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DSV-Debakel in London: Keine Erfolge, keine Talente, keine Trainer

DPADie Bilanz des Deutschen Schwimm-Verbandes nach den Spielen von London fällt katastrophal aus. Die DSV-Führung ergeht sich in einer gnadenlosen Fehleranalyse. Persönliche Konsequenzen schließen die Funktionäre allerdings aus.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,848332,00.html
  1. #1

    "Bilanz des DSV"?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bilanz des Deutschen Schwimm-Verbandes nach den Spielen von London fällt katastrophal aus. Die DSV-Führung ergeht sich in einer gnadenlosen Fehleranalyse. Persönliche Konsequenzen schließen die Funktionäre allerdings aus.

    Olympia 2012: Deutsche Schwimmer analysieren Pleiten in London - SPIEGEL ONLINE
    Tatsächlich ist doch die Gesamtbilanz katastrophal. Ruderer, Fechter, Schützen, Reiter, und, und - Versager/innen, wohin man blickt. Und überall stinkt der Fisch vom Kopf her, aber "persönliche Konsequenzen schließen die Funktionäre allerdings aus". Auch übel: Das Schweigen großer Teile der Medien angesichts des kollektiven Versagens, man verfolge nur die kriecherische und absolut unkritische Berichterstattung von ZDF und ARD.
  2. #2

    Umfeld

    Es sind aber nicht nur die Trainer, Aktiven usw "schuld", sondern aus meiner Sicht insbesondere das gesamte Umfeld. Überall werden Bäder dicht gemacht und durch private "Spaßbäder" ersetzt. Die Vereine müssen in maroden Trainingsstätten spät Abends trainineren. Da sind andere Nationen wesentlich besser aufgestellt.
  3. #3

    Das Land der dichtgemachten Schwimmhallen

    In immer mehr Orten in Deutschland werden Schwimmhallen aus Geldnot für immer geschlossen. Die Wege zu den noch verbliebenen Schwimmhallen werden immer länger. Schwimmen als Schulsport findet immer weniger statt.

    Es gibt in Deutschland immer mehr Nichtschwimmer, aber immer weniger Rettungsschwimmer. Wo im Land insgesamt weniger geschwommen wird, gibt es eben auch immer weniger Schwimmtalente zu sichten und zu fördern. Die Talente im Kindesalter werden einfach nicht entdeckt, weil sie niemand beim Schwimmen sieht. Wenn es keine Schwimmmöglichkeiten gibt, dann suchen sich die Mädchen und Jungs eben ein anderes Hobby.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bilanz des Deutschen Schwimm-Verbandes nach den Spielen von London fällt katastrophal aus. Die DSV-Führung ergeht sich in einer gnadenlosen Fehleranalyse. Persönliche Konsequenzen schließen die Funktionäre allerdings aus.

    Olympia 2012: Deutsche Schwimmer analysieren Pleiten in London - SPIEGEL ONLINE
    Meine Tochter hat in sehr jungen Jahren fünf Jahre bei einem renommierten deutschen Schwimmverein Schwimmen als Leistungssport betrieben und am Schluss völlig entnervt aufgegeben.
    Ich gebe nicht gerne anderen Personen die Schuld, doch was Trainer und Funktionäre abgeliefert haben, spottete jeder Beschreibung. Da wurden neunjährige Kinder zu immer neuen Höchstleistungen angetrieben, während die Trainer zu faul waren am Wochenende zu Wettkämpfen zu fahren. Da wurden Kinder in ihrer Freizeit zum Gelderschnorren in örtliche Betriebe geschickt, weil die Funktionäre unfähig waren, Sponsoren aufzutreiben. Wenn es sportlich nicht lief, dann wurden ausschliesslich die Kinder verantwortlich gemacht.

    Ich bin wahrlich kein Freund der ständigen Trainerwechsel im Fußball, aber in unserem Schwimmverein waren Trainer teilweise 20-30 Jahre tätig, ohne jemals nennenswerte Erfolge (also Hervorbringen von Talenten für DM, EM, WM oder OS) vorweisen zu können. Gestört hat das niemanden. Es herrschten vielmehr verkrustete, teils mafiaähnliche Duz-Strukturen, in denen das Krähen-Prinzip herrschte. Das Leistungsprinzip galt auch nicht für alle Sportler. Während manche Kinder aufhören mussten, durften Söhne und Töchter von Trainern und deren Freunden trotz fehlender Leistungen jahrelang weitermachen.

    Die Zustände und der Druck im Verein nahmen für mich sektenähnliche Züge an. Die Basis hat geacktert, damit es den Leuten an der Spitze gut ging. Ich befürchte, dass es noch viel mehr Vereine in Deutschland gibt, in denen es so ist, und nicht nur im Schwimmsport. Meine Tochter hat schliesslich aufgehört, wie ca. 19 von 20 Sportlern. Wo sollen da Spitzensportler herkommen?
  5. #5

    Top-Leistungszentren müssen her

    Bald sind nicht mal Karpfen zu sichten sondern nur noch Algen.
    Schwimmen in der Schule verkommt immer mehr zu einem Luxus. Man muss ja nicht Verhältnisse wie in den USA oder Australien haben, wo zu jedem College oder Highschool fast auch immer eine gut ausgestatte Schwimmhalle gehört. Aber hier in Deutschland können es ja sich schon so manche Städte keine Schwimmhalle mehr leisten, geschweige denn ordentlich auszustatten und zu halten.

    Ich finde es sollten alle Schwimmer in Leistungszentren aufgenommen werden. Das bedeutet für mich, dass es in Deutschland 3-6 Leistungszentren des Schwimmsports geben muss. Die Schwimmer einer Staffel gehören zum Beispiel in ein solches Zentrum. Es muss mehr Konkurrenz geben, innerhalb einer Trainingsggruppe in einem solchen Zentrum muss es bereits Reibungspunkte geben. Dazu muss ein Schwimmer bereit sein und nebenbei auch beruflich bzw. fürs studium abgesichert werden. Es sollte auch daran gedacht werden, Schwimmer in die Staaten oder nach Australien zu deligieren, China macht das ja auch sehr erfolgreich.
    Das geht alles nur, wenn man bereit ist, mehr Geld auszugeben. Wenn nicht, dann muss man sich mit dem London-Niveau abfinden.
  6. #6

    Gesamtbilanz ist verherrend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bilanz des Deutschen Schwimm-Verbandes nach den Spielen von London fällt katastrophal aus. Die DSV-Führung ergeht sich in einer gnadenlosen Fehleranalyse. Persönliche Konsequenzen schließen die Funktionäre allerdings aus.

    Olympia 2012: Deutsche Schwimmer analysieren Pleiten in London - SPIEGEL ONLINE
    Es ist jetzt schon klar, das es das schlechteste Abschneiden aller Zeiten für Deutschland wird und damit befinden wir uns voll im gesamtdeutschen Trend.Das Mittelmaß hält allenthalben Einzug. Die Mehrheit der Deutschen scheint dies auch zu wollen. Kein Ehrgeiz, keine Härte , kein Wille , kein Stolz die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Aus dem Sportunterricht meines Sohnes kenne ich die mittlerweile armselige sportliche grundausbildung, welche unsere Kinder bekommen. Fußball und sonst wenig. Die Klassenkameraden mit muslimischen Migrationshintergrund haben zu sonst nichts Lust und die Mädchen dürfen ohnehin nicht mitmachen. Bezeichnend ist , dass die Türkei bislang bei Olympia keine einzige Medaille geholt hat. Da kommt so einiges zusammen im deutschen Sport aber auch darüberhinaus. So ich bitte um Antworten, die mich in die rechte Ecke stellen. Mögen die Spiele beginnen.
  7. #7

    optional

    Den ganzen Olympia-Schnickschnack können wir uns getrost sparen, die entsprechenden Verbände sind aufzulösen und die Funktionäre zu kündigen. Die freiwerdenden Mittel sollten dann in den Schulsport investiert werden, damit sie zur Volksgesundheit beitragen.
  8. #8

    optional

    also die ruderer haben doch edelmetall gewonnen, die fechter auch nur eben nicht im erwartbaren ausmaß. und gerade die aussage, dass die regenerationszeiten der konkurrenz wesentlich kürzer snd, machen einen doch stutzig! wenn man mal ewas googelt ist dies eben ein indiz für besseres doping. das soll die leistung jetzt nicht schönreden, denn hier wird auch gedopt, nur scheint es im ausland bessere möglichkeiten geben durch kurze regeneration usw, mehr trainieren zu können. übrigens zum kollektiven versagen: was erwarten sie denn bitteschön? diese völlig überzogenen erwartungen sind doch teil des problems! in der leichtathletik gabs jetzt auch schon 2 mal edelmatall, dazu beim reiten ebenfalls! also sooo schlecht wie sie das meinen (wohl nur aus irrealen erwartungen), ist es nicht!
  9. #9

    ........

    Doch personelle Konsequenzen müssen gezogen werden aber davor sträubt man sich. Nach so einer Blamage müsste man eigentlich mal rigoros tabula rasa machen in der Führungsebene des Verbandes.


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