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Druck auf Journalisten: Peking weist Korrespondentin von al-Dschasira aus

REUTERS/ ChinaAid.orgErstmals seit 14 Jahren muss eine akkreditierte ausländische Journalistin China verlassen. Die englischsprachige Reporterin des arabischen Fernsehsenders al-Dschasira, Melissa Chan, musste ausreisen. Der Führung in Peking passte offenbar ein Bericht über Arbeitslager nicht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831887,00.html
  1. #10

    warum eigentlich ...

    können Sie nicht die westliche Schreibweise verwenden, die der Kanal selber verwendet: Al Jazeera? Oder schreiben Sie demnächst auch Bih-Bih-Cih und Cih-Enn-Enn?
  2. #11

    .

    Chinas Demokratieentwicklung ist auf dem Status von Deutschland im Jahr 1850. Statt der Herrschaft von Monarchen herrscht dort die Partei und die hat ihre Könige , Fürsten und Prinzen. Nicht das Volk hat die Macht, sondern die Partei, in der alles ohne Beteiligung des Volkes unter den Granden ausgeklüngelt wird.
    Noch können die Arbeiter ruhig gestellt werden, noch gibt es kein Bürgertum und Mittelstand, der seine rechte einfordert. Es gibt aber sehr Reiche, die sich mit dem System arrangiert haben oder teil der Parteiendiktatur sind. Aber wie geht es weiter. Mit den modernen Medien können die Rechte der Bevölkerung viel effektiver eingefordert werden und es wird schwieriger sie zu unterdrücken. Aber solange alle Mächtigen in China in das Sytem eingebunden sind und von ihm profitieren haben weite Teile der Bevölkerung, wenn sie sich nicht organisieren können, keine Chance. Irgendwann werden sie aber erzwingen, dass sie Mindestrechte und Organisationsrechte erlangen, wie in Deutschland zwischen 1850 und 1918. Nur hoffentlich schneller.
  3. #12

    Dr.

    Zitat von nesmo Beitrag anzeigen
    Chinas Demokratieentwicklung ist auf dem Status von Deutschland im Jahr 1850.
    Och... wer im Osten aufgewachsen ist, der weiß, dass China eher so um 1960-1989 steckt. Irgendwie aus allen Jahren etwas... Und die SED äh KP mit ihrem Ministerium für Staatssicherheit (heißt tatsächlich genauso in China wie bei uns damals im Osten) spricht dabei eine eindeutige Sprache.
  4. #13

    ...

    Zitat von Wunderläufer Beitrag anzeigen
    Da hat China sich in den letzten Jahrzehnen zu einer der stärksten Volkswirtschaften entwickelt, die auch wissenschaftlich hervorragende Leistungen hervorbringt, auf die das Land und seine Menschen zu recht mächtig stolz sind.
    Dennoch misstraut die Regierung allem und jedem:
    Die unleugbaren wirtschaftlichen Fortschritte haben jedoch bei den politisch Verantwortlichen keinerlei Umdenken bewirkt; denen fehlt weiterhin jegliches souveränes Selbstvertrauen, das normalerweise mit einer solchen Entwicklung einhergeht.
    Ökonomisch: riesig; politisch/ sozial: armselig
    China ist zwar ein totalitärer Staat. Aber wenn man mit der viel totalitäreren Sowjetunion Frieden schloss, dann müsste es mit China doch viel leichter sein. Wer aber einfach Angst vor der chinesischen Wirtschaftsmacht hat, der sollte es einfach sagen, statt sich auf allerlei verworrene Argumente zu stützen. Dann kann man wirklich eine ehrliche Diskussion anfangen.

    Übrigens, wenn die Menschen im Westen nicht Angst vor Chinas Aufstieg und dem eigenen Abstieg hätten, der, wenn er wirklich eintreten sollte, doch eher selbstverschuldet wäre, dann würden sie sich eben so wenig um die Freiheit der Chinesen kümmern, wie sie sich um die unserer Nachbarn, der Weißrussen, oder der verhungernden Bevölkerung Zimbabwes kümmern.

    Es tut mir leid, aber ich kaufe den meisten China-Kritikern die zur Schau gestellte Menschenliebe nicht ab. Menschenrechte werden leider instrumentalisiert, um den Wirtschaftsriesen China zu dämonisieren. Das kommt mir sehr unehrlich vor.
  5. #14

    ...

    Zitat von Wunderläufer
    Ökonomisch: riesig; politisch/ sozial: armselig
    Hey, wir sprechen hier von China und nicht von den USA.
  6. #15

    Demokratisierung?

    Zitat von nesmo Beitrag anzeigen
    Chinas Demokratieentwicklung ist auf dem Status von Deutschland im Jahr 1850. Statt der Herrschaft von Monarchen herrscht dort die Partei und die hat ihre Könige , Fürsten und Prinzen. Nicht das Volk hat die Macht, sondern die Partei, in der alles ohne Beteiligung des Volkes unter den Granden ausgeklüngelt wird.
    Noch können die Arbeiter ruhig gestellt werden, noch gibt es.....
    Und damit es in China nicht so schnell zur einer Demokratie kommt und die Bevölkerung sich gegen ihre korrupten Herren wenden, so hält man sie freiheitlich sehr kurz und gibt einigen etwas Konsum, denn der Hunger nach Konsum ist zur Zeit größer als der Ruf nach Freiheit und mit den paar Aufrührer kann man schon fertig werden.
    Wie wäre es denn, wenn man unliebsame Chinesen nicht einfach an den Westen verkauft, die DDR hatte es auch schon so getan.
    Aber der Drang nach Freiheit lässt sich nicht für immer verhindern, auch in China dreht sich das Rad der Geschichte weiter, ob es danach für die Menschen besser wird, wer weiß das schon?
  7. #16

    Zitat von Norbert1981 Beitrag anzeigen
    ...
    Es tut mir leid, aber ich kaufe den meisten China-Kritikern die zur Schau gestellte Menschenliebe nicht ab. Menschenrechte werden leider instrumentalisiert, um den Wirtschaftsriesen China zu dämonisieren. Das kommt mir sehr unehrlich vor.
    Ist es aber absolut nicht, denn das was da an Menschenrechtsverletzungen vollkommen zurecht kritisert wird, ist schließlich Verwerflich, unabhängig, wie es wiederum woanders aussieht.
    Relativierung ist ein durchsichtiges Hilfsmittel von skrupellosen Tätern und deren Weisswäschern.

    Das chinesische Regime wird andere Völker nicht besser behandeln als das eigene Volk, wenn es um Macht und Geld geht. Wie das geht, sieht man an Chinas Verhalten im Südchinesichen Meer.

    Ebenso WIRD z.B. Simbabwe sehr wohl immer wieder kritisert. Mugabe weist das natürlich jedes mal als imperialistische Einmischung zurück, holt sich aber zugleich chinesische Militärberater ins Land, ums sich bei den Unterdrückungsmaßnahmen helfen zu lassen.


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