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E-Books für iPad und Co.: Es geht auch ohne

Mehr Geld für Autoren: Ob für iPad und Kindle oder als Book-on-Demand, Bücher lassen einfach selber verkaufen, ganz ohne Verlag. Bestseller-Schreiber Markus Albers hat es ausprobiert - und ist überrascht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...687744,00.html
  1. #20

    ...

    Zitat von emer38 Beitrag anzeigen
    Wenn der Inhalt eines e-Buches anspricht, kann man den Schritt zur eigenen Vermarktung wagen, wenn man bereit ist, die hierfür erforderliche Zeit zu investieren. Hierzu gehört u.a. eine aussagefähige Homepage mit Bestellmöglichkeit (kann aber sehr teuer werden, wenn die Homepage nicht in Eigenarbeit erstellt wird). Muss man die eigenen Zeitaufwendungen nicht kalkulieren (weil man z.B. Rentner ist), lässt sich ein e-Buch kostengünstig anbieten - und es verbleibt ein erfreulicher Überschuss. Aus eigener Erfahrung als Selbstverleger: Druckbuch wurde zu Euro 16,50 verkauft; Neuausgabe als e-Buch kostet Euro 6,00. Zusammen wird aktuell eine vierstellige Auflagenhöhe erreicht.

    Das A und O ist aber: man muss zu Eigenleistungen bereit/fähig sein und sein Haupteinkommen außerhalb der e-Buch-Vermarktung haben. Dann ist es ein äußerst interessantes Betätigungsfeld.
    Die Bestellmöglichkeit kann auch aus einem Link bestehen von einem Portal das meinetwegen die Autoren selbst betreiben und das nur kostendeckend arbeiten muß.
    Auch die Hompage kann von mehereren geteilt werden.
    Mit Foren, Buchvorstellungen, Kritiken, Terminen usw.

    http://litcolony.de/ Hatte ich schon mal gepostet.
  2. #21

    Wa(h)renwert

    Zitat von number12 Beitrag anzeigen
    Lesen Sie Ihre Bücher tatsächlich noch ein zweites Mal? Bei uns stehen noch „die Klassiker“, aber die normalen Taschenbuchausgaben geben wir gleich weiter zu Oxfam.
    Da haben Sie etwas falsch verstanden. Ich sagte nicht, dass Bücher vom Käufer ein zweites Mal gelesen würden.

    Wenn Sie Ihr Buch für 9,90 kaufen und dann an Oxfam weitergeben, bleibt ein Wert bestehen. Oxfam verkauft das Buch dann nochmal für - sagen wir - 5 Euro. Eine schöne Spende.

    Kaufen Sie ein E-Book, bleibt nach dem Lesen nur digitaler Müll, nicht weiter verwertbar. Dafür tragen Sie die Kosten für das Lesegerät und für das Speichern.

    Ist es nicht erstaunlich, wie mit diesem Artikel die Autoren geadelt werden und der Handel verteufelt?
  3. #22

    .

    Zitat von frank_lloyd_right Beitrag anzeigen
    Ich wäre jederzeit bereit, dem Autor selbst mehr zu zahlen,
    als Äppel oder irgenddeinem anderen Geschäftemacher.
    Das wäre bei amazon ja der Fall, wenn der Artikel richtig ist, dann bekommt der Autor bei Amazon 65% (wenn kein Verlag dazwischen abgreift), bei einer Taschenbuchver£offentlichung ca 1%.

    Zitat von frank_lloyd_right Beitrag anzeigen
    Voraussetzung ist natürlich, daß ich ziemlich sicher sein
    kann, daß mir sein Produkt ewas gibt - das war bei mir
    und anderen immer schon entscheidend beim Buchkauf,
    wie lange habe ich in Buchhandlungen erst geblättert -
    oder, in Eile, bei Prosa einen mir bekannten Namen
    gewählt... letzteres ist für Newcomer ein Problem.
    Auch die Sprache, man sollte Englisch zur Muttersprache
    hinzufügen und sich erst dann ins Netz wagen...
    für die meisten sicher ein Problem, aber der Riesenmarkt !

    Es braucht Leseproben und Inhaltsangaben (sowas findet man
    bei Amazon kaum), hier hat der Autor echt Chancen, sich
    auf seiner eigenen Seite selbst besser zu vermarkten.
    Natürlich ist derzeitig das Englischsprachige Angebot grösser, allerdings bietet Amazon.com (nicht .de) m. W. ziemlich systematisch Leseproben an, ich kaufe manchmal E-Books blind, wenn es sich um einen Autor handelt, den ich sammle, aber ansosnten habe ich noch immer eine (eher längere) Leseprobe bekommen.

    Ansonsten kann ich auf den Kindle 2 beliebige .PDF-Dateien laden, das geht von meiner Tageszeitung, bis zu Arbeitunterlagen auf der Reise. Selbst auf dem 6"-Bildschirm des Kindle 2 sind A4-PDF lesbar (selbst hier in der prallen Mittelmeersonne, was man weder vom IPad, noch von irgendeinem anderen Note/Netbook behaupten kann, das ist der Unterschied zwischen E-Ink, und LCD/LED-Bildschirmen.)

    Eine Ebookseite, die Autoren beim Vermarkten hilft,
    werden wir bald hochziehen, Novelibro.com -
    aber da werden wir hoechstens 10 Prozent "schneiden",
    nicht umgekehrt !
    Die Domain "schlummert" seit 7 Jahren und wartet auf
    ein günstiges Klima, so wie die Autoren...
    allmählich wird es interessant.

    Ich selbst lese ja erst Bücher auf Computern,
    seitdem es anständige Netbooks gibt, darum
    wundert mich die Verzögerung auch gar nicht.
    Ich war nur überrascht, daß sich das Lesen nun
    optisch angenehmer gestaltet als mit einem echten Buch,
    auch der Effekt, daß man beim Lesen das Buch entweder
    extrem vorsichtig handled oder es teilweise zertört,
    hat sich erledigt.[/QUOTE]
  4. #23

    E-Books für iPad und Co: Es geht auch ohne

    Zitat von honigdachs11 Beitrag anzeigen
    Der durchschnittliche Autor eines durchschnittlichen Taschenbuchs bekommt nicht rund zehn Prozent vom Verkaufspreis eines Exemplars, sondern vom NETTOVERKAUFSPREIS, d.h. nach Abzug der Mehrwertsteuer. Kostet sein Buch 9,95 Euro im Laden, reicht ihm der Verlag also ca. 82 Cent weiter.
    Mit Verlaub, das ist schon lange nicht mehr üblich. 10% haben Autoren bei Taschenbüchern noch nie bekommen, das Höchste der Gefühle waren 5-6%, damals (bis vor ca. 3-5 Jahren) noch vom Verkaufspreis minus MWSt. 10% gab's nur bei Hardcover, und auch da begann die Staffelung meistens bei 8% und steigerte sich mit der Auflage langsam auf 10-12%.
    HEUTE legen so gut wie alle Verlage nur noch Verträge vor, die vom NETTOERLÖS ausgehen, das heißt, Ladenverkaufspreis minus MWST. minus Buchhändlerrabatt. Letzterer liegt bei 50-60%. Fazit: Wenn ich heute 10% vom Nettoerlös bekomme, ist das in etwa die Hälfte von dem, was ich früher bekommen habe. 10% vom Nettoverkaufspreis (= Ladenpreis minus MWSt.) gibt's kaum noch, da heißt es dann immer gleich: "Wenn Sie diese Berechnungsgrundlage möchten, können wir nur noch 5% geben" – womit wir dann beim etwa gleichen Honorar wären, das sich ergibt, wenn man 10% vom NETTOERLÖS bekommt. Mithin halbieren sich die Autorenhonorare zurzeit. So ist die Lage.
    Die Idee mit der Selbstvermarktung übers Internet ist ja schon nicht schlecht, nur: wer garantiert mir, dass das pdf dann nicht ständig weitergereicht wird? Das lässt sich ja ohne weiteres zigfach in die Welt verschicken - unkontrolliert und unbezahlt. Das hebelt dann diese gute Idee ganz fix wieder aus und funktioniert allenfalls bei einem Interessentenkreis, der nicht gut miteinander vernetzt ist.
  5. #24

    .

    Zitat von rachel52 Beitrag anzeigen
    Die Idee mit der Selbstvermarktung übers Internet ist ja schon nicht schlecht, nur: wer garantiert mir, dass das pdf dann nicht ständig weitergereicht wird? Das lässt sich ja ohne weiteres zigfach in die Welt verschicken - unkontrolliert und unbezahlt. Das hebelt dann diese gute Idee ganz fix wieder aus und funktioniert allenfalls bei einem Interessentenkreis, der nicht gut miteinander vernetzt ist.
    Zudem versperrt eine Veröffentlichung in einem Verlag (auch Eigenverlag oder print-on-demand) eine spätere Veröffentlichung in einem anderen Verlag. Die Rechteübernahme ist für Verlage zu aufwendig.

    Da print-on-demand Bücher nie die Auflage erreichen, die ggf. bei einem normalen (Taschen)Buch möglich wären, kann mamn sich bei einem wirklich guten Buch sogar den finanziellen Erfolg zerhageln.

    Print-On-Demand ist nur was fürs Ego. Damit man seinen Namen auf einem Buchrücken sehen kann.
  6. #25

    tja...

    Zitat von rachel52 Beitrag anzeigen
    Die Idee mit der Selbstvermarktung übers Internet ist ja schon nicht schlecht, nur: wer garantiert mir, dass das pdf dann nicht ständig weitergereicht wird? Das lässt sich ja ohne weiteres zigfach in die Welt verschicken - unkontrolliert und unbezahlt. Das hebelt dann diese gute Idee ganz fix wieder aus und funktioniert allenfalls bei einem Interessentenkreis, der nicht gut miteinander vernetzt ist.
    Da wird sich der Autor darauf verlassen müssen, dass es Menschen gibt, die bereit sind, für eine erbrachte Leistung auch Geld zu bezahlen. Wenn mir ein Kumpel einen aus dem Netz gezogenen Film auf Datenträger vorbeibringt und der Film ist gut, dann kaufe ich ihn anschließend. Für Musik gilt das auch. Für mich ist das wie eine Probefahrt beim Autohändler - ist schließlich auch kein Diebstahl. Vielleicht ist das etwas blauäugig; schließlich ist bei einem PDF die Kopie qualitativ nicht schlechter, wie das bei Kopien von DVDs oder MusikCDs gewöhnlich der Fall ist; trotzdem muss man sich ja auch mal den Sinn und Zweck einer Buchveröffentlichung vor Augen halten. Will ich, wie bereits oben erwähnt, nur meinen Namen auf einem Buchrücken? Oder will ich Millionenauflagen und berühmt werden? Auf der Frankfurter Buchmesse hieß es "30.000 Neuerscheinungen in Deutschland pro Monat".
    Bei wie oben beschrieben ca- 600 verkauften Exemplaren oder "Verkaufszahlen, die sich dem Vierstelligen nähern", würde ich mir über die zwanzig Raubkopien noch keine Gedanken machen. Ob ich nun von dreitausend Euro für ein halbes Jahr Arbeit nicht leben kann oder von dreitausendzweihundert, ist gleichgültig. Und wenn mein Buch irgendeinem armen Schwein, dass die Kohle nicht übrig hat, ein klein wenig Licht in sein düsteres Leben bringt, dann hat das Buch in meinen Augen auf jeden Fall seinen Zweck erfüllt. Vom Schreiben leben können, kann sich ein Newcomer offenbar sowieso abschminken, liest man die ganzen Kommentare. Bleibt noch der Gedanke, eine gute Tat vollbracht zu haben. Und wer weiß? Vielleicht gibt´s ja doch noch mehr Leute, die für Leistung auch bereit sind zu zahlen? Ich werde es auf jeden Fall probieren mit der E-Book-Veröffentlichung und wenn´s genug einbringt, kann man den Gewinn ja in eine gedruckte Variante investieren und es ìn Papierform noch einmal probieren :)
  7. #26

    tja...

    Zitat von rachel52 Beitrag anzeigen
    Die Idee mit der Selbstvermarktung übers Internet ist ja schon nicht schlecht, nur: wer garantiert mir, dass das pdf dann nicht ständig weitergereicht wird? Das lässt sich ja ohne weiteres zigfach in die Welt verschicken - unkontrolliert und unbezahlt. Das hebelt dann diese gute Idee ganz fix wieder aus und funktioniert allenfalls bei einem Interessentenkreis, der nicht gut miteinander vernetzt ist.
    Da wird sich der Autor darauf verlassen müssen, dass es Menschen gibt, die bereit sind, für eine erbrachte Leistung auch Geld zu bezahlen. Wenn mir ein Kumpel einen aus dem Netz gezogenen Film auf Datenträger vorbeibringt und der Film ist gut, dann kaufe ich ihn anschließend. Für Musik gilt das auch. Für mich ist das wie eine Probefahrt beim Autohändler - ist schließlich auch kein Diebstahl. Vielleicht ist das etwas blauäugig; schließlich ist bei einem PDF die Kopie qualitativ nicht schlechter, wie das bei Kopien von DVDs oder MusikCDs gewöhnlich der Fall ist; trotzdem muss man sich ja auch mal den Sinn und Zweck einer Buchveröffentlichung vor Augen halten. Will ich, wie bereits oben erwähnt, nur meinen Namen auf einem Buchrücken? Oder will ich Millionenauflagen und berühmt werden? Auf der Frankfurter Buchmesse hieß es "30.000 Neuerscheinungen in Deutschland pro Monat".
    Bei wie oben beschrieben ca- 600 verkauften Exemplaren oder "Verkaufszahlen, die sich dem Vierstelligen nähern", würde ich mir über die zwanzig Raubkopien noch keine Gedanken machen. Ob ich nun von dreitausend Euro für ein halbes Jahr Arbeit nicht leben kann oder von dreitausendzweihundert, ist gleichgültig. Und wenn mein Buch irgendeinem armen Schwein, dass die Kohle nicht übrig hat, ein klein wenig Licht in sein düsteres Leben bringt, dann hat das Buch in meinen Augen auf jeden Fall seinen Zweck erfüllt. Vom Schreiben leben können, kann sich ein Newcomer offenbar sowieso abschminken, liest man die ganzen Kommentare. Bleibt noch der Gedanke, eine gute Tat vollbracht zu haben. Und wer weiß? Vielleicht gibt´s ja doch noch mehr Leute, die für Leistung auch bereit sind zu zahlen? Ich werde es auf jeden Fall probieren mit der E-Book-Veröffentlichung und wenn´s genug einbringt, kann man den Gewinn ja in eine gedruckte Variante investieren und es ìn Papierform noch einmal probieren :)


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