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Drohende Herabstufungen: Rating-Agentur warnt vor Euro-Aus in Griechenland

REUTERSSeit dem Linksruck in Griechenland häufen sich Spekulationen über einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone. Darunter könnten laut der Rating-Agentur Fitch auch die anderen Mitglieder des Währungsraumes leiden - sämtliche Bonitätsnoten wären in Gefahr.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...832727,00.html
  1. #1

    Business as usual, in der Finanzindustrie

    Nachdem die Boersen nun 4 Tage Achterbahn gefahren sind, bzgl der wechselnden Nachrichten aus Hellas, sorgt nun der erste Ihrer Erfuellungsgehilfen dafuer die politische Klasse weiter in der Spur zu halten. Interessant waere herrauszufinden, wer an all den - von Hellas ausgeloesten - Achterbahnfahrten an den Boersen von 2009 -> Heute verdient hat. Wetten auf/ gegen Waehrungen, Bonds, etc. Es deutet sich jedenfalls an, das Hellas in Kuerze den Euro, ggf die EU, zu verlassen hat. Eine Aenderung der Statuten des Club EU waere eher Formsache. Koennte man unseren Politikern nur verstaendlich machen, das ein Ausschluss Griechenlands ein deutliches Zeichen an die Maerkte waere, das einseitige Solidaritaet innerhalb der EU ein Einzelfall war und die manigfachen Manipulationen der Finanzindustrie nun, nach Ausschluss des Reformunwilligen ins Leere laufen.
  2. #2

    Sippenhaft?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit dem Linksruck in Griechenland häufen sich Spekulationen über einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone. Darunter könnten laut der Rating-Agentur Fitch auch die anderen Mitglieder des Währungsraumes leiden - sämtliche Bonitätsnoten wären in Gefahr.

    Rating-Agentur Fitch warnt vor Euro-Austritt von Griechenland - SPIEGEL ONLINE
    Warum werden andere Staaten gestraft wenn ein Staat mit Lug und Betrug sich eine Mitgliedschaft erschlichen hat und nun nicht mehr weiter betrügen kann und der nackten Wahrheit ins Gesicht schauen muss????
  3. #3

    Business as usual

    Zitat von Netcube Beitrag anzeigen
    Es wird langsam Zeit Militär in das Krisengebiet zu schicken. Wäre locker als humanitäre Hilfe zu begründen. Immerhin wollen sie ja nicht raus, wählen aber auf eine Art, die zum Euro-Ende führen könnte. Sie brauchen also Unterstützung um EU-mäßge Kreuzchen zu machen.

    Und dann kann das Militär auch gleich da bleiben, um für Recht und Ordnung zu sorgen, wenn die Sparmaßnahmen durchgesetzt werden...
    Jawoll! Nichts wäre schlimmer als ein systemkritischer Präzidenzfall in Europa. Man stelle sich vor, auch nach der wahrscheinlich nächstfolgenden Wahl in Griechenland stimmte eine Mehrheit der von Jahrzehnten korrupter Oligarchien regierten Griechen erneut gegen die Spardiktate und Geldverschiebe-Clans der €uro-affinen (früheren) Regierungsparteien.

    Am Ende könnte sich diese neue Mehrheit sogar ins Zentrum Europas hineinfressen; die Ratingagenturen wären weggeratet und Währungszocker in Pension geschickt. "Unser" Deutschland wird nicht herumkommen, sich weiterhin konsequent zu amerikanisieren, d.h. gleichfalls in mehrere Kriege gleichzeitig - in "strategischen Regionen" - verwickelt zu sein, damit Rohstoff- und Finanzmärkte fürderhin wachsen und gedeihen.

    In Griechenland hat ein Militärputsch gegen drohende linke Mehrheiten ja schon Tradition. Die €urozone würde sich bedanken, die Ratings wären wieder flott gemacht ... Dumm nur, dass die Geschäfte immer noch mit Menschen gemacht werden müssen, die sich auf Dauer immer weniger gegen ihre Interessen gefallen lassen.
  4. #4

    Vor dem Euro ging es vielen besseer

    Was ist eigentlich so schlimm wenn man nicht mehr im Euro ist. Viele Deutsche würden sich das auch wünschen. Da würde endlich wieder der Mittemeerurlaub billiger. Griechischer Wein wäre wieder konkurenzfähiger.
  5. #5

    Drohgebärden

    Zitat von pirx64 Beitrag anzeigen
    Warum werden andere Staaten gestraft wenn ein Staat mit Lug und Betrug sich eine Mitgliedschaft erschlichen hat und nun nicht mehr weiter betrügen kann und der nackten Wahrheit ins Gesicht schauen muss????
    Ist das so schwer zu erraten? Wer sind die Hauptkunden der Rating-Agentueren und wer hält die meisten CDS, die zur Auszahlung kommen wenn GR in den ungeordneten Bankrott fällt? Und wen kann man bedrohen, um den Zahlungsausfall von GR zu vermeiden?
  6. #6

    Griechenlands Austritt ist alternativlos

    "Die Folgen eines Austritts seien sehr ungewiss, begründet die Agentur ihre Warnung."
    Die Folgen eines weiteren Verbleibs in der Eurozone sind aber noch viel ungewisser. Da dieses Land nicht in dem Maß reformierbar ist, wie es nötig wäre, wird es niemals die erforderlichen Kriterien einhalten. Der Staat hat in Griechenland noch nie funktioniert. Das Land ist strukturell auf dem Niveau eines Entwicklungslandes der dritten Welt, das müsste doch jedem Beobachter endlich bewusst sein. Bei einem Verbleib im Euroraum nach Merkels Lema "koste es was es wolle", macht sich Europa nur weiterhin durch die griech. Kleptokraten-Clique erpressbar. Mit ihrer Propaganda verfolgen die Rating-Agenturen nur eigene finanzielle Interessen. Darauf sollten die verantwortlichen Politiker nicht hereinfallen.
  7. #7

    Benzin würde auch billiger

    Zitat von ein_deutscher Beitrag anzeigen
    Was ist eigentlich so schlimm wenn man nicht mehr im Euro ist. Viele Deutsche würden sich das auch wünschen. Da würde endlich wieder der Mittemeerurlaub billiger. Griechischer Wein wäre wieder konkurenzfähiger.
    dafür dürften eine Menge Leute arbeitslos werden, wenn D spontan 40% aufwertet
  8. #8

    Griechenland ist

    Im Fall Griechenland stehen die ökonomisch notwendigen Schritte längst fest. Selbst wenn es sich kein Politiker derzeit noch nicht zu sagen traut. Innerhalb der Währungsunion hat G. keine Chance aus seiner Überschuldung von allein heraus zu kommen. Und wer glaubt, dass ewige Transferzahlungen an G. nicht irgendwann auf den Widerstand des "Volkes auf der Straße" (z.B. in Deutschland) treffen wird, der irrt sich gewaltig. Griechenlands Wirtschaft kann sich aus seiner dramatischen Situation befreien, wenn es mit einer eigenen Währung nach erfolgter Abwertung wieder konkurrenzfähiger wird. (äußere Abwertung) Am besten gekoppelt mit einer Währungsreform. Die jetzige innere Abwertung über massive Lohn-und Rentenkürzungen treibt die Menschen nur auf die Straße und heizt die anti-europäische Stimmung an. So war der Euro nicht gedacht.
    Aber leider werden die Konstruktionsfehler des der Währungsunion durch die Märkte unter Beweis gestellt.
    Die Unterbewertung des Euro hat die einen massiv profitieren lassen.(Deutschland), während die billigen Zinsen die anderen (G,Portugal, Spanien, Italien) dazu verführt hat, Entwicklung cum Verschuldung zu initiieren.
    Bei den einen entwickelte sich eine Immobilienblase, bei den anderen einfach nur eine miserable Haushaltspolitik.
    Das Projekt Euro sollte die Mitgliedsstaaten aneinander angleichen. Das Gegenteil ist eingetreten. Aber so viele Ökonomen haben vorab gewarnt. Doch leider blieb die Politik auf dem Ohr taub. Und nun?
  9. #9

    Die Warnung gilt nicht für die Griechen

    Den ein Euro Austritt für Griechenland heisst für die Griechen.


    Schnellere Bewältigung der Krise

    Vor den Euro Staaten wieder im Schwarzen Bereich

    Sie können unabhängiger agieren

    Und werden erst recht als Werkplatz für die Chinesen attraktiv (wie Ungarn,Türkei ebenfalls) und als Rohstoff-Handelsplatz für die Russen von Erfolgen gekrönt. Griechenland als Europas Tor zu Russland, Afrika und Orient würde ohne Mitwirkens der EU gezimmert.

    Den Holding/Steuerparadiesen Zypern, Malta und Montenegro würden ein unsägliches Wachstum erleben.


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