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Dutschke-Sohn: Springer war Meinungsmacher, kein Opfer

DPAMarek Dutschke hat seinen Vater Rudi nie kennengelernt. In einem Gastbeitrag für SPIEGEL ONLINE erhebt der Autor Vorwürfe gegen den Springer-Verlag. Die Parolen der "Bild"-Zeitung hätten die Schüsse auf seinen Vater provoziert, der Medienkonzern habe die Geschichte bis heute nicht aufgearbeitet.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...829694,00.html
  1. #80

    nene

    Zitat von thomasmünchner Beitrag anzeigen
    Woran misst man Toleranz/Intoleranz?
    Ein Moslem, der sich (und meinetwegen seiner Familie) strenge Werte abverlangt ist nicht intolerant. Das selbe gilt für Piusbrüder. Intolerant ist, wenn man einem anderen vorschreibt, wie er zu leben hat, was er zu sagen hat, wann er zu schweigen hat, was er zu denken hat und was er für richtig bzw. falsch zu halten hat.
    Und da mag es einige Diktatoren oder Glaubensführer geben, die intoleranter als die 68'er sind, aber in Deutschland sind sie, zumindest unter den nicht geächteten klare Spitzenreiter.
    Ich bezweifle ja nicht, dass die 68'er (aus ihrer Sicht) edle Ziele verfolgen, aber ihr Umgang mit Zweiflern (meist Konservativen) kommt denen der Inquisition sehr nahe.
    Körperlich wird man nicht gerichtet, aber unvorsichtigen Kritikern wird der gesellschaftliche Garaus gemacht. (Ich vermute z.B. dass Eva Herman heute noch moderieren würde, wenn sie bei ihrem Rundumschlag nicht auch die 68'er kritisiert hätte.)
    ....

    Also erstmal ist das ganze Gescgwätz von "den 68ern" genauso hohl, als würden nun die Piraten als "die 12er" gefeiert.
    Und zu Springer ist zu schreiben, daß er ein peinlicher Hetzer war (und sein Verlag ist dies noch heute), der besser in frühere deutsche Zeiten gepaßt hätte, als in diese Gegenwart.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  2. #81

    Zitat von binonline Beitrag anzeigen
    Es war Dutschke selber, der zur Radikalisierung bestimmter Gesellschaftsgruppen beitrug. Seine hysterischen und polemischen Reden trugen dazu bei.

    Die Vorwürfe des Marek Dutschke sind typisch deutsch, es sind immer die anderen, die schuld sind.

    Nach Ihrer Logik ist es also legitim, wenn linksgesinnte morgen Diekmann über den haufen schießen ?
    Ich hoffe doch nicht, denn dann scheint Ihnen Artikel 1 und 3 der UN Menschenrechtscharta entgangen zu sein.
  3. #82

    Zitat von archie21 Beitrag anzeigen
    Daß der Kriegsgeneration eine "muffige Gesinnung" vorgehalten wird, weil sie in erster Linie am eigenen Wohlstand interessiert war, ist aber wirklich nur dümmliche Arroganz der Spätgeboreren. Sehr viele Leute hatten nach sechs Jahren Krieg und 9 Jahren Hungerei keine Lust mehr auf Abenteuer.

    Abenteuer ? Meinen Sie mit Abenteuer ein Quentchen Ehrlichkeit, Anstand und Mut seine Fehler einzugestehen ? Nein, mein Senior war kein 68er ( obwohl auf der Anti Springer Demo ) aber er als Kriegskind hat sehr wohl diese bigotte Scheinheiligkeit derjenigen erfahren die Ihm eine übers Maul wischten als er nach den verschwundenen Nachbarn fragte, wünschten das der Krieg noch etwas länger währen würde damit er endlich als Porks auch für Führer und Vaterland an die Front dürfte, die danach ihm das spielen mit dem oder der vorschreiben wollten ( Der Alte war im Lager ! ), amerikanische "Nietenhose" und englischen Dufflecoat verdammten ( Schule ) die sich die "Niggermusik" verbaten, die die Aufrechten ( Kamerad meines Großvaters der gegen den Dönitzbefehl verstieß ) aus den Beruf und Anstellung vertrieben ( Vorbestraft ) etc. etc.
    Die alle mit Zähneknirschen nicht befreit sondern besiegt wurden.

    Genau diese Heuchelei hat der gute AS gedeckt, bei den Langhaarigen, Gammlern, RR'lern aufschreien lassen aber charmant die gebauchpinselt die selbst im Nachkriegsdeutschland stolz wie Bolle Ihre Naziorden trugen ( Minister Mende ) und den Schleim des Vergessens über Ihre Mitwirkung im 3 Reich ausgegossen haben.

    Dümmlich ist ganz was anderes.
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  4. #83

    Zitat von Igelnatz Beitrag anzeigen
    die Diffamierung am Schluss. Mit dem letzten Satz machen Sie alle durchaus gut begründeten Aussagen zunichte, da Sie pauschal und polemisch werden. Schade.
    Stimmt, in gewisser Weise vielleicht ein bisschen zuviel starker Tobak aber in einigen Dingen müssen sich auch diese Angestellten fragen für was Sie sich da hergegeben haben.

    Wie der Forist schrieb, dem "Volk" einerseits nach dem damaligen, reaktionärem Maul geschrieben (Bild Schlagzeile, 1960: „Wer hat diese Person, die im Krieg gegen uns gearbeitet hat, zu Gastspielen eingeladen?“ : Marlene Dietrich ) sich aber nach "oben" als großer Freund Israels und als Transatlantiker hat feiern lassen.

    Soviel Doppelmoral war/ist schwer zu ertragen.
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  5. #84

    Zitat von bicyclerepairmen Beitrag anzeigen
    Abenteuer ? Meinen Sie mit Abenteuer ein Quentchen Ehrlichkeit, Anstand und Mut seine Fehler einzugestehen ?
    Nein, mit Abenteuer meinte ich die Aktionen der sich radikalisierenden Linken um 1970, die Krieg und Bürgerkrieg propagierten, verbrämt als "Revolution" oder "Befreiungskrieg".

    Die meisten aus der Kriegsgeneration hatten genug von Hitlerei, Krieg, Hunger, Bomben und Besatzungwillkür. Ziemlicher Quatsch die alle als Nazis abzustempeln. Die waren traumatisiert und wünschten nichts als Frieden und ganz ruhige Zeiten. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen.
    Ein Teil der Jüngeren fand das langweilig und begeisterte sich wieder für Krieg und Kampf, das war dann die APO und später RAF und K-Gruppen sowie diverse Neonazi-Gruppen. Klar daß die Kriegsgeneration nicht begeistert war. Die Anti-Nazi-Pose der APO hielt man für reine Heuchelei, die Ähnlichkeit der Gesinnung war nur zu deutlich. Einige der damaligen Führer z.B. Mahler, Rabehl, sind inzwischen - logischerweise - auch ganz offiziell im ganz rechten Lager angekommen.

    Daß die Gesinnung der APO hauptsächlich eine Reaktion auf die damalige Berichterstattung der Blöd sein soll, ist doch wirklich ein Witz und Heuchelei pur. Man fand den Kampf einfach cool, wollte den Mädchen imponieren (ganz wichtiges Motiv) und so sein wie der Che auf dem beliebten Foto. Bei solchen Motiven konnte man auch nicht mit den Älteren diskutieren, da stand man schnell dumm da.

    "Anstand" und "Ehrlichkeit" galten bei der Linken damals übrigens als kleinbürgerlich-reaktionäre Begriffe, da war man sich mit dem Nazi-Großvater ganz einig.
  6. #85

    Zitat von archie21 Beitrag anzeigen
    Nein, mit Abenteuer meinte ich die Aktionen der sich radikalisierenden Linken um 1970, die Krieg und Bürgerkrieg propagierten, verbrämt als "Revolution" oder "Befreiungskrieg".

    Die meisten aus der Kriegsgeneration hatten genug von Hitlerei, Krieg, Hunger, Bomben und Besatzungwillkür. Ziemlicher Quatsch die alle als Nazis abzustempeln. Die waren traumatisiert und wünschten nichts als Frieden und ganz ruhige Zeiten. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen.
    Ja klar, deswegen wurden auch Die ausgegrenzt die sich als Deutsche gegen das Hitlersystem gestellt haben, die gekämpft, inhaftiert oder gefoltert wurden, im Gegenteil, die Verbrecher und Kriegsgewinnler im Nachkriegsdeutschland hatten eine viel grössere Chance Karriere zu machen, man war ja schließlich eine "Gemeinschaft". Und genau diesen unterschwelligen Revanchismus hatte die Springerpresse seit Anbeginn Ihrer Existenz im Nachkriegsdeutschland bedient.


    AS als Bonvivant der die schönen ( und teuren ) Dinge, vor allen die schönen und jungen Frauen bevorzugte, der sich in Israel hofierte und so charmant sich im Dienste des "neuen" Wertesystems" positionierte hat es nie für nötig befunden seiner Leserschaft den Spiegel -:) vorzuhalten.

    Es war die genau die Scheinheiligkeit der damaligen Gesellschaft eine Marlene Dietrich 1960, 15 jahre nach Kriegsende zu diskreditieren. Nochmal für Sie, die Bildüberschrift:

    Wer hat diese Person, die im Krieg GEGEN UNS (!!!) gearbeitet hat, zu Gastspieleneingeladen zu diskreditieren..
    Geändert von ( um Uhr)
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  7. #86

    Korrektur

    Zitat von archie21 Beitrag anzeigen
    Nein, mit Abenteuer meinte ich die Aktionen der sich radikalisierenden Linken um 1970, die Krieg und Bürgerkrieg propagierten, verbrämt als "Revolution" oder "Befreiungskrieg".

    Die meisten aus der Kriegsgeneration hatten genug von Hitlerei, Krieg, Hunger, Bomben und Besatzungwillkür. Ziemlicher Quatsch die alle als Nazis abzustempeln. Die waren traumatisiert und wünschten nichts als Frieden und ganz ruhige Zeiten. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen.
    Ja klar, deswegen wurden auch Die ausgegrenzt die sich als Deutsche gegen das Hitlersystem gestellt haben, die gekämpft, inhaftiert oder gefoltert wurden, im Gegenteil, die Verbrecher und Kriegsgewinnler im Nachkriegsdeutschland hatten eine viel grössere Chance Karriere zu machen, man war ja schließlich eine "Gemeinschaft". Und genau diesen unterschwelligen Revanchismus hatte die Springerpresse seit Anbeginn Ihrer Existenz im Nachkriegsdeutschland bedient.


    AS als Bonvivant der die schönen ( und teuren ) Dinge, vor allen die schönen und jungen Frauen bevorzugte, der sich in Israel hofierte und so charmant sich im Dienste des "neuen" Wertesystems" positionierte hat es nie für nötig befunden seiner Leserschaft den Spiegel -:) vorzuhalten.

    Es war die genau die Scheinheiligkeit der damaligen Gesellschaft eine Marlene Dietrich 1960, 15 jahre nach Kriegsende zu diskreditieren. Nochmal für Sie, die Bildüberschrift:

    Wer hat diese Person, die im Krieg GEGEN UNS (!!!) gearbeitet hat, zu Gastspielen eingeladen….
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  8. #87

    Springers Schuld

    Natürlich verschweigt Springer eine Mitschuld an den Schüssen auf Rudi Dutschke. Und es wird zunehmend einfach, denn:

    - Es ist doch schon alles lange her, wer weis schion wie es wirklich war...
    - Springer tut ja auch soviel gutes (Stiftungen, etc.)
    - Dutschke/Ohnesorg, wer hat hier wen erschossen
    - Auf der Gästeliste zum 100 Jährigen Geburtstag von Springer finden wir auch Wolf Bierman - warum?

    Was mich wirklich schokiert ist das heute kaum noch kritisches über Springer erscheint - darum danke für diesen Artikel!








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