Forum


 

Dutschke-Sohn: Springer war Meinungsmacher, kein Opfer

DPAMarek Dutschke hat seinen Vater Rudi nie kennengelernt. In einem Gastbeitrag für SPIEGEL ONLINE erhebt der Autor Vorwürfe gegen den Springer-Verlag. Die Parolen der "Bild"-Zeitung hätten die Schüsse auf seinen Vater provoziert, der Medienkonzern habe die Geschichte bis heute nicht aufgearbeitet.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...829694,00.html
  1. #30

    Zitat von friedrich_eckard Beitrag anzeigen
    Bei wem, wie bei mir, der zitierte Link ins Leere geht, sollte es einmal damit Campact | Keine BILD in meinen Briefkasten! versuchen.
    Vielen Dank für den Link!
  2. #31

    Das ist einfach ein geben...

    Zitat von fumum-vendidi Beitrag anzeigen
    Duschke-Junior recht hat, hat er recht.
    Was mir besonders sauer aufstößt ist, daß immer mehr sogenannte "Prominente" unter dem Deckmäntelchen der Wohltätigkeit Werbung für dieses primitive Hetzblatt machen.
    ...und nehmen. Bild macht Werbung für Sie, wenn Sie Werbung für Bild machen. Sie müssen wissen: die bekommen dafür kein Geld... wohl nur wohlwollende Berichterstattung.
  3. #32

    Wort-Antwort-Spiel

    Ich mag die "Bild" nicht, zu platt und zu berechenbar. Hier aber einige Hinweise für den Fragesteller.

    "Hat Axel Springer in der Studentenbewegung wirklich eine Bedrohung für Westdeutschland gesehen?"

    Bedrohung;
    Seine Antwort: Ja. Die Studenten haben mir Angst gemacht. Und da habe ich mir gedacht: Dann schreibe ich das mal auf, damit es auch jeder lesen kann.

    "Woher rührte das krasse Feindbild und die Hetzjagd durch seine Scharfmacher in der Redaktion?"

    Feindbild; Hetzjagd;
    Woher? Seine Antwort: (vermutl.) Überlieferung. Meine Vorfahren sagten mir, das begeistert die, über die nicht gehetzt wird. Wer Bild liebt, der muss Feinde lieben. Hat das nicht sogar Jesus so ähnlich gesagt? Liebe meine vielen Feinde? Oder so? Nachschlagen erlaubt, wenn das nicht stimmt. Insgesamt sind wir recht zufrieden, dass sich noch nicht überall herumgesprochen hat, dass wir manchmal ein wenig schummeln.

    "Fand er es unverschämt, dass vermeintlich privilegierte Studenten einen Machtanspruch formuliert hatten?

    unverschämt; Machtanspruch;
    Seine Antwort: Nein, natürlich nicht. (Unverschämt bin ich sowieso nicht. Was ist das überhaupt?) Ich hatte doch Angst (s.o.).

    "Hatte der große Medienmogul Axel Cäsar Springer einen Minderwertigkeitskomplex, weil er selbst nicht studiert hatte?

    Minderwertigkeitskomplex;
    Seine Antwort: Nö. Sehe ich aus wie einer, der sich nichts traut? Ich hatte Angst (s.o.), aus welchen Gründen auch immer.

    "War er neidisch auf Jugend und Tatendrang der Studenten?"

    Neid;
    Seine Antwort: Nein. Derartige Gefühle sind mir unbekannt.

    Na ja ...
    Und warum stellen Sie solche Fragen? Muss man denn alle Gefühle persönlich kennen, die man da vermutet?

    ...

    Wenn ich z.B. ein Kirchenmann wäre, würde ich auch solche Fragen nicht mit "Sehr gut" kennzeichnen:

    "Warum müssen sich alle Christen dem einen atheistischen Ratsherrn unterordnen?"

    WARUM müssen sich alle Christen ...
    Antwort: Weil ... Weil ... Weil ... Weil ... Weil ... Weil ...
    Ja, die Welt ist so stressig. Aber Ewigkeit ist gaaaaaaaaaaaaaaanz viel Zeit. In etwa 17.650 Jahren wird mir dann bestimmt auch einfallen, dass ich gerade das alles nicht wissen wollte.

    "Es hat beim Springer-Verlag keine Aufarbeitung der Geschichte gegeben."

    Der Verlag wird sich bessern. Bestimmt.
  4. #33

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    <i>Marek Dutschke</i> hat seinen Vater Rudi nie kennengelernt. In einem Gastbeitrag für SPIEGEL ONLINE erhebt der Autor Vorwürfe gegen den Springer-Verlag. Die Parolen der "Bild"-Zeitung hätten die Schüsse auf seinen Vater provoziert, der Medienkonzern habe die Geschichte bis heute nicht aufgearbeitet.

    Dutschke-Sohn: Springer war*Meinungsmacher, kein Opfer - SPIEGEL ONLINE
    genau so ist es. springer ist verantwortlich.
    das springer nun aber den "anderen" - in diesem zusammenhang also der studentenbewegung - die schuld gibt ist logische konsequenz, da rechte noch nie in der lage waren sich mit eigener schuld differenziert auseinanderzusetzen.
    einer der haupteckpunkte rechter und konservativer weltanschauung ist, dass "das andere/der andere/die anderen" im zweifel immer schlechter ist/sind - und in diesem zusammenhang bedeutet das: mehr schuld haben - als man selbst.
    uneinsichtigkeit ist die entscheidende facette konservativen denkens.
  5. #34

    Zitat von knieselstein Beitrag anzeigen
    Bild in der causa Dutschke eingegeschätzt und berurteilt wird.
    Vor nicht einmal 4 Monaten war das gleiche Blatt in der causa Wulff für das gleiche Klientel der einzig wahre Gralshüter der Pressefreiheit und im alleinigen Besitze der Wahrheit.
    Sie scheinen nicht ganz zu begreifen. BILD ist eines der übelsten Propagandablätter auf diesem Planeten und nutzt seine Macht auf schon als kriminell zu bezeichende Art, um Leute, die nicht in ihre politische Linie passen, persönlich zu zerstören. Das gilt für Dutschke und genauso für Wulff und für Grass. Wer dieses Schmierblatt liest und auch noch ernst nimmt, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.
  6. #35

    Zitat von Demokratischer_Beobachter Beitrag anzeigen
    Liebe Alt-68er!

    So langsam aber sicher NERVT Ihr!

    Ja, Ihr hattet Eure Zeit. Aber das ist lange, lange her. Euren "Marsch [links, zwo, drei, vier!] durch die bekannten Institutionen habt Ihr, wie alle wissen und viele schmerzlich zu spüren bekommen haben, hinter Euch, Eure große Zeit sowieso, und die Trauer, daß das alles längst Vergangenheit ist, nagt an Euch, genauso wie der Zahn der Zeit, der viele von Euch schon zu Wutrentnern und z. T. auch bereits ins Altersheim befördert hat, wo Ihr Eure Geschichten von früher erzählt, die kein Mensch mehr hören will.

    Dieses ganze RAF/DUTSCHKE/SPRINGER-etc. pp.-Gesülze: Ihr ahnt gar nicht, wie sehr Ihr dem Rest der Menschheit, die sich - man mag es kaum glauben, ohne bzw. ganz im Gegensatz zu Euch - weiterentwickelt hat, mit dem "Früher-war-...-Blabla" auf den Zeiger geht.
    Das denk ich mir auch immer wieder wenn ich so etwas lese. In die Jahre gekommene Alte die sich gerne an ihre ausschweifende Jugendzeit erinnern und nochmal einen Artikel drüber schreiben wollen.
    Wen intressierts - Axel Springer war damals verlogen und sein Konzern ist es heute noch. Hilft nur nicht kaufen und alles hinterfragen was einem von der Presse/Öffentlichkeit geliefert wird.

    Aber andrerseits es wird ja niemand gezwungen solche Artikel zu lesen.
  7. #36

    Wie war das

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    <i>Marek Dutschke</i> hat seinen Vater Rudi nie kennengelernt. In einem Gastbeitrag für SPIEGEL ONLINE erhebt der Autor Vorwürfe gegen den Springer-Verlag. Die Parolen der "Bild"-Zeitung hätten die Schüsse auf seinen Vater provoziert, der Medienkonzern habe die Geschichte bis heute nicht aufgearbeitet.

    Dutschke-Sohn: Springer war*Meinungsmacher, kein Opfer - SPIEGEL ONLINE
    Titten Lügen und der Wetterbericht?
    Springer zu zu gestehen ein Meinungsmacher zu sein
    ist noch viel zu höflich ausgedrückt.
    Die Bild macht auch heute noch den Plebs zum Mob.
  8. #37

    wer?

    Zitat von knieselstein Beitrag anzeigen
    Bild in der causa Dutschke eingegeschätzt und berurteilt wird.
    Vor nicht einmal 4 Monaten war das gleiche Blatt in der causa Wulff für das gleiche Klientel der einzig wahre Gralshüter der Pressefreiheit und im alleinigen Besitze der Wahrheit.
    Welche Klientel soll denn das sein? Ich kenne niemanden, für den die Bildzeitung jemals "der einzig wahre Gralshüter der Pressefreiheit" gewesen ist. Natürlich auch nicht in der causa Wulff.
  9. #38

    68er

    Die 68er haben mit Recht auf die nicht geleistete Vergangenheitsbewältigung der neuen Bonner Republik zum 3. Reich hingewiesen.
    Sie haben den Grundstein für eine aufgeschlossene moderne Gesellschaft gelegt.

    Aber sie haben sich auch radikalisiert. Sie sind meist unkritisch einer Ideologie gefolgt, die gegen das aus ihrer Sicht Bestehende und Rückständige zu Felde zog.
    Sie haben sich noch weiter radikalisiert. Sie haben den Bezug zur Vernunft, Objektivität, Sachlichkeit und gesundem Menschenverstand verloren.
    Einige von ihnen wurden Gewalttäter, wie Joschka Fischer, andere wurden Terroristen.

    Ideologie, Weltanschauung, das kann eine gute, wie gefährliche Sache sein. Manche begreifen das erst, wenn es zu spät ist.
  10. #39

    Links-Muff

    Die ollen 68er Kamellen über den Rudi Dutschke und den Fritz Teufel will doch wirklich keiner mehr hören. Das sind doch die Stories einer Generation, die noch nicht mal einen Videorekorder programmieren kann - und Angst for Handy-Strahlen hat.
    Der Spiegel droht mittlerweile zu einem Altenheim-Blatt zu verkommen.
    Es wird immer noch über das spät-pupertierende Verhalten einiger Pseudo-Intellektueller von vor 40 Jahren berichtet. Wen interessiert das schon - wenn die Geschichte woanders geschrieben wurde?
    Was hat denn diese 68er Generation tolles in Deutschland erfunden?

    Die 68er im Silikon Valley haben Apple erschaffen, Microsoft, massenhaft wurde in Windkraft investiert, man war innovativ.´

    Die 68er haben in Deutschland waren keine revolutionäre - sondern Angsthasen. Man hatte Angst vor der Vergiftung der Umwelt, dem Gen, vor der Ausrottung der Arten, vor Atom-Strahlen, später vor Handystrahlen.

    Die Bedenkenträgerei wurde zur Religion erhoben. Man war schon was wenn man etewas verhindert hat, ein Projekt eingebremst hat, das schlimme "Kapital" gestoppt hat. Letztes Beispiel: S21.

    Hm ja, mit so einem Mindset kann halt nix neues entstehen - weil das Neue einfach zu gefährlich ist. Eine Biedermeierei per excellence. Willkommen in der 68er Spiessigkeit!

    Gut das es die Piraten gibt - ich hoffe, sie räumen damit auf!








TOP



TOP