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Dubiose Heilmethoden: Wie man mit Elternangst Geschäfte macht

Werden*werdende Eltern hinters Licht geführt, um sie als Kunden zu gewinnen? Deutschlands größte Nabelschnurblutbank Vita 34 wirbt mit weitreichenden Versprechen und pseudounabhängigen Internetseiten für ihr Angebot. Das stößt selbst in der Branche auf Widerstand.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...804843,00.html
  1. #1

    hat mir die Augen geöfnet

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Werden*werdende Eltern hinters Licht geführt, um sie als Kunden zu gewinnen? Deutschlands größte Nabelschnurblutbank Vita 34 wirbt mit weitreichenden Versprechen und pseudounabhängigen Internetseiten für ihr Angebot. Das stößt selbst in der Branche auf Widerstand.

    Dubiose Heilmethoden: Wie man mit Elternangst Geschäfte macht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Methoden der Pharmaindustrie in Deutschland.

    Beispiel: Es werden gesponserte Betroffenengruppen, z.B. für Krebspatienten ins Netz gestellt. Darin wird von scheinbar sehr zufriedenen Patienten ein Medikament gelobt. Es werden auch live-Vorträge angeboten. In der anschließenden Diskussion lobt dann ein scheinbar fast geheilter Patient den Erfolg dieses Medikaments bei ihm. Alles fake.

    Die unheilbar Kranken gehen dan zu ihrem Arzt und fordern dieses Medikament. Wenn der Arzt sich weigert, weil die Therapie unglaublich teuer ist und weil er erkannt hat, dass dieses Medikamt nicht eine nachprüfbare Wirksamheit hat, dann wechselt der Patient den Arzt.

    Manche Ärzte erhalten überdies für diese teuere und meist nutzlose Therapie, die auch 100.000 Euro im Jahr kosten kann, von der Pharmaindustrie eine verschleierte Vergütung. z.B. für die Teilnahme an einer nutzlosen "Anwendungsbeobachtung"

    Medikamente werden immer teurer und sind meist keine wirklichen neuen Entwicklungen. Insbesondere bei todkranken Menschen wird eine Hoffnung durch subtile Vertriebsformen geschaffen. Diese zwingen die Ärzte zur Verordnung, die Krankenkassen, d.h. wir alle, bezahlen, und die Pharmaindustrie macht Umsatzrenditen von bis zu 40%.

    Diee Umstände habe ich nicht selbst erforscht, aber sie gerade in einem Buch von W. Schorlau genauso und mit glaubhaften Quellen hinterlegt so erklärt bekommen. Es hat mir die Augen geöffnet und mich zu diesem ersten Beitrag in SPON veranlasst.

    Wir werden belogen und betrogen. Leute, informiert Euch.
  2. #2

    Pervers...

    ... wie hier mit der Angst von unbedarften Eltern gespielt wird. Aus meinem Freundeskreis kenne ich Geschichten von Frauenärztinnen die ihre Patienten zum Abschluss eines solchen Vertrages drängen und eine Ablehnung mit "aber sagen Sie hinterher nicht ich hätte es Ihnen nicht gesagt" quittieren. Gehts noch? Solchen Raffgierigen Assis gehört sofort die Approbation entzogen!
  3. #3

    Titel, was ist das?

    Zitat von Rosenname Beitrag anzeigen
    Die Methoden der Pharmaindustrie in Deutschland.

    Beispiel: Es werden gesponserte Betroffenengruppen, z.B. für Krebspatienten ins Netz gestellt. Darin wird von scheinbar sehr zufriedenen Patienten ein Medikament gelobt. Es werden auch live-Vorträge angeboten. In der anschließenden Diskussion lobt dann ein scheinbar fast geheilter Patient den Erfolg dieses Medikaments bei ihm. Alles fake.

    Die unheilbar Kranken gehen dan zu ihrem Arzt und fordern dieses Medikament. Wenn der Arzt sich weigert, weil die Therapie unglaublich teuer ist und weil er erkannt hat, dass dieses Medikamt nicht eine nachprüfbare Wirksamheit hat, dann wechselt der Patient den Arzt.

    Manche Ärzte erhalten überdies für diese teuere und meist nutzlose Therapie, die auch 100.000 Euro im Jahr kosten kann, von der Pharmaindustrie eine verschleierte Vergütung. z.B. für die Teilnahme an einer nutzlosen "Anwendungsbeobachtung"

    Medikamente werden immer teurer und sind meist keine wirklichen neuen Entwicklungen. Insbesondere bei todkranken Menschen wird eine Hoffnung durch subtile Vertriebsformen geschaffen. Diese zwingen die Ärzte zur Verordnung, die Krankenkassen, d.h. wir alle, bezahlen, und die Pharmaindustrie macht Umsatzrenditen von bis zu 40%.

    Diee Umstände habe ich nicht selbst erforscht, aber sie gerade in einem Buch von W. Schorlau genauso und mit glaubhaften Quellen hinterlegt so erklärt bekommen. Es hat mir die Augen geöffnet und mich zu diesem ersten Beitrag in SPON veranlasst.

    Wir werden belogen und betrogen. Leute, informiert Euch.
    Ja, Ja die pöse, pöse Pharmamafia...
  4. #4

    Zitat von Rosenname Beitrag anzeigen
    Wir werden belogen und betrogen.
    Glaube ich Ihnen nicht.
  5. #5

    Thema verfehlt

    [QUOTE=Rosenname;9353047]Die Methoden der Pharmaindustrie in Deutschland.

    Beispiel: Es werden gesponserte Betroffenengruppen, z.B. für Krebspatienten ins Netz gestellt. Darin wird von scheinbar sehr zufriedenen Patienten ein Medikament gelobt. Es werden auch live-Vorträge angeboten. In der anschließenden Diskussion lobt dann ein scheinbar fast geheilter Patient den Erfolg dieses Medikaments bei ihm. Alles fake.

    was hat das mit dem Artikel zu tun?
  6. #6

    Moment, der Artikel ist nicht genau

    Nabelschnurblut kann tatsächlich zur Heilung bei manchen Krankheiten genutzt werden. Was der Artikel jedoch fälschlicherweise vorgibt, ist nur bedingt richtig. Ja, Nabelschnurblut ist kein Allheilmittel, es gibt zB Krebsarten, bei denen es hilft und bei denen es nicht hilft (zB wenn der Gendefekt auch im Nabelschnurblut ist, dann kopiert man nur Fehler auf Fehler).

    Was in dem Artikel gar nicht erwähnt wird und jedoch viel wichtiger ist, ist die paradoxe Tatsache, dass man nicht sein eigenes Nabelschnurblut verwenden kann. Zumindestens ist das nur in wenigen hundert Fällen erfolgreich dokumentiert. Was allerdings Sinn macht, ist das flächendeckende Ansammeln von Nabelschnurblut in Blutbanken. Denn beim Erwachsenen oder Jugendlichen Patienten, braucht man eine entsprechende Menge an Nabelschnurblut und da halfen die 200 ml nicht arg weiter. Hinzu kommt dann eben noch die paradoxe Inkompatibilität zu seinem eigenen Nabelschnurblut. So oder so braucht man verschiedene kompatible Nabelblutspenden von fremden Spendern. (für die größere Menge, die ein Erwachsener braucht, damit die Therapie anschlägt)

    Ob der Kosten-Nutzen-Effekt für flächendeckendes Abzwacken von Nabelschnurblut von der Gesellschaft gewollt und getragen wird, wäre zu diskutieren. Medizinisch komplett unsinnig ist es jedenfalls nicht, es hat nur einige unsinnige Facetten, die in dem SPON-Artikel jedoch nicht erwähnt wurden.
  7. #7

    Weiterschauen

    Mehrheitliche Methoden basieren auf der Grundlage "Angst" - genauer falsch gelernter Meinung über "Angst". doch ist sie lediglich nur ein Signal unserer Verhaltensmuster, dass uns zu einem bestimmten Sachverhalt weiterführende Informationen fehlen.

    Dennoch müssen wir uns kollektiv von der falsch gelernten Vorstellung alles mit "Angst" motiviert tun zu wollen oder andere damit motivieren zu wollen ablegen, soll sich die Gesamtsituation - nicht nur in unserem Land - nicht weiter zuspitzen. Das Spiel muss sofort eingestellt werden.
  8. #8

    Zitat von Walther Kempinski Beitrag anzeigen
    ...Was in dem Artikel gar nicht erwähnt wird und jedoch viel wichtiger ist, ist die paradoxe Tatsache, dass man nicht sein eigenes Nabelschnurblut verwenden kann...
    Wirklich, haben Sie dafür eine Quelle? Im allgemeinen wird heute kein "Blut" transfundiert, sondern dessen verschiedene Bestandteile, in die eine Spende vorher aufgeteilt wurde. Beim Nabelschnurblut geht es um darin enthaltene (Stamm)Zellen, die vielleicht andere erkrankte Zellen bzw. Zellinienen später im Leben ersetzen können.

    Zitat von Walther Kempinski Beitrag anzeigen
    ...Ob der Kosten-Nutzen-Effekt für flächendeckendes Abzwacken von Nabelschnurblut von der Gesellschaft gewollt und getragen wird, wäre zu diskutieren. Medizinisch komplett unsinnig ist es jedenfalls nicht, es hat nur einige unsinnige Facetten, die in dem SPON-Artikel jedoch nicht erwähnt wurden.
    D'accord: es wäre eine Idee, eine bundes-, europa- oder sonstwieweite Nabelschnurblutbank (und meinetwegen andere Register mit dazu, siehe Leukämie) einzurichten, so daß alle spendeten und alle, die es evtl. benötigten, davon profitierten, da man ja auch Zellen anderer erhalten kann. So im Sinne einer Versicherung, oder altmodisch: solidarisch.

    Wäre übrigens auch schön für Organspender - jeder, der einen Ausweis hat bzw. ab 18 Jahren in einem Register eingetragen ist (was jederzeit geändert werden kann), kommt hoch oben auf die Liste, sollte er eine Transplantation benötigen. Alle, die kein Spender sein wollen, müssen sich bei Bedarf weiter hinten anstellen. Dazu kommen natürlich noch andere Kriterien, aber so könnte es grob gesehen fuktionieren.

    Guten Rutsch.
  9. #9

    Wie man mit Elternangst Geschäfte macht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Werden*werdende Eltern hinters Licht geführt, um sie als Kunden zu gewinnen? Deutschlands größte Nabelschnurblutbank Vita 34 wirbt mit weitreichenden Versprechen und pseudounabhängigen Internetseiten für ihr Angebot. Das stößt selbst in der Branche auf Widerstand.

    Dubiose Heilmethoden: Wie man mit Elternangst Geschäfte macht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Frage lautet zuallererst nicht, wie man mit Elternangst Geschäfte macht, sondern wie man Eltern Angst macht. Und mit dieser Frage sollten Sie sich direkt an die allmächtige deutsche Exekutive im Verein mit Helferindustrie, Jugendämtern, Ärzten, Psychologen, Soziologen, Krankenkassen, Medien usw. wenden. Die haben nämlich die Kunst, Eltern und werdenden Eltern als solchen Angst zu machen, zu einer Blüte gebracht, wie sie Deutschland wohl nie zuvor gesehen hat. Dass mit der Antwort auf diese Frage die wahre Interessenlage offenbart wird, wage ich allerdings zu bezweifeln: Geld machen, dabei Macht, Druck und Einfluß auf BürgerInnen am besten schon pränatal ausüben, Elternrecht "aushebeln".


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