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E-Books: "Nicht jeder Kunde verhält sich logisch"

Axel Nehen ist Pragmatiker: Zum einen will der Chef des Verlages Addison-Wesley sein Programm als E-Books veröffentlichen, zum anderen hält er den Hype für überzogen. SPIEGEL ONLINE erklärte er, was noch fehlt zum Boom des elektronischen Buches.

http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/...585535,00.html
  1. #20

    keine Grundsatzdiskussion Buch oder ebook

    Der Thread hier entwickelt sich genau wie der letzte Thread zum Thema ebooks. Der eine sagt brauch ich nicht und brints aberwitzige Argumente um seine Aussage zu untermauern, die anderen stellen die Vorteile eines Ebooks klar heraus.

    Ich würde mich wirklich freuen wenn es hier nicht auch wieder in einer Grundsatzdiskussion endet sonder man sich eher mit den Aussagen aus dem Interview beschäftigen würde.

    Zum Interview: PDF? Ein für ebooks nur sehr bedingt geeignetes Format wenn man nicht gerade einen Reader im A4 Format benutzt. HTML sehe als durchaus geeignetes Format. Üblich ist heute häufig .rtf.
    DRM? Hoffentlich lernt man aus den Fehlern der Musik und Filmindustrie und gibt nicht Geld aus um einen Schutz zu entwickeln der dann sowiso geknackt wird.
    Preise? Die Buchpreisbindung sollt für ebooks nicht gelten. Warum soll ich Druck, Logistik, Groß-und Einzelhandel bezahlen.

    P.S.: Schon heute werden Bücher gescannt, korrektur gelesen und sind dann im Internet zu finden. Also kann man das DRM gleich weglassen das spart allen Beteiligten Zeit und Geld. :-)
  2. #21

    Buchpreise (auch mit -bindung)

    Zitat von gftu Beitrag anzeigen
    Preise? Die Buchpreisbindung sollt für ebooks nicht gelten. Warum soll ich Druck, Logistik, Groß-und Einzelhandel bezahlen.
    Die Buchpreisbindung bedeutet nicht, daß gedruckte und elektronische Bücher den selben Preis haben müssen, sondern nur, daß der Verlag einen verbindlichen Preis vorgibt. (Hardcover und Taschenbuch haben ja auch meist unterschiedliche Preise.) Es ist also durchaus mit Buchpreisbindung möglich, daß ein Verlag die Ersparnisse bei Druck, Logistik und Zwischenhandel teilweise an die Käufer weitergibt.

    Und diese Ersparnisse sind je nach Auflage erheblich. Bei kleinen Auflagen können die Druckkosten 20-30% des Buchpreises ausmachen. Der Groß- und Einzelhandel bekommt ca. 50% des Buchpreises, nicht zuletzt wegen Logistik, Lagerhaltung etc., was bei e-books nicht anfällt. Der kleinste Anteil an den Kosten fällt für den viel beschworenen Inhalt an. Nur 5-10% fallen normalerweise für den Autor ab. Auch das unternehmerische Risiko des Verlages ist bei e-books deutlich kleiner, da er nichts auf Vorrat erstellen und vorfinanzieren muß.

    Es gibt also reichlich Potential für Einsparungen, die an die Käufer weitergegeben werden könnten. Ob dieses Potential auch genutzt wird, steht auf einem anderen Blatt.

    e-books zum gleichen Preis wie Papierbücher sind jedenfalls maßlos überteuert.
  3. #22

    Warum das ebook sich nicht durchsetzt !

    Weil manche Menschen abends (und im Urlaub) keine technischen Geräte WOLLEN !

    Wenn ich abends gemütlich vor dem offenen Kamin sitze und ein Buch lese, dann will ich keine Menüs bedienen und Knöpfe drücken ! NEIN, NEIN, NEIN ! Dann genieße ich meinen Feierabend und da will ich was haptisches echtes. Denn am Tag hab ich genügend Technik und Computer um mich rum. Das Handy, das Navi usw. Deswegen hab ich auch noch (selbstgebrannte) CDs, daß ich meine Musik OHNE JEDEN COMPUTER und OHNE JEDES RUMGEKLICKE hören kann.
    Nungut, Tasten am CD-Player muß ich noch drücken, aber da komm ich nicht drum rum. Das war schließlich auch bei den Römern so (kleiner Scherz am Rande :-)

    Abends genieß ich den Feierabend auf der Ledercouch mit Kerzen, das Feuer im Kamin knistert und ich - als Vielleser - habe mein Buch in der Hand. Es fühlt sich einfach schon gut an, ein Buch in der Hand zu haben. Bücher sind hunderte von Jahren schon ein begleiter der Menschheit. Es ist was ganz natürliches, was zum Leben gehört. In unsere heutigen Gesellschaft gibt es soviel technischen "Spielkram", das interessiert mich nicht. Klar nutze ich auch die Errungenschaften eines Handy oder eines Telefons. Aber manchmal lasse ich mein Buch sinken und blicke ins Feuer, und dann lese ich einfach weiter. Ein völlig WIDERLICHER Gedanke wäre, beim Weiterlesen schon wieder irgendwo eine Taste bedienen zu müssen oder zu kucken wo welches Menu ist.
    Oder auch nur drandenken zu müssen, daß Teil irgendwann wieder aufladen zu müssen. Ob sich das ebook gut bei Kerzenlicht oder Kaminlicht liest ? Glaub ich einfach nicht.

    ICH werde garantier KEINE ebooks kaufen ! Und wenn das Gerät nur 10 Euro kostet ist mir völlig wurst. Wer das kaufen will soll es tun, ich bleibe bei Büchern.

    (Es ist auch toll, vor dem Bücherschrank zu stehen und seine "Schätze" zu betrachten. Das kann man mit einem eBuch nicht !)
  4. #23

    Manche?

    Zitat von ramarama Beitrag anzeigen
    Warum das ebook sich nicht durchsetzt ! Weil manche Menschen abends (und im Urlaub) keine technischen Geräte WOLLEN !
    Und weil _manche_ Menschen es nicht wollen, wird es sich nicht durchsetzen? Gehört zu diesen "manchen" der geheime Welt-Imperator?
  5. #24

    :

    Zitat von kljkl Beitrag anzeigen
    (übrigens, ich habe letztens 12 Stunden für den Download eines PC-Spiels gebraucht)?
    Nun hat ein PC Spiel locker 4 Gigabyte und ein Text-Ebook hat 0,5 Megabyte (mit vielen Bildern wird mehr, klar)








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