit zu spielen. Hier mein Eindruck - ein absoluter Knueller.
    Als Billig-Ipad oder Galaxy Tab Ersatz ist das was B&N da gezeigt hat ja ganz nett aber als ereader halt Schrott.
    Darüber das ein LCD zum lesen nicht taugt kann man ka trefflich diskutieren, aber wenn B&N jetzt schon ca. 8h Akkulaufzeit angibt ist das indiskutabel (besonders da diese Angaben real eigentlich nie erreicht werden).

    Sobald das Gerät gerootet ist, und damit ein vollwertiges Android Tablet draus wird, kann man bei dem Preis nix sagen. Aber Konkurrenz zu den hier angesprochenen Geräten ist das nicht...
  7. #86

    ...

    Zitat von distributer Beitrag anzeigen
    Was man bei diesem System von Adobe dann vermutlich auch nicht kann...
    Sie haben leider recht, es gibt keine OCR, die hundertprozentig richtig liegt. "Adobe Acrobat OCR" hat, was die optische Wiedergabe angeht, aufgrund eines Tricks zwar die (nahezu) 1:1 Wiedergabe des Originallayouts und -textes erreicht, aber der hinter dem Erscheinungsbild steckende Text wird eben auch nur fehlerhaft erkannt, und somit hat Text-To Speech ein Problem, und kopierte Textteile können dann auch Fehler beinhalten.

    Die beste, d.h. fehlerfreieste OCR macht ein Produkt, welches die OCR-Engines einer großen Anzahl von OCR-Produkt-Herstellern gleichzeitig über den Text laufen lässt. Programmintern wird dann zwischen den Resultaten "abgestimmt"... aber auch hier gibt es noch Restfehler... was machen Sie, wenn 5 OCR-Engines melden, sie hätten ein "f" erkannt, und andere 5 mit gleicher Wichtung, es wäre ein "j"?

    Im Grunde kommen die Verlage nicht um ein sorgfältiges Korrekturlesen des OCR-Resultates herum. Dies müssen sie ja auch bei Papierbüchern machen. Nicht nur, wenn der Text elektronisch vom Autor geliefert wird, sondern auch, wenn ältere, d.h. nicht elektronisch vorhandene Bücher neuaufgelegt werden sollen, oder der Autor gar nicht elektronisch liefern will (das Recht, das zu tun, werden aber wohl nur noch Bestsellerautoren bzw. Literatur-Stars für sich durchsetzen können).

    Sollten Verlage bei der eBook-Erzeugung in der Qualitätskontrolle wirklich mit weniger Sorgfalt vorgehen als bei der Papierbuchproduktion (ich kann nicht beurteilen, ob das so ist), so fände ich das angesichts der weitgehenden Preisgleichheit doch ziemlich unfair.

    Ich denke, Verlage wollen die eBooks eigentlich nicht. Ich kann das verstehen, denn eBooks werden (auf längere Sicht) die Buchmärkte umkrempeln, so wie die Musikmärkte durch mp3 umgekrempelt wurden. Mit Tonträgern ist heute kaum mehr Geld zu verdienen, Ausnahme "Mega"stars. Normale Bands verdienen Geld im Grunde nur noch durch Auftritte, wenn überhaupt. Denn ein Live-Auftrittserlebnis ist nicht kopierbar. Diese Ausweichmöglichkeit gibt es in der Literatur nicht. Wenn in 10, 20 oder vielleicht 30 Jahren (nächste Lesergeneration, die mit dem eBook aufwächst) das eBook-Reading so gängig sein wird, daß die Titel sofort nach Erscheinen raubkopiert und an alle Interessenten per Internet verteilt sind, weicht die Branche dann zur Kompensation der Umsatzeinbrüche auf welche Geldquelle aus? Mir fällt keine ein. Autorenlesungen? (Kleiner Scherz)

    Die Branche ahnt das doch voraus, so naiv, das nicht zu tun, ist dort wohl kaum jemand. Deswegen die äußerst schleppende Entwicklung im Angebot der Verlage... man weiß, der Untergang wird kommen, aber man kann ihn wenigstens verzögern. Vielleicht z.B. dadurch, daß man die Kunden negativ gegen das eBook einstimmt, indem man es voller Rechtschreib-Fehler und mit schikanös empfundener DRM verkauft.
  8. #87

    ...

    Zur leidigen Frage "Ist iPad (o.ä. Geräte) nun ein Reader oder nicht" kann man noch einen Gesichtspunkt hinzufügen:

    Die in der Regel höhere Rechenleistung der iPads oder ähnlicher Allroundgeräte sowie die Tatsache, daß es sich nicht um geschlossene Umgebungen handelt, sondern um auch von anderen als den Herstellerfirmen programmierbare Geräte, gibt hier die Chance, elektronische Bücher anzubieten, die mehr sind als nur eine Kopie des Papierbuchs. Künftige eBooks können auf iPad & Co auch Funktionalität enthalten, die über das Seitenumblättern hinausgehen. Wer "Alice in Wonderland" auf dem iPad kennt, weiß, was ich meine. Interaktive Elemente aller Art werden möglich. Entweder nur dekorativer, d.h unterhaltender Natur, oder aber auch z.B. in Fachbüchern Funktionen, die das Lernen unterstützen. Z.B. erklärt ein Fach-Text die Regeln, die in einem bestimmten System gelten (z.B. einem ökologischen), und statt herkömmlichen statischen Abbildungen ist in die Buchseite eine Simulation eingebettet, die das vorher erklärte System und seine Regeln modelliert, wobei der Leser dann Inputs, Randbedingungen usw. verändern kann und die Ergebnisse gleich berechnet und angezeigt bekommt, und anhand solcher Veranschaulichung viel wirksamer begreift. Oder ein Lehrbuch einer Programmiersprache enthält gleich unten auf den Seiten ein eingebautes Compilerfensterchen, in dem man durch eigene kleine Progrämmchen direkt das eben Gelernte ausprobieren kann.

    All das (ich nenne es einfach mal eBook 2.0) ist mit den dedizierten eBook-Readern, die bisher auf dem Markt sind, nicht oder nur sehr schwer zu verwirklichen. Dafür sind sie einfach nicht geschaffen.
  9. #88

    Titel braucht kein Mensch

    Zitat von hdudeck Beitrag anzeigen
    Sorry, aber das ist Bloedsin - es gibt das Kindle Wifi ohne Mobilfunknetzbetreiber und dies ist auch nicht erhaeltlich. Der deutsche Markt wird durch das Urheberrecht reglementiert, damit wollen sich Amazon und CO nicht belasten.
    Der Artikel ist vom 27.06.2009. Der Kindle unterstützt wlan aber erst seit der dritten Generation die am 27.08.2010 erschienen ist. Der US/UK Markt wird also nicht durch das Urheberrecht reglementiert? Das ist mir neu.

    Es gibt in Deutschland einige kommerzielle ebook Anbieter (buecher.de, libri.de, ...) und ausgerechnet einem Großkonzern wie amazon soll die rechtliche Lage in Deutschland, immerhin deren zweit größter Markt, zu komplex sein?

    In jedem Markt in dem der kindle verfügbar ist gibt es auch den umts/3g zugriff.
  10. #89

    3G weltweit? Nicht ganz...

    Zitat von WissInter Beitrag anzeigen
    Der Artikel ist vom 27.06.2009. Der Kindle unterstützt wlan aber erst seit der dritten Generation die am 27.08.2010 erschienen ist. Der US/UK Markt .....
    Dazu findet man hier die "Global Coverage Map" von Amazon:
    http://client0.cellmaps.com/tabs.html#cellmaps_intl_tab