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Drohender Euro-Austritt: Tui sichert sich gegen Comeback der Drachme ab

Tui erzürnt Griechenlands Hoteliers: Der Reisekonzern rüstet sich für den Fall der Fälle - und versucht den Gaststätten einen neuen Vertrag aufzuzwängen. Der soll die Deutschen gegen Verluste absichern, die entstünden, wenn das Land aus dem Euro aussteigt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...796083,00.html
  1. #10

    Vertrauen ist gut

    Zitat von Wallenstein Beitrag anzeigen
    Schon richtig so .... was TUI da macht. Denn das Vertrauen ist dahin.
    Eben nicht, wenn Gr abwerten müsste für eine neue Chance, dann muss das auch gehen. Gekniffen wäre nämlich der deutsche Urlauber und der griechische Hotelier. TUI würde Preissenkungen nicht weitergeben, sondern mehr Marge ziehen.
  2. #11

    ganz einfach

    Natürlich müssen die Hotelbesitzer das nicht unterschreiben aber genauso wenig muss Tui diese Hotels weiter mit Gästen versorgen.
  3. #12

    das kann es nicht sein

    Zitat von toledo Beitrag anzeigen
    Ich verstehe die TUI voll und ganz! Man will halt nicht warten, bis die Drachme eventuell wieder eingeführt wird und man dann mehr oder weniger in Zeitnot handeln muss.

    Außerdem.. kein griechischer Hotelier wird gewzungen, irgendeinen Vertrag zu unterschreiben!
    Beim derzeitigen Deutschen-Bashing in Griechenland wird die Nachfrage in den nächsten Jahre eh geringer ausfallen!
    Wieso wartet Deutschland ab, bis die Pleite-Staaten Südeuropas
    am € gesunden, statt selbst die EU zu verlassen und die DM wieder einzuführen ?!
  4. #13

    Reisebörsen

    Zitat von max-mustermann Beitrag anzeigen
    Natürlich müssen die Hotelbesitzer das nicht unterschreiben aber genauso wenig muss Tui diese Hotels weiter mit Gästen versorgen.
    Nunja, Gott sei Dank gibt es nicht nur TUI. Gerade in Zeiten des Internets schwindet der Wert dieser Mittler erheblich. Eine Reisebörse ist so schnell aufgebaut wie ein MP3 Download Portal. Und es könnten sich auch neue Unternehmen hier etablieren.
  5. #14

    TUI ist klüger als der Bundestag

    Sicher, dass ist ärgerlich für die Griechen, aber TUI sichert sich nur ab. In der Chefetage scheinen kluge Menschen zu sitzen.

    Ich würde das auch machen, ein Versuch ist es alle male wert.

    Tui ist eben genauso klug wie die Mehrheit der Bürger. Dumm nur, dass die Menschen im Bundestag nicht so klug sind :)
  6. #15

    ...

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    "Dieser legt fest, dass für Rechnungen des Konzerns stets der erste Umtauschkurs berechnet werden soll."

    Quelle Artikel:

    Das ergibt Sinn, geht man nach dem Wechsel von einer dann weiter fallenden Drachme aus. Allerdings erscheint mir das höchst schäbig mit Preisbindungsklauseln zu arbeiten. Nie wieder TUI. Es gibt andere Mittel.
    im Gegenteil, gerade jetzt TUI. Das scheinen die einzigen zu sein, die rechnen können.

    In der Tourismusbranche werden Verträge langfristig geschlossen. Ändern sich grundsätzliche Parameter, dann sind dieses Änderungsbedingungen im Vertrag. Dass Griechenland eine andere Währung bekommt, als den Euro, das war doch bestimmt kein Vertragsbestandteil bisher, das wäre doch erst recht in der Bild gestanden. Also, wird jetzt ein Vertragszusatz durchgesetzt. Wer ihn nicht akzeptiert, bekommt - zumindest von der TUI - keine Gäste mehr.

    Was andere Reiseveranstalter machen, das soll jedem egal sein. Ich verreise mit denen, wo ich nicht Angst haben muss, nicht mehr zurück zu kommen. Und das ist nun einmal nachweislich die TUI. Seit dem "Weihnachtstsunami in Thailand weiß ich, dass die TUI sich auch um Kunden anderer Reiseveranstalter kümmert.

    Wirtschaftliche Stärke kommt oft denen zugute, die sich wegen geizgeilen Gründen an wirtschaftliche Schwäche rangeworfen haben.
  7. #16

    Verträge

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    ... Also, wird jetzt ein Vertragszusatz durchgesetzt. Wer ihn nicht akzeptiert, bekommt - zumindest von der TUI - keine Gäste mehr.
    ...
    Der Jurist nennt das Wegfall der Geschäftsgrundlage, korrekt. Aber es gilt eben auch pacta sunt servanda, also es geht nur für Neuverträge. Das verdeutlicht das Elend bei einem Auseinanderbrechen des Euro, alles, aber auch alles muss neu verhandelt werden und wird vor Gerichten enden. Es klingt immer sehr gut, was Henkel und Sinn so von sich geben - in der Theorie, aber in der Praxis?
  8. #17

    wer solls zahlen?

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Das ergibt Sinn, geht man nach dem Wechsel von einer dann weiter fallenden Drachme aus. Allerdings erscheint mir das höchst schäbig mit Preisbindungsklauseln zu arbeiten. Nie wieder TUI. Es gibt andere Mittel.
    Aha und welche? Ich nehme nicht an, dass die Kunden von TUI eine nachträgliche Preisänderung akzeptieren würden.

    Abgesehen davon kann an dem Artikel was nicht stimmen. Der Anfangskurs bei der Umwechslung ist ja tendentiell der schlechtere als der jeweils aktuelle zu einem späteren Zeitpunkt. Da die Drachme ja wohl sinken wird, bekämen die dann weniger Drachmen pro Euro, das wird wohl nicht so gemeint sein.
  9. #18

    ...

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Ein Brot, Kleidung etc. kostet deshalb in Allen Ländern einfach immer Proportional zu den Einkommen - ansonsten würden die Leute ja nicht mit ihren Einkommen überleben können!
    1kg Brot kostet in Griechenland zwischen 1,50 und 2,50 Euro. Das billigste Mehl gibt es in Griechenland beim Lidl für 0,85 das kg.

    Sind Sie wirklich sicher, dass es mit Einführung der Drachme billiger werden würde?

    Ein Arbeiter oder Angestellter verdient 740 Euro Brutto im Monat. Das sind 520 Netto.
  10. #19

    Kurse

    Zitat von felixw Beitrag anzeigen
    ... Da die Drachme ja wohl sinken wird, bekämen die dann weniger Drachmen pro Euro, das wird wohl nicht so gemeint sein.
    Nein, Sie bekämen dann mehr Drachmen. Es geht um Rechnungen der TUI an die Hotels und umgekehrt ist da wohl folgendes geplant und erklärt es besser

    "Für diesen Fall will Tui Zahlungen an griechische Hotels absichern. «Wenn der Euro nicht mehr die Währung sein sollte ..., ist Tui berechtigt, die Geldsumme in der neuen Währung zu bezahlen. Der Wechselkurs richtet sich nach dem von der Regierung vorgegebenen Wechselkurs» zitiert «Bild» aus dem Schreiben."

    Quelle: Die Welt


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