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Drückermethoden in Arztpraxen: Bayer darf das

AP/ Janssen PharmaceuticalsUnlautere Praxis: Pharmaherstellern ist es verboten, Pillenproben unverlangt an Ärzte zu schicken. Der Konzern Bayer tat es trotzdem, auch andere Hersteller nutzen diesen Werbetrick. Der Verein, die einschreiten und kontrollieren müsste, entpuppt sich als wirkungslos. Nicht zum ersten Mal.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...828143,00.html
  1. #10

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Warum macht man das mit Bayer nicht so wie mit jedem kleinen ebay-Händler? Einfach mal kostenpflichtig abmahnen und für jeden weiteren Verstoß 50.000 Euro kassieren? Das wäre dann nicht wirkungslos...
    50.000€ wären wirkungslos. Das ist ja gerade mal ein Monatslohn irgendeines kleinen Mitarbeiters. 5 oder 50 Millionen pro Verstoß würden schon mehr wehtun. Man könnte gar nicht so schnell gucken, wie die betreffenden Firmen plötzlich mit dieser Praxis aufhören würden.
  2. #11

    Zitat von benny212 Beitrag anzeigen
    Was ist denn eigentlich so verwerflich daran, wenn kostenlose Proben abgegeben werden...?
    Wir nehmen die ja auch gern an, ob in Apotheke, Drogerie oder sonstwo.
    Früher durften die Ärzte unbeschränkt Proben erhalten.
    Das war sehr praktisch, denn als Patient hat man oft vom Arzt auch gleich das passende Medikament als "unverkäufliches Muster" geschenkt bekommen. Keine Rezeptformalitäten oder Zuzahlungen. Keine Kosten.

    Eine Firma muss die Möglichkeit haben, in ihrem Markt zu werben, alles andere sehe ich als Wettbewerbsbehinderung an.
    Das kann sie ja ... nämlich auf offiziellen Messen. Das Problem bei der im Artikel beschriebenen Art Werbung ist aber, dass viele Pharmafirmen sozusagen gleich noch einen gefüllten Geldkouvert mitschicken, um ihre Verkaufsargumente etwas zu untermauern.
  3. #12

    Ach, Kinder... wenn wir in diesem schönen Land keine anderen Sorgen haben, dann geht´s uns doch gut. Oder ist das wieder mal wegen der bösen Pharma-Konzerne? Wer soll denn bitte forschen, wenn er damit kein Geld verdienen kann?
  4. #13

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Das kann sie ja ... nämlich auf offiziellen Messen. Das Problem bei der im Artikel beschriebenen Art Werbung ist aber, dass viele Pharmafirmen sozusagen gleich noch einen gefüllten Geldkouvert mitschicken, um ihre Verkaufsargumente etwas zu untermauern.
    Ich sehe kein Problem darin, daß Pharmafirmen auch Muster verteilen, nicht nur auf Messen, sondern auch bei Arzt direkt.

    Hinsichtlich der Vorwürfe es gäbe Geldkouverts, empfehle ich Ihnen, Ihre Vorurteile und Klischees auch weiterhin gut zu pflegen.

    Abgesehen, von einigen schwarzen Schafen kommt dies sicher nicht mehr vor, da hat sich seit den 90 Jahren etliches geändert.Ich bin zwar nicht in der Pharmabranche tätig, habe aber recht gute Einblicke in deren Praxis, viel mehr als billige Kugelschreiber wird nicht mehr verteilt.
  5. #14

    Oh, die liebe Bayer AG denkt durchaus ein bisschen weiter als im Artikel dargestellt. So sitzt in diesem Hochschulrat (der Uni Köln, gegründet 1388), den es neuerdings an deutschen Universitäten gibt, natürlich auch ein Vertreter des Konzerns aus dem benachbarten Leverkusen. Das ist Herr Dr. Richard Pott, Vorstandsmitglied der Chemiebude. Nachzulesen hier: http://www.cbgnetwork.org/2733.html. Weil Bayer sich so gern engagiert, sozial und gesellschaftlich.
  6. #15

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Das ist so, als übernähme der ADAC die Geschwindigkeitskontrolle seiner Mitglieder"
    Da wuerde mehr bei rauskommen, vermute ich!
  7. #16

    was soll ein Arzt denn mit zwei Päckchen eines neuen Arzneimittels anfangen? Das taugt höchstens für den Eigenbedarf, wenn er das Zeug selbst braucht. Damit entlastet er dann seine Krankenversicherung.
  8. #17

    Ich denke mal...

    Zitat von cadaquesien Beitrag anzeigen
    Oh, die liebe Bayer AG denkt durchaus ein bisschen weiter als im Artikel dargestellt. So sitzt in diesem Hochschulrat (der Uni Köln, gegründet 1388), den es neuerdings an deutschen Universitäten gibt, natürlich auch ein Vertreter des Konzerns aus dem benachbarten Leverkusen. Das ist Herr Dr. Richard Pott, Vorstandsmitglied der Chemiebude. Nachzulesen hier: CBG - Universitt Kln. Weil Bayer sich so gern engagiert, sozial und gesellschaftlich.
    ... dass der gute Mann auch eine Menge Kohle sponsort...

    Aber Sie stört das offensichtlich, weil dann alle Studenten im Sinne von Bayer beinflusst werden und nur noch deren Tranquilizer nehmen oder was?

    Die "Chemiebude", die insgesamt direkt und indirekt für hunderttausende Arbeitsplätze zuständig ist, ist Ihnen zu anrüchig?

    Dann sollte der gute Mann mal sagen: "Sponsort euch doch selber!"

    Der Unipräsident würde ganz schön bedrippelt aus der Wäsche gucken...
  9. #18

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    50.000€ wären wirkungslos. Das ist ja gerade mal ein Monatslohn irgendeines kleinen Mitarbeiters.
    Die Bayer AG leistet sich momentan keine Mitarbeiter, die 50.000 € Jahresbruttogehalt verlangen. Auf dem deutschen Verdrängungsmarkt spart man mittlerweile auch an den Personalkosten ein.

    Die Vermarktung der pharmazeutischen Produkte wird heutzutage zunehmend von Dienstleistern übernommen - also nicht mehr direkt von den Pharmaunternehmen. Die Dienstleister stellen Pharmaberater/-referenten ein.

    Da für diese Tätigkeit eine Ausbildung zum/zur Technischen Assistenten/in oder ein Bachelor of Science ausreicht, sind die Einstiegsgehälter gefallen. Dafür erhält man ein Firmenfahrzeug, eine Prämienzahlung und eventuell noch eine Home Office-Ausstattung.








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