Sie haben noch zehn Tage: Wenn besonders dreiste griechische Steuersünder bis dahin nicht ihre Schuld beglichen haben, will die Regierung ihre Namen veröffentlichen. Auf der Liste stehen allein 40 Bürger, die jeweils mehr als*hundert Millionen vor dem Fiskus versteckt haben sollen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...797635,00.html
Eine Denkhilfe an alle, die sich hier gerne mal wieder das Maul über uns Griechen zerreißen, aber Probleme mit dem Denken haben:
Es geht hierbei vor allem um Gelder, die im Ausland stecken und an die der griechische Staat nicht so ohne weiteres herankommen kann.
Ich denke, die besser verdienenden unter den hier mitlesenden verstehen was ich meine.
...vergessen wir lieben Deutschen natürlich allzu gerne. Ständig werden hier auch von den "Großen" Steuern hinterzogen, die dann für ein kleines Taschengeld dann doch wieder frei kommen. Nichts desto trotz, gehören auch diese Steuerhinterzieher in GR hinter Gitter. Nur zum einen geht es hier in erster Linie um Leute, an deren Geld man nicht ohne weiteres kommt und zum zweiten müssen sich die Politiker so oder so schön zurückhalten mit ihren Forderungen nach weitergehenden Strafen, da sie entweder selbst genug Dreck am stecken haben oder aber sind familiär und zumindest freundschaftlich mit jemanden so eng, dass sie denen natürlich nicht an den Karren pi... wollen.
Nur mal so ins Unreine gedacht... Was genau soll dann eine Veröffentlichung der Namen bringen. Sollen die eine Postkarte mit Urlaubsgrüßen schreiben?
Und selbst wenn das Geld im Ausland ist, wie sieht es dann mit der Pfändung von Immobilien aus? Sind die etwa auch alle im Ausland. Und wenn es europäisches Ausland ist, warum kann deutsches Geld nach Grichenland fließen und grichische Steuerbehörden nicht im Wege der Amtshilfe auf derartige Werte zugreifen?
Klar könnte die Antwort lauten: "Weil das nun mal so ist!". Dem möchte ich aber entgegnen, daß DAS halt geändert werden muss, wenn Griechenland Kohle von uns haben will!
Warum ist das überhaupt eine Meldung bzw. einen Artikel wert? In anderen EU-Staaten (z.B.) Estland ist das seit Jahr und Tag schon gängige Praxis! Unabhängig von der Summe und jederzeit online einzusehen, natürlich mit nahezu minütlicher Aktualisierung.
Armes, reiches Griechenland was sich solch ein Versagen erlaubt hat.
Vielleicht verstehe ich das nicht, aber wieso sollte man da was veröffentlichen:
"Ding Dong (morgens um 7 Uhr)! Die Steuerfahndung, wir würden gerne ihr gesamtes Haus durchwühlen und alles mitnehmen was nicht angeschraubt ist. Ach ja, ihre Besitztümer haben wir bereits konfiziert. Die Bankkonten sind eingefroren. Wenn Sie uns bitte in die Untersuchungshaftanstanlt folgen würden."
Ist doch viel besser?! Dann kann man auch veröffentlichen. Aber das Bild für die Bevölkerung ist doch fatal, wenn man eine Liste mit namen veröffentlicht und die Herrschaften sitzen längst in ihrem Zweitwohnsitz in der Schweiz.