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Durchfallerquote bei der Führerscheinprüfung: Autoclub wirft Fahrlehrern Abzocke vor
DPAFast jeder dritte Fahrschüler fällt laut einer Studie des Autoclub Europa beim ersten Versuch durch die Führerscheinprüfung. Schuld daran sind nach Ansicht des ACE aber nicht allein die Prüflinge, sondern auch die geldgierigen Ausbilder.
Autoclub ACE wirft Fahrschulen Abzocke vor - SPIEGEL ONLINE
- #1 22.01.2013 13:16 von
Die Lösung ist ganz einfach
Die Durchfallquote jeder Fahrschule muss ganz offiziell bekanntgegeben werden (Aushang an der Eingangstür, Internet).
- #2 22.01.2013 13:17 von
Wundert mich nicht
Wenn ich die Fahrschulautos so auf den Strassen sehe wundert mich das nicht. Da fahren Fahrschüler auf der Autobahn 100km/h bei zulässigen 80km/h ohne dass der Fahrlehrer eingreift.
Geblinkt wird auch nicht, Markierungen werden missachtet etc.
Der Fahrlehrer meines Sohnes hat während der Fahrstunden lieber mit seiner Freundin telefoniert als darauf zu achten was der Fahrschüler macht.
Das mögen vielleicht Ausnahmen sein, aber das kann es ja wohl nicht sein. - #3 22.01.2013 13:17 von
Was soll daran neu sein?
Auch vor 30 oder 40 Jahren fiel schon im Durchschnitt jeder Dritte durch die Fahrprüfung.
Und was sollen die Fahrschulen davon haben? Die Durchfallquote spricht doch eher dafür, dass sie ihre Schüler zu früh zur Prüfung anmelden. Da die Prüfungsgebühr nicht an die Fahrschule geht, kann es der Fahrschule herzlich egal sein, ob der Fahrschüler vor oder nach der ersten Fahrprüfung noch 5 Stunden mehr macht. - #4 22.01.2013 13:39 von
Bei der ersten Prüfung bestanden
Mein Fahrlehrer meinte damals ich brauche noch 3 zusätzliche Stunden bis zur Prüfung und die habe ich dann bestanden.
Es gab natürlich schon damals die Geiz-ist-geil-Fraktion. Die hat trotz Warnung der Fahrlehrer nur die erforderlichen Anzahl von Stunden gemacht. Einige haben damit geprahlt, manche waren ziemlich ruhig. Mal ging es gut und mal nicht... so 50:50 war die Schätzung meines Fahrlehrers für die, die sich zu früh haben prüfen lassen. - #5 22.01.2013 13:43 von
Wäre mir bzgl. den Ausnahmen nicht so sicher, denn ich kannte
a) einen Fahrlehrer, der ununterbrochen Kirschschnapspralinen fraß
b) einen Fahrlehrer, der alle seine Fahrschülerinnen gerne begrapschte - heute würde man so etwas sexuelle Belästigung nennen.
c) einen Fahrlehrer, dem irgendwie alles recht war, egal was man tat.
Meines Erachtens kann sich die Automobilindustrie die Blinker eh einsparen. Blinken tut doch kaum einer noch. Lässt sich tagtäglich im Straßenverkehr nachvollziehen.
Apropos Straßenverkehr: Früher hielt die Polizei noch Fahrradfahrer ohne ausreichende Belechtung an - selbst am hellichten Tage!
Heute fahren u.a. Mountainbiker komplett OHNE irgend eine Lichtanlage montiert zu haben, selbst in der dunkelsten Nacht munter herum, ohne dass es der Polizei groß stört. - #6 22.01.2013 13:44 von
Nicht Kleckern sondern Abzocken
Die Lobby wird es schon schaffen: Nachdem bereits erfolgreich der Versuch von kostenbewussten Fahrschülern verhindert wurde den Führerschein in Polen zu machen (180 Tage-Regelung). Wird jetzt weiter an an der Kostenschraube gedreht.
Das Problem: Logisch je mehr Ausbildung, desto mehr lassen sich die Unfallzahlen ein klein wenig nach unten kitzeln und damit auch immer ein Argument um noch mehr Ausbildung zu verkaufen. Es wird sich schon eine Statistisk finden, die das beweist.
Vorschlag: Machen wir doch ein Bachelor-Studium, 3 Jahre Vollzeit daraus. Kosten, ca 70K EUR Kann sich nicht jeder leisten? Wozu sollen die armen Schlucker denn auch Auto fahren. Ein echtes Auto fängt schliesslich erst ab S-Klasse an. - #7 22.01.2013 13:44 von
Falsches Konzept
Ich halte es für falsch, dass Fahrschüler von vorn herein nur im Fahrzeug ausgebildet werden. Parallel dazu sollten Fahrsimulatoren eingesetzt werden, mit Programmen, die die Verkehrs-Wirklichkeit realistisch abbilden. Das könnte die Ausbildung zwar noch einmal verteuern, die Durchfallquote aber senken. Und für alle Fahranfänger sollten gründliche Nachschulungen Pflicht sein. Damit könnten die Kosten für einen Führerschein locker die 3000-Euro-Grenze erreichen, doch angesichts der vielen von Anfängern verursachten schweren Unfälle darf an dieser Stelle am wenigsten gespart werden. Im übrigen halte ich den Verdacht für unbegründet, dass Fahrlehrer ihre Schüler bewusst unzureichend auf die praktische Prüfung vorbereiten. Denn unter den jungen Leuten dürfte es sich herumsprechen, bei welcher Schule auffällig viele Leute durchrasseln.
- #8 22.01.2013 13:46 von
selbst ist der fahrschüler
oha, zumindest in der theorie kann jeder fahrschüler etwas dafür tun ob er durchfällt oder eben nicht. und sorry, die prüfungen werden auch nciht leichter und da muss man sich eben auf den hosenboden setzen und lernen. ich mache gerade meinen flugschein, wenn ich mich da auf den verein verlassen würde, würde ich nie bestehen. das geheimnis heißt nicht konsumieren und sich lenken lassen. besser sich selber lenken und sich selber vorbereiten. eine fahrschule kann da nur bedingt für das bestehen sorgen. lernen, lernen, lernen.... dann wirds auch etwas mit dem führerschein. und wenn man mal ganz ehrlich ist.... es ist eben nciht jedem gegeben ein auto zu lenken. und das ist gut so!
- #9 22.01.2013 13:47 von
Fahrschüler sind auch nicht schuldlos
Schwarze Schafe unter den Fahrschulen gab es schon immer. Und gute und schlechte Fahrlehrer auch.
Meine Fahrschule damals (vor über 30 Jahren) war dafür bekannt, dass es kaum Durchfaller gab. Dafür hatte die Fahrschule aber auch keine Kampfpreise bei den Stunden und es war genauso bekannt, dass man dort auch mir mehr Fahrstunden, als bei anderen Fahrschulen, rechnen musste. Dafür lag die Zahl der Durchfaller aber auch im einstelligen Prozentbereich.
Bei der Konkurrenz sah es anders aus. Weniger Stunden, weniger Geld für die Fahrstunde, aber erheblich mehr Wiederholer. Bei vielen Fahrschülern war das bekannt, aber viele sind trotzdem das Risiko eingegangen um Geld zu sparen. Bei Einigen hat es sich nicht ausgezahlt.
Ich denke, viel hat sich da nicht geändert. Und die Bereitschaft, sich an Regeln zu halten und auch die Kraft zu haben, in einer Prüfungssituation zu bestehen, hat sich bei heutigen Jugendlichen nicht unbedingt erhöht.
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