Klartext statt Weiterwurschteln: Finanzminister Schäuble fordert eine Beteiligung der Banken an der Rettung Griechenlands. Damit legt sich die Bundesregierung mit ihren EU-Partnern genauso an wie mit der EZB - und setzt auf ein gefährliches Spiel mit offenem Ausgang.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...767253,00.html
Ach Leute, es geht doch nicht um irgendwelche Staatsschulden. Ein Staat kann nicht pleitegehen. Es wird so lange gedruckt bzw. auf Tasten gedrückt, bis den Computern der (Zentral)Banken die Zahlen zu groß sind, um sie zu verarbeiten. Und das kann bei der heutigen Computertechnik noch dauern. Und die Banken brauchen DRINGEND Objekte, um das 'gedrückte' Geld als Kredit zu vergeben - Staaten bieten sich dazu förmlich an.
Der Brief von Schäuble ist ein paar hundert Milliarden Euro wert. Für wen? Für die Händler von Credit Default Swaps auf Staatsanleien. CDS sind Kreditausfallversicherungen. Je höher die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls, desto wertvoller werden sie; desto teurer kann man sie verkaufen; desto mehr Gewinn macht man. Wenn ein Finanzminister, idealerweise ein deutscher, die Wörter 'Umschuldung' oder 'Ausfall' oder 'Beteiligung von Banken' in den Mund nimmt, dann kann man seine CDS mit hübscher Marge verkaufen. Im Namen aller Banken und Hedgefonds, ganz lieben, herzlichen Dank Herr Schäuble.
Gleichzeitig weiß jeder, dass solche Defaults=Ausfälle NIE wirklich passieren dürfen. Denn für 10 Euro ausgefallene Staatschulden müssten die einen CDS-Vertragspartner den anderen mindestens 1.000 Euro 'Versicherungssumme' zahlen, weil viel mehr CDS Versicherungen abgeschlossen wurden, als es Staatsschulden gibt (weil es s.o. ein prima Geschäft ist). Das geht natürlich nicht, so viel Geld kann nicht mal der liebe Gott drucken. Ein tatsächlicher Ausfall wäre also der große BUMM, bei dem auch die Banken draufgehen würden - und das wäre ja schlimmer als 10 Weltuntergänge zusammen. Das wird unter allen Umständen vermieden.
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Die deutschen Staatsschulden sind im Jahr 2010 um 314 Mrd. Euro gestiegen
-- Griechenland hat insgesamt nur ca. 350 Mrd Euro Staatschulden.
d.h. Deutschland hat 2010 fast soviel neue Schulden gemacht wie Griechenland insgesamt hat !!
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Im Detail: Die **deutschen** Staatsschulden steigen immer weiter an,
-- im Jahr 2010 um 314 Mrd. (12,75 % BIP) auf 2.080 Mrd Euro(83,2 % BIP)
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Die deutsche Finanzpolitik hat aber per Definition festgelegt, dass die enthaltenen 241 Mrd. Schulden für Bankenrettung pro forma nicht in der Statistik berücksichtigt werden
-- und macht uns deshalb weis, dass wir 2010 die Euro-defizitgrenze von 3 % fast eingehalten hätten.
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Andere Länder (Irland, England) wenden diese Roßtäuscher-Methoden nicht an und weisen ihre Bankenrettungskosten in der Staatdefizitquote aus !!
Wer hat Griechenland trotz vieler Warnungen in den Euro geholt? Wer hat die Maastricht-Kriterien aufgeweicht? Wer hat selbst die 3%-Verschuldungsgrenze permanent gerissen?
Ja- die Rotgrünen Roßtäuscher waren das, die uns in diese Schei..e geritten haben. Mit vollen Hosen ist gut stinken!
Zum Beispiel: weiter machen wie bisher. Hasard spielen.
Die EZB hat inzwischen genau so viele Schrottpapiere im Portfolio wie die Bad Bank der HypoRealEstate.
Der Wirtschaftswissenschaftler Ludwig von Mises schrieb einst:
"Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll."
Wir sind dabei, die zweite Variante zu realisieren und dadurch unsere Sparvermögen zu verlieren, wenn nicht endlich auf die Bremse getreten wird.
Ja, ein langer, aber interessanter Artikel, aus dem viel Sachverstand spricht. Der Autor bietet vier Optionen an, d.h. mögliche Auswege aus dem Griechenland- und Euro-Dilemma – allerdings kann keine davon für sich funktionieren, es beginnt mit dem Privatisieren, und es endet schließlich mit der großen Systemfrage. Das passt nicht recht zusammen, das ist bei aller Fachkenntnis intelligent formulierte Hilflosigkeit. http://www.dasdossier.de/magazin/wir...aeischen-krise
Warum kauft die Öffentliche Hand den Banken so etwas überhaupt ab? Wenn die Banken so etwas los werden wollen, warum müssen wir immer dafür zahlen?Schon heute befindet sich ein beträchtlicher Teil der Schulden des Landes mehr oder weniger in öffentlicher Hand