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Drohende Rezession in Europa: IWF warnt vor überzogenem Sparkurs

Getty ImagesDie von Deutschland vorangetriebene Sparpolitik für die europäischen Krisenländer gerät immer schärfer in die Kritik. Nach dem designierten französischen Präsidenten François Hollande will nun auch der Internationale Währungsfonds das Spardiktat lockern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...831993,00.html
  1. #1

    Keine Überraschung

    Es ist keine Überraschung, dass Frau Lagarde der franz. Politik zu Hilfe eilt. Wirtschaftliche Kriterien, z.B. kann man kritisch hinterfragen, ob es sinnvoll ist, mit weiteren Kreditaufnahmen (diesmal auf Rechnung der wohlhabenden Länder) den Konsum der EURO-Südperipherie zu finanzieren, bleiben da wuf der Strecke.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die von Deutschland vorangetriebene Sparpolitik für die europäischen Krisenländer gerät immer schärfer in die Kritik. Nach dem designierten französischen Präsidenten François Hollande will nun auch der Internationale Währungsfonds das Spardiktat lockern.

    IWF: Lagarde warnt vor zu strengem Sparkurs in Europa - SPIEGEL ONLINE
    Ich frage mich gerade wo Frau Lagarde glaubt einen "überzogenen" Sparkurs auszumachen. Soweit ich das sehe "spart" keines der Euro-Länder. Die Länder machen nur mehr oder weniger NEUE Schulden.
    Außerdem wird ja nicht gespart, weil man da jetzt gerade so lustig findet, sondern weil das Geld schlicht nicht da ist.
    Wo wollen denn die Staaten das Geld zum "Nichtsparen" hernehmen?
    Niemand der noch klar im Kopf ist würden den Griechen jetzt noch Geld leihen. Sollen also die übrigen Euro-Länder (Deutschland) voran weiter Geld in dieses bodenlose Fass pumpen?
    Was ist mit Italien, Spanien und demnächst Frankreich?
    Wo soll das Geld herkommen? Noch mehr Schulden?
    Die Bürger Europas müssen sich langsam mal wieder an den Gedanken gewöhnen, dass man nicht permanent mehr Geld ausgeben kann als man einnimmt - auch der Staat nicht.
  3. #3

    Lobby hoch 10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die von Deutschland vorangetriebene Sparpolitik für die europäischen Krisenländer gerät immer schärfer in die Kritik. Nach dem designierten französischen Präsidenten François Hollande will nun auch der Internationale Währungsfonds das Spardiktat lockern.

    IWF: Lagarde warnt vor zu strengem Sparkurs in Europa - SPIEGEL ONLINE
    Für diese unverschämte Lobbyarbeit müsste sie eigentlich sofort ihren Schreibtisch räumen!
  4. #4

    Spinnen die alle?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die von Deutschland vorangetriebene Sparpolitik für die europäischen Krisenländer gerät immer schärfer in die Kritik. Nach dem designierten französischen Präsidenten François Hollande will nun auch der Internationale Währungsfonds das Spardiktat lockern.

    IWF: Lagarde warnt vor zu strengem Sparkurs in Europa - SPIEGEL ONLINE
    Es ist doch jedem möglich zu machen (sparen, verschulden, nichts tun usw.) was er für richtig hält, nur nicht auf Kosten/Rechnung anderer. Im Prozessrecht ist das Strafbar. Im Staatsrecht der EU bislang nicht - s. GR Verhalten + den ganzen Club MED!
    Daher:
    1. Wer nicht sparen will, soll es lassen. Nur Deutschland bezahlt die Schulden der anderen nicht!
    2. Aufruf an unsere Regierung: Strikt Kurs halten, sonst brennt in D. der Asphalt!

    Was die Franzosen jetzt, plötzlich nötig haben, deckt sich nicht mit unseren Bedürfnissen. Vor Jahren (Schröder + Agenda 2010) haben die damaligen Klugschwätzer in den meisten der EU-Länder mit Häme, um es vorsichtig zu sagen, über D. gelästert! Man suche in den Medien-Archivem der Jahre 2000-2003. Besonders GB + I + USA + F haben sich da ausgezeichnet. Heute sind sie pleite.
    Deshalb: weiter so!
    Aber nicht mit uns.
    Und langfristig muss D. ggf. zusammen mit ähnlich konsequenten Staaten, den Morast der EU-Kolchose + EURO-Raum verlassen. Die NATO auch. Alles andere grenzt an Hochverrat!
    Und Wahltag ist Zahltag. In 5 Tagen geht es weiter!
  5. #5

    Auch bei Druckmaschinen ist "Made in Germany" Siptzenklasse!

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Ich frage mich gerade wo Frau Lagarde glaubt einen "überzogenen" Sparkurs auszumachen. Soweit ich das sehe "spart" keines der Euro-Länder. Die Länder machen nur mehr oder weniger NEUE Schulden.
    Außerdem wird ja nicht gespart, weil man da jetzt gerade so lustig findet, sondern weil das Geld schlicht nicht da ist.
    Wo wollen denn die Staaten das Geld zum "Nichtsparen" hernehmen?
    Niemand der noch klar im Kopf ist würden den Griechen jetzt noch Geld leihen. Sollen also die übrigen Euro-Länder (Deutschland) voran weiter Geld in dieses bodenlose Fass pumpen?
    Was ist mit Italien, Spanien und demnächst Frankreich?
    Wo soll das Geld herkommen? Noch mehr Schulden?
    Die Bürger Europas müssen sich langsam mal wieder an den Gedanken gewöhnen, dass man nicht permanent mehr Geld ausgeben kann als man einnimmt - auch der Staat nicht.
    Und genau damit "lösen" die Experten im seit Sonntag durch F. vervollständigten Klub-MED, die Geldprobleme. Noch werden sie mit entsprechendem Papier beliefert.
    Hoffentlich macht unsere Mutti den Boys einen Strich durch die Rechnung und steigt aus dem Wahnsinnsdampfer aus!
    Raus aus der EU-Kolchose!
  6. #6

    Die unsinkbare Titanic

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die von Deutschland vorangetriebene Sparpolitik für die europäischen Krisenländer gerät immer schärfer in die Kritik. Nach dem designierten französischen Präsidenten François Hollande will nun auch der Internationale Währungsfonds das Spardiktat lockern.

    IWF: Lagarde warnt vor zu strengem Sparkurs in Europa - SPIEGEL ONLINE
    Kohl und seine Genossen bauten den unsikbaren Euro. Nur sind bereits einige Teile unter Wasser und man moechte sich vor dem Absacken moeglichst stark abschotten.

    Aber leider gibt es nur ein Schiff.

    Der von D verfolgte Sparkurs ist fuer D in Ordnung, aber die anderen koennen oder wollen da nicht mitmachen und die Frage fuer die naechsten sechs Monate ist nun - wie bricht man den Euro auseinander ohne dass alle absacken? Oder man laesst das Wasser gleichmaessig durchfliessen.

    Oder man schnappt sich ein Rettungsboot und steigt um solange es noch geht.

    Aber so wies verhandelt ist kann es nicht bleiben und das erste Angebot einer neuen griechischen Regierung zun Aussteigen sollte man fluchs annehmen. Kein Zoegern, keine Bedenken.
  7. #7

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Ich frage mich gerade wo Frau Lagarde glaubt einen "überzogenen" Sparkurs auszumachen. Soweit ich das sehe "spart" keines der Euro-Länder. Die Länder machen nur mehr oder weniger NEUE Schulden.
    ...
    Wo soll das Geld herkommen? Noch mehr Schulden?
    Die Bürger Europas müssen sich langsam mal wieder an den Gedanken gewöhnen, dass man nicht permanent mehr Geld ausgeben kann als man einnimmt - auch der Staat nicht.
    Wo das Geld herkommt, darüber haben die Franzosen einschl. Lagarde und alle anderen Südländer klare Vorstellungen: "Gedruckt" von der EZB.

    Dass die ohnehin hohe Inflation dann endgültig explodiert, ist für siem ein angenehmer Nebenffekt. Werden doch schließlich auch die Schulden "weg inflationiert" und die "Wettbewerbsfähigkeit" gestärkt.

    Die Nachteile will natürlich keiner sehen:
    - niemand wird in Zukunft einem Land mehr Geld leihen, dass seine Gläubiger über die Notenpresse enteignet
    - welche Industrie in Spanien, Portugal oder Griechenland soll eigentlich durch Abwertung wettbewerbsfähiger werden? der Tourismus oder die Olivenölproduktion?
    - abgewertete Währung bedeutet massiv höhere Kosten für alle Importe - besonders Öl und Benzin
    - die (relativ) gut wirtschaftenden Länder haben deutlich mehr Nachteile als Vorteile

    Einiges Europa ist eine gute Idee. Auch Solidarität untereinander. Aber unter Demokratie verstehe ich nicht, dass die Mehrheit auf Kosten der Minderheit lebt. Von den Franzosen erwarte ich nichts Anderes. Deren Vorstellung eines vereinten Europas war schon immer die eines Europas unter französischer Führung. Das aber jetzt die südeuropäischen Subventionsansprüche sich mit französischem Dominanzstreben verbünden um Beides durch ihre Mehrheit durchzusetzen und die anderen Ländern dann auch noch dafür bezahlen zu lassen... -- Das ist echt ein starkes Stück...
  8. #8

    Sparen ja, aber richtig

    Bezogen aus Hermes 75 möchte ich mal einschätzen, die Bürger wissen schon, dass man nicht mehr ausgeben kann als man hat (Ausnahmen gibt es immer). Dem Staat ist das sicher auch klar, nur gehen seine Sparprogramme in die falsche Richtung. Sparen bei Bildung - nein. Erhöhung von Einkommenssteuer - nein. Renten kürzen - nein. Woher also nehmen und nicht stehlen?
    Wiedereinführung der Vermögenssteuer, Einführung einer Reichensteuer (die sind ja sogar bereit dazu), höhere Besteuerung der Unternehmensgewinne, die private Telekom sowie die Post zahlen die Pensionen selbst. Keine "Rettungsschirme" für Banken, die ja offensichtlich nichts gelernt haben und weiter riesige Boni zahlen. Die Politik hätte also noch einen gehörigen Spielraum.
  9. #9

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Außerdem wird ja nicht gespart, weil man da jetzt gerade so lustig findet, sondern weil das Geld schlicht nicht da ist.
    Wer soll denn Ihres Erachtens alles sparen, also gemäß Ihrer Definition Schulden abbauen bze. Guthaben aufbauen? Die Staaten und die Haushalte und die Unternehmen gleichzeitig? Wie soll das funktionieren? Die Guthaben des Einen sind die Verbindlichkeiten eines Anderen.

    Die Bürger Europas müssen sich langsam mal wieder an den Gedanken gewöhnen, dass man nicht permanent mehr Geld ausgeben kann als man einnimmt - auch der Staat nicht.
    Wenn das Einkommen (BIP) wächst, geht das durchaus. Spanien und Irland konnten ihre Staatsschuldenquoten bis 2007 ganz massiv senken, aber eben nicht durch radikalen Schuldenabbau, sondenr über BIP-Wachstum. Zudem können nicht alle weniger ausgeben als sie einnehmen, irgendwer muss genau so viel mehr ausgeben als er einnimmt, wie die anderen "sparen".


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