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Drohende Auslieferung von Umweltaktivist: Watson auf der Flucht

DPAPaul Watson, Chef der radikalen Umweltorganisation Sea Shepherd, stand in Frankfurt unter Aufenthaltsauflage. Er soll Hai-Jäger vor der Küste Costa Ricas bedroht haben. Nach mehr als 70 Tagen in Hessen ist er jetzt geflohen. Wird er in Deutschland gefunden, droht ihm die Auslieferung.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,846366,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Paul Watson, Chef der radikalen Umweltorganisation Sea Shepherd, stand in Frankfurt unter Aufenthaltsauflage. Er soll Hai-Jäger vor der Küste Costa Ricas bedroht haben. Nach mehr als 70 Tagen in Hessen ist er jetzt geflohen. Wird er in Deutschland gefunden, droht ihm die Auslieferung.

    Sea-Shepherd-Chef Watson auf der Flucht - SPIEGEL ONLINE
    Fakt ist: der Mensch als solches ist durch die nicht vorhandenen Fressfeinde und die stetig wachsende Anzahl der Menschen eine Gefahr für andere Lebewesen. Würde es keine radikalen Tierschützer geben, wären bereits wesentlich mehr Arten vor dem Aussterben bedroht. Ich persönlich mag Watson nicht weil er ein radikaler Fanatiker ist und diese sind meist nicht zu Kompromissen bereit. Dennoch: der Mensch vernichtet und keiner stoppt ihn. Von daher muss es auch irgendwie Menschen geben, die andere Menschen in ihrem Wahn stoppen.
  2. #2

    Die Menschen stoppen

    Watsons Aktionen sind harmlos. Der deutsche Gutmensch hat mal wieder den Überblick verloren.

    Es bedarf eines Captain Nemo und einer Nautilus, nach heutigen U-Boot-Standard natürlich.
  3. #3

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Fakt ist: der Mensch als solches ist durch die nicht vorhandenen Fressfeinde und die stetig wachsende Anzahl der Menschen eine Gefahr für andere Lebewesen. Würde es keine radikalen Tierschützer geben, wären bereits wesentlich mehr Arten vor dem Aussterben bedroht. Ich persönlich mag Watson nicht weil er ein radikaler Fanatiker ist und diese sind meist nicht zu Kompromissen bereit. Dennoch: der Mensch vernichtet und keiner stoppt ihn. Von daher muss es auch irgendwie Menschen geben, die andere Menschen in ihrem Wahn stoppen.
    Ohne Radikalität wird kaum noch was zu retten sein. Ich wünschte mir, wir hätten Millionen solcher radikalen aber sensiblen Menschen. Es sind von uns viel zu viele abgestumpft und nehmen alles hin. Dieses " nach mir die Sintflut ", das ist das Radikale Schwachgut unserer Gesellschaft.
  4. #4

    Liegt da nicht ein Irrtum vor?

    Für folgendes Vergehen müssten doch eigentlich die Menschen verantwortlich gemacht werden, die so etwas tun, und nicht jene, die ein es verhindern wollen, oder sehe ich da was ganz falsch ??? … : )
    "Dabei werden Haien bei lebendigem Leib die Flossen abgehackt, die in der chinesischen Küche als Delikatesse gelten. Verstümmelt werden die Tiere zurück ins Wasser geworfen, in dem sie qualvoll verenden. Umweltexperten zufolge werden etwa 73 Millionen Haie, die für das Gleichgewicht im Ökosystem Meer sorgen, pro Jahr getötet. Für Watson ist Shark-Finning die wichtigste illegale Aktivität weltweit nach dem Drogen- und dem Waffenhandel." Also ich kann nur sagen - verkehrte Welt!
  5. #5

    wie schon bei vorhergegangenen Artikeln...

    zum Thema Auslieferung des Herrn Paul Warson wird es hier bald von Verleumdungen und Besserwissereien, alle pro Watson, wimmeln. Costa Rica wird als Bananenrepublik, die dortige Justiz als korrupt verunglimpft werden. Das ist natürlich genauso dumm wie ekelhaft. Deshalb kurz die Fakten.
    -am 22 April 2002 war Watson mit seinem Schiff "Ocean Warrior 170 Seemeilen von der Küste Guatemalas unterwegs. Die Ocean Warrior ist ein Stahlschiff von ca. 70 Metren Länge, ausgerüstet mit einer ca 10.000 PS starken Maschiene, moderner Technik, Wasserkanonen etc,
    -dort traf sei auf das Fischerböötchen "Varadero 1". Das Schiff ist 15 Meter lang, aus Holz , hatte einen Schaden an der 100 PS starken Maschine und war deshalb von der Strömung dorthin abgetrieben worden
    -"Varadero 1" hatte vor Eintritt des Schadens seine Langleine zu Wasser gebracht.
    -Die "Ocean Warrior" bedrohte die "Varadero 1" , zwang sie, ein Schleppseil zu befestigen und schleppte das Fischerböötchen ab, ohne dafür eine Legitimation vorweisen zu können.
    -Vardero 1 reparierte unterdessen den Schaden und versuchte nach Rücksprache mit costaricanischen Behörden zu flüchten.
    -darauf hin rammte die fünf mal grössere, stählerne Ocean Warrior die hölzerne Nussschale Varadero 1 auf hoher See, beschädigte die Varadero 1 und füllte die Nusschale mithilfe der Wasserkanonen mit Salzwasser(mutig mutig, Herr Watson!!)
    -es gab an Bord der Varadero 1 zwei Verletzte, die Bordwand wurde eingedrückt, die Kabine stark beschädigt, die Besatzung empfand eigenen Angaben zufolge Todesangt
    -währen der ganzen Aktin hatte die Ocean Warrior die schwarze Totenkopfflagge der Piraten gehisst
    -nachdem Behörden Guatemalas, auf deren Legitimation die Ocean Warrior sich im Nachhinein berief daraufhin gedroht hatten, die Ocean Warrior beim Anlaufen eines guatemaltekischen Hafens sofort an die Kette zu legen, nahm Herr Watson Reisaus und überließ die beschädigte hölzerne Nussschale "Varadero 1" ihrem Schicksaal.
    -in einem später gegen ihn wegen versuchter fahrlässiger Tötung und Gefährdung der Schiffahrt anberaumten Gerichtsverfahren erklärte Paul Watson, nicht die stählerne "Ocean Warrior" habe die hölzerne "Varadero 1" gerammt, sondern die Nussschale habe seinen Stahlgiganten gerammt.....dann machte sich Herr Watson erneut aus dem Staub(mutig mutig....)
    -Costa Rica ist keine Bananenrepublik sondern seit 191 Jahren eine stabile Demokratie, von der niemals Krieg ausging, das als einziges Land der Welt auf eine reguläre Streitkräfte verzichtet, das einen hohen Stadard der Rechtspflege hat.
    -costaricanische Fischerboote betreiben kein "Shark Finning", weil in Costa Rica der ganze Körper der nicht unter Artenschutz stehenden Haie verwertet wird. Das Fleisch wird , soweit geniessbar, gegessen, nur wenige Kilometre von Puntarenas(dem Heimathafen der Varadero 1) entfernt befindet sich eine Fabrik für Haiknorpel - Verwertung, was eine bedeutende Einnahmequelle für die meist armen Fischer ist. Es wäre also blöd, nur die Flossen abzuschneiden und den (wie Öko aktivisten immer wieder behaupten) wertvollen Torso der Fische über Bord zu werfen. Diese Praxis findet sich in Asien, aber nicht in Costa Rica)

    Fazit: Paul Watson ist ein Öko Popstar, der bei seinen Reisen und vor allem bei seinen spektakulären Einsätzen gegen riesige japanische Walfang- Fabrikschiffe durchaus Mut gezeigt hat. Die Wirksamkeit dieses Treibens ist jedoch hoch umstritten. Bei seinem Rammstoss gegen die hölzerne Nussschale "Varadero 1" war er dagegen feige, verantwortungslos und hat Menschenleben aufs Spiel gesetzt. Es ist normal, wegen so etwas eine Anklage zu formulieren und ein Gerichtsverfahren in Gang zu setzen. Das Herr Watson sich seiner Verantwortung durch Flucht entzogen hat, spricht nicht für sein Ehrgefühl. Das er den ganzen Vorfall (wie immer) von mehreren Kamerateams aufnehmen, in eine mit reisserischen Musik unterlegten "Dokumentation" (Propagandafilm triffts eher) verwurstet hat, mit dem Ziel, seinen Popstarstatus auszubauen und Spenden einzuwerben macht mir den Mann ebenfalls nicht sympatischer. Fazit: Auch Popstars stehen nicht über dem Gesetz. Die Gesetze Costa Ricas stimmen mit den betreffenden deutschen Gesetzen überein. Die Auslieferung Watsons ist rechtlich einwandfrei. Jeder Mensch ist für seine Tataen verantwortlich- auch Paul Watson.
  6. #6

    leider keine Ahnung von der Realität.

    Zitat von esnike Beitrag anzeigen
    -costaricanische Fischerboote betreiben kein "Shark Finning", ...
    Waren sie schon mal dort? Kennen sie die Cocos Insel, um die es hier ging?

    Ich glaube nicht.

    In dem Hafen von Puntarenas liegen die chinesischen Fischerboote und betreiben mit Billigung von Costa Rica ihr Geschäft mit den Haiflossen; auch Fischer aus Costa Rica und Panama sind an dem schmutzigen Geschäft beteiligt. Es gibt eine Gesetzeslücke, wo diese "Fischer" unbehelligt in Naturschutzgebieten Haie finnen können.

    Auf der Cocos Insel ist eine Ranger-Station, die haben aus gefundenen Langleinen eine große Hängebrücke über ein Tal gebaut; und es gibt noch Material für eine weitere, so viele Langleinen werden von den Rangern gefunden. Beschlagnahmen tun die nichts, weil sie nur kleine nicht seetüchtige Boote haben und unbewaffnet sind, es sind reine Fundstücke und nur ein kleiner Teil der dort tatsächlich eingesetzten Langleinen. An die Fischerboote trauen sich die Ranger nicht ran, die riskieren nicht für ein paar Haie ihr Leben.

    Auf den nördlichen Galapagos Inseln werden laufend Fischerboote von den Behörden aufgebracht, die illegal mit Langleinen Haie fangen und finnen - Fischer aus Costa Rica!

    So harmlos wie sie schreiben sind die Leute in Costa Rica auch nicht... jede noch so armselige Wellblechhütte ist bis zum ersten Stock mit Natodraht und dicken Gittern gesichert, normale Häuser sowieso. In den Einkaufszentren patroilieren die Polizisten mit entsicherter Pumpgun... und wenn sie nachts als Tourist ohne bewaffnete Begleitung durch die Hafenkneipen von Puntarenas ziehen, überleben sie das wahrscheinlich nicht! Sie haben eine ziemlich verklärt romantische Sicht von dem Land, aber leider keine Ahnung von der Realität dort.
  7. #7

    hallo earl grey!!

    um gleich Ihre Frage zu beantworten: Ja, ich war schon mal dort. Ich lebe seit vielen Jahren in Costa Rica und die arrogante Unwissenheit die Sie hier an den Tag legen ist mal wieder bezeichnend für die Besserwisserei der meisten Menschen, deren Kommentare ich hier im Zusammenhang mit Paul Watson lesen musste. Der Vorfall , den Sie in der Nähe der Cocos Insel verorten hat sich in guatemaltekischen Gewässern zugetragen. ( Ungefähr 1000 Seemeilen von der Isla Cocos entfernt) . Ja, icjh treibe mich gelegentlich in Puntarenas herum, ganz ohne Leibwächter und habe Spass dabei. Nein, die Polizei in meiner Heimat patrouilliert nicht mit Pumpguns (wie kommen Sie darauf????) Vielleicht helfen Ihnen noch ein paar Fakten: ein Fünftel des costaricanischen Territoriums ist Nationalpark, streng geschützt- in Deutschland gibt es nur wenige Nationalparks, in denen(z.B. Nationalpark Wattenmeer) dennoch Öl- und Chemikalientransporte erlaubt sind.
    Die Cocos Insel und eine 200 Meilen Zone ringsherum stehen unter strengstem Schutz. Betreten ist nur nach einem komplizierten Genehmigungsverfahren zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Für das Treiben von Chinesen ist Costa Rica nicht verantwortlich. Costa Rica hat eine weltweit einzigartige Artenvielfalt, die entsprechend geschützt wird. Die Strafen für Umweltverbrechen sind hoch ( einem Fischer aus Puntarenas wurden zuletzt ein Strafgeld von 200.000 Dollar aufgebrummt. Dagegen Deutschland: ein in Deutschland(eigentlich) heimischer Schwarzbär darf sich nicht über die Grenze trauen, ohne das eine hysterische Hetzjagt auf den "Problembär" veranstaltet wird. Die Landschaft wird mit Windparks zugepflastert, in denen mit Riesenpropellern unter Naturschutz stehende Vogelarten gehechselt werden. Der Gründer des Bundes für Naturschutz, Ennoch zu Guttenberg tritt deshalb aus seinem Verband aus. Das sogenannte "Bird winginging" (Einem selten Greifvogel wird durchs Windrad der Flügel abgeschlagen, der Greif fällt zu Boden und verreckt jämmerlich) unterscheidet sich durch nichts vom "Shark Finning", wird aber von den Ökos schön unter der Decke gehalten. In Costa Rica wurde noch vor wenigen Monaten ein (politisch gewolltes)Explorationsprojeht eines kanadischen Goldproduzenten gerichtlich gestoppt, weil es auf Kosten der Natur gegangen wäre. In Deutschland werden Tag für Tag Kulturlandschaften abgebaggert um Braunkohle in schmutzigen Verbrennungsvorgängen in Strom zu verwandeln, ausgerechnet in Bundesländern mit grüner Regierungsbeteiligung!! Mein lieber Freund, ich weiss nicht, welche Nationalität Sie haben, aber selber auf einbem Scheisshaufen sitzen und arrogant mit dem Finger auf andere zeigen, sie der Unwissenheit und Umweltzerstörung zu bezichtigen, das läst nur einen Schluss zu: Sie sind "typisch deutsch".
  8. #8

    Frankfurter Justiz

    Gut so. Ich hätte mich schon viel eher verpisst. Bis die Juristen den Arsch hochkriegen ist man ja tot! Eine Anklage aus Costa Rica aus dem Jahre 2002 hat plötzlich Priorität bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft? Ja gibt´s denn sonst kein Verbrechen mehr im Grossraum Frankfurt? Die Frankfurter Justiz sollte sich schämen!
  9. #9

    Ich möchte mal raten, welchen Beruf Sie ausüben: Sie sind nicht zufällig der Pressesprecher der Botschaft dieser 'Bananenrepublik'?

    Ein Mensch, der auch nur das kleinste Bisschen Mitleid mit diesen geschundenen Tieren hat, kann solch einen Stuß nicht schreiben








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