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E-Books: Amazon und Apple setzen auf Luxemburg-Trick

DPANur drei Prozent Umsatzsteuer statt 19 wie in Deutschland: Dank Steueroptimierung in Luxemburg verdienen Amazon und Apple an E-Books deutlich mehr als heimische Händler. Verlage und der luxemburgische Fiskus profitieren, die EU-Kommission aber hält den Abgabenrabatt für illegal.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...829658,00.html
  1. #20

    Die Lösung hat doch Kubicki genannt

    Abschaffung des ermäßigten Steuersatzes und Senkung des regulären Satzen und dann erübrigen sich alle Diskussionen um Schnittblumen, Hotelumsatzsteuern, Gewürzen und Gewürzmischungen, Windeln und E-Books.

    Gebt der Vernunft doch mal eine Chance, ihr dummen, staatsversessenen Politiker, Medienschaffenden und Untertanen.
  2. #21

    Mehrwertsteuer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nur drei Prozent Umsatzsteuer statt 19 wie in Deutschland: Dank Steueroptimierung in Luxemburg verdienen Amazon und Apple an E-Books deutlich mehr als heimische Händler. Verlage und der luxemburgische Fiskus profitieren, die EU-Kommission aber hält den Abgabenrabatt für illegal.

    E-Books: Amazon und Apple setzen auf Luxemburg-Trick - SPIEGEL ONLINE
    Da wäre doch zu diskutieren ob, anstatt die Eurobonds einzuführen, um auf ein einheitliches Zinsniveau zu kommen, erstmal die Mehrwertsteuern in der Eurozone anzugleichen sind.
    Aber der Antidemokrat Juncker wird es schon verstehen, die mit seinen widerlichen Küsschen umschmeichelnden, EU-Finanzminister davon abzuhalten.
  3. #22

    Luxemburg hat sehr niedrige Lohnnebenkosten, die dort jeweils zu einem Drittel von Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Staat getragen werden.
    Hinzu kommen dann natürlich gut funktionierende Verwaltung, Steuervorteile, gut ausgebildetes Personal, politische Stabilität/Kontinuität und eine vorteilhafte geographische Lage
  4. #23

    Zitat von S-Rara Beitrag anzeigen
    In diesem Artikel wird recht unterschwellig der Eindruck erweckt, dass Amazon und iTunes in LU ansässig sind, weil sie dort von einem "Steuertrick" profitieren. Die MwSt wurde aber erst 2012 in LU angepasst - beide Unternehmen sind jedoch schon vorher dort ansässig gewesen. Ich fände einen Artikel interessanter, der das Phänomen erklärt, warum trotz höchstem europ. Lohnniveau (inkl. Mindestlohn von über 1600 EUR für ungelernte Arbeit) Luxemburg so ein attraktiver Standort für diese Unternehmen ist - und warum so etwas nicht in DE möglich ist.
    Es sind die Steuern, vor allem die Unternehmenssteuern. Amazon zahlt dort von seinen riesigen Umsätzen und Gewinnen auf dem europäischen Markt sogut wie keine Unternehmenssteuern, so wie die meisten Großkonzerne das beispielsweise in den USA auch machen. Das mit der MwSt-Änderung ab 2012 galt ja nur für die eBooks, die wahrscheinlich sowieso nur einen verschwindend geringen Anteil des europäischen Amazon-Umsatzes ausmachen. Wie gesagt: Luxembourg wurde von Amazon und einigen anderen amerikanischen Großkonzernen bzw. deren europäischen Ablegern gewählt, weil sie dort sogut wie keine Unternehmenssteuern zahlen müssen. Sozusagen eine Steueroase, die alle Rechte, Möglichkeiten und Marktzugänge eines Voll-EU-Mitgliedes (ist Luxembourg ja) genießt, ohne sich jedoch an der Finanzierung des Systems, in dem man Geld verdient, zu beteiligen.
  5. #24

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    Abschaffung des ermäßigten Steuersatzes und Senkung des regulären Satzen und dann erübrigen sich alle Diskussionen um Schnittblumen, Hotelumsatzsteuern, Gewürzen und Gewürzmischungen, Windeln und E-Books.

    Gebt der Vernunft doch mal eine Chance, ihr dummen, staatsversessenen Politiker, Medienschaffenden und Untertanen.
    Ach Gustav. Als Sie hier grad so die "Dummen" aufgezählt haben, haben Sie sich wieder um genau einen verzählt. Sie haben nämlich sich selbst vergessen. Passiert sehr viele Leuten.
    Viele Menschen könnten es nämlich für ziemlich ungerecht halten, die Mehrwertsteuer für Nahrungsmittel, Bücher und Güter des täglichen Bedarfs von 9 auf 17% zu erhöhen und dafür die Mehrwertsteuer für Luxusyachten, 300PS-Autos und das 4. Handy von 19 auf 17% zu senken.

    Dass die Einteilung der Güter in die beiden Sätze mal grundlegend vereinfacht, entrümpelt und systematisiert werden muss, bestreitet keiner, aber ein Einheitssatz, bei dem die Güter des täglichen Bedarfs plötzlich um 8% teurer werden, damit die Yachten 2% günstiger werden, ist nicht die Lösung ... und diese Einheitslösung wird (zum Glück) auch nie kommen.
  6. #25

    Nennen wir ....

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    Fahr doch mal hin................. Dann werden sie sehen, dass der Staat dort von den gezahlten Steuern mehr an die Bürger zurückgibt. Nur eine winzige Armee unterhält, aber dafür klappt es mit der inneren Sicherheit. In L. können sie problemlos abends ausgehen.
    Und die Firmen werden natürlich nicht so schikaniert wie in D..
    Zum Thema des Artikels zeigt sich, dass die unsägliche Buchpreisbindung wegmuss. Fachliteratur kostet eh astronomische Summen und die kleinen Buchhändler und Verlage, die man schützen wollte, sind doch längst tot. Und dass sie für e-books, die angeblich über L. geladen werden gilt, ist ja wohl der Hohn.
    das Kind doch beim Namen.
    Luxemburg ist eine Steueroase/-fluchtinsel und deswegen gehts dort wirtschaftlich allen relativ gut bis hervorragend.
    Ist ja nicht so daß es den Luxemburgern aus reiner Eigenleistung so gut geht. Was hat Luxemburg rein wirtschaftlich zu bieten - nichts außer Banken/Versicherungen u. div Firmensitze (also allles rein verwaltungstechnischer Krimskram).
    Desweiteren weigere ich mich immer noch diesen Stadtstaat als Natoinalstaat anzuerkennen und in diesem Zuge die Steuerpolitik und zu bewältigende Problemen anderer Staaten ( z.B. Deutschland ) gleichzusetzen.
    Rufen wir einfach die Berliner Republik (inkl. Brandenburg) aus und machen die Steuern noch billiger als in Luxemburg - ok ist ein bissl spät dran , aber ansonsten wäre Berlin dann auch in kürzester Zeit ein Hort für besser Begüterte und Gutverdiener und wir könnten alle anderen auslachen.
  7. #26

    Auch bei Lohnsteuer

    Zitat von zTyphoon Beitrag anzeigen
    Der Artikel stammt eindeutig aus einer anderen Dimension, in welcher man nicht so abgezockt wird. Find ich gut.
    Es gibt auch ausländische Firmen, die ihre deutschen Mitarbeiter über eine luxemburgische Firma anstellen und bezahlen. Z.b. 3000 Euro Brutto für einen Ledigen Steuerklasse 1a nur 259 Euro Lohnsteuer.
  8. #27

    Scheinheilig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nur drei Prozent Umsatzsteuer statt 19 wie in Deutschland: Dank Steueroptimierung in Luxemburg verdienen Amazon und Apple an E-Books deutlich mehr als heimische Händler. Verlage und der luxemburgische Fiskus profitieren, die EU-Kommission aber hält den Abgabenrabatt für illegal.

    E-Books: Amazon und Apple setzen auf Luxemburg-Trick - SPIEGEL ONLINE
    Fragt man die Grenzgänger die nach Luxemburg arbeiten gehen nach dem Warum, dann kriegt man zu 100% die Antwort: Wegen dem Geld!
    Geht es den Luxemburger schlecht? Ich würde meinen: Nein!
    Warum? Na das kann sich wohl jeder selbst ausrechnen.
    Scheinheilig finde ich immer diese Attacken der (vor allem) deutschen Politiker.
    Lasst doch den Luxemburger ihr Steuersystem/politik.
    Sie haben schliesslich keine Tötungsindustrie die sie in die Welt verkaufen können!
    Ausserdem sind sie nicht Schuld an der Unfähigkeit der deutschen Politiker!
  9. #28

    ??

    Zitat von ruedigerguenter Beitrag anzeigen
    Es gibt auch ausländische Firmen, die ihre deutschen Mitarbeiter über eine luxemburgische Firma anstellen und bezahlen. Z.b. 3000 Euro Brutto für einen Ledigen Steuerklasse 1a nur 259 Euro Lohnsteuer.
    Ich habe zwar ihr Gedankengut nicht ganz entschlüsseln können, aber es ist noch immer so, das ein Deutscher der für eine Luxemburger Firma in Deutschland arbeitet oder auch nur zeitweise in Deutschland Aufträge erledigt, für diesen Zeitraum dem deutschen Steuerrecht unterliegt.
    Ein deutscher Grenzgänger der in Luxemburg arbeitet und von seiner Firma auf eine Weiterbildung nach Deutschland geschickt wird, muss auch für diesen Zeitraum den deutschen Steuersatz auf sein Gehalt abgeben!
    Fragen sie mal die Trierer!
  10. #29

    Wenn die Damen und Herren Redakteure mal ein wenig recherchiert hätten, wären Sie zu der interessanten Information gekommen, dass auch Saturn Media Holding (die mit den Elektromärkten) MP3-Files über den Saturn-Online-Shop nach luxemburger Recht verkaufen. Viel Spaß beim Schnäppchen-Shoppen!


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