Tui erzürnt Griechenlands Hoteliers: Der Reisekonzern rüstet sich für den Fall der Fälle - und versucht den Gaststätten einen neuen Vertrag aufzuzwängen. Der soll die Deutschen gegen Verluste absichern, die entstünden, wenn das Land aus dem Euro aussteigt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...796083,00.html
Natürlich müssen die Hotelbesitzer das nicht unterschreiben aber genauso wenig muss Tui diese Hotels weiter mit Gästen versorgen.
Sicher, dass ist ärgerlich für die Griechen, aber TUI sichert sich nur ab. In der Chefetage scheinen kluge Menschen zu sitzen.
Ich würde das auch machen, ein Versuch ist es alle male wert.
Tui ist eben genauso klug wie die Mehrheit der Bürger. Dumm nur, dass die Menschen im Bundestag nicht so klug sind :)
im Gegenteil, gerade jetzt TUI. Das scheinen die einzigen zu sein, die rechnen können.
In der Tourismusbranche werden Verträge langfristig geschlossen. Ändern sich grundsätzliche Parameter, dann sind dieses Änderungsbedingungen im Vertrag. Dass Griechenland eine andere Währung bekommt, als den Euro, das war doch bestimmt kein Vertragsbestandteil bisher, das wäre doch erst recht in der Bild gestanden. Also, wird jetzt ein Vertragszusatz durchgesetzt. Wer ihn nicht akzeptiert, bekommt - zumindest von der TUI - keine Gäste mehr.
Was andere Reiseveranstalter machen, das soll jedem egal sein. Ich verreise mit denen, wo ich nicht Angst haben muss, nicht mehr zurück zu kommen. Und das ist nun einmal nachweislich die TUI. Seit dem "Weihnachtstsunami in Thailand weiß ich, dass die TUI sich auch um Kunden anderer Reiseveranstalter kümmert.
Wirtschaftliche Stärke kommt oft denen zugute, die sich wegen geizgeilen Gründen an wirtschaftliche Schwäche rangeworfen haben.
Der Jurist nennt das Wegfall der Geschäftsgrundlage, korrekt. Aber es gilt eben auch pacta sunt servanda, also es geht nur für Neuverträge. Das verdeutlicht das Elend bei einem Auseinanderbrechen des Euro, alles, aber auch alles muss neu verhandelt werden und wird vor Gerichten enden. Es klingt immer sehr gut, was Henkel und Sinn so von sich geben - in der Theorie, aber in der Praxis?
Aha und welche? Ich nehme nicht an, dass die Kunden von TUI eine nachträgliche Preisänderung akzeptieren würden.
Abgesehen davon kann an dem Artikel was nicht stimmen. Der Anfangskurs bei der Umwechslung ist ja tendentiell der schlechtere als der jeweils aktuelle zu einem späteren Zeitpunkt. Da die Drachme ja wohl sinken wird, bekämen die dann weniger Drachmen pro Euro, das wird wohl nicht so gemeint sein.
1kg Brot kostet in Griechenland zwischen 1,50 und 2,50 Euro. Das billigste Mehl gibt es in Griechenland beim Lidl für 0,85 das kg.
Sind Sie wirklich sicher, dass es mit Einführung der Drachme billiger werden würde?
Ein Arbeiter oder Angestellter verdient 740 Euro Brutto im Monat. Das sind 520 Netto.
Nein, Sie bekämen dann mehr Drachmen. Es geht um Rechnungen der TUI an die Hotels und umgekehrt ist da wohl folgendes geplant und erklärt es besser
"Für diesen Fall will Tui Zahlungen an griechische Hotels absichern. «Wenn der Euro nicht mehr die Währung sein sollte ..., ist Tui berechtigt, die Geldsumme in der neuen Währung zu bezahlen. Der Wechselkurs richtet sich nach dem von der Regierung vorgegebenen Wechselkurs» zitiert «Bild» aus dem Schreiben."
Quelle: Die Welt