Forum: Blogs
E-Books für iPad und Co.: Es geht auch ohne
Mehr Geld für Autoren: Ob für iPad und Kindle oder als Book-on-Demand, Bücher lassen einfach selber verkaufen, ganz ohne Verlag. Bestseller-Schreiber Markus Albers hat es ausprobiert - und ist überrascht.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...687744,00.html
- #10 10.04.2010 16:48 von
Verkauf über soziale Netzwerke
Das Beispiel zeigt, wohin der Trend im gesamten Verlagswesen geht. Der Mehrwert, den Verlage durch Herstellung und Distribution einem Autorenwerk hinzufügen können, sinkt je effektiver die Distribtionskonzepte des Internets werden.
Herstellungskosten übernimmt ohne hin fast zu 100% schon der Autor, verbleiben noch verschwindend geringe Speicherungskosten für ein Autorenwerk, selbst auf eine Lebensdauer von 100 Jahren gerechnet.
Ich rechne damit, dass auch Apple seine heutige starke Stellung als Distributor von Inhalten aller Art mit IPhone/iPad auf Dauer nicht halten kann. Steve Jobs Versuch, den Menschen zu diktieren, was, wie auf einem Gerät abgespielt werden kann, wird genauso fehlschlagen, wie Diktatoren in der Weltgeschichte am Volk gescheitert sind.
Wir stehen erst am Anfang der Nutzung von sozialen Netzwerken, in denen sich zukünftig alle wesentlichen Distributions-und Verkaufsfunktionen für Autorenwerke im Internet abspielen werden.
Starke Autoren werden eigenen Netzwerke aufbauen, Erstwerke finden ihren Weg über Themengruppen in verschiedenen Netzwerken zum Leser, traditionelle Verlage werden noch froh sein über eigene Lesernetzwerke wenigstens einen Teil des Umsatzkuchens retten zu können.
Otmar Cürten
http://keshoo.com - #11 10.04.2010 17:13 von MarkH
- #12 10.04.2010 20:08 von lassehoffe
Was sie gerne übersehen
Was Sie gerne übersehen, ist, dass es hier darum geht, ein Buch ohne einen Verlag zu verkaufen, und zwar direkt bei ITunes. So wie viele Musiker ihre Musik ohne Label direkt über ITunes verkaufen. Apple übersieht da gar nichts, sondern profitiert davon. Aber in ihrem blinden Apple-Hass-Wahn werden sie das nicht erkennen.
- #13 10.04.2010 20:27 von MarkH
- #14 10.04.2010 20:31 von m-pesch
...
das ist ganz einfach eine Kostenfrage.
Ist das gleicht Theater mit Ebay.
Wird von vielen Verkäufern nur noch als Werbeplattform benutzt weil man darüber so schön Google vollmüllen kann und die Geschäfte werden dann außerhalb gemacht weil die Kunden gar nicht mehr bereit sind die horrenden Provisionen zu zahlen.
Und Ebay ist da gegen Amazon und Apple noch sehr human. - #15 10.04.2010 23:18 von lassehoffe
Danken sie Steve Jobs!
Sie verwechseln da ein paar Dinge. Ebay ist eine Plattform, um Dinge zu versteigern. ITunes ist ein Shop mit festen Preisen - der einzige weltweit, der Menschen erlaubt, Musik, Bücher und Applikationen gewinnbringend an einem Ort zu vertreiben. Was das mit inhumanität zu tun hat, wissen wahrscheinlich nur sie selbst. Ich halte es da eher mit Springerchef Döpfner: "Die Verleger sollten Steve Jobs jeden Tag dafür danken."
- #16 11.04.2010 05:37 von
10%
Der durchschnittliche Autor eines durchschnittlichen Taschenbuchs bekommt nicht rund zehn Prozent vom Verkaufspreis eines Exemplars, sondern vom NETTOVERKAUFSPREIS, d.h. nach Abzug der Mehrwertsteuer. Kostet sein Buch 9,95 Euro im Laden, reicht ihm der Verlag also ca. 82 Cent weiter.
- #17 11.04.2010 05:53 von
Naja, ganz so stimmt das nicht
Es kommt ganz darauf an was veröffentlicht wird. Wenn es der x-millionste Roman ist mag deine Annahme wohl stimmen. Bei Fachbüchern sieht die Sache aber ganz anders aus. Da kann es durchaus vorkommen, dass man gerne eine PDF für 30 Euro kaufen würde, weil man die dann 1. sofort hat und nutzen kann und 2. keine 60 Euro für ein gedrucktes Buch ausgeben muss.
Wenn dem Author nun anstatt meinetwegen 2 Euro beim 60 Euro Buch nun 29 Euro beim Verkauf seines 30 Euro E-Books über seine Website bleiben, dann hat sich das für beide Seiten definitiv gelohnt. - #18 11.04.2010 08:57 von m-pesch
....
So sieht das aus.
Gerade bei Lehrbüchern lohnt sich das für den Autor die Bücher selbst zu vertreiben.Meine Professoren im Studium unterrichteten meist mit eigenen Büchern und bekamen da ziemlich wenig Geld für.
Dem entsprechend alt waren zum Teil auch die Auflagen.
Bei diesen Büchern geht das Marketing eh nur über Empfehlungen.
Ob der Autor das selbst vertreibt oder über Amazon ist vollkommen wurscht.
Auf einer eigenen Seite hat man als Käufer aber die Möglichkeit mit dem Autor in Kontakt zu treten.
Dank moderner Drucktechnologien kommen heute sogar die Buchhändler wieder ins Spiel.
Man könnte ein Buch im Internet bestellen, direkt an den Autor bezahlen und das gedruckte und gebundene Buch in der Buchhandlung in zehn Minuten abholen.
Solche Anlagen kosten heute gerade noch 50000 €. aber damit kann ein kleiner Buchhändler um die Ecke mit jedem Intenetversandhaus in der Größe wie Amazon mithalten.
Werbung kann man auch anders organisieren.
Wie z.B hier:
http://litcolony.de/ - #19 11.04.2010 09:00 von
e-Buch-Vermarktung
Wenn der Inhalt eines e-Buches anspricht, kann man den Schritt zur eigenen Vermarktung wagen, wenn man bereit ist, die hierfür erforderliche Zeit zu investieren. Hierzu gehört u.a. eine aussagefähige Homepage mit Bestellmöglichkeit (kann aber sehr teuer werden, wenn die Homepage nicht in Eigenarbeit erstellt wird). Muss man die eigenen Zeitaufwendungen nicht kalkulieren (weil man z.B. Rentner ist), lässt sich ein e-Buch kostengünstig anbieten - und es verbleibt ein erfreulicher Überschuss. Aus eigener Erfahrung als Selbstverleger: Druckbuch wurde zu Euro 16,50 verkauft; Neuausgabe als e-Buch kostet Euro 6,00. Zusammen wird aktuell eine vierstellige Auflagenhöhe erreicht.
Das A und O ist aber: man muss zu Eigenleistungen bereit/fähig sein und sein Haupteinkommen außerhalb der e-Buch-Vermarktung haben. Dann ist es ein äußerst interessantes Betätigungsfeld.
Die aktuellen Top-Themen



