E-Books für iPad und Co.: Es geht auch ohne

Mehr Geld für Autoren: Ob für iPad und Kindle oder als Book-on-Demand, Bücher lassen einfach selber verkaufen, ganz ohne Verlag. Bestseller-Schreiber Markus Albers hat es ausprobiert - und ist überrascht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...687744,00.html
  1. #10

    Verkauf über soziale Netzwerke

    Das Beispiel zeigt, wohin der Trend im gesamten Verlagswesen geht. Der Mehrwert, den Verlage durch Herstellung und Distribution einem Autorenwerk hinzufügen können, sinkt je effektiver die Distribtionskonzepte des Internets werden.

    Herstellungskosten übernimmt ohne hin fast zu 100% schon der Autor, verbleiben noch verschwindend geringe Speicherungskosten für ein Autorenwerk, selbst auf eine Lebensdauer von 100 Jahren gerechnet.

    Ich rechne damit, dass auch Apple seine heutige starke Stellung als Distributor von Inhalten aller Art mit IPhone/iPad auf Dauer nicht halten kann. Steve Jobs Versuch, den Menschen zu diktieren, was, wie auf einem Gerät abgespielt werden kann, wird genauso fehlschlagen, wie Diktatoren in der Weltgeschichte am Volk gescheitert sind.

    Wir stehen erst am Anfang der Nutzung von sozialen Netzwerken, in denen sich zukünftig alle wesentlichen Distributions-und Verkaufsfunktionen für Autorenwerke im Internet abspielen werden.

    Starke Autoren werden eigenen Netzwerke aufbauen, Erstwerke finden ihren Weg über Themengruppen in verschiedenen Netzwerken zum Leser, traditionelle Verlage werden noch froh sein über eigene Lesernetzwerke wenigstens einen Teil des Umsatzkuchens retten zu können.

    Otmar Cürten
    http://keshoo.com
  2. #11

    ooo

    Zitat von keshoo Beitrag anzeigen
    Ich rechne damit, dass auch Apple seine heutige starke Stellung als Distributor von Inhalten aller Art mit IPhone/iPad auf Dauer nicht halten kann. S
    nunja.. ich rechne eher stark damit, dass Buchläden wieder kommen ;)
    Der Verkauf eines ebooks grenzt an einen Lottogewinn - und an Verlagsmasse besteht kein Mangel.
  3. #12

    Was sie gerne übersehen

    Zitat von m-pesch Beitrag anzeigen
    Das ist etwas das Apple und amazon gerne übersehen.
    Warum sollten sich in Zukunft die Verlage oder sogar die Autoren selbst dieses Geschäft entgegehen lassen.
    Direktvertrieb ist im Internet kein allzu großer Kostenfaktor mehr.
    Was Sie gerne übersehen, ist, dass es hier darum geht, ein Buch ohne einen Verlag zu verkaufen, und zwar direkt bei ITunes. So wie viele Musiker ihre Musik ohne Label direkt über ITunes verkaufen. Apple übersieht da gar nichts, sondern profitiert davon. Aber in ihrem blinden Apple-Hass-Wahn werden sie das nicht erkennen.
  4. #13

    ooo

    Zitat von lassehoffe Beitrag anzeigen
    Was Sie gerne übersehen, ist, dass es hier darum geht, ein Buch ohne einen Verlag zu verkaufen, und zwar direkt bei ITunes. So wie viele Musiker ihre Musik ohne Label direkt über ITunes verkaufen. Apple übersieht da gar nichts, sondern profitiert davon. Aber in ihrem blinden Apple-Hass-Wahn werden sie das nicht erkennen.
    Das Internet ist ein Kommunikationsmedium ... virtuelle Güter lassen sich nur als Schneeball verkaufen.
    Es gibt mit Sicherheit nur sehr begrenzt Möglichkeiten PDFs über das Internet zu verkaufen.
  5. #14

    ...

    Zitat von lassehoffe Beitrag anzeigen
    Was Sie gerne übersehen, ist, dass es hier darum geht, ein Buch ohne einen Verlag zu verkaufen, und zwar direkt bei ITunes. So wie viele Musiker ihre Musik ohne Label direkt über ITunes verkaufen. Apple übersieht da gar nichts, sondern profitiert davon. Aber in ihrem blinden Apple-Hass-Wahn werden sie das nicht erkennen.
    das ist ganz einfach eine Kostenfrage.
    Ist das gleicht Theater mit Ebay.
    Wird von vielen Verkäufern nur noch als Werbeplattform benutzt weil man darüber so schön Google vollmüllen kann und die Geschäfte werden dann außerhalb gemacht weil die Kunden gar nicht mehr bereit sind die horrenden Provisionen zu zahlen.
    Und Ebay ist da gegen Amazon und Apple noch sehr human.
  6. #15

    Danken sie Steve Jobs!

    Zitat von m-pesch Beitrag anzeigen
    das ist ganz einfach eine Kostenfrage.
    Ist das gleicht Theater mit Ebay.
    Wird von vielen Verkäufern nur noch als Werbeplattform benutzt weil man darüber so schön Google vollmüllen kann und die Geschäfte werden dann außerhalb gemacht weil die Kunden gar nicht mehr bereit sind die horrenden Provisionen zu zahlen.
    Und Ebay ist da gegen Amazon und Apple noch sehr human.
    Sie verwechseln da ein paar Dinge. Ebay ist eine Plattform, um Dinge zu versteigern. ITunes ist ein Shop mit festen Preisen - der einzige weltweit, der Menschen erlaubt, Musik, Bücher und Applikationen gewinnbringend an einem Ort zu vertreiben. Was das mit inhumanität zu tun hat, wissen wahrscheinlich nur sie selbst. Ich halte es da eher mit Springerchef Döpfner: "Die Verleger sollten Steve Jobs jeden Tag dafür danken."
  7. #16

    10%

    Der durchschnittliche Autor eines durchschnittlichen Taschenbuchs bekommt nicht rund zehn Prozent vom Verkaufspreis eines Exemplars, sondern vom NETTOVERKAUFSPREIS, d.h. nach Abzug der Mehrwertsteuer. Kostet sein Buch 9,95 Euro im Laden, reicht ihm der Verlag also ca. 82 Cent weiter.
  8. #17

    Naja, ganz so stimmt das nicht

    Zitat von malte71 Beitrag anzeigen
    Wie schon in dem Artikel steht: Er "hatte seine Kosten wieder drin" bezieht sich auf die reinen Veröffentlichngskosten, aber wohl kaum auf die Kosten zur Schaffung des Werkes, sprich Lebensunterhalt des Autors.

    Es mag immer mal wieder Ausnahmen a la "Schnappi" geben, aber i.d.R. dürfte ein nicht etablierter Autor ohne Vermarktungsmaschinerie (ob nun online oder offline ist egal) vom Schreiben leben können. Veröffentlichen ist eben nicht gleich Verkaufen.

    Bei bekannten, etablierten Autoren sieht das natürlich anders aus. Von denen gibt es aber nur eine Handvoll.

    Insofern wird auch im Internet der Weg des unbekannten Autors ohne Agent, Verlag/ Vermarkter etc. nur in Ausnahmefällen erfolgreich sein.

    Abertausende niemals gelesene Werke, die bei books on demand etc. vor sich hin rotten, sind die stummen Zeugen.
    Es kommt ganz darauf an was veröffentlicht wird. Wenn es der x-millionste Roman ist mag deine Annahme wohl stimmen. Bei Fachbüchern sieht die Sache aber ganz anders aus. Da kann es durchaus vorkommen, dass man gerne eine PDF für 30 Euro kaufen würde, weil man die dann 1. sofort hat und nutzen kann und 2. keine 60 Euro für ein gedrucktes Buch ausgeben muss.

    Wenn dem Author nun anstatt meinetwegen 2 Euro beim 60 Euro Buch nun 29 Euro beim Verkauf seines 30 Euro E-Books über seine Website bleiben, dann hat sich das für beide Seiten definitiv gelohnt.
  9. #18

    ....

    Zitat von tonak Beitrag anzeigen
    Es kommt ganz darauf an was veröffentlicht wird. Wenn es der x-millionste Roman ist mag deine Annahme wohl stimmen. Bei Fachbüchern sieht die Sache aber ganz anders aus. Da kann es durchaus vorkommen, dass man gerne eine PDF für 30 Euro kaufen würde, weil man die dann 1. sofort hat und nutzen kann und 2. keine 60 Euro für ein gedrucktes Buch ausgeben muss.

    Wenn dem Author nun anstatt meinetwegen 2 Euro beim 60 Euro Buch nun 29 Euro beim Verkauf seines 30 Euro E-Books über seine Website bleiben, dann hat sich das für beide Seiten definitiv gelohnt.
    So sieht das aus.
    Gerade bei Lehrbüchern lohnt sich das für den Autor die Bücher selbst zu vertreiben.Meine Professoren im Studium unterrichteten meist mit eigenen Büchern und bekamen da ziemlich wenig Geld für.
    Dem entsprechend alt waren zum Teil auch die Auflagen.
    Bei diesen Büchern geht das Marketing eh nur über Empfehlungen.
    Ob der Autor das selbst vertreibt oder über Amazon ist vollkommen wurscht.
    Auf einer eigenen Seite hat man als Käufer aber die Möglichkeit mit dem Autor in Kontakt zu treten.


    Dank moderner Drucktechnologien kommen heute sogar die Buchhändler wieder ins Spiel.
    Man könnte ein Buch im Internet bestellen, direkt an den Autor bezahlen und das gedruckte und gebundene Buch in der Buchhandlung in zehn Minuten abholen.
    Solche Anlagen kosten heute gerade noch 50000 €. aber damit kann ein kleiner Buchhändler um die Ecke mit jedem Intenetversandhaus in der Größe wie Amazon mithalten.
    Werbung kann man auch anders organisieren.
    Wie z.B hier:
    http://litcolony.de/
  10. #19

    e-Buch-Vermarktung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr Geld für Autoren: Ob für iPad und Kindle oder als Book-on-Demand, Bücher lassen einfach selber verkaufen, ganz ohne Verlag. Bestseller-Schreiber Markus Albers hat es ausprobiert - und ist überrascht.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...687744,00.html

    Wenn der Inhalt eines e-Buches anspricht, kann man den Schritt zur eigenen Vermarktung wagen, wenn man bereit ist, die hierfür erforderliche Zeit zu investieren. Hierzu gehört u.a. eine aussagefähige Homepage mit Bestellmöglichkeit (kann aber sehr teuer werden, wenn die Homepage nicht in Eigenarbeit erstellt wird). Muss man die eigenen Zeitaufwendungen nicht kalkulieren (weil man z.B. Rentner ist), lässt sich ein e-Buch kostengünstig anbieten - und es verbleibt ein erfreulicher Überschuss. Aus eigener Erfahrung als Selbstverleger: Druckbuch wurde zu Euro 16,50 verkauft; Neuausgabe als e-Buch kostet Euro 6,00. Zusammen wird aktuell eine vierstellige Auflagenhöhe erreicht.

    Das A und O ist aber: man muss zu Eigenleistungen bereit/fähig sein und sein Haupteinkommen außerhalb der e-Buch-Vermarktung haben. Dann ist es ein äußerst interessantes Betätigungsfeld.